Rolando Ruiz soll am 7. März sterben

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Rolando Ruiz

Bereits am 31. August 2016 sollte Rolando Ruiz exekutiert werden, erhielt damals jedoch einen Aufschub (wir berichteten). Nun will der US-Bundesstaat Texas ihn am 7. März hinrichten. Er wurde für den Mord an Theresa Rodriguez (29) im Jahr 1992 zum Tode verurteilt und wird seit Jahrzehnten im Todestrakt von Texas gefoltert.

Mord unter Drogeneinfluss
Es ist wirklich eine schlimme Geschichte, was damals geschah und Rolando hat sich mit schwerer Schuld beladen. Gegen Zahlung von 2000 US-Dollar hat er Theresa Rodriguez erschossen. Ein schrecklicher Auftragsmord… Diese Tat wurde möglich, weil Rolando im Alter von 19 Jahren schwer Drogensüchtig war und diese Tat unter Einfluss multipler Drogen begangen hat.

Rolando tut dies alles heute extrem leid und er steht vor dem Scherbenhaufen seiner Drogensucht. In der Haft hat er sich sehr gewandelt und ist heute nicht mehr der Mensch, der er damals war. Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen. Seine folgenden Sätze stammen aus einem Schreiben dass hier veröffentlicht wurde:

Rolando Ruiz: „…Ich weiß, wie einfach es geschieht, von der Gesellschaft nach entscheidenden und schmerzlichen Fehlern beurteilt zu werden. Doch diese Fehler zeichnen ein ganz und gar unvollständiges Bild von mir als Person. Ich bin heute ein komplett  anderer Mensch als der zugedröhnte Junge, der damals in einer Welt von Drogen und Gewalt unterging. Nur durch die Gnade und Kraft des allmächtigen Gottes habe ich zu mir selbst gefunden. Seine Gnade hat meine Augen und mein Herz geöffnet für ein ganz neues Verständnis des Lebens als wertvolles Geschenk…“

Uns stellt sich immer wieder die Frage danach, welchen Sinn eine solche Hinrichtung hat. Eins ist sicher, das Opfer wird dadurch nicht mehr lebendig und es ist kaum anzunehmen, dass das Leid der Angehörigen von der Ermordeten durch eine solche Exekution gemildert wird. Nein, die Hinrichtung von Rolando wäre nur ein weiteres Verbrechen, das einem Menschen, der sich gewandelt hat, das Leben nimmt. Ein weiteres Verbrechen mit einer Vorbereitungszeit von Jahrzehnten,  ausgeführt von einem Staat, der in martialischen Todesritualen gefangen ist und nur einen Weg zu kennen scheint, den der Rache. Aber eine solche Rache ist sinnlos und zerstörerisch. Sie wird wieder Menschen tief in ihrer Seele verletzen, denken wir nur an die Angehörigen von Rolando…

Wir bitten unsere Leser, sich für Rolando und gegen seine Hinrichtung einzusetzen. Dazu hier die folgenden Kontaktmöglichkeiten zum Gouverneur von Texas:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter Koch

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Lancelot Armstrong übermittelt Urteil

lancelot-armstrong_2016Der Supreme Court of Florida hebt Todesurteil gegen Lancelot Armstrong auf und verweist seinen Fall zurück, für neues Strafzumessungsverfahren. Lancelot Armstrong sendet herzliche Grüße an alle Unterstützer und übermittelt das original Urteil des Supreme Court of Florida.

Wir hatten heute einen kurzen Brief von Lancelot Armstrong im Briefkasten und das Beste, er hat das Urteil des Supreme Court of Florida beigelegt.
Wir können seine Freude und Erleichterung in seinen Worten spüren, dass der Supreme Court von Florida seinen Antrag bestätigt hat. Das Todesurteil gekippt hat und er ein neues Verfahren bekommt… Nach so vielen Jahren des Kampfes endlich ein Hoffnungsschimmer!

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Leider bedeutet die Aufhebung des Todesurteils gegen Lancelot Armstrong nicht, dass er ein neues Verfahren zur Überprüfung seiner Schuld bekommt. Lancelot besteht ja auf seiner Unschuld und bestreitet im Jahr 1990 einen Polizisten erschossen zu haben (Siehe dazu die Informationen auf www.lancelot-armstrong.de). Er erhält also kein vollkommen neues Verfahren, sondern nur ein neues Strafzumessungsverfahren, aber zumindest ist jetzt bekannt geworden, dass das Oberste Gericht darauf besteht, dass diesmal nur eine Einstimmige (12/0) Entscheidung der Jury noch einmal zu einem Todesurteil führen darf. Dabei müsste die Jury jedoch auch noch tiefgreifend erläutern können, warum sie der Meinung ist, die Gründe für ein Todesurteil würden schwerer wiegen, als die Gründe ihn zu verschonen. (Quelle)

