Todesstrafe für Schwule

detlef-todesstrafe-fc3bcr-die-scheiss-todesstrafe-aNoch immer gibt es Staaten auf der Welt, in denen Homosexualität bestraft wird und in einigen sogar mit dem Tode (Quelle).

Afghanistan
Hier drohen für homosexuelle Männer lange Gefängnisstrafen, aber auch die Todesstrafe. Seit dem Ende der Herrschaft der Taliban ist jedoch keine Hinrichtung mehr bekannt geworden.

Brunei
Männer können gesteinigt werden oder erhalten 10 Jahre Gefängnis, wenn sie homosexueller Handlungen für „schuldig“ befunden werden.

Iran
Im Iran erhalten Männer bis zu 74 Peitschenhiebe oder die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen. Frauen können für homosexuelle Handlungen bis zu 50 Peitschenhiebe bekommen und nach ihrer vierten Verurteilung die Todesstrafe.

Mauretanien
Homosexualität ist in Mauretanien verboten und könnte die Todesstrafe nach sich ziehen. Seit 1987 gab es keine öffentlichen Hinrichtungen.

Katar
Muslimische homosexuelle Männer können hier die Todesstrafe erhalten. Ansonsten können Männer Geldstrafen und eine Gefängnisstrafe bis zu 7 Jahren bekommen.

Saudi Arabien
Eine zweite Verurteilung wegen Homosexualität wird in Saudi-Arabien mit dem Tode bestraft. Bei der ersten Verurteilung können Männer eine Geldstrafen erhalten, aber auch Kastration, Auspeitschung, Gefängnis und Folter sind dort nach dem Gesetz möglich.

Sudan
Seit 1899 ist Homosexualität im Sudan verboten. Die Todesstrafe erhält man bei der dritten Straftat als Mann und bei der vierten Straftat als Frau.

Jemen
Verheiratete Männer können zu Tode gesteinigt zu werden, wenn sie homosexuelle Beziehungen haben. Unverheiratete Männer werden mit 100 Peitschenhieben oder einem Jahr Haft bestraft.

Libyen
Schwule Männer können in Libyen die Todesstrafe erhalten

Nigeria
Homosexualität ist in einigen Bundesstaaten Nigerias gesetzlich verboten und kann dort auch mit dem Tode bestraft werden. Zu diesen Staaten gehören: Bauchi, Borno, Gombe, Jigawa, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Niger, Sokoto, Yobe und Zamfara

Somalia
In Somalia ist Homosexualität verboten und kann die Todesstrafe nach sich ziehen. Islamische Gerichte haben Männer zum Tode verurteilt – sie wendeten die Scharia als Rechtsgrundlage an.

Syrien
Das Gesetz schreibt in Syrien eine Strafe bis zu drei Jahren vor für Homosexualität. Jedoch im Einflussbereich des IS ist dafür die Todesstrafe üblich.

Irak
Trotz der Tatsache, dass Homosexualität im Irak nicht verboten ist, hat es Berichte gegeben, dass schwule Männer in IS-kontrollierten Gebieten hingerichtet wurden.

Hier noch ein kurzer Einblick in die DEUTSCHE GESCHICHTE

Am 1. Januar 1872 trat der §175 in Kraft. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe.

Im Jahr 1935 verschärften die Nazis den Paragraphen wie folgt: Die mögliche Strafe wurde von 6 Monaten auf 5 Jahre Gefängnis heraufgesetzt und die Begrenzung auf beischlafähnliche Handlungen wurde gestrichen, wodurch jegliche homosexuelle Handlung, welcher Art auch immer, strafbar wurde. Im §175a wurden zudem nun sogenannte besonders schwere Fälle sogar mit bis zu 10 Jahren Zuchthaus bedroht.

