Texas will Kosoul Chanthakoummane hinrichten

Am 17. August soll Kosoul Chanthakoummane durch eine tödliche Injektion im US-Bundesstaat Texas hingerichtet werden. Chanthakoummane war im Jahr 2006 wegen Mordes an Sarah Walker verhaftet worden.

Bei einer Pressekonferenz von Death Penalty Action am Mittwoch teilte die Organisation Gründe mit, warum Kosoul Chanthakoummane nicht in diesem Monat hingerichtet werden sollte. Sie sprachen von unwissenschaftlichen Beweisen von Bissspuren und fragwürdiger Vorgehensweisen bei der Befragung von Zeugen.

Der Geschäftsführer von Death Penalty Action, Abraham Bonowitz sagte: „Wir sind nicht bereit, heute zu sagen, dass Chanthakoummane unschuldig ist, aber wir sind hier, um zu sagen, dass es einige echte Fragen gibt“

Kosoul Chanthakoummane hat immer seine Unschuld beteuert!

Sarah Walker wurde 2006 tot in einem Musterhaus aufgefunden. Frau Walker arbeitete als Immobilienmaklerin. Aus Dokumenten des Bundesgerichts geht hervor, dass auf sie 33 mal eingestochen wurde und sie eine Bissmarke an ihrem Hals hatte. Ihr Ehering und ihre Rolex fehlten.

Seine Verteidiger argumentieren, dass Chanthakoummane kein wirkliches Motiv für diese Tat hatte und die Polizei nicht bereit war den entfremdeten Ehemann des Opfers ebenfalls als Verdächtigen zu verfolgen.

Die Anwältin Alli Sullivan sagte: „In diesem Fall gibt es einen weiteren Verdächtigen…Ich denke, zumindest müssen wir diesen Fall erneut untersuchen. Wir müssen Chanthakoummane einen neuen Prozess besorgen, weil er nie die Gelegenheit hatte, diesen Fall mit einem vollständigen Anwaltsteam erneut gründlich zu untersuchen.“

Im ersten Prozess gegen Chanthakoummane wurden Bissspuren verwendet, die seine Schuld beweisen sollten. Diese Methode hat sich jedoch als so unzuverlässig erwiesen, dass im Jahr 2016 diese Vorgehenswiese bei zukünftigen Prozessen nicht mehr verwendet werden soll, bis sie wissenschaftlich validiert ist, so die Texas Forensic Science Commission.

Eine wichtige Tatsache ist, dass die Familie des Opfers Hinrichtungen vehement ablehnt! Auch stehen noch wichtige Ergebnisse von DNA-Untersuchungen aus. Wichtige Gründe warum Unterstützer Chanthakoummanes auf einen Hinrichtungsstopp und ein Wiederaufnahmeverfahren drängen.

Sopha Monica Xaykosy (Chanthakoummanes Schwester) sagte in einem Video, dass bei der Pressekonferenz gezeigt wurde: „Ich glaube, sie waren in Eile“, dabei bezog sie sich auf diejenigen, die den Fall bearbeiteten. „Ich habe das Gefühl, dass sie jemanden ausfindig machen mussten, und sie hatten meinen Bruder als Sündenbock, um der Familie zu antworten.“

Jetzt aktiv werden:

Petitionen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-kosoul-chanthakoummane-in-texas/
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-07/stop-execution-kosoul-chanthakoummane
https://nodeathpenalty.santegidio.org/en/appeals/sign-the-appeal-save-kosoul-his-execution-is-set-for-17th-august-2022/

Kontakt zum Gouverneur von Texas:
Governor Greg Abbott
Office of the Governor
PO Box 12428
Austin, TX 78711-2000
Phone: 512-463-2000
Mailkontakt: https://gov.texas.gov/contact/
Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Texas Board of Pardons and Paroles:
bpp_clemency@tdcj.texas.gov

Wie wir aufzeigen konnten, stellen sich viele Fragen zur Verurteilung Chanthakoummanes. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Hinrichtung endgültig ist, verbietet sich seine Exekution. Auch dieser Fall zeigt wieder die Fehlerhaftigkeit des Systems Todesstrafe. Chanthakoummane muss einen neuen Prozess bekommen, damit er seine Unschuld beweisen kann, sofern seine Unschuldsbehauptung zutreffend ist. Die Todesstrafe selbst jedoch ist grundsätzlich abzulehnen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-kosoul-chanthakoummane-in-texas/
https://www.cnhinews.com/cnhi/article_982cd820-1368-11ed-a6e8-bbc1e8e9f9a3.html

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Alabama richtet Joe Nathan James gegen den Willen der Opferangehörigen hin

Der US-Bundesstaat Alabama hat sich über den erklärten Willen der direkten Angehörigen des Opfers hinweggesetzt und Joe Nathan James wegen Mordes an Faith Hall mittels tödlicher Injektion hingerichtet.

Die Kinder von Faith Hall hatten sich nachdrücklich dafür ausgesprochen, Joe Nathan James zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu begnadigen. Terrlyn, Helvetius und Tony Hall (im Bild von links nach rechts) lehnten diese Hinrichtung ab. „Wir sind nicht Gott. Der Gouverneur ist nicht Gott“, sagte Terryln Hall dem CBS 42-Reporter Lee Hedgepeth. „Sein Leben zu nehmen wird Faith nicht zurückbringen…Es wird keinen Abschluss für uns geben…” sagte Helvetius Hall. Faiths Kinder sagten, ihre Mutter hätte ihm vergeben. Zudem fühlten sie sich, als der Hinrichtungstermin näher kam, zusehends retraumatisiert und machtlos.