Lancelot hat uns in der Vergangenheit viele schlimme Sachen berichtet. Auch über Menschen, die alle Hoffnung verloren haben und sich aufgegeben haben und nur noch lethargisch in ihren Zellen herumhängen, die völlig am Ende sind… 😦 Ja es gibt sogar Suizidversuche in den Todestrakten. Das ist ja auch kein Wunder, wenn wir bedenken, welcher Folter die Gefangenen ausgesetzt sind, allein schon die Einzelhaft mit Todesandrohung, über teils Jahrzehnte, ist grausame Folter! – Dabei erschüttert es uns immer wieder aufs neue, dass manchmal einige unserer Kritiker,  die Bezeichnung „Folter“ ablehnen. Ja sie der Meinung sind, Folter wäre etwas anderes. Dabei wird immer wieder betont, der Todestrakt wäre halt keine „aktive Folter“ und darum sollte man es nicht Folter nennen.
Es ist immer wieder das gleiche Problem in dieser Welt. Seelisches Leid wird weniger anerkannt, weil wohl kein sichtbares Blut fließt… Dabei führt eben dieses schwere seelische Leid auch dazu, dass Blut fließt… Im schlimmsten Fall nehmen sich Gefangene im Todestrakt nämlich selbst das Leben… Wenn dies keine Folter sein soll, dann… uns versagen die Worte… Darum werden wir stets diese Form der Folter anprangern und nicht müde werden, sie beim Namen zu benennen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die Lancelot unterstützt haben, denn ohne sie hätte er es vielleicht bis hierher nicht geschafft. Dem schließt sich auch Lancelots Mutter an, mit der wir eben noch mal telefonisch gesprochen haben. Eure Unterstützung gibt Lancelot die Kraft weiterzukämpfen, für die Anerkennung seiner Unschuld und gegen die Todesstrafe. Dabei gebt ihr ihm auch die Kraft und die Möglichkeit weiterhin andere Gefangene zu unterstützen.

Mit Klick auf der folgende Bild geht es zur PDF mit dem Urteil:

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IHfL
Peter Koch

 

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Texas: Terry Edwards hingerichtet

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Terry Edwards

Nach einem mehrstündigen „Tauziehen“ um das Leben von Terry Edwards (43), ist er gestern kurz nach 22 Uhr (Ortszeit), durch den Bundesstaat Texas, exekutiert worden.  Seine Hinrichtung wurde über 4 Stunden verzögert, weil noch eine Entscheidung des Supreme Courts abgewartet werden musste. Es war die dritte Hinrichtung in diesem Jahr in den USA.

Terry Edwards wurde wegen Doppelmordes im Jahr 2002 zum Tode verurteilt und hatte mittlerweile seinen dritten Hinrichtungstermin, nachdem er zwei Aufschübe hatte (wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-2dk).
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Komplize die Morde begangen hat, dieser erhielt für den Raubüberfall, den beide begangen hatten, eine Freiheitsstrafe von 25 Jahren. Terry bekam kein faires Verfahren. Schon bei der Auswahl der Jury wurden 30 mögliche Juroren abgelehnt, die zu einer Minderheit gehörten. Zum Schluss stand Terry vor einem Gericht mit ausschließlich weißen Jurymitgliedern. Laut seinen Anwälten gibt es Hinweise darauf, dass die Staatsanwaltschaft entlastende Beweise sowohl der Jury vorenthielt, als auch der Verteidigung. Was jedoch auch nicht bei der Verhandlung zur Sprache kam, war eine Aussage eines Mannes, der einen anderen Mann dabei gesehen hatte, wie er aus dem überfallenen Geschäft mit der Waffe in der Hand floh, Terry jedoch nur eine Tasche mit Geld trug (siehe Dallasnews.com). Auch Schmauchspuren sollen laut seinen Anwälten falsch bewertet worden sein.