Faschistoider Neubeginn der Bundesrepublik Deutschland!
Das verbrecherische Gesetz der Nazis wurde von der BRD ohne jede Veränderung übernommen und galt in dieser Form bis zum Jahr 1969. Dies bedeutete für viele Schwule, dass ihre Entlassung aus dem KZ nur von kurzer Dauer war und sie für den Rest ihres Leben als Vorbestrafte durchs Leben gehen mussten. Teils hatten sie ihre Reststrafe in Bundesrepublikanischen Gefängnissen abzusitzen. Ein Großteil der Bevölkerung missbilligte Homosexualität und diskriminierte schwule Männer in schlimmster Form. Der Geist der Nazis lebte in vielen Köpfen weiter. Endgültig abgeschafft wurde der §175 erst im Jahr 1994. Bis dahin hat die Verfolgung das Leben vieler schwuler Männer zerstört. Ein bis heute ungesühntes Verbrechen!

In der DDR
wurde seit 1957 kein Mann mehr wegen Homosexualität bestraft. Die bis 1989 noch geltende Sondervorschrift für Homosexuelle wurde bis dahin nicht mehr beachtet.

Noch heute ist Schwuli, schwule Sau u.ä. eines der am meisten verwendeten Schimpfwörter in Deutschen Schulen!
Eine Folge der bis heute nicht konsequent bekämpften Diskriminierung in Deutschland ist, dass homosexuelle Jugendliche eine vier bis siebenmal höhere Selbstmordrate haben als heterosexuelle Jugendliche.
(siehe hier: coming-out-day.de/informationen/fakten.html).

Es gilt also nicht nur kritische Blicke auf das Ausland zu richten, sondern auch auf unser eigenes Land…

IHfL
Peter K.

 

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Neuer Hinrichtungstermin für Juan Castillo

Juan Castillo

Juan Castillo

Update: Robert Castillo wurde wie geplant hingerichtet, nachdem die letzten Berufungsanträge abgelehnt wurden. Auch das Gnadengesuch blieb ohne Erfolg. Castillo hatte stets seine Unschuldbeteuert und hat aus diesem Grund Deals mit der Staatsanwaltschaft immer wieder abgelehnt, denn er hätte sich dabei für Schuldig bekennen müssen um der Todesstrafe zu entgehen.


Der US-Bundesstaat Texas wollte am 7. September 2017 Juan Castillo (37) exekutieren, verschob die Hinrichtung jedoch wegen Hurrikan Harvey. Jetzt soll Castillo am 16.05.2018 sterben. Er wird beschuldigt im Jahr 2003 Tommy Garcia ermordet zu haben. Dafür wurde er im Jahr 2005 zum Tode verurteilt. Seitdem wird er mit den Umständen im Todestrakt gefoltert…

Im Dezember 2003 soll Castillo gemeinsam mit drei anderen Personen geplant haben, Tommy Garcia zu berauben. Dabei soll das Opfer durch Castillo erschossen erschossen worden sein.

Interessant ist, dass es zu einem Deal kam mit zwei Beteiligten – wobei sie bereit waren Castillo schwer zu belasten, wenn sie dafür keine Todesstrafe erhalten (Quelle). Ein höchst bedenkenswertes Vorgehen, dass immer wieder in solchen Prozessen angewendet wird. Auf diese Weise belastet, erhielt Castillo die Todesstrafe, wobei er sich während der sogenannten Strafphase selbst verteidigte.

Hier ist ein Bericht über eine Schweizer Brieffreundin von Castillo zu finden…

Wer den Gouverneur kontaktieren möchte, um sich gegen diese Hinrichtung zu äußern, kann dies über folgende Wege tun:

Gouverneur von Texas
Greg Abott
(Anrede: Dear Governor / Sehr geehrter Herr
Gouverneur)
Fax: (00 1) 512 463 1849
E-Mail: https://gov.texas.gov/contact/assistance.aspx
über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Juan Castillo. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug: Hier geht es zur Petition…

IHfL
Peter K.

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Georgia: Hinrichtung am Donnerstag

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Robert Earl Butts, Jr.

Update2: Nun wurde der Hinrichtungsaufschub doch wieder aufgehoben und Robter Butts hingerichtet: siehe hier.

