Texas: Ältester Todestraktinsasse hingerichtet

Der US-Bundesstaat Texas hat den ältesten Gefangenen des Todestraktes, der wohl kaum in der Lage war die Hinrichtungskammer ohne „Hilfe“ zu erreichen, mittels tödlicher Injektion exekutiert. Carl Buntion (78) hat sein Leben für ein verbrecherisches Rechtssystem gelassen, welches ihn zunächst über Jahrzehnte mit den harten Bedingungen des Todestraktes misshandelte.

Wir zitieren hier einen Kommentar von DeathPenaltyAction:
„Der Todestrakt wird schnell zu einem Pflegeheim. Glauben Sie nicht? Denken Sie an die beiden Männer, denen heute die Hinrichtung bevorsteht. Carl Buntion ist 78. Oscar Smith ist 72 (Oscar Smith hat einen Aufschub erhalten – d.Red.). Beide sind bei schlechter Gesundheit. Beide brauchen Hilfe, um viele grundlegende Aufgaben zu erledigen. Beide werden erhebliche Hilfe benötigen, um überhaupt zur Hinrichtungskammer zu gelangen … geschweige denn auf die Bahre. Also, wer übernimmt diese Lücke? Staatsangestellte natürlich.
Sie gehen hinein, um sicherzustellen, dass Ihr Patient vorbereitet ist. Sie gehen hinein, um die Vitalfunktionen Ihres Patienten zu überprüfen. Sie gehen hinein, um Ihren Patienten zu füttern. Sie gehen hinein, um Ihrem Patienten in seinen Rollstuhl zu helfen. Sie arbeiten hart daran, Ihren Patienten ruhig zu halten. Sie halten Ihren Patienten fest, damit er nicht stürzt. Sie ermutigen Ihren Patienten, ihn in Bewegung zu halten. Sie setzen Ihre ganze Kraft ein, um Ihren Patienten hochzuheben. Sie erstellen eine Linie, um Flüssigkeiten in die Venen Ihres Patienten zu leiten. Sie tun alles, was Sie können, um Ihrem Patienten zu helfen … hingerichtet zu werden?!?!“

Das ist die Wahrheit über die „Helden“ solcher Exekutionen! Heute liegt es uns fern noch in irgend einer Weise auf die genauen Details dieser Hinrichtung oder auch das Verbrechen, das Carl Buntion vorgeworfen wird, einzugehen. Denn im Angesicht des himmelschreienden Unrechts, welches immer wieder in den USA als Recht bezeichnet wird, haben wir einfach keine Lust mehr irgend etwas gegeneinander aufzurechnen. Offensichtlich ist vielen Staaten in den USA ihr „Recht“ auf Rache und Tötung von Menschen so wichtig, dass sie jeden ethischen Kompass verloren haben. Als Verteidiger der sogenannten „westlichen Werte“ spielen sich die USA immer wieder in der Welt auf. Im Angesicht ihrer eigenen Verbrechen, in unzähligen Kriegen und auch im besonderen in der Grausamkeit und Gnadenlosigkeit ihres Rechtssystems, erkennen wir jedoch einen barbarischen Anspruch auf Herrschaft um jeden Preis.

Kein Staat der Welt hat so viele Menschen in seinen Gefängnissen wie die USA! Und wie schreibt der Deutschlandfunk treffend: „Die US-Gefängnisindustrie hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem florierenden Geschäftszweig entwickelt.“

Es geht dort nicht um Gerechtigkeit und Sicherheit, es geht ums Geschäft. Darin ist das kapitalistische Ausbeutersystem der USA schon immer Weltmeister gewesen. So lag es nahe auch die Gefängnisse zu einer Gefängnisindustrie auszubauen, um auf Kosten vor allem der Armen und Farbigen Geschäfte zu machen. Wer heute in diesen Industriezweig in den USA investiert, kann sich auf gute Gewinne freuen.

An der Spitze dieses kranken Systems steht die Todesstrafe und eine gnadenlose Rachemoral, die vor keiner Misshandlung, keiner Demütigung und auch nicht vor der Folter durch jahrzehntelange Isolationshaft halt macht…

In seinen letzten Worten sagte Carl Buntion:
„Ich wollte, dass die Familie Irby eines weiß: Ich habe Reue für das, was ich getan habe. Ich bete zu Gott, dass sie den Abschluss dafür finden, dass ich ihren Vater und Ms. Irbys Ehemann getötet habe … Allen meinen Freunden, die all die Jahre bei mir geblieben sind, werde ich nicht „Auf Wiedersehen“ sagen, sondern nur ‚bis bald‘. . Ich bin bereit.“

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.ommercato.com/trad/carl-wayne-buntions-last-words-as-texas-man-executed-by-lethal-injection_176289
https://deathpenaltyaction.org/blog/lamentations-on-carl-buntion-oscar-smith/
https://www.deutschlandfunk.de/gefaengnismisere-in-den-usa-100.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2022/03/21/texas-will-altesten-gefangenen-hinrichten/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative Hoffnung fürs Leben (IHfL) * www.ihfl.de * www.todesstrafe-info.de * www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.