In seinen letzten Worten sagte Terry Edwards: „Ja, ich habe mit Gott Frieden geschlossen. Ich hoffe, ihr macht alle euren Frieden hiermit.“

Es ist unglaublich, was sich der Staat Texas mit dieser Exekution geleistet hat. In Ignoranz vieler Hinweise, dass Terry Edwards die ihm vorgeworfenen Morde nicht begangen haben könnte, haben sie ihn auf ihre moderne Schlachtbank gefesselt und quasi über vier Stunden nach ihrem schrecklichen Plan getötet. Die Todesstrafe an sich ist ja schon ein grausames Werkzeug der Unterdrückung, gerade von Minderheiten, aber wie auch wieder in Terry’s Fall musste jetzt ein evtl. unschuldiger Mann (was den Mordvorwurf betrifft), sein Leben lassen. Sterben für eine Gesellschaft, die menschenverachtender kaum sein kann. Für ein ausbeuterisches System, dass weltweit für Hunger und Tod sorgt, dass Menschen für Hungerlöhne arbeiten lässt und es als unabdingbare und richtige Tatsache betrachtet, die Menschen in Klassen einzuteilen. Wobei stehts die Mitglieder der untersten Klassen, im Namen des Rechts, wie Jesus Christus gleich, ans Kreuz gefesselt werden um zu sterben, für eine kranke, von Egoismus und Rachsucht geprägte Gesellschaft.

Nein, es sind nicht die Terry Edwards, die uns bedrohen. Es sind die Konzerne, die übermächtigen sogenannten „Player“, die das dreckige und blutige „Spiel“ des weltweiten Kapitalismus spielen. Aber sie werden nicht vor Gericht gestellt… Terry Edwards – nur ein Opfer einer Welt, die sich für Menschen wie ihn kaum interessiert. Genau das sehen wir auch immer wieder, wenn solche Hinrichtungen anstehen, dann können wir in den Medien kaum etwas davon lesen. Hier im deutschsprachigen Raum schon gar nicht. Stattdessen dürfen wir dann mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder von den vollzogenen Hinrichtungen in den USA lesen. Und genau DAS werfe ich den Medien vor. Sie scheinen ihre Augen gerade dann zu verschließen, wenn ein Mensch wie Terry ihre Hilfe am meisten brauchen würde. Kurz vor seiner Hinrichtung. Würden sie darüber berichten, könnten sie vielleicht so manchen Protestbrief, so manche Protestaktion anstoßen. Aber nein, diese Herren und Damen bemühen ihren Bleistift meist erst an dem Tag, an dem ein Todeskandidat exekutiert wurde. Aber es war ja auch nur so einer wie Terry Edwards, einer von ganz da unten… Genau, die untersten Klassen interessieren nun mal kaum, haben keine Lobby…

IHfL
Peter Koch

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Lancelot Armstrong: Hoffnung wächst

lancelot-armstrong_2016Die Entscheidung des Obersten Gerichts von Florida, das Todesurteil gegen Lancelot Armstrong aufzuheben, lässt in Unterstützerkreisen die Hoffnung wachsen, dass er kein Todesurteil mehr bekommt. Lancelot hat seine Unschuld immer beteuert.

Zwar erhält Lancelot Armstrong kein vollkommen neues Verfahren, sondern nur ein neues Strafzumessungsverfahren, aber zumindest ist jetzt bekannt geworden, dass das Oberste Gericht darauf besteht, dass diesmal nur eine Einstimmige (12/0) Entscheidung der Jury noch einmal zu einem Todesurteil führen darf. Dabei müsste die Jury jedoch auch noch tiefgreifend erläutern können, warum sie der Meinung ist, die Gründe für ein Todesurteil würden schwerer wiegen, als die Gründe ihn zu verschonen. (Quelle)

Im Jahr 1991 wurde Lancelot Armstrong wegen Mordes an einem Polizisten durch den Richter zum Tode verurteilt, obwohl das Juryurteil 9 zu 3 ausfiel. Auch bei der Berufungsverhandlung im Jahr 2007 fällte der Richter das Todesurteil, obwohl das Votum der Jury wieder mit 9 zu 3 ausfiel. In den meisten Staaten der USA hätte dies ein Todesurteil verhindert. In Florida konnte der Richter bis dahin ein Todesurteil auch dann verhängen, wenn sich mehrere Geschworene gegen ein solches Urteil aussprachen. Seit dem Hurst-Urteil im Frühjahr 2016 wurde in Florida keine Hinrichtung mehr vollzogen. Das jetzige Urteil des höchsten Gerichts von Florida, im Fall Lancelot Armstrong,  ist die direkte Folge des Bundesgerichtsurteils gegen den US-Bundesstaat und des Antrags seiner Verteidigung (Hier geht es zu dem Originaldokument).

In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Jury in beiden Verhandlungen uneins war, wächst nun natürlich die Hoffnung, dass es auch bei der dritten Verhandlung so sein wird. Somit wäre die Todesstrafe für Lancelot Armstrong endlich vom Tisch.
(weitere Details siehe: Lancelot Armstrong: Todesurteil aufgehoben)

Wir werden Lancelot Armstrong auf jeden Fall weiter bei seinem Kampf gegen dieses unmenschliche Rechtssystem beistehen.

