Exekutionen durch US-Bundesregierung stehen kurz bevor

Update: Daniel Lewis Lee, Wesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken wurden nach langen Auseinandersetzungen hingerichtet.

siehe:
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/17/zweite-unrechtmaessige-hinrichtung-durch-die-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/18/dritte-hinrichtung-durch-us-bundesregierung/


USA wollen seit 2003 zum ersten mal wieder Gefangene hinrichten, die zum Tode verurteilt wurden. Damit würde sich der Wunsch des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama erfüllen, der für die Todesstrafe eintritt (Unglaublich, dass dieser Mann den Nobelpreis erhalten hat!). Auch der derzeitige Präsident Donald Trump setzt sich für die Todesstrafe ein.

Trump mit Strick.jpg

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.justice.gov/opa/pr/executions-scheduled-four-federal-inmates-convicted-murdering-children
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article6072396/Obama-und-die-Todesstrafe.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2014/05/04/obama-will-weiter-toten-lassen/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Earlene-Peterson-SDIN-Preliminary-Injunction-Order-2020-07-10.pdf
https://apnews.com/b6e533534b6f879e7e034a3079cec282
https://apnews.com/38f5ad6c5f9bd91bd7abb84211f1e404?


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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Dritte Hinrichtung durch US-Bundesregierung

nein zur todesstrafe-klDie dritte Exekution durch die US-Regierung innerhalb kurzer Zeit wurde am 17. Juli 2020 vollzogen. Dustin Honken war für Morde, die er im Jahr 1993 begangen hatte, zum Tode verurteilt worden. 

Nach der Hinrichtung gab einer seiner Verteidiger, Shawn Nolan, folgende Erklärung ab: „Dustin Honken wurde erlöst. Er erkannte die von ihm begangenen Verbrechen an, bereute sie und verbrachte seine Zeit im Gefängnis, um für sie zu büßen. … Es gab keinen Grund für die Regierung, ihn zu töten, weder eilig noch überhaupt… Der Dustin Honken, den sie töten wollten, ist längst verschwunden. Der Mann, den sie heute getötet haben, war ein Mensch, der den Rest seiner Tage damit hätte verbringen können, anderen zu helfen und sich weiter zu rehabilitieren. Möge er in Frieden ruhen.“

Aufgrund von eidesstattlichen Erklärungen befand ein Bezirksgericht, dass „die wissenschaftlichen Beweise … mit überwältigender Mehrheit darauf hindeuten, dass das Protokoll von 2019 mit großer Wahrscheinlichkeit extreme Schmerzen und unnötiges Leiden für die Kläger während ihrer Hinrichtungen verursachen wird“, und stellte fest: „Da es in diesem relativ frühen Stadium schwierig ist, konkurrierende wissenschaftliche Beweise gegeneinander abzuwägen, deutet die Sachlage darauf hin, dass [die Gefangenen] wahrscheinlich aufgrund ihrer verfassungsmäßigen Anfechtung der Verwendung von Pentobarbital bei Hinrichtungen auf Bundesebene Erfolg haben werden“.

Honken sagte in seinen letzten Worten: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bete für mich!“

Die US-Regierung hat einen dreifachen Serienmord innerhalb von 4 Tagen begangen. Dies alles kurz vor den Präsidentschaftswahlen.
Dazu erklärt DEATH PENALTY ACTION in ihrem aktuellen Newsletter:
„Die Beweise sind jetzt klar: Die Kampagne zur Wiederwahl des Präsidenten hat die Hinrichtungen des Bundes per Skript durchgeführt, die im Zuge des Wahlkampfs stattfinden sollen. Nur wenige Stunden nach der ersten von drei Hinrichtungen in einer Woche (und der ersten Hinrichtung des Bundes seit 17 Jahren) forderte die Trump-Kampagne den gegnerischen Kandidaten auf, seine Ablehnung der Todesstrafe zu rechtfertigen.“

Trump scheint mit allen Mitteln um die Macht zu kämpfen…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/federal-government-prepares-for-third-execution-in-one-week-as-challenges-to-execution-protocol-fail
https://www.themarshallproject.org/next-to-die/fe/xgftpkyc


Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Zweite unrechtmäßige Hinrichtung durch die US-Bundesregierung

Todesstrafe für die Scheiss Todesstrafe (Button)_klAm 16. Juli 2020 wurde Wesley Ira Purkey in den USA hingerichtet, mittels einer tödlichen Injektion. Es war die zweite Hinrichtung durch den Bund in diesem Jahr, nach 17 Jahren ohne Bundes-Exekutionen. Dabei verlief die Hinrichtung ähnlich grausam wie kurz zuvor die Ermordung von Daniel Lewis. In beiden Fällen entbrannte ein „hin und her“ der verschiedenen Gerichte, mal für oder mal gegen die Exekutionen.