In einer Erklärung sagten die beiden Töchter von Faith Hall am Tag der Exekution, dass heute ein tragischer Tag für die Familie sei. Sie müssten nun noch einmal den Schmerz durchleben, der ihnen vor vielen Jahren zugefügt wurde. Sie hoffen, dass der Staat keine Leben mehr nehmen würde, nur weil ein Leben genommen wurde. Sie sagten weiter, dass sie Joe Nathan James seine Taten gegen die Familie vergeben hätten – und weiter: „Wir beten, dass Gott uns erlaubt, nach heute Heilung zu finden, und dass unser Strafjustizsystem eines Tages auf die Schreie von Familien wie unserer hört, auch wenn es gegen das verstößt, was der Staat wünscht.“

An Zynismus kaum noch zu überbieten
Im Angesicht der Gefühle der Opferfamilie erklärten die Gouverneurin Kay Ivey und der Generalstaatsanwalt Alabamas nach der Exekution zynisch, ihrer Auffassung nach, „sei der Gerechtigkeit nun genüge getan worden“.

Der Gerechtigkeit genüge getan… Mit Verabscheuung wendet sich der Autor dieser Zeilen ab, von diesen Staatsvertretern, die nicht einmal Empathie für die traumatisierten Kinder der Ermordeten haben. Staatsvertreter, die den „westlichen Werten“, die sie ja zu vertreten scheinen, alle „Ehre“ machen.
Die USA haben die Welt mit unzähligen, grausamen Kriegen und Kriegsverbrechen überzogen. Gnadenlos fielen sie über viele Staaten und Völker mit ihrer Kriegsmaschinerie her. 240.000 Tote im Afghanistankrieg, 500.000 Tote durch den Irak-Krieg – um nur zwei ihrer verbrecherischen Angriffskriege zu nennen, sind Zeugen eben dieser „Werte“. Es mag vielleicht hier auf den ersten Blick nicht ganz hinpassen, dies zu thematisieren, doch wir sind der Auffassung, dass die Todesstrafe in den USA nur die logische Konsequenz, eben dieser Verkommenheit einer blutrünstigen Elite ist, die der Welt verkaufen will für Recht, Freiheit und Menschlichkeit einzutreten. Dafür sind sie sich nicht zu schade, selbst Bibelzitate vorzubringen, um ihr vermeintliches Recht auf diese Morde, denn nichts anderes sind Exekutionen, zu rechtfertigen.

Nein – Niemand hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, im Namen irgendeiner Gerechtigkeit. Und dies haben gerade die Kinder von Faith Hall verstanden. Sie wollten nicht noch einmal verletzt werden und auch keine blutige Rache. Für sie ist die Vergebung der Weg zur Heilung.
Den Vertretern des Staates Alabama war es egal, dass am Ende nur noch schwereres Leid über diese Familie kommt. So wie wir es von der Kriegsmaschine USA kennen, handeln sie auch immer wieder gnadenlos in ihrem eigenen Land, um ihre kranke und martialische Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/alabama-set-execute-joe-nathan-james-against-the-wishes-of-his-victims-family
https://www.newsweek.com/joe-nathan-james-jr-final-words-alabama-exeuction-goes-ahead-1728977
https://www.nzz.ch/international/der-krieg-in-afghanistan-forderte-240000-tote-ld.1640684
https://www.sueddeutsche.de/politik/us-studie-500-000-iraker-starben-im-irak-krieg-1.1795930

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Alabama: Hinrichtung von Joe Nathan James für 28. Juli geplant

Der wegen Mordes an seiner ehemaligen Freundin Faith Hall zum Tode verurteilte Joe Nathan James (49) soll am 28.07.2022 in Alabama hingerichtet werden. Ein Bundesrichter hat jetzt einen Antrag auf Hinrichtungsaufschub abgelehnt.

Auch jetzt liegen noch zwei weitere Klagen auf eine einstweilige Verfügung vor, um die Exekution zu verhindern. Der stellvertretende Gerichtsschreiber Kit Ekman sagte, dass es immer noch theoretisch möglich sei, dass diese beiden Klagen erfolgreich sind. Ekman sagte am 13.07.2022: „Natürlich hat er Berufungsrechte, und er hat das Recht, die Angelegenheit in den über zwei Wochen, die ihm noch verbleiben, vor dem Berufungsgericht des 11. Kreises vorzubringen… Das Hinrichtungsdatum ist auf den 28. Juli festgelegt; heute ist der 13. Nicht viel Zeit.“

Joe Nathan James soll am 15. August 1994 in das Haus von Faith Hall in Birmingham eingedrungen sein. Er beschuldigte sie der Untreue und erschoss sie. Hall starb an mehreren Schusswunden. Nach mittlerweile 28 Jahren soll Joe Nathan James durch eine tödliche Injektion sterben.

Laut DeathPenaltyAction bestehen mehrere Gründe, warum diese Exekution nicht ausgeführt werden darf:

  1. Die Familie von Faith Hall widersetzt sich der Hinrichtung
  2. Joe Nathan James hat in der Schuld- und Strafphase ineffektive anwaltliche Unterstützung erfahren.
  3. Joe Nathan James hat psychische Probleme, die nie angesprochen wurden.
  4. Alabama verschweigt das Verfallsdatum der Hinrichtungsdrogen.
  5. Alabama versäumt es, die Quelle seiner Hinrichtungsdrogen preiszugeben.
  6. Alabama verwendet immer noch eine Hinrichtungsmethode mit Drogen, die von einigen Staaten als verfassungswidrig und ethisch und moralisch falsch angesehen wird.
  7. Alabama sollte alle Hinrichtungen verschieben, um eine gründliche Untersuchung seines Todesstrafenverfahrens zu ermöglichen und die ernsthaften Einwände gegen die Art und Weise, wie es die Todesstrafe vollzieht, zu berücksichtigen.