Bitte unterstützt Lancelot Armstrong bei seinem Kampf um Gerechtigkeit und sein Leben:
Spendenkonto: http://www.lancelot-armstrong.de/st-konto.htm
Patenschaft: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_patenschaft.htm
Soli-Shop: http://www.lancelot-armstrong.de/stf-sh.htm
Kunstwerke von Lancelot Armstrong: http://armstrongkunst.wordpress.com

IHfL
Peter Koch

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Hinrichtung in Texas am 26. Januar?

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Terry Edwards

Mit Terry Edwards soll am 26.01.2017 der dritte Verurteilte in diesem Jahr in den USA hingerichtet werden. Er wurde für den Mord an zwei Männern im Jahr 2002 zum Tode verurteilt. Seitdem wird er im Todestrakt von Texas gefoltert.

Im Juni 2002 wurde Terry Edwards von seiner Arbeitsstelle in einem Subway Restaurant entlassen, weil ihm dort Diebstahl von Geld vorgeworfen wurde. Am Morgen des 8. Juli 2002 betrat Terry mit seinem Cousin Kirk Edwards das Restaurant. Dabei war Kirk Edwards bewaffnet. Sie befahlen den Anwesenden sich auf den Boden zu legen und stahlen daraufhin die Überwachungskamera, Essen und Geld. Die beiden dort anwesenden Angestellten Tommy Walker und Mickell Goodwin wurden aus nächster Nähe erschossen.

Laut Aussage von Michael Weast, der gerade dabei war das Subway zu verlassen, als Terry und Kirk das Restaurant betraten, hatte Kirk Edwards die Mordwaffe in der Hand. Terry wurde später verhaftet, an dem Tag an dem er versuchte die Waffe zu entsorgen. Er bestand darauf, dass die Waffe ihm erst nach den Schüssen übergeben wurde, dennoch hat man ihn als Mörder verurteilt. Terry erhielt die Todesstrafe, während sein Cousin zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Terry’s Anwälte argumentieren im Übrigen, dass der Richter, der den Vorsitz über Edwards Verhandlung hatte, falsche Anweisungen während der Auswahl der Geschworenen gab, wodurch sein Recht auf ein unparteiisches Gremium verletzt wurde.

Grausame Rituale im Namen des Rechts
Terry Edwards hatte bereits zwei Hinrichtungstermine, die jeweils verschoben wurden. Diese waren am 11. Mai 2016 und am 19. Oktober 2016. Was mag in diesem Mann vorgehen, der mittlerweile den dritten Exekutionstermin hat, innerhalb so kurzer Zeit. Welch seelische Qualen muss er erleiden und kann dies wirklich der Sinn einer Strafe sein? Was will man mit dieser grausamen Folter erreichen? Gibt es irgend einen tieferen Sinn hinter einem solch unmenschlichen Handeln? Oder werden die Anhänger dieser schrecklichen Strafe nicht selbst zu Tätern, Misshandlern – ja zu Mördern? Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass kein Mensch auf der Welt das Recht haben sollte, andere Menschen so zu foltern und erst recht nicht ein Staat. Es sind grausame Rituale im Namen des Rechts!

Wir bitten unsere Leser an den Gouverneur von Texas zu schreiben und ihn um einen Hinrichtungsstopp zu bitten:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Ein solcher Text könnte z.B. wie folgt aussehen:
Your Excellency the Governor of Texas,
I am writing to express my deep concern over a ruling which sentenced to death Mr. Terry Edwards. I urge you to intervene on his behalf to prevent this cruel and inhuman punishment from being meted out against him. I do not forget the undeniable grief and tremendous pain of the victims and their familys. I implore you to ensure that this cruel and inhuman sentence is not carried out.

IHfL
Peter Koch

 

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Lancelot Armstrong: Todesurteil aufgehoben

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Neues Strafzumessungsverfahren

Lancelot Armstrong wird seit 1991 im Todestrakt von Florida gefoltert, für ein Verbrechen, dass, wie er stets beteuert, nicht begangen hat. Er soll 1990 einen Polizisten erschossen haben. Jedoch gibt es Hinweise, die vermuten lassen, dass er nicht der Mörder ist. Jetzt soll seine Strafe neu verhandelt werden, da das Todesurteil gegen ihn jetzt aufgehoben wurde.