Purkeys Verteidigerin Rebecca Woodman sagte: „Die Hinrichtung von Wes Purkey sollte das Gewissen all derer schockieren, denen Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit am Herzen liegen… Die Regierung setzte jede Waffe in ihrem Arsenal ein, um ein Gericht daran zu hindern, über die Begründetheit seiner Inkompetenzbehauptung zu entscheiden, selbst als die in ihrem eigenen Besitz befindlichen Beweise zeigten, dass Mr. Purkeys geistige Fähigkeiten zutiefst beeinträchtigt waren. Und indem die Regierung während der COVID-19-Pandemie die Hinrichtung vorbereitete, setzte sie Hunderte von Menschen rücksichtslos einem ernsten und unnötigen Risiko aus.“

Untere Gerichte hatte drei verschiedene Entscheidungen erlassen und versuchten so die Hinrichtung von Wes Purkey zu stoppen. Dabei ging es unter anderem darum, dass seine geistige Kompetenz hätte überprüft werden müssen. Eigentlich hätte der Verurteilte allein schon aufgrund seiner Schizophrenie nicht hingerichtet werden dürfen, sowie wegen einer fortgeschrittenen Alzheimer Erkrankung.

Gerade diese Alzheimer Erkrankung führte dazu, dass Wes Purkey kaum mehr wissen konnte, warum er eigentlich exekutiert werden soll, so seine Verteidigerin. Darüber lagen laut Berichten der Medien bereits umfangreiche Unterlagen vor, die jedoch der Verteidigung nicht zur Verfügung gestellt wurden. Eine klare Unterschlagung von entlastendem Material!

Letztendlich wurde wie bei Daniel Lee, nach langem gerichtlichen Tauziehen um das Leben von Wes Purkey, nach vielen Stunden dann doch die Hinrichtung vollzogen. Und dies wieder vollkommen ungesetzlich, da auch hier der Exekutionstermin eigentlich abgelaufen war…

Es bleibt das Gefühl, dass die im November bevorstehende Präsidentschaftswahl eine Rolle bei dem massiven vorantreiben der „Law and Order“ Politik spielt. Trump will offensichtlich seine konservative Wählerschaft bei Laune halten. Wobei die Hinrichtungen zeigen, dass bei dieser Politik das Wort „Law“ keine Rolle mehr zu spielen scheint, da die US-Regierung eindeutig gegen ihre eigenen Gesetze verstößt…

Die USA sind verkommen zu einem Unrechtsstaat, der um morden zu können, seine eigenen Gesetze in den Mülleimer wirft. Die Trump-Administration hat es geschafft, die niederen Bedürfnisse eines großen Teiles der US-Bevölkerung zu befriedigen.
Um so wichtiger sind die Menschen in den USA, welche sich gegen diese Entwicklung zur Gnadenlosigkeit stemmen und laut sagen: NEIN!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/u-s-government-hurriedly-executes-wesley-purkey-after-overnight-rulings-by-u-s-supreme-court-vacate-two-injunctions-and-a-stay-of-execution
https://www.washingtonpost.com/national/wesley-purkey-execution-terre-haute-supreme-court/2020/07/16/e074dbca-c75f-11ea-b037-f9711f89ee46_story.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


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USA: Hinrichtung in Missachtung des Rechts

deathpenalty-ihfl-kl2In einem furchtbaren „Showdown“ vollzog das US-Amerikanische Regime die erste Exekution auf Bundesebene seit 17 Jahren. Damit wurde der Wunsch von Friedensnobelpreisträger Barack Obama Wirklichkeit, der sich auch zu seiner Amtszeit als US-Präsident immer für die Bundes-Todesstrafe ausgesprochen hatte. Der derzeitige Machthaber der USA, Donald Trump, hat alles daran gesetzt, dass der Bundesstaat wieder morden darf.

Es war ein unerträgliches Hin und Her zwischen verschiedenen Gerichtsentscheiden. Am Ende vollstreckten die USA das Todesurteil gegen Daniel Lee, nachdem er rund 4 Stunden auf der Todesliege festgeschnallt auf seine Exekution warten musste. Er wurde gegen 8:07 Uhr für Tod erklärt.