Update1: Die Hinrichtung wurde gestoppt! Robert Butts hat einen Hinrichtungsauffschub bekommen. Siehe hier für Details.


Der US-Bundesstaat Georgia will Robert Butts (40) am 03.05.2018 hinrichten. Butts wurde für die Ermordung von Donovan Corey Parks im Jahr 1996 zum Tode verurteilt. Seitdem wartet er im Todesstrakt auf seine Hinrichtung.

Gemeinsam mit einem Mittäter plante Butts einen Mann mit seinem Auto zu entführen und das Auto dann zu verkaufen. Sie baten einen hilfsbereiten Mann sie in seinem Fahrzeug mitzunehmen. Dann erschossen sie ihn und versuchten das Auto zu verkaufen. (weitere Details hier…)

Robert Butts hatte eine schwierige Kindheit in der er vernachlässigt wurde. Seine Mutter war Alkoholikerin und abhängig von Kokain. Sein Vater litt an einer Geisteskrankheit. Butts hatte große Probleme bei seinen verschiedenen Arbeitsstellen, da er Schwierigkeiten hatte mit den Kollegen auszukommen, darum wurde er immer wieder entlassen. Auch hatte er sich einer Bande angeschlossen.

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der schwere eines Verbrechens ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und ist darum grundsätzlich abzulehnen!

Wer sich dafür einsetzen möchte, dass dieses Hinrichtung gestoppt wird findet hier Gelegenheit dazu:

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Robert Butts. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-04/stop-execution-robert-earl-butts-jr

Gnadengesuche können an das Georgia Board of Pardons and Paroles gerichtet werden:
Über Mail unter: clemency_info@pap.state.ga.us
Über Twitter: http://twitter.com/GA_ParoleBoard

Sowie an den Gouverneur von Georgia über Twitter:
https://twitter.com/GovernorDeal

Weitere Appelladressen sind hier zu finden:
https://catholicsmobilizing.org/event/robert-earl-butts-jr

IHfL
Peter K.

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Hinrichtung in Texas am Mittwoch

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Erick Davila

Update: Erick Davila wurde hingerichtet. Siehe: http://abcnews.go.com/US/wireStory/latest-supreme-court-rejects-appeal-texas-inmate-54734136


Der US-Bundesstaat Texas will Erick Davila (31) am 25.04.2018 hinrichten. Er wurde 2008 für den Mord an Anette Stevenson und Queshawn Stevenson zum Tode verurteilt und ist seit 9 Jahren im Todestrakt von Texas.

Davilla hat das Verbrechen zugegeben bei dem die 48-jährige Frau und ein 5-jähriges Kind zu Tode kamen. Weitere Details sind hier zu finden.

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der schwere eines Verbrechens ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und ist darum grundsätzlich abzulehnen!

Wer sich dafür einsetzen möchte, dass dieses Hinrichtung gestoppt wird findet hier Gelegenheit dazu:

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Erick Davila. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-04/stop-execution-erick-davila

Der Gouverneur von Texas ist wie folgt zu erreichen: https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter K.

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Mangelernährung im Todestrakt: Speiseplan der Unmenschlichkeit

Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Ernährung der Gefangenen in den Todestrakten der USA mehr als schlecht ist. Jetzt hat uns erneut ein Speiseplan erreicht, der die unmenschliche Situation belegt.

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Bei den farbig gekennzeichneten Stellen handelt es sich um Nahrung, die der Gefangene gar nicht erhalten hat, obwohl sie ihm laut Plan zusteht!  An zwei Tagen bekam er kein Frühstück. An vielen Tagen erhielt der Gefangene kein Brot. Was er dann aber mit der Margarine und der Marmelade machen sollte, ohne Brot, ist sicher das große Geheimnis des Strafvollzugs.

Bei genauerer Analyse des Plans stellen wir fest, dass es sich um einen Plan für Gläubige handelt – z.B. für Anhänger des jüdischen Glaubens. Dieser Plan gilt aber auch z.B. für Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten, wie es bei dem durch die IHfL betreuten Lancelot Armstrong der Fall ist.