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Petitionen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-joe-james-jr-in-alabama
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-07/stop-execution-joe-nathan-james

Kontakt zu Gouverneurin Kay Ivey:
https://twitter.com/GovernorKayIvey/
Mail: governorkayivey@governor.state.al.us

Opferfamilie: „Wir sollten nicht Gott spielen
Besonders wichtig scheint uns die Tatsache zu sein, dass die Opferfamilie, vertreten durch Terryln, Helvetius und Toni Hall, erklärt, sie sei gegen die Hinrichtung von Joe Nathan James. Mit ihrer Aussage: „Wir sollten nicht Gott spielen“ entwaffnen und entlarven sie das System Todesstrafe. Kein Staat hat das Recht einen Menschen zum Tode zu verurteilen und hinzurichten – also quasi „Gott“ zu spielen. Die viel beschworenen „westlichen Werte“ zeigen ihr wahres Gesicht, indem sie den Wert des menschlichen Lebens mit Füßen treten. Kein zivilisierter Staat kann ernsthaft an der Seite eines Systems stehen, für das Rache wichtiger ist, als das Recht auf Leben. Es gilt vielmehr Druck aufzubauen gegen Staaten die immer noch an der Todesstrafe festhalten. Der Mut dieser Opferfamilie, sich dem Staat der „westlichen Werte“ entgegenzustellen und sich für das Leben einzusetzen, ist eine schallende Ohrfeige für die Henker, ihre Anhänger und Helfer.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.cbs42.com/alabama-news/we-shouldnt-play-god-murder-victims-family-opposed-to-alabama-execution-of-joe-nathan-james/
https://www.al.com/news/2022/07/alabama-can-execute-joe-nathan-james-jr-judge-rules.html
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-joe-james-jr-in-alabama

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Texas: Hinrichtung von Ramiro Gonzales am 13. Juli

Update 14.07.2022:
Hinrichtungsaufschub für Ramiro Gonzales.
Der COURT OF CRIMINAL APPEALS
OF TEXAS hat dem Antrag zugestimmt die Hinrichtung von Ramiro Gonzales, die für den 13.07.2022 geplant war, zu stoppen. Die Verteidigung hatte u.a. argumentiert, dass „der Staat bei der Strafzumessungs-Phase des Prozesses des Antragstellers falsche und materiell ungenaue Expertenaussagen vorgelegt hat“.
Dieser Punkt soll nun vor Gericht überprüft werden.

Quelle: https://documents.deathpenaltyinfo.org/Ramiro-Gonzales-TCCA-stay-order-2022-07-11.pdf


Ursprünglicher Artikel:
Der US-Bundesstaat Texas will am 13. Juli 2022 den wegen Mordes zum Tod verurteilten Ramiro Gonzales hinrichten.

Ramiro Gonzales war kaum 18 Jahre alt, als er einen schlimmen Fehler beging. Er tötete Bridget Townsend. Er litt zu dieser Zeit unter seiner Drogensucht und war traumatisiert von schweren Misshandlungen in seiner Kindheit. Seine Kindheit war von Vernachlässigung und Armut geprägt. Diese Kindheit hatte so extreme seelische Narben hinterlassen, dass er nicht mehr leben wollte.

DeathPenaltyAction schreibt über ihn: „…nach 15 Jahren im Todestrakt ist Ramiro ein verwandelter Mensch. Jeder, der Ramiro getroffen hat – von Justizvollzugsbeamten bis hin zu Ärzten, Experten, Anwälten, Anwälten und Angehörigen – bestätigt, dass er ein lebendiges und atmendes Beispiel für unsere menschliche Fähigkeit zur Transformation und Heilung ist. Sogar der staatliche Prozessexperte, der Ramiro einmal als zukünftige Gefahr für die Gesellschaft bezeichnete, hat sich geirrt: Ramiro ist keine Gefahr. Ramiro soll leben.

Nierenspende
Vor 18 Monaten hat sich Ramiro Gonzales als Nierenspender registrieren lassen und ist in den Spendenprozess bei der medizinischen Abteilung der University of Texas in Galveston eingetreten. Die Ärzte dort bezeichnen ihn als einen „ausgezeichneten Kandidaten“ für eine Nierenspende. Zumal Gonzales die seltene Blutgruppe B hat. Patienten mit dieser Blutgruppe warten oft viele Jahre auf eine Nierenspende.
Da Ramiro Gonzales mittels tödlicher Injektion hingerichtet werden soll, können seine Nieren nicht nach der Exekution gespendet werden, da sie dann mit der Hinrichtungsdroge verseucht sind!

In Texas werden die meisten Menschen hingerichtet, die während der Tat quasi noch Teenager waren! – Dies in voller Ignoranz der Tatsache, dass sich junge Menschen ja im Besonderen noch entwickeln und zu wertvollen Mitgliedern der Menschheit heranwachsen können.