Gegen 2 Uhr am Morgen hatte der Supreme Court die Entscheidung getroffen, Hinrichtungen auf Bundesebene zu gestatten. Jedoch wäre bereits ab 0:00 Uhr eine Hinrichtung von Daniel Lee eigentlich nicht erlaubt gewesen! – Vielmehr hätte nach Stand der Gesetze ein neuer Exekutionstermin bestimmt werden müssen.

Dennoch schnallten sie Daniel Lee auf die Todesliege und ließen ihn dort auf die Giftspritze rund 4 Stunden lang warten, während das juristische Gezerre um sein Leben weiterging. Am Ende setzten sie ihm die Todesspritze ohne! die Verteidiger zu benachrichtigen, die somit keine Gelegenheit mehr hatten zu handeln. Vielmehr erhielt Daniel Lee angeblich eine Mitteilung über den neuen Termin und er hatte keine Möglichkeit darüber mit seinen Verteidigern zu sprechen.

Laut einer Erklärung von Lees Anwältin, Ruth Friedman, wurde Daniel Lee hingerichtet, obwohl noch mehrere Anträge in seinem Fall anhängig waren und ohne seine Anwälte davon in Kenntnis zu setzen. Friedman schrieb: „Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung während einer Pandemie durchzuführen. Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung durchzuführen, als Danny Lees Anwalt nicht anwesend sein konnte und als die Richter in seinem Fall und sogar die Familie seiner Opfer dagegen drängten. Und es ist mehr als beschämend, dass die Regierung diese Hinrichtung schließlich in aller Eile, mitten in der Nacht, während das Land schlief, durchführte. Wir hoffen, dass das Land nach dem Erwachen genauso empört sein wird wie wir“.

Mord ist Mord und Mord bleibt Mord, egal wer ihn ausführt oder dafür verantwortlich ist. Einen Menschen zudem auch noch nach einem langen „hin und her“ stundenlang auf der Todesliege festgeschnallt auf den Mord an ihm warten zu lassen, übersteigt unsere Vorstellungsmöglichkeiten. Das einzige Wort, dass uns dazu einfällt ist:

FOLTER

Die USA haben sich von der Menschlichkeit verabschiedet und driften ab in das, was sie selbst einen „Schurkenstaat“ nennen. Das einer der Verantwortlichen auch noch Träger des Friedensnobelpreises ist, macht uns sprachlos…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/federal-government-ends-death-penalty-hiatus-with-rushed-early-morning-execution-of-daniel-lee
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/06/30/usa-erste-hinrichtung-durch-den-bund-seit-17-jahren-im-juli/

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Bundes-Hinrichtung vollstreckt. War sie Ungesetzlich ?

KLEIN - Against the Death Penalty - Todestrafe - Zeichnung - Drawing - Statue of Liberty - Freiheitsstatue (Kaivel_Comics) - www.lancelot-armstrong.deDaniel Lee Lewis wurde nun doch hingerichtet.
Zuvor wurde die Hinrichtung noch gestoppt, weil ein Richter die 4 Exekutionen gekippt hatte, die durch den Bund der USA stattfinden sollte… 

Die Trump-Administration legte aber bei einem höheren Gericht Berufung ein und bat darum, die Hinrichtungen voranzutreiben.

Die bekannte Todesstrafen-Aktivistin „Sister Hellen Prejean“, die Autorin des Buches „Dead Man Walking“ (und spiritueller Berater von Männern und Frauen in der Todeszelle) twitterte zu dem Fall von Daniel Lee, das die Hinrichtung gegen das Gesetz war. Sie schrieb das die Hinrichtung um 2:00 Uhr nachts statt fand, doch der Hinrichtungsbefehl war bereits um Mitternacht abgelaufen. Außerdem wurde sein Rechtsbeistand nicht informiert. 