Wie jeder sofort erkennen wird, erdreistet sich der US-Bundesstaat Florida, aus diesem Staat stammt der Plan, seine Gefangenen im Todestrakt mit der stets gleichen Nahrung zu misshandeln.

Das Frühstück besteht aus ungesäuertem Brot, Banane, Marmelade, Margarine, Kaffee, Zucker, einem nicht näher definierten Getränk und Wasser.

Das Mittagessen besteht aus Hänchenpressfleisch (wohl aus der Konserve), Tomate, Sellerie Sticks, ungesäuertes Brot, Margarine, Banane oder Orange, einem nicht näher definierten Getränk und Wasser.

Das Abendbrot besteht aus Hänchenpressfleisch (wohl aus der Konserve), Sellerie Sticks oder Tomate oder Karotten, Margarine, Banane oder Orange und Wasser.

Bezüglich des nicht näher definierten Getränks wurde uns in der Vergangenheit berichtet, dass es sich oft um gefärbtes Wasser handelt, welches einen Fruchtsaft darstellen soll.

Das ganze kann man getrost als Ernährung auf Sparflamme bezeichnen. Ein Warmes Essen erhält man bei dieser „religiösen Ernährung“ nicht!

Es ist eine Schande und ein schweres Verbrechen wie der US-Bundesstaat Florida seine Gefangenen behandelt. Ohne Unterstützung von Außen müssen die Gefangenen schwere körperliche Schäden befürchten bei einer solchen Mangelernährung. Dabei ist es den Gefangenen verboten zu arbeiten und Geld zu verdienen. Lediglich über Spenden können sie ihre karge Ernährung etwas aufbessern, indem sie über den Bestelldienst im Gefängnis Nahrungsmittel bestellen. Wer kein Geld hat, hat nur DAS was auf diesem schrecklichen Speiseplan der Unmenschlichkeit steht.

Wir bitten unsere Leser auf diesem Weg um Unterstützung für Lancelot Armstrong, der seit 1991 durch die Umstände im Todestrakt von Florida gefoltert wird. Für einmalige Spenden bitte auf diesen Link hier klicken.

Wir bieten auch die Möglichkeit einer Patenschaft an. Dies ist eine besonders effektive Form der Unterstützung. Paten erhalten von uns Patenmails mit Details über Lancelot Armstrong, wobei auch Auszüge aus Telefongesprächen mit ihm als MP3 dazugehören. Genaueres zur Patenschaft ist hier zu finden.

Im Soli-Shop findet ihr noch weitere Möglichkeiten. Dort gibt es Kunstwerke von Lancelot, eine Solidaritäts-Musik-CD, Comics und vieles mehr. Zum Soli-Shop geht es hier.

Selbstverständlich sind auf unserer Webseite www.lancelot-armstrong.de weiterführende Informationen zu Lancelot Armstrong zu finden.

Wer Kontakt mit uns aufnehmen möchte, erreicht uns über folgende Mailadresse:
info@lancelot-armstrong.de

IHfL
Peter K.

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Alabama will 82-jährigen hinrichten

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Walter Moody

Update: Walter Leroy Moody, Jr. wurde hingerichtet.


Der US-Bundesstaat Alabama beabsichtigt am 19.04.2018 Walter Leroy Moody zu exekutieren. Moody wurde für den Mord im Jahr 1989 an einem Richter zum Tode verurteilt.

Im Jahr 1972 wurde Walter Moody zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, wegen des Besitzes einer Rohrbombe. Moody versuchte im Jahr 1985 dieses Urteil aufheben zu lassen. Dazu versuchte er seine Bekannte Julie Linn-West davon zu überzeugen, für ihn auszusagen, sie wüsste davon, dass eine andere Person die Rohrbombe in seinem Haus platziert hatte. Auch die Mutter der Frau sollte für ihn aussagen. Jedoch schlug seine Petition fehl und das 11. Berufungsgericht bestätigte die Ablehnung.