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Petitionen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-ramiro-gonzales-in-texas

Kontakt zum Gouverneur von Texas:
Governor Greg Abbott
Office of the Governor
PO Box 12428
Austin, TX 78711-2000
Phone: 512-463-2000
Mailkontakt: https://gov.texas.gov/contact/
Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Texas Board of Pardons and Paroles:
bpp_clemency@tdcj.texas.gov

Jeder Mensch verdient eine zweite Chance. Gerade wenn es sich um einen Menschen handelt, der in seiner Jugend einen schweren Fehler begangen hat, darf man ihn nicht aufgeben, geschweige denn exekutieren. Wir müssen uns ernsthaft fragen, was für ein Staat das ist, der nicht einmal einem Menschen wie Ramiro Gonzales eine zweite Chance gibt. Sind das die in der letzten Zeit viel bemühten „westlichen Werte“? – Wenn ja, können wir getrost darauf verzichten, denn dann sind es Werte voller Unmenschlichkeit.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-ramiro-gonzales-in-texas
https://theforgivenessfoundation.org/2022/06/13/texas-schedules-execution-of-ramiro-gonzales-for-november-17-2021/

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In eigener Sache: Peter K. für kurze Zeit nicht erreichbar…

Liebe Freunde und Unterstützer der IHfL,

heute schreibe ich der Kai (von der IHfL) euch diese Nachricht, das Peter für kurze zeit (ca. 2 Wochen) nicht erreichbar ist, da er zwei Augen OP’s vor sicht hat. Die erste hatte er Heute…

In dringenden Fällen, werde ich euch auf eure Nachrichten Antworten usw…

Bis dahin verbleiben wir mit solidarischen grüßen

eure

IHfL

Kai Friedrich…

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USA: Hinrichtung von Frank Atwood nun doch durch Giftspritze anstatt dem Tod in der Gaskammer? – Gnadengesuch abgelehnt!

UPDATE 09.06.2022:

Frank Atwood, der immer seine Unschuld beteuerte, wurde hingerichtet… In seinen letzten Worten dankte Atwood dem Priester für sein kommen das er ihm zu Glauben geführt hat… Er fügte hinzu: „Ich bete, dass der Herr uns allen gnädig sein wird und dass der Herr mir gnädig sein wird.“

IHfL
Kai Friedrich

Quellen: https://www.cbsnews.com/news/frank-atwood-execution-arizona-murder-vicki-hoskinson/
https://www.nzherald.co.nz/world/disabled-death-row-inmates-bizarre-request-final-words-before-being-executed/KHLVIKCVJOG5CX5O6AYRG3BUDQ/

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Unser Ursprünglicher Artikel:

Arizona: Frank Atwood sollte sich zwischen der Giftspritze und der Gaskammer „entscheiden“, für seine Hinrichtung am 8. Juni 2022. Die „Wahl“ fiel auf die Gaskammer, jedoch beantragte seine Verteidigung die Verwendung von Stickstoff, statt dem im Protokoll vorgesehenen, äußerst schmerzhaften Zyanid. Jetzt soll der Verurteilte doch durch eine tödliche Injektion sterben.

Wir berichteten bereits, dass die „Wahl“ Atwood’s ursprünglich auf die Gaskammer fiel. Er war wegen der Ermordung einer 8-jährigen Mädchens im Jahr 1984 zum Tode verurteilt worden. Frank Atwood hat immer seine Unschuld beteuert und vieles weist tatsächlich darauf hin, dass er zu unrecht verurteilt wurde (Umfangreiche Informationen sind hier zu finden).

Wie Fox 10 berichtet, hatte der Anwalt von Frank Atwood in einem Brief an die Generalstaatsanwaltschaft darum gebeten, in der Gaskammer kein Zyanid zu verwenden, sondern stattdessen Stickstoff oder Helium. Aber das Hinrichtungsprotokoll des Staates Arizona sieht die Verwendung von Zyanid vor, dem gleichen Gas welches die Nazis verwendet haben, bei der systematischen Ermordung von Menschen.

„Das hat den Effekt, den Gefangenen zu ersticken. Das hat nicht die gleiche Vergiftungswirkung wie Blausäure. Es wird nicht erwartet, dass es so offen brutal, offen schmerzhaft ist, aber es ist experimentell. Niemand hat es jemals getan es vorher“. sagte Robert Dunham vom Death Penalty Information Center, bezüglich einer Hinrichtung mittels Stickstoff oder Helium.

Aus dem Büro der Generalstaatsanwaltschaft verlautet, dass dies ein Versuch des Verurteilten sei, sich seiner Verantwortung für das Verbrechen zu entziehen, das er begangen haben soll. Ohne einen entsprechenden Gerichtsbeschluss wird der Staat die Hinrichtung mit der Giftspritze ausführen.

Weiter sagte der Anwalt von Atwood, Joe Perkovich, dass der Staat mit einem Erschießungskommando fortfahren solle, wenn er kein „verfassungsgemäßes Gas'“ einsetzen will. Da der Tod mittels Zyanid extrem grausam ist, verstößt ein solches Vorgehen eigentlich gegen den 8. Verfassungszusatz, nachdem „grausame und ungewöhnliche Bestrafungen“ verboten sind.
Erschießungskommandos sind in Arizona nicht vorgesehen.

Mittlerweile wurde der Gnadenantrag durch das Arizona Board of Executive Clemency am 24.05.2022 abgelehnt.