War dies also vielleicht wirklich eine Ungesetzliche Hinrichtung, wie von Schwester Hellen getwittert wurde? Es sieht so aus… Und DAS wäre oder ist ein echter Skandal und wirft einen weiteren dunklen blutigen Fleck auf die USA…

IHfL
Kai Friedrich

Quelle: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/12/exekutionen-durch-us-bundesregierung-stehen-kurz-bevor/
Quelle: https://apnews.com/38f5ad6c5f9bd91bd7abb84211f1e404?fbclid=IwAR39CBCOplFLWH0kI3BcqI0LKkHwo130MiIniEOthKRHxUGT3EaQi1qA1kg

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Billy Wardlow hingerichtet – Video vom Abschied

Billy Joe WardlowDer US-Bundesstaat hat Billy Joe Wardlow (45) exekutiert. Er war wegen eines Mordes, den er mit 18 Jahren begangen hatte, zum Tode verurteilt worden. Es soll kein kaltblütiger Mord gewesen sein, sondern es „passierte“ während einer Auseinandersetzung mit dem Opfer. In Deutschland wäre er nach Jugendstrafrecht verurteilt worden – Texas richtete ihn hin.

Billy Wardlow lehnte es ab,kurz vor seiner Hinrichtung, eine letzte Erklärung abzugeben. Aber er schickte letzten Monat einen Brief an den Bewährungsausschuss und sprach darüber, wie er sich während des Vierteljahrhunderts in der Todeszelle verändert hat: „Ich kam als verängstigter Junge in den Todestrakt, der schlechte Entscheidungen traf; ich werde den Todestrakt als ein Mann verlassen, den andere schätzen, weil ich die Stürme des Lebens mit der Hilfe von Menschen, die mich liebten, überstanden habe“, schrieb Wardlow dem Ausschuss. „Wir sollten uns alle so glücklich schätzen.“

Wir haben über den Fall Billy Wardlow bereits ausgiebig berichtet (siehe hier) und möchten hier nicht weiter darauf eingehen. Vielmehr halten wir es für dringend nötig, den letzten Wunsch von Billy Wardlow zu erfüllen. Dazu schreibt Pat Hartwell Harper auf Facebook:

„BILLY WARDLOW wurde heute Abend vom Staat Texas ermordet, und seine letzte Bitte war es, das Video zu zeigen, wenn er in der Kirche liegt und seine Lieben um ihn trauern. Er möchte, dass die Welt erfährt, wie verachtenswert und rachsüchtig der Staat Texas ist, und dass die Menschen durch den Anblick dieser Videos versuchen können, die Realität einer Hinrichtung zu erfahren. Er dankt allen Menschen, die sich gemeldet und ihm auf seiner letzten Reise geholfen haben, und erzählt uns, dass er das Gefühl hatte, keine Stimme zu haben, aber bald erkannte, dass wir seine Stimme waren. Bitte teilen Sie diese GENAUEN Worte überall auf der Welt mit. Fliege hoch mit den Engeln, Billy. Du wirst nie vergessen werden. ABSCHAFFUNG DER TODESSTRAFE!!“

Wer dieses Video gesehen hat, so hoffen wir, wird begreifen wie falsch die Todesstrafe ist und dass es ein Verbrechen des Staates ist sie auszuführen… Nicht nur, dass sie einen Mann zum Tode verurteilt haben, der zur Tatzeit noch ein Junge war –  sondern auch weil sie ihn und seine Lieben jahrzehntelang misshandelt haben, mit dem Wissen, dass er getötet werden soll… In Texas ist es nicht erlaubt einen Todeskandidaten während eines Besuches zu berühren. Vielmehr finden Besuche nur getrennt durch eine Glasscheibe statt und mittels Telefonhörer, wie es sicher schon viele im TV gesehen haben… Was DAS bedeutet, macht das verlinkte Video auf erschütternde Weise deutlich… Seine Freundin konnte Billy zum ersten mal in ihrem Leben berühren, nachdem die Staatsverbrecher ihn ermordet hatten… So wurden unzählige Menschen durch den Staat Texas und letztendlich durch die USA, die genau DAS zulassen, seelisch gefoltert… Menschen die gar kein Verbrechen begangen haben… Es ist zu befürchten, dass der Staat Texas mit seiner schmutzigen Rachefratze bei den Menschen die Billy liebten ein schweres Trauma ausgelöst hat. Wie kann jemand anhand dieser unabweisbaren Tatsachen noch an der Todesstrafe festhalten?

Als wir jedoch in diesem Video auch noch sehen mussten, wie die Trauernden zurechtgewiesen wurden, wegen den Aufschriften gegen die Todesstrafe auf ihren T-Shirts und Billys Freundin vor Schmerz die Fassung verlor… trieb es uns die Tränen in die Augen…

Ein Staat der Menschen so etwas antut – ist ein verachtenswerter Unrechtsstaat!

IHfL
Peter K.