1990 ermittelten die Strafverfolgungsbehörden wieder gegen ihn. Er erfuhr davon dass die beiden Frauen befragt wurden und er versuchte sie unter Druck zu setzen für ihn auszusagen. Jedoch hatten sich die beiden Frauen schon bereit erklärt mit den Untersuchungsbehörden zusammenzuarbeiten –  dabei hatten sie viele Gespräche mit Moody aufgezeichnet.  Bei den jetzigen Ermittlungen ging es um den Mord an Richter Robert Dance vom Berufungsgericht des 11. Bezirks, sowie den Mord an Robert Robinson, einem Bürgerrechtsanwalt. In beiden Fällen wurden die Opfer mittels einer Rohrbombe, die als Paket verschickt wurde, getötet.

Für den Mord an Robert Robinson bekam Moody eine Strafe von sieben mal Lebenslänglich. Im zweiten Prozess wurde Moody für den Mord an dem Richter Robert Dance zum Tode verurteilt.

Unabhängig von der schwere eines Verbrechens ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und ist darum grundsätzlich abzulehnen!

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Walter Moody. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-04/stop-execution-walter-moody

Kontaktiert bitte die Gouverneurin Kay Ivey über Twitter:
@GovernorKayIvey

Hier noch die E-Mail-Adresse der Gouverneurin Kay Ivey :
governorkayivey@governor.state.al.us

IHfL

Peter K.

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Kein weiterer Hinrichtungstermin für Doyle Lee Hamm!

hammDoyle Lee Hamm sollte am 22.02.2018 durch den US-Bundesstaat Alabama hingerichtet werden. Die Exekution schlug fehl. Nun entschied der Bundesstaat, keinen weiteren Versuch zu unternehmen, Doyle Lee Hamm zu töten.

Die Hinrichtung von Doyle Lee Hammder 1987 Patrick Cunningham ermordet haben soll, wurde gestoppt und ein neuer Hinrichtungstermin sollte festgesetzt werden. Wie Beamte berichteten, gab es Probleme mit seinen Venen. Die Beamten konnten einfach keine Vene finden, die für die tödliche Injektion geeignet gewesen wäre. Während der langen, sehr schmerzhaften Prozedur, hoffte selbst der 69-Jährige teils darauf, dass endlich eine Vene gefunden wird, so schmerzhaft war es für ihn. Seine Anwälte hatten in der Vergangenheit bereits auf solche Probleme hingewiesen, da Hamm an einem Gehirntumor und einem Lymphom leidet.

Jetzt hat Alabama sich dazu entschieden, keinen weiteren Hinrichtungstermin für Hamm anzusetzen. Hamm musste dafür im Gegenzug auf seine Berufungsmöglichkeiten verzichten.

Ein wichtiger Schritt. Denn damit wurde dem Argument der Anwälte entsprochen, dass ein weiterer schmerzhafter Versuch, also eine solche Quälerei, nicht noch einmal stattfinden dürfe, in Hamm’s Fall. Da jedoch viele Hinrichtungen immer wieder eine schreckliche Quälerei darstellen, sollte zukünftig einfach auf alle Exekutionen verzichtet werden. (Siehe z.B. Clayton Lockett, die grausamen Details seiner Hinrichtung). Somit wäre die Gefahr der Folter, die bis zum Tode geht, gebannt.

IHfL
Peter K.

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Wieder Hinrichtung in Texas?

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Rosendo Rodriguez

Update: Rosendo Rodriguez wurde wie geplant am 27.März 2018 mit einer tödlichen Dosis Pentobarbital hingerichtet. In seinen letzten Worten sagte Rodriguez: „Der Staat mag meinen Körper haben, aber sie hatten nie meine Seele“ – Er forderte dazu auf, texanische Unternehmen zu boykottieren, um auf den Staat Druck auszuüben, damit die Todesstrafe abgeschafft wird. Zum Schluss sagte er: „Wächter, ich bin bereit, zu meinem Vater zu gehen.“ – Kurz vor der Hinrichtung weigerte sich der US-Supreme-Court gegen die Exekution einzuschreiten.