Der „Supreme Court of Florida“ hat am Donnerstag das Todesurteil gegen drei Gefangene des Todestraktes gekippt. Diese Entscheidung ist offensichtlich auf das „Hurst-Urteil“ des Höchsten Gerichts der USA, im Januar 2016, zurückzuführen. In diesem Urteil wurde die in Florida herrschende Regelung zur Urteilsfindung für Verfassungswidrig erklärt. In Florida konnte der Richter bis dahin ein Todesurteil auch dann aussprechen, wenn sich mehrere Geschworene gegen ein solches Urteil aussprachen. Seit dem Hurst-Urteil wurde in Florida keine Hinrichtung mehr vollzogen. Das jetzige Urteil des höchsten Gerichts von Florida, im Fall Lancelot Armstrong,  ist die direkte Folge des Bundesgerichtsurteils gegen den US-Bundesstaat und des Antrags seiner Verteidung (Hier geht es zu dem Originaldokument).

Im Fall von Lancelot Armstrong, der von der deutschen IHfL betreut wird, bedeutet diese Entscheidung leider nicht, dass er ein komplett neues Verfahren erhält. Das Schuldurteil bleibt also bestehen. Lediglich die Strafhöhe soll neu verhandelt und dazu 12 komplett neue Geschworene geladen werden. Sowohl im Jahr 1991, als auch in der Berufung im Jahr 2007 sprachen sich jeweils drei Geschworene gegen die Todesstrafe für Lancelot Armstrong aus. Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass zumindest die Todesstrafe für Lancelot Armstrong im neuen Verfahren nicht bestätigt wird. Dies würde dann jedoch wohl „Lebenslänglich ohne jede Hoffnung auf frühzeitige Entlassung“ bedeuten. Damit kann und will sich Lancelot Armstrong nicht zufrieden geben, denn er besteht darauf , unschuldig zu sein.

Augenzeugin besteht darauf: Lancelot war es nicht!
Bei dem ihm vorgeworfenen Überfall auf ein Schnellrestaurant hat nach der Aussage der einzigen Augenzeugin Kay Allen ein anderer Mann, nämlich Wayne Coleman, den Polizisten getötet. Dieser machte jedoch einen Deal mit den Behörden, sagte gegen Lancelot Armstrong aus und bekam Lebenslänglich. Lancelot, der auf seine Unschuld pochte, erhielt die Todesstrafe. Kay Allen wurde zuvor einem foltergleichen Verhör durch die Polizei unterzogen, brach unter diesem Druck zusammen und belastete zunächst Lancelot Armstrong. Vor Gericht widerrief sie jedoch diese Aussage. Kay Allen beschreibt die Vorgänge im Gespräch mit einem Privatdedektiv wie folgt: Zur Aussage von Kay Allen

Tatsächlich sagte die Freundin Colemans in einem Interview mit der Zeitung SunSentinel, am 30. April 1990, dass ihr Freund Wayne Coleman ihr gestanden hat: Er müsse abhauen, denn er habe einen großen Fehler gemacht. Er habe zwei Polizisten erschossen!

Neben Lancelot Armstrong wurden auch die Urteile gegen Donald Otis Williams, der 2010 eine Frau ermordet haben soll und William M. Kopsho, der im Jahr 2000 seine Frau getötet haben soll, aufgehoben. Auch diese Strafen werden nun neu verhandelt.

Ganz abgesehen jedoch von der Schuldfrage wäre, Lancelot Armstrong in Deutschland schon längst wieder auf freiem Fuß. Einen Menschen tatsächlich lebenslänglich einzusperren für eine Tat ist höchst fragwürdig, denn es nimmt ihm jede Chance auf Veränderung und missachtet die persönliche Entwicklung der Person. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass Lancelot Armstrong und die anderen im Todestrakt dauerhaft gefoltert werden mit einer menschenunwürdigen Situation und der stetigen Angst vor der Exekution.

Mutter überwältigt und überglücklich
Wir haben soeben mit der Mutter von Lancelot Armstrong telefoniert und sie ist von der neuen Nachricht überwältigt. Sie wusste noch nichts von dem Urteil des Supreme Courts. Sie bangt um das Leben ihres Sohnes und ist im Moment einfach nur überglücklich über diese neue Entwicklung…

In folgendem Video werden die Situation und die Hintergründe zu Lancelot Armstrong ausführlich erläutert:

Wer Lancelot Armstrong unterstützen möchte, findet unter folgenden Links viele Möglichkeiten dazu…
Soli-Shop: http://www.lancelot-armstrong.de/stf-sh.htm
Kunstwerke von Lancelot Armstrong: http://armstrongkunst.wordpress.com
Patenschaft: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_patenschaft.htm
Petition: http://www.thepetitionsite.com/246/964/427/gerechtigkeit-fr-lancelot-armstrong/

IHfL
Peter Koch

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Todesstrafe: Der ganz normale Irrsinn

Exekutierte bald Wiederbelebt und noch mal Hingerichtet?