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Quellen:
https://www.texastribune.org/2020/07/08/texas-execution-billy-wardlow/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/06/23/todesurteil-mit-18-jahren-hinrichtung-am-8-juli/
https://www.facebook.com/pathartwell51/timeline

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Lebendig!

Immer wieder habe ich das Gefühl, dass so manche Leute meinen, die sogenannten Todeskandidaten wären quasi schon tot. Sie sind nun mal zum Tode verurteilt und ihre einzige Aufgabe, die sie noch haben wäre, darauf zu warten, dass der Staat sie ermordet.

Auch mein Brieffreund Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida ist, kennt das. Zu oft ist er in der Vergangenheit immer wieder so behandelt worden, als wäre er schon ein toter Mann oder zumindest kein richtiger Mensch mehr. Und er solle einfach die „Klappe halten“ und sich in sein Schicksal fügen.

Darum möchte ich hier kurz von einem Foto berichten, dass ich vor einiger Zeit mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht habe. Auf dem Haus unserer Nachbarn saß eine Amsel und da ich gerade das passende Objektiv drauf hatte, machte ich von ihr das folgende Bild:
amsel-peter_k_2020
Einige Wochen später bekam ich von Lancelot, der ein wunderbarer Kunstmaler ist, folgendes Geschenk:
amsel-lancelot_armstrong-2020Auf dem Lancelot Armstrong Kunstblog sind viele seiner Werke zu sehen:
https://armstrongkunst.wordpress.com

Lancelot Armstrong lebt. Er ist voller Leben! – Und die Menschen die sich an der Maschinerie beteiligen, die ihn und all die anderen im Todestrakt, nur noch als jemanden ansehen und behandeln, der schon so gut wie tot ist, sind die wahren Toten. In ihrem Herzen scheint etwas gestorben zu sein. Und wir können diese Verantwortlichen nur bedauern, in ihrem seelischen Elend…

Lancelot Armstrong jedoch lebt. Er kämpft um sein Leben und das der Anderen. Mit den wenigen Mitteln die er hat und seiner Kunst. Denn wer kämpft kann verlieren, aber wer aufgehört hat zu kämpfen, der hat schon verloren…

IHfL
Peter K.

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USA: Erste Hinrichtung durch den Bund seit 17 Jahren im Juli

Update 14.07.2020:

Update: Daniel Lewis Lee wurde nach langen Auseinandersetzungen hingerichtet.

Quelle:
https://www.n-tv.de/panorama/Daniel-Lewis-Lee-nun-doch-hingerichtet-article21910655.html


usa_death_penalty3

Update 10.07.2020: Ein Richter in Indiana hat einen Aufschub im Fall Daniel Lee gewährt, weil Opferangehörige wegen Covid-19 nicht an der Hinrichtung als Zeugen teilnehmen können. Das US-Justizministerium hat Berufung gegen diese Urteil angekündigt. Es ist also nicht sicher, dass dieser Aufschub nicht wieder gekippt wird. Lee soll der erste Bundesgefangene sein, der seit 2003 hingerichtet wird, durch die USA. 

Zum Dokument:
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Earlene-Peterson-SDIN-Preliminary-Injunction-Order-2020-07-10.pdf


Die USA wollen am 13. Juli 2020 einen Gefangenen des Bundes hinrichten. Seit dem Jahr 2003 wurde niemand mehr durch die Bundesregierung exekutiert. Bei dem Verurteilten handelt es sich um Daniel Lewis Lee, der für die Ermordung einer dreiköpfigen Familie, darunter ein 8 jähriges Kind, im Jahr 1996 zum Tode verurteilt wurde.

Gemeinsam mit einem Komplizen, Chevie Kehoe, soll Lee in das Haus ihrer Opfer eingedrungen sein. Nachdem sie die Opfer ausgeraubt und mit einem Elektroschocker betäubt hatten, bedeckten sie ihre Köpfe mit Plastiktüten, versiegelten die Tüten mit Klebeband, beschwerten jedes Opfer mit Steinen und warfen die dreiköpfige Familie in den Bayou von Illinois. Kehoe und Lee wurden im September 1997 verhaftet. Die Geschworenen empfahlen für Lee die Todesstrafe und für Kehoe lebenslängliche Haft.