Am 27. März 2018 will der US-Bundesstaat Texas Rosendo Rodriguez (37) hinrichten. Er war für den Mord an Sommer Baldwin zum Tode verurteilt worden. Auch hat die Tötung von  Joanna Rogers zugegeben.

Am Montag hatte der Texas Court of Criminal Appeals einen letzten Appell abgelehnt seine Strafe umzuwandeln. Damit scheint die bevorstehende Hinrichtung kaum noch zu stoppen sein. Seit 9 Jahren ist Rodriguez den foltergleichen Bedingungen im Todestrakt ausgesetzt.

Die ermordete Sommer Baldwin war eine Prostituierte mit der Rodriguez angab einvernehmlichen Verkehr gehabt zu haben. Er behauptet, dass er sie in Notwehr getötet hat, nachdem sie ihn mit einem Messer angriff. Den Mord an Joanna Rogers gab er zu, nachdem ihm ein Deal angeboten wurde, demnach ihm die Todesstrafe erspart bleiben sollte. Genauere Details siehe hier…

Wer um Gnade für Rosendo Rodriguez bitten möchte, kann den Gouverneur von Texas wie folgt erreichen: https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Rosendo Rodriguez. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-02/stop-execution-rosendo-rodriguez

IHfL
Peter K.

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Es ist das Schlimmste zu befürchten

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Russell Bucklew

Update 21.03.2018: Russel Bucklew’s Hinrichtung wurde gestoppt. 5 von 9 Richtern des Supreme Courts sprachen sich gegen die Exekution aus, weil zu befürchten sei, dass Bucklew aufgrund seiner Krankheit bei der Hinrichtung extrem leiden müsse.
(siehe: http://www.rp-online.de…)


Am 20. März 2018 beabsichtigt der US-Bundesstaat Missouri einen Gefangenen zu ermorden, bei dem zu befürchten ist, dass er unter grausamen Qualen stirbt, da er eine seltene Krankheit hat, welche bei der Exekution zu Hirnblutungen und extremen Schmerzen führen kann.

Russell Bucklew wurde zum Tode verurteilt weil er einen Mann im Jahr 1996 ermordet haben soll. Es handelte sich wohl um eine Beziehungstat. Er tötete den neuen Partner seiner ehemaligen Freundin. Danach soll er seine Freundin vergewaltigt haben… Bucklew sagt, dass er seine Tat bereut.

Bereits im Mai 2014 hatte Bucklew einen Hinrichtungstermin, der jedoch kurz vor der Durchführung gestoppt wurde. Schon damals spielte seine Krankheit dabei eine Rolle, weil die Verfassung der USA eigentlich grausame Strafen verbietet. Der Gefangene leidet an einem kavernösen Hämangiom – einer Erkrankung die zu geschwächten und missgebildeten Blutgefäßen führt und im Rachen und der Nase Tumore verursacht. Sein Verteidiger sagt, die in Missouri angewendete Hinrichtungsmethode führe dazu, dass er eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung erfahren wird. Genau dies wäre Verfassungswidrig!

Dabei sind diese Befürchtungen nicht nur theoretischer Natur. So kollabierte die Vene bei der Hinrichtung von Clayton Lockett in Oklahoma. Über 40 Minuten kämpfte er, unter schlimmsten Schmerzen, mit dem Tod.
(siehe: Clayton Lockett, die grausamen Details seiner Hinrichtung)

Die Verfassung der USA scheint immer wieder nicht das Papier wert zu sein, auf der sie steht. Solch schmerzhafte und grausame Hinrichtungen sind dort immer wieder vollzogen worden, trotz dem eindeutigen Verbot durch die Verfassung. Dazu dürfen wir nicht schweigen. Im Folgenden Möglichkeiten sich gegen diese Hinrichtung einzusetzen.