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Petitionen für Frank Atwood
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-frank-atwood-in-arizona
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-05/stop-execution-frank-atwood

Gouverneur von Arizona Doug Ducey:
https://twitter.com/DougDucey
Mail: engage@az.gov
Telefon: 1-602-542-4331

Abschliessend einige Hintergründe zu der möglichen Unschuld von Frank Atwood
Frank Atwood wurde wegen Mordes an Vicky Hoskinson im Jahr 1984 zum Tode verurteilt. Er beteuert bis heute seine Unschuld (Umfangreiche Informationen sind hier zu finden). Tatsächlich wird nun versucht Atwood durch den Staat zu ermorden, obwohl noch viele Fragen offen sind, die seine evtl. Unschuld betreffen. So wurde Vicky Hoskinson laut Augenzeugenberichten viele Stunden nachdem Atwood sie ermordet haben soll lebend gesehen. Dennoch wurde gegen Atwood durch die Behörden ermittelt. Eine Untersuchung voller Mängel, bei der es an konkreten Beweisen mangelte.
Im September 1984 war Frank Atwood gemeinsam mit einem Mitreisenden auf der Durchreise durch Tucson. Zu dieser Zeit verschwand das achtjährige Mädchen Vicky Hoskinson. Mehre Zeugen entdeckten das Mädchen in der Tucson Mall und laut einem Tipp soll Frank Atwood in der Nähe dieser Gegend gewesen sein. Als die Polizei davon erfuhr, dass Atwood in Kalifornien wegen sexuellen Handlungen mit Kindern verurteilt war, stellten sie alle anderen Ermittlungen ein und nahmen Frank Atwood fest. Er beantwortete alle Fragen und bei der Durchsuchung seines Autos wurden keine Hinweise auf das Opfer gefunden. Laut Beweisen der Staatsanwaltschaft reichte der zeitliche Rahmen überhaupt nicht aus, dass Atwood das Opfer entführen, töten und begraben konnte.

Frank Atwood ist der Sohn eines Holocaust-Überlebenden. Er ist an den Rollstuhl gefesselt und leidet unter multiplen medizinischen Problemen, nebst einer schweren Erkrankung seiner Wirbelsäule. Umstände die seine Hinrichtung extrem schmerzhaft machen würden. Selbst wenn er die Tat begangen hätte, wären Jahrzehnte im Todestrakt sicher Bestrafung genug!

Eine Hinrichtung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Im Anbetracht von Zweifeln an der der Schuld eines Verurteilten, darf allein schon aus diesem Grund ein staatlicher Mord im Namen der Justiz nicht stattfinden. Den Sohn eines Holocaust-Überlebenden in einer Gaskammer mit Zyanid töten zu wollen, zeigt letztendlich nur die tiefe Verkommenheit eines brutalen, gnadenlosen, faschistoiden Systems, dass Menschen aufgrund ihrer Eigenschaften teils verfolgt, diskriminiert und am Ende sogar hinrichtet. Ohne fairen Prozess! – Wir können nur hoffen, dass sich ein Richter findet, der nicht bereit ist, dies mitzutragen und diese gegen die Menschenrechte verstoßende Exekution stoppt!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.fox10phoenix.com/news/arizona-prisoner-frank-atwood-wont-be-executed-gas-chamber
https://www.ca9.uscourts.gov/pending-execution-dates/frank-atwood-arizona-execution-set-for-june-8/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2022/05/24/usa-frank-atwood-sohn-eines-holocaust-uberlebenden-soll-vergast-werden/

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USA: Frank Atwood, Sohn eines Holocaust-Überlebenden, soll vergast werden

Arizona: Es gibt Vorgänge in den USA, die kann man sich kaum vorstellen. Der evtl. unschuldige Frank Atwood hatte bis zum 19. Mai die „Wahl“ am 8. Juni 2022, entweder durch eine tödliche Injektion oder durch das gleiche Gas zu sterben wie die Menschen, die durch die Nazis vergast wurden. Er hat sich für die Vergasung „entschieden“, lehnt aber Zyanid als tödliches Mittel ab und verlangt durch Stickstoff ermordet zu werden.

Frank Atwood wurde wegen Mordes an Vicky Hoskinson im Jahr 1984 zum Tode verurteilt. Er beteuert bis heute seine Unschuld (Umfangreiche Informationen sind hier zu finden). Tatsächlich wird nun versucht Atwood durch den Staat zu ermorden, obwohl noch viele Fragen offen sind, die seine evtl. Unschuld betreffen. So wurde Vicky Hoskinson laut Augenzeugenberichten viele Stunden nachdem Atwood sie ermordet haben soll lebend gesehen. Dennoch wurde gegen Atwood durch die Behörden ermittelt. Eine Untersuchung voller Mängel, bei der es an konkreten Beweisen mangelte.

Im September 1984 war Frank Atwood gemeinsam mit einem Mitreisenden auf der Durchreise durch Tucson. Zu dieser Zeit verschwand das achtjährige Mädchen Vicky Hoskinson. Mehre Zeugen entdeckten das Mädchen in der Tucson Mall und laut einem Tipp soll Frank Atwood in der Nähe dieser Gegend gewesen sein. Als die Polizei davon erfuhr, dass Atwood in Kalifornien wegen sexuellen Handlungen mit Kindern verurteilt war, stellten sie alle anderen Ermittlungen ein und nahmen Frank Atwood fest. Er beantwortete alle Fragen und bei der Durchsuchung seines Autos wurden keine Hinweise auf das Opfer gefunden. Laut Beweisen der Staatsanwaltschaft reichte der zeitliche Rahmen überhaupt nicht aus, dass Atwood das Opfer entführen, töten und begraben konnte.