DETLEF - Todesstrafe für die Scheiss Todesstrafe

(c) Kaivel

Der US-Bundesstaat Ohio beabsichtigt bei zukünftigen Hinrichtungen das Medikament Flumazenil einzusetzen um mittels Midozolam Betäubte wieder ins Leben zurückzuholen. Damit sollen grausame Hinrichtungen abgebrochen werden.

In Ohio wird seit 2014 niemand mehr exekutiert, weil es bei der Hinrichtung von Dennis McGuire zu einem grausamen, langsamen Sterben kam. (wir berichteten: Mann zu Tode gefoltert) Nachdem Denis McGuire die Giftzusammensetzung verabreicht wurde, begann er nach Luft zu schnappen und gab mindestens 10 Minuten lang Würgegeräusche von sich. Dabei waren seine Hände fest zu Fäusten geballt.

Midazolam stellt bei diesen Exekutionen ein großes Problem dar, weil es die Todeskandidaten teils nicht richtig betäubt und vor allem keine schmerzstillende Wirkung hat. Darum wachen die Opfer oft auf und sterben unter Höllenqualen… (Siehe auch: Clayton Lockett, die grausamen Details seiner Hinrichtung)

Jetzt beabsichtigt Ohio das Medikament Flumazenil zur Wiederbelebung einzusetzen, falls Midazolam nicht wie vorgesehen wirkt und die Exekution dann abzubrechen. Oft resultieren jedoch die „Probleme“ bei der Verwendung von Midazolam auch daraus, dass der Venenzugang nicht richtig gesetzt wird. In einem solchen Fall würde jedoch die Gabe von Flumazenil die Schmerzen des Gefangenen nur noch erhöhen, so der Chirurg und Giftinjektionsspezialist aus Columbus Janathan Groner.

Ohio plant am 15. Februar 2017 Ronald Phillips mittels Midazolam und zwei weiteren Giften hinzurichten.

Es ist doch wirklich nicht mehr zu fassen, mit welch perverser Motivation diese Mörder im Namen des Staates ihr Handwerk planen. Anstatt das einzig Richtige zu beschließen, nämlich die Hinrichtungen zu beenden, denken sie sich immer neue Grausamkeiten aus. Ja, wollen jetzt sogar die Opfer ihres kranken Hirns wiederbeleben und sie dann, vielleicht ein paar Monate später, erneut hinrichten. Gibt es eine schrecklichere Quälerei?
Man stelle sich vor – Jahrelange Folter im Todestrakt, im Bewusstsein: „Sie werden mich töten“… Dieser Tag kommt immer näher und dann ist es soweit… Du wirst an das moderne Kreuz gefesselt und weggespritzt… Durchlebst dabei schlimmste Höllenqualen und wirst dann wieder zurückgeholt… Wieder eingesperrt im Todestrakt, um irgendwann nochmal exekutiert zu werden…
Nein – dem Autor dieser Zeilen versagen die Worte… Er hat keine Worte für solche Verbrecher, ja Verbrecher, die sich so etwas ausdenken und dabei meinen, sie würden damit auch noch im Recht sein,  ja im Namen des sogenannten Rechtsstaates handeln und damit letztendlich im Namen des Volkes. Offensichtlich bietet die Todesstrafe solchen Psychopathen die willkommene Gelegenheit, ihre kranken Bedürfnisse auszuleben…
Teile der USA am Rande des geistig/seelischen Abgrundes…

IHfL
Peter Koch

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Hinrichtung am 18. Januar in Virginia?

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Ricky Javon Gray

Update: Ricky Javon Gray wurde wie geplant hingerichtet.

Zum Videobericht: http://wtvr.com/2017/01/18/ricky-gray-executed-by-lethal-injection-for-harvey-family-killings/


Der US-Bundesstaat Virginia will am 18. Januar 2017 Ricky Javon Gray(39) hinrichten. Er wurde 2006 wegen Mordes zur Höchststrafe verurteilt und seitdem im Todestrakt gefoltert.

Ricky Javon Gray wurde für den Mord an Brian Harvey, seiner Frau Kathryn und ihren beiden Kindern im Jahr 2006 zum Tode verurteilt. Er hatte bereits eine Haftstrafe von 10 Jahren hinter sich, wegen bewaffnetem Raubüberfalls.

Am 1. Januar 2006 soll Gray, gemeinsam mit seinem Neffen Ray Dandidge und dessen Freundin Ashley Baskerville, in das Haus der Familie Harvey eingebrochen sein. Sie ermordeten die Bewohner des Hauses und steckten es an. Gray hat die Tat gestanden. Bereits im März 2016 hatte er einen Hinrichtungstermin, der jedoch verschoben wurde.