In einer Mitteilung an die Medien schrieb Generalstaatsanwalt William P. Barr: „Das amerikanische Volk, das durch den Kongress…handelt, hat seit langem angeordnet, dass Angeklagte, die für die abscheulichsten Verbrechen schuldig befunden wurden, zum Tode verurteilt werden sollen… Wir sind es den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen und den zurückgelassenen Familien schuldig, das von unserem Justizsystem verhängte Urteil auszuführen.“

Laut einem Bericht auf DEATH PENALTY INFORMATION CENTER bitten Familienangehörige der Opfer um Gnade für Daniel Lewis Lee. Insofern begründet der Generalstaatsanwalt die bevorstehende Hinrichtung mit dem Willen von Opferangehörigen, die diesen Willen ausdrücklich NICHT haben!

In einer Erklärung am Montag teilte Lees Verteidigerin Ruth Friedman mit: „Die Regierung hat Herrn Lee als einen weißen Rassisten und Kindermörder dargestellt. Beides ist nicht wahr. Er hat den Skinhead-Gruppen, denen er als Jugendlicher beigetreten war, schon lange abgeschworen, und die Regierung hat ihren Fall gegen Herrn Lee jetzt dramatisch umgestaltet; tatsächlich war ihr eigener Beweis bei der Verhandlung, dass er das Kind nicht ermordet hat. Es wäre von der Regierung skrupellos, Danny Lee hinzurichten.“

Jetzt hat der Supreme Court der USA eine entsprechende Berufung der Gefangenen abgelehnt, mit deren Hilfe die Bundeshinrichtungen gestoppt werden sollten.
Der Oberste Gerichtshof sagte am Montag, dass er sich nicht mit einer Berufung befassen werde, die von vier Todestraktinsassen eingereicht wurde, die versuchen, einen Beschluss des Untergerichts zu blockieren, der es der Trump-Administration erlaubt, mit den Hinrichtungen fortzufahren.

    • Dieses Jahr geplante Hinrichtungen durch die Bundesregierung der USA:
      13. Juli – Daniel Lewis Lee
      15. Juli – Wesley Ira Purkey
      17. Juli – Dustin Lee Honken
      28. August – Keith Dwayne Nelson

Wenn selbst Angehörige der Opfer sich für das Leben von Daniel Lewis Lee wird das Ziel der US-Regierung ihn zu töten zu einem reinen Racheakt des Staates. Anstatt der grausamen und sinnlosen Todesstrafe endlich ein Ende zu setzen, suhlen sich die Verantwortlichen im archaischen Prinzip von „Auge um Auge“… Und sind dabei blind dafür, dass Hinrichtungen eines zivilisierten Staates nicht würdig sind.

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://www.thv11.com/article/news/crime/execution-date-set-for-white-supremacist-convicted-of-killing-arkansas-family/91-3987ce65-2f8b-4235-9c56-226efb9a78a5
https://www.arkansasonline.com/news/2020/jun/16/federal-execution-set-in-96-slayings/?news
https://www.cnbc.com/2020/06/29/supreme-court-rejects-death-row-inmates-appeal-to-stop-federal-executions.html
https://deathpenaltyinfo.org/news/victims-family-members-ask-for-clemency-for-federal-death-row-prisoner-daniel-lewis-lee

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Verzeihen und Gnade – Eine Alternative zur Todesstrafe?

Ein Beitrag von Kai Friedrich

Einige Leute die für die Todesstrafe sind fordern zumindest bei „Schuldigen“ das Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“… Ihnen ist der Rachegedanke so wichtig, das sie oft einen alternativen Weg komplett übersehen… Den Weg des Verzeihens und der Gnade…

KLEIN - Against the Death Penalty - Todestrafe - Zeichnung - Drawing - Statue of Liberty - Freiheitsstatue (Kaivel_Comics) - www.lancelot-armstrong.de

Darum möchte ich euch heute einfach mal 2 Beispiele zeigen, das dieser Weg tatsächlich möglich ist.

Beispiel 1:
Opfer-Mutter verzeiht dem Mörder ihres Sohnes.


Eine Mutter vergibt dem Mörder ihres Sohnes… Ja, diese Frau beeindruckt uns total.. Obwohl ihr Erwachsener Sohn auf offener Strasse erschossen und ausgeraubt wurde von einen 14 Jährigen, geht diese Mutter einen Weg, der ungewöhnlicher kaum sein könnte… Sie verzeiht ihm, sieht ihm ins Gesicht und umarmt ihn und dann seine Mutter.

Rache ist nicht ihr weg. Im Gegenteil! Sie nimmt den Mörder ihres Sohnes in ihre Familie auf…  Respekt für diese tolle Geste!