Frank Atwood ist der Sohn eines Holocaust-Überlebenden. Er ist an den Rollstuhl gefesselt und leidet unter multiplen medizinischen Problemen, nebst einer schweren Erkrankung seiner Wirbelsäule. Umstände die seine Hinrichtung extrem schmerzhaft machen würden. Selbst wenn er die Tat begangen hätte, wären Jahrzehnte im Todestrakt sicher Bestrafung genug!

Das Exekutionsprotokoll von Arizona sieht bei einer Vergasung in der Gaskammer als tödliches Mittel Zyanid vor. Die gleiche Exekutionsmethode, welche die Nazis in Deutschland verwendet haben. Der Tod tritt nur langsam und von quälenden Schmerzen begleitet ein. Aus diesem Grund versucht Frank Atwood eine Hinrichtung mittels Stickstoff zu erreichen… Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass der Staat darauf eingehen wird…

Der achte Verfassungszusatz der USA verbietet „grausame und ungewöhnliche Bestrafungen“! – Allein aus diesem Grund dürfte eine Hinrichtung in der Gaskammer nicht stattfinden. Leider haben wir in der Vergangenheit sehen müssen, dass die Verfassung der USA meist nicht das Papier wert ist auf der sie steht und die Bundesstaaten sich darüber hinwegsetzen.

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Petitionen für Frank Atwood
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-frank-atwood-in-arizona
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-05/stop-execution-frank-atwood

Gouverneur von Arizona Doug Ducey:
https://twitter.com/DougDucey
Mail: engage@az.gov
Telefon: 1-602-542-4331

Eine Hinrichtung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Im Anbetracht von Zweifeln an der der Schuld eines Verurteilten, darf allein schon aus diesem Grund ein staatlicher Mord im Namen der Justiz nicht stattfinden. Den Sohn eines Holocaust-Überlebenden in einer Gaskammer mit Zyanid töten zu wollen, zeigt letztendlich nur die tiefe Verkommenheit eines brutalen, gnadenlosen, faschistoiden Systems, dass Menschen aufgrund ihrer Eigenschaften teils verfolgt, diskriminiert und am Ende sogar hinrichtet. Ohne fairen Prozess! – Wir können nur hoffen, dass sich ein Richter findet, der nicht bereit ist, dies mitzutragen und diese gegen die Menschenrechte verstoßende Exekution stoppt!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.ca9.uscourts.gov/pending-execution-dates/frank-atwood-arizona-execution-set-for-june-8/
https://www.theguardian.com/us-news/2022/may/04/arizona-death-row-execution-cyanide-gas-frank-atwood
https://eu.azcentral.com/story/news/local/arizona-breaking/2022/05/19/arizona-death-row-prisoner-requests-gas-chamber-execution-using-nitrogen/9847887002/

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Arizona: Clarence Dixon hingerichtet

Der US-Bundesstaat Arizona hat den wegen Mordes an Deana Bowdoin im Jahr 1978, zum Tode verurteilten Clarence Dixon hingerichtet, obwohl die Verfassung der USA Hinrichtungen von geistig kranken Menschen untersagt. Clarance Dixon litt unter paranoider Schizophrenie.

Gegen 10:30 Uhr Ortszeit wurde Clarence Dixon mittels tödlicher Injektion exekutiert und für Tod erklärt. Der 66-jährige war laut Aussage seiner Verteidiger nicht in der Lage zu begreifen warum er hingerichtet wird. Erst 30 Jahre nach der Tat wurde Dixon das Verbrechen aufgrund eines DNA-Tests angelastet.

Dixon hat die Tat immer abgestritten und verurteilte den Obersten Gerichtshof von Arizona in seiner letzten Erklärung dafür, dass seine Berufungen abgelehnt wurden. In seinen letzten Worten sagte er: „Vielleicht sehe ich dich auf der anderen Seite, Deana. Ich kenne dich nicht und ich erinnere mich nicht an dich.“ – Auch soll er laut ABC-News gesagt haben: „Ich weiß, dass du das siehst, Deana. Du weißt, dass ich dich nicht getötet habe.“

Laut einem Zeuge, schnappte Dixon nach Luft, erlebte wohl Atemnot, bevor er „einzuschlafen“ schien…

Arizona führte seine letzte Exekution im Jahr 2014 durch, bei der Joseph Wood 2 Stunden mit dem Tode rang. Es war ein grausamer Foltertod. (Wir berichteten)

Schmutziges Detail
Der Generalstaatsanwalt, Mark Brnovich, sagte, er wolle „sicherstellen“, dass alle 21 Gefangenen im Todestrakt, die keine weitere Berufungsmöglichkeit haben, hingerichtet werden, bevor seine Amtszeit endet im Jahr 2023. Kein Wunder, denn Brnovich kandidiert für den US-Senat. Er verspricht sich wohl mit den Exekution Wählerstimmen… Das haben wir schon häufiger in den USA beobachtet.