Am 9.01. hat ein Bundesrichter seinen Antrag für einen Aufschub zurückgewiesen. Es ging dabei darum, dass der Staat die Drogen für die Exekution von einer unbenannten Apotheke gekauft hat, die sie selbst herstellt und somit nicht sichergestellt sei, dass die Hinrichtung ohne Schmerzen vollzogen werden kann. Todeskandidaten können übrigens in Virginia zwischen der Todesspritze und dem elektrischen Stuhl wählen.

In der ‚Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte‘ ist das Recht auf Leben festgelegt, ein solches Recht verbietet eindeutig die Todesstrafe. Für uns ist die Todesstrafe eine den Menschen erniedrigende Strafe. Sie ist grausam und unmenschlich. Menschen töten, weil Menschen töten falsch ist, ist zudem mehr als widersinnig…

Für Gnadengesuche kann der Gouverneur von Virginia über folgenden Link erreicht werden:
https://governor.virginia.gov/constituent-services/Communicating-with-the-governors-office

Ein solcher Text könnte z.B. wie folgt aussehen:
Your Excellency the Governor of Virginia,
I am writing to express my deep concern over a ruling which sentenced to death Mr. Ricky Javon Gray. I urge you to intervene on his behalf to prevent this cruel and inhuman punishment from being meted out against him. I implore you to ensure that this cruel and inhuman sentence is not carried out.

Und noch eine weitere Möglichkeit:
http://action.vadp.org/page/speakout/stop-the-january-18th-execution-of-ricky-gray

IHfL
Peter Koch

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Erste Hinrichtung in diesem Jahr in den USA

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Christopher Wilkins

USA: Es ist der erste staatlich angeordnete Mord in diesem Jahr. Texas richtet Christopher Wilkins hin. In seinen letzten Worten sprach er zu den Angehörigen der Opfer des Verbrechens für das er verurteilt wurde.

Christopher Wilkins (48) ist durch den US-Bundesstaat Texas exekutiert worden, nachdem er neun Jahre im Todestrakt gefoltert wurde. Er wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die beiden Tötungsdelikte wurden wohl im Zusammenhang mit Drogen begangen, weil er beim Kauf von Drogen (Crack) betrogen wurde. Beide Opfer sollen von Christopher  Wilkins erschossen worden sein. In seinen letzten Worten wandte er sich an zwei Angehörige seiner Opfer die bei der Hinrichtung anwesend waren und sagte: „Es tut mir leid.“

Indem sich die Gesellschaft der USA ihrer „bösen Buben“ entledigt, entledigt sie sich ihrer eigenen Verantwortung für die Taten dieser Menschen. Gerade dadurch, dass der Staat sich das Recht zum Töten nimmt, erklärt er das Töten von Menschen für eine erlaubte Möglichkeit des Handelns. Wir müssen uns nicht wundern, dass dann gerade in solchen Staaten, welche die Todesstrafe durchführen, auch immer wieder viele Morde geschehen. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass eine Gesellschaft, die auf Ausbeutung basiert auch immer Verlierer produziert. Menschen, die am unteren Rand leben müssen und sich oft in Drogensucht flüchten, weil das kapitalistische System ihnen kaum einen Ausweg lässt… Gerade die daraus resultierende Kriminalität führt immer wieder auch zu Tötungsdelikten. Anstatt die Opfer dieser Gesellschaft, die zu Tätern geworden sind, hinzurichten, sollten wir lieber über das System, das solche Taten produziert, nachdenken und den Gefangenen die Möglichkeit zur Reue und Weiterentwicklung bieten, denn wir haben an ihren Taten einen nicht unerheblichen Anteil.

IHfL
Peter Koch

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Rassist Dylann Roof zum Tode verurteilt

Dylann Roof (22), ein überzeugter Rassist, wurde vom US-Bundesgericht zum Tode verurteilt. Er hatte ein rassistisch motiviertes Attentat in einer Kirche ausgeübt und dabei 9 Farbige Menschen umgebracht.

(c) by Kaivel

(c) by Kaivel

Nun stellt sich die Frage:
Ist es richtig, auch einen überzeugten Rassisten zum Tode zu verurteilen? Klar, bei manchen kommen sicher solche Gedanken wie „Ja, sicher, bei solchen Leuten schon !“ Aber denken wir mal kurz nach… Ist unsere Gesellschaft nicht vielleicht auch mit schuldig an seiner Tat ?