VIDEO: „Mom Comes Face-To-Face With Her Son’s Killer“
„Mutter steht dem Mörder ihres Sohnes von Angesicht zu Angesicht gegenüber“
https://youtu.be/0Z5SGI5Jdns

Beispiel 2:
Opferfamillie will keine Todesstrafe für Frederick Baer…

Frederick Baer hat ein ziemlich heftiges Verbrechen begangenen, damals im Drogenrausch… Dennoch hat die Opferfamilie ihm nicht die Todesstrafe gewünscht !
Er fühlt sich bis heute Schuldig dafür, wie man auch in 3 wirklich guten Dokumentionen sehen kann…

ARTIKEL:
„Lebenslänglich für Frederick Baer“
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/08/13/lebenslaenglich-fuer-frederick-baer/

Artikel Bild

VIDEO 1: „Höchststrafe – Leben in der Todeszelle“
https://youtu.be/CYpZeYV8xEI

VIDEO 2: „Die Verurteilten – Warten auf dem Henker:
die_verurteilten-bild(selbst-erstellt)
https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/video179570586/WELT-Doku-Die-Verurteilten-Warten-auf-den-Henker.html

VIDEO 3: „Fredrick Baer speaks from Death Row“ (leider nur in Englisch verfügbar)
https://youtu.be/1L4Zry4PmP0

Um wenigstens etwas wieder Gut zu machen, bei einer Sache wo man kaum etwas wieder gut machen kann, spendete er seine Haare für Krebskranke Kinder, wie wir erfuhren… Er schrieb sogar die Opferfamillie an und teilte ihnen mit das er die tat Aufrichtig bereue usw… Das Resultat: Die Opferfamille sorgte dafür das Frederick Baer nicht mehr hingerichtet wird, sondern nach vielen Jahren im Todestrakt Lebenslänglich erhielt… (siehe hier)

FAZIT:
Es gibt Menschen die in der Lage sind einen anderen Weg zu gehen, als den der Rache…
Den des Verzeihens, oder zumindest den Weg der Erkenntnis, dass man einen Mord nicht wiederum mit einem Mord sühnen sollte…

Somit verneige ich mich vor Menschen die dazu in der Lage sind… Dies zeigt aber auch, das ein anderer Weg möglich ist…. Und wenn man den Täter oder die Täterin hinrichten lässt, schafft man nur wieder neues Leid… Ob das wirklich sinnvoll ist? Zu was das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Prinzip führt, kann man leider immer wieder an Beispielen der Blutrache sehen.

Ich denke Versöhnung, Verzeihen oder die Gnade ist der bessere Weg…

IHfL
Kai Friedrich…

PS: Eines noch, wir dürfen nicht vergessen das auch viele Unschuldige hingerichtet werden.
Siehe hier: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/unschuldig/
Artikel 2


Wir bitten für unsere Arbeit um Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Menschenrechtsverletzung: Mindestens 1300 Gefangene länger als 20 Jahre im Todestrakt

human-rights-violations-e28094-20-years-on-death-rowIn den USA sind mehr als 1300 Gefangene seit über 20 Jahren im Todestrakt. Wie das Death Penalty Information Center (DPIC) in einem Bericht mitteilt, verstoßen die USA damit gegen ihre eigenen Menschenrechtsverpflichtungen.(Stand 1. Januar 2020)

Fast ein Drittel der Todeskandidaten, deren Menschenrechte wegen einem solch langen Aufenthalt verletzt werden, befinden sich in  den Todeszellen von Kalifornien.

Laut DPIC wurden 191 Gefangene 20 Jahre oder länger nach dem Todesurteil hingerichtet. 13 Männer und Frauen waren über 20 Jahre in der Todeszelle, bevor sie wegen Unschuld entlassen wurden, was ebenfalls ihre Menschenrechte schwer verletzte. Insgesamt belegt der Bericht des DPIC mehr als 1.500 Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Todesstrafe durch US-Bundesstaaten und die Bundesregierung.