Fassen wir die sogenannten „westlichen Werte“, die wir ja alle verteidigen sollen, so wie unser Vorbildstaat USA es offensichtlich tut – fassen wir diese „Werte“ also einmal zusammen:

  • Ermordung von Verurteilten, sogar gegen die Bestimmungen der Verfassung.
  • Hinrichtung von Menschen die Geisteskrank sind und nicht verstehen warum sie überhaupt bestraft werden.
  • Oft jahrzehntelange Folter von Gefangenen mit den Umständen im Todestrakt (Isolationshaft, Todesandrohung über Jahrzehnte, mangelhafte medizinische Versorgung usw…).
  • Politische Karrieren, aufgebaut auf dem Blut von Hingerichteten…

Wir können auf solche „Werte“ und „Wertegemeinschaften“ verzichten!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.nbcnews.com/news/us-news/arizona-puts-inmate-clarence-dixon-death-states-first-execution-8-year-rcna28295
https://www.mirror.co.uk/news/us-news/clarence-dixon-last-words-death-26940415
https://www.unilad.co.uk/news/blind-death-row-inmate-executed-after-dna-found-him-guilty-of-murder-20220511
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2015/07/24/joseph-wood-entsetzliche-details-ueber-seine-hinrichtung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

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10 Jahre Initiative Hoffnung fürs Leben

Am 11. Mai 2022 trafen wir eine Entscheidung, die viel in unserem Leben verändern sollte. Wir gründeten die IHfL. Jetzt nach 10 Jahren können wir sagen, dass wir froh sind diese Entscheidung getroffen zu haben.

Alles begann mit diesem Briefumschlag:

Und der ersten Zeichnung, die er uns, neben einem Brief, in diesem Umschlag schickte:

Peter K. hatte durch eine Organisation, die heute nicht mehr existiert, die Anschrift von Lancelot Armstrong bekommen und ihm einen Brief geschrieben. Als Lancelot darauf antwortete entschieden wir uns für Lancelot zu kämpfen und gründeten die Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘, welche später umbenannt werden sollte.

Mittlerweile betreuen wir mehrere Gefangene und neben diesem Blog, kann auf unserer Hauptseite www.ihfl.de, vieles entdeckt werden. Neben allgemeinen Informationen zum Thema Todesstrafe, finden sich dort PDF’s, die kostenlos heruntergeladen werden können. Wir haben ein Buch mit Lancelot Armstrongs Kunst veröffentlicht und bringen unsere eigene Kunst in die Arbeit ein. Dies alles und noch viel mehr kann auf www.ihfl.de entdeckt werden.

Für Lancelot Armstrong haben wir eine Kunstgalerie veröffentlicht unter:

Im Jahr 2017 durften wir erleben, dass die Todesstrafe gegen Lancelot Armstrong aufgehoben wurde und er im Sommer 2021 den Todestrakt verlassen konnte. Allerdings soll er nun bis zum Ende seines Leben im Gefängnis bleiben, obwohl er immer seine Unschuld beteuert hat.

Da sich unser Arbeitsspektrum mittlerweile sehr erweitert hat, haben wir uns im September 2018 in die Initiative Hoffnung fürs Leben umbenannt. Wir setzen uns weiter für die Abschaffung der Todesstrafe ein, unabhängig von der Schuldfrage, da eine Hinrichtung weder die Opfer des Täters wieder lebendig macht, noch, wie Statistiken zeigen, die Zahl der Gewaltverbrechen vermindert. Eine Hinrichtung bedeutet aber wieder neues Leid, in diesem Fall für die Angehörigen und nahestehenden Personen des Exekutierten und natürlich für den Verurteilten selbst, der oft Jahrzehntelang im Todestrakt auf seine Hinrichtung warten muss.

Seien wir ehrlich. Diese Arbeit ist nicht leicht. Neben Anfeindungen, die wir ab und zu erleben, ist es immer wieder sehr schwer, zu erleben, wie immer wieder Menschen hingerichtet werden. Zumal wir es uns zur Aufgabe gemacht haben für jeden, der einen Hinrichtungstermin in den USA hat, etwas zu tun und für diesen Menschen einen Artikel zu schreiben mit der Aufforderung sich dafür einzusetzen, dass diese Exekution nicht stattfindet. Erschütternd sind dann leider immer wieder die stattfindenden Hinrichtungen… Doch manchmal dürfen wir erleben, dass eine Exekution gestoppt wird oder sogar ein Todesurteil umgewandelt wird. Das gibt wieder neue Kraft und zeigt uns, dass der Kampf nicht sinnlos ist.

Wir schreiben heute mit mehreren Gefangenen, betreuen sie soweit es uns möglich ist. Auch vermitteln Brieffreundschaften zu Gefangenen und beraten Menschen, die mit dem Thema in Kontakt kommen, bzw. eine Brieffreundschaft pflegen. Mit unseren Veröffentlichungen versuchen wir die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, in der Hoffnung, dass immer mehr Menschen sich dafür einsetzen diese martialische und sinnlose Strafe abzuschaffen.

Wir danken vor allem, allen Menschen die uns in den 10 Jahren mit Rat und Tat unterstützt haben. Und wir möchten dazu ermutigen, es ihnen gleich zu tun!

Wir werden unser Jubiläum nicht feiern, denn eigentlich wäre es uns lieber, wenn es die Todesstrafe nicht mehr geben würde. Feiern werden wir, wenn die Menschheit zur Vernunft gekommen ist und wir endgültig sagen können: „Es gibt keine Todesstrafe mehr!“

Und allen Gefangenen die mit uns in Verbindung stehen, versprechen wir:
Wir sind weiter für Euch da!