Schließlich leben wir in einer Welt, in der Rassismus und Faschismus weit verbreitet ist… Überall kann ein junger Mensch sehen, das Rassismus und Faschismus Alltag ist… Da kommt oft das übliche: „Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber…“ Oder so Sprüche wie: „Die Ausländer nehmen uns die ganze Arbeit weg!“ – „Die Flüchtlinge bekommen besseres essen als wir!“, „Die Flüchtlinge vergewaltigen!“ usw… Genau solche Sätze prägen junge Menschen!

Aber auch viele Nachrichtensendungen und andere Veröffentlichungen tragen ihren Teil zu rechter Gesinnung bei… Viele Nachrichten haben mittlerweile selbst einen rassistischen Unterton… Das ließt man aus verschiedensten Artikeln raus… Beispiele gefälligst? Bitte!

Express.de schrieb:
„Frau (23) von sechs Nigerianern am Hauptbahnhof begrapscht“
Quelle: http://www.express.de/duesseldorf/attacke-in-duesseldorf-frau–23–von-sechs-nigerianern-am-hauptbahnhof-begrapscht–25381170

Focus-Online schrieb:
„…Der im Fall Maria L. festgenommene Tatverdächtige schweigt weiter beharrlich[…]die Polizei hofft nun auf ein einlenken von Flüchtling Hussein K.“
Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/fall-maria-l-verdaechtiger-hussein-k-schweigt-weiter-beamte-hoffen-auf-einlenken_id_6414377.html

Die Welt schrieb:
„Obdachloser in Berlin angezündet: Sieben Flüchtlingen drohen hohe Haftstrafen“
Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article160640962/Die-Taeter-waren-nach-ihrer-Tat-zumindest-nicht-betroffen.html

rbb-inline schrieb:
„Ein 27-jähriger Bulgare, wird per Haftbefehl gesucht[…]“
Quelle: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/12/haftbefehl-gegen-u-bahn-treter-erlassen.html

n-tv schrieb:
„[…]Der Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung durch einen abschiebepflichtigen Marokkaner offenbart die Probleme der Ausländerbehörden [..] (siehe Foto Begleittext des Artikels)
Quelle: www.n-tv.de/politik/Straftaeter-wegen-Panne-nicht-abgeschoben-article19339836.html

Und fällt was auf ? Nein ? Nun hier wird immer wieder die Herkunft bzw. der Status, betont… Wenn ein Deutscher eine Straftat begeht steht z.B nur so was: „18 Jähriger hat Kaffee geklaut !“ Oder „52 Jährige ist in Bank eingebrochen…“

Und klingelt es jetzt ? Nein ? Wo steht denn hier denn bitte die Herkunft ? Nirgends.. DAS kann junge Menschen negativ in ihrem Denken beeinflussen und soll es vielleicht sogar

Ja, manch ein junger Geist denkt dann eventuell „Die haben ja recht ! Da muss man doch was machen !“ Und so kommt es dann evtl. dazu, dass jemand tatsächlich handelt und andere Menschen umbringt… Der junge Mensch wird zum Täter.

Aber was viele dabei vergessen, wenn wir tatsächlich einen solchen Täter hinrichten, auch einen Rassisten oder Faschisten, dann verpassen wir auch die Chance unseren Anteil daran zu erkennen… Unsere eigene Schuld an diesem Verbrechen… Doch vielleicht will man ja genau das mit der „Beseitigung“ des Täters erreichen…

Wir sollten uns Fragen:
Was haben wir gegen Rassismus und Faschismus getan ? Waren wir aktiv im Kampf dagegen, oder haben wir nur still zugeschaut?
Was können wir über solche Täter lernen, damit so etwas nicht wieder passiert?

Dieser Button, vom Comic-Künstler

Das Bild darf geteilt, aber nicht verändert werden ! (c) by Kaivel 2014 – Dieses Bild kann man auch gegen Spende für Lancelot Armstrong als Button erhalten. Und zwar auf: www.lancelot-armstrong.de

Die Todesstrafe ist falsch, egal wer welche Tat auch immer begangen hat ! Schließlich gibt es genügend andere Strafen als Alternative!
Die Todesstrafe gleicht zudem einer Folter! Schließlich müssen die Insassen teils Jahrzehnte auf ihre Hinrichtung warten…

Auch im Fall Dylann Roof sagt die Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ (IHfL): „Nein zur Todesstrafe!“
Die Todesstrafe ist ein Relikt aus grauer Vorzeit! Sie gehört in keinen modernen, fortschrittlichen Staat!

Last but not least: Wenn Menschen töten falsch ist, wieso ist es dann im Namen des Staates richtig? Und es heißt doch immer „Im Namen des