Petition auf Change.org:
https://www.change.org/p/sparerussell

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Russell Bucklew. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-02/stop-execution-russell-bucklew

Kontaktiert auch Gouverneur Eric Greitens und bittet ihn, diese Hinrichtung zu stoppen:
http://governor.mo.gov/get-involved/contact-the-governors-office

IHfL
Peter K.

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Selbstmord mit staatlicher Hilfe um Folter zu beenden?

In den USA wurden am 15.03.2018 zwei Männer hingerichtet. Es handelt sich um Carlton Gary und Michael Eggers, die wegen Mordes zum Tode verurteilt waren. Über ihre Fälle berichteten wir bereits vor kurzem:  https://wp.me/p2X1th-3hk
usa_against_death_penalty2Carlton Gary ist durch den US-Bundesstaat Georgia ermordet worden. Er wurde 1986 wegen Raub, Vergewaltigung und Mord verurteilt und soll die Taten bereits 1977 begangen haben. Weitere Details siehe hier und hier (in englischer Sprache). Carlton Gary reagierte auf die Aufforderung letzte Worte zu sagen nicht. Zuletzt wurden alle Anträge seiner Verteidigung und auch das Gnadengesuch abgelehnt.

Michael Eggers wurde durch den US-Bundesstaat Alabama ermordet. Er soll gegen Ende des Jahres 2000 Bennie Francis Murray ermordet haben. Eggers hat eine Beschleunigung seines Verfahrens beantragt und verzichtete auf Berufung. Er forderte quasi seine möglichst schnelle Hinrichtung, da die Todesstrafe als eine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung“ eindeutig gegen die US-Verfassung verstoße. Seine Konsequenz bedeutete jedoch quasi Selbstmord mit staatlicher Hilfe. Wobei die Freiwilligkeit mehr als in Frage gestellt ist, da der von ihm geäußerter Wille, wohl die Folge eben dieser staatlichen Folter ist. Ohne die Existenz der Todesstrafe und der daraus resultierenden foltergleichen Situation für die Gefangenen, hätte Eggers sicher nicht um seine Exekution gebeten!
Er versuchte also durch seine Hinrichtung der jahrzehntelangen Misshandlung im Todestrakt zu entkommen! – Dabei realisierte Eggers offensichtlich die unvorstellbare Grausamkeit, die der oft jahrzehntelange Kampf gegen das Urteil bedeutet. Viele Todeskandidaten müssen dies durchleben. Auch der von uns betreute Lancelot Armstrong ist seit 1991 im Todestrakt und erlebt diesen zermürbenden Kampf um sein Leben und die foltergleiche, schreckliche Situation in der Todeszelle. Einen Tag im Todestrakt beschreibt z.B. der im November 2017 in Florida hingerichtete Patrick Hannon hier auf unserem Blog. Wer nicht versteht, dass wir diese Situation der Gefangenen „Folter“ nennen, dem, sagen wir es mal wie uns der Mund gewachsen ist: „dem können wir auch nicht mehr helfen!“.

Im Übrigen hatten seine Anwälte, die er extra entlassen hatte, um seinen Selbstmord mittels staatlicher Hilfe durchzusetzen, Anträge an den obersten Gerichtshof der USA gestellt, gegen die Hinrichtung zu intervenieren, da ihr Mandant unter Schizophrenie leide. Diese Erkrankung allein wäre eigentlich ein Ausschlussgrund für seine Hinrichtung gewesen. Eggers glaubte an eine Verschwörung gegen ihn, lehnte die Arbeit seiner Verteidiger ab und stimmte ihren Anträgen nicht zu.

Es war also wohl keine freiwillige Entscheidung für seine Hinrichtung, sondern die Flucht vor seinen Peinigern in den Tod, als in seinen Augen einzige Möglichkeit, ihnen zu entkommen. Dabei vollzogen seine Peiniger den Selbstmord an ihm. Gerade dieses menschliche Drama zeigt uns die besondere Grausamkeit der Todesstrafe.

Es liegt an uns allen, weiter dagegen anzugehen, damit die Folter mit Hilfe der Todesstrafe endlich ein Ende hat.

IHfL
Peter K.

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