In diesem Sinne
IHfL
Kai Friedrich und Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
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Georgia will Virgil Presnell, Jr. hinrichten – nach über 45 Jahren Haft

Update 18.05.2022:
Das Büro der Staatsanwaltschaft hat gegen 18:30 des vorgesehen Hinrichtungstages mitgeteilt, dass die Exekution nicht wie geplant stattfinden wird. Am Montag hatte ein Richter angeordnet, dass die Hinrichtung unterbrochen werden muss. Allerdings gilt der Exekutionsbefehl für eine ganze Woche, also bis zum 24.05. – Aus diesem Grund wäre es möglich, dass die Hinrichtung wieder aufgenommen wird, sofern der von der Staatsanwaltschaft eingelegte Widerspruch beim Obersten Gericht in diesem Zeitraum Erfolg haben sollte.

Das einzige das uns dazu einfällt ist: Folter! – Über 45 Jahre ist Presnell in den Händen seiner potentiellen, staatlichen Mörder. Eine halbe Stunde vor der geplanten Exekution nun diese Entscheidung. Und das warten während dieser Woche, ob er vielleicht doch noch exekutiert wird… Folter!- Nichts anderes als Folter!

Quelle: https://apnews.com/article/covid-health-government-and-politics-georgia-atlanta-b11dc9629aada0d1341780f8968a0578


Ursprünglicher Artikel vom 10. Mai:

Am Dienstag, den 17. Mai 2022 soll Virgil Presnell, Jr. durch die Giftspritze in Georgia sterben. Er war wegen Mordes an Lori Ann Smith im Jahr 1976 zum Tode verurteilt worden. Im Jahr 1992 wurde das Todesurteil gegen ihn aufgehoben, jedoch 1999 wieder in Kraft gesetzt. Presnell hat den Mord gestanden.

Presnell wird vorgeworfen im Jahr 1976 Lori Ann Smith getötet zu haben. Dabei machen seine Anwälte mildernde Umstände geltend und haben einen Klage eingereicht um die geplante Hinrichtung zu stoppen.

In dem am Montag eingereichten Antrag bei Gericht schreiben seine Anwälte, dass die Exekution gegen eine schriftliche Vereinbarung mit der Generalstaatsanwaltschaft verstoße. Diese wurde 2021 eingeführt und verschob die Hinrichtungen in Georgia auf die Zeit nach der Corona-Pandemie.

Während des Prozesses sagte auch Presnells Mutter aus. Sie berichtete, dass die geistige Gesundheit ihres Sohnes, aufgrund von Gewalterfahrungen in der Kindheit, verzerrt sei.

Laut Presnells Anwälten ist er von einer Mutter im Teenageralter geboren worden, die während der Schwangerschaft stark rauchte. Presnell litt an einem fetalen Alkoholsyndrom, das sein Gehirn schädigte und ihn „davon abhielt, sich jemals zu einem funktionierenden, verantwortungsbewussten Erwachsenen zu entwickeln, so seine Anwälte weiter. Seine Kindheit sei von anhaltender Gewalt, Alkoholismus, seelischen und körperlichen Gewalterfahrungen geprägt gewesen und es sei „überhaupt nicht schwer zu sehen, wie er sich zu einem Erwachsenen mit schweren Störungen entwickelte, die, wenn sie nicht kontrolliert und unbehandelt bleiben, tragische Folgen haben könnten“.

Jetzt aktiv werden

Petition für Virgil Presnell, Jr.:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-virgil-presnell-in-georgia

Gnadengesuche können an das Georgia Board of Pardons and Paroles gerichtet werden:
Über Twitter: http://twitter.com/GA_ParoleBoard

Sowie an den Gouverneur von Georgia über Twitter:
https://twitter.com/GovernorDeal

Und noch die Postanschrift der Gouverneurs:
Office of the Governor Brian Kemp
206 Washington Street
Suite 203, State Capitol
Atlanta, GA 30334
United States

Seit über 45 Jahren ist Virgil Presnell, Jr. nun in Gefangenschaft. So lange liegt sein Verbrechen zurück! Wer ist dieser Mann, der am Dienstag getötet werden soll? – Wir wissen es nicht. Aber was wir wissen ist die Tatsache, dass sich Menschen in einer so langen Zeit sehr verändern. Dieser Mann hat über 45 Jahre für seine Tat gebüßt… Es macht schlicht und einfach keinen Sinn, ihn nun zu exekutieren. Denn auf der Todesliege wird ein anderer Mann liegen, als der, der vor so langer Zeit sich schuldig gemacht hat.
In Anbetracht seiner Kindheit, der schweren Verletzung seiner Seele, ist eine gewisse Mitschuld der Gesellschaft, die für ihn damals nicht da war, und die ihm keine Therapieangebote machte, nicht unbedingt auszuschließen. Vielleicht versucht sich ja diese Gesellschaft von ihrem Anteil an den Geschehnissen reinzuwaschen, indem sie Virgil Presnell, Jr. ermordet. Aber so sehr sie dies auch versucht, es wird nicht gelingen!
Eine Justiz, die auf blinde Rache aus ist, ja die zur Barmherzigkeit nicht fähig ist, macht sich ebenfalls schuldig…
Denken wir dann noch an die vielen Verbrechen der USA in unzähligen Kriegen, spiegelt sich darin auch die Ermordung der eigenen Gefangenen in den USA…

Ein verkommenes, gnadenloses System der Herrschaft der „Pharisäer“ voller Heuchelei und Selbstgerechtigkeit!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltynews.blogspot.com/2022/04/georgia-sets-execution-for-man.html
https://www.ajc.com/news/crime/attorneys-seek-to-delay-execution-of-longtime-death-row-prisoner/32Y34QI2WNGXTFZXVQNRIRFG4I/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
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