Kalifornien hat mit 429 Gefangene die meisten Menschenrechtsverletzungen, wegen der Inhaftierung seit über 20 Jahren, gefolgt von Florida, wo 192 Gefangene 20 Jahre und mehr im Todestrakt sind.
lance_armstrongEiner dieser Gefangenen, der seit 1991 in der Todeszelle von Florida eingesperrt wird, ist Lancelot Armstrong, der von der IHfL seit 2012 betreut wird. Wir möchten an dieser Stelle um Spenden für Lancelot Armstrong bitten, denn die Versorgung im Todestrakt von Florida ist vollkommen unzureichend. Wenn er sich nicht von Spenden Nahrung kaufen kann, ist seine Gesundheit stark gefährdet. Wir empfehlen dazu unsere kostenlose Broschüre „Eine ganz normale Nacht“. In dieser Broschüre ist u.a. auch ein sogenannter „Speiseplan“ aus dem Todestrakt von Florida abgebildet.
Achtung! – Wegen der teilweise grausamen Schilderungen, können wir die Lektüre dieses Heftes empfindlichen Menschen ausdrücklich NICHT empfehlen!

Die PDF kann < hier > geladen werden:

Das Heft im DinA5 Format kann bei uns, gegen eine kleine Kostenbeteiligung, bestellt werden – gerne auch mehrere Exemplare um sie weiterzugeben. Dazu sendet bitte einfach eine Nachricht an uns: info@ihfl.de

Es ist unglaublich wie schlecht die Gefangenen dort ernährt werden. Da Lancelot Armstrong nicht mal diesen vollen Speiseplan erhält, aufgrund seiner Glaubensrichtung, wurde das Wenige, das man ihm gibt, auf dem Speiseplan farbig gekennzeichnet. Jeder der sich DAS anschaut, wird begreifen, warum wir von Gesundheitsgefährdung sprechen.

Florida hatte mit 34 die meisten Menschenrechtsverletzungen bei der Hinrichtung von Gefangenen, die seit mindestens 20 Jahren in der Todeszelle saßen. Es folgt Texas mit 31, Georgia mit 28 und Alabama mit 20 Exekutionen.

Drei der Entlassenen – Paul Browning in Nevada, Henry McCollum in North Carolina und Glenn Ford in Louisiana – waren 30 Jahre oder länger in der Todeszelle, bevor sie freigelassen wurden.

Im Jahr 2018 erklärte die Interamerikanischen Menschenrechtskommission (IACHR) im Fall des Missouri Gefangenen, Russell Bucklew, der in der Todeszelle saß, dass „allein die Tatsache, 20 Jahre in der Todeszelle zu verbringen, … eine exzessive und unmenschliche“ Strafe ist. Im April 2020 stellte die IACHR zu diesem Thema fest, dass die 27-jährige Inhaftierung von Nvwtohiyada Idehesdi Sequoyah (ehemals Billy Ray Waldon) im Todestrakt von Kalifornien gegen die Menschenrechtsverpflichtungen der USA verstößt.

Die IACHR sagt, dass eine so lange Inhaftierung unter Todesdrohung eine „grausame, berüchtigte oder ungewöhnliche Bestrafung“ im Sinne der Amerikanischen Erklärung darstellt. Sie entschied, dass eine Hinrichtung nach einem so langen Zeitraum in der Todeszelle eine zusätzliche Menschenrechtsverletzung ist.

Das DPIC überprüfte das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen der USA, die sich aus der langen Haft in den Todeszellen ergeben. In ihrem Bericht stellt die DPIC fest, dass 1344 derzeitige Gefangene in 26 Todestrakten der US-Bundesstaaten, des Bundes oder des US-Militärs seit mehr als 20 Jahren inhaftiert sind und ihnen die Exekution droht. Mit den 191 Hinrichtungen, die von 20 Staaten mehr als 20 Jahre nach der ersten Verurteilung der Gefangenen zum Tode vollstreckt wurden, ergeben diese beiden Kategorien von Gefangenen in den Todestrakten insgesamt 1535 Menschenrechtsverletzungen durch die USA.

Leider sind diese Verletzungen der Menschenrechte durch die USA nichts neues. Offensichtlich halten sie sich schon lange nicht an ihre eigenen Gesetze. Ja, sie treten das US-Recht mit Füßen. Hoffnung macht die wachsende Anti-Todesstrafen-Bewegung in den USA – Geführt von kritischen US-Amerikanern die hoffentlich immer mehr werden…

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/dpic-report-at-least-1-300-prisoners-are-on-u-s-death-rows-in-violation-of-u-s-human-rights-obligations
https://ihfl.de/Eine_ganz_normale_Nacht.pdf
https://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Ray_Waldon
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/09/26/usa-kein-recht-auf-eine-schmerzfreie-hinrichtung/

https://ihfl.de/la/index.html
https://todesstrafe-info.de

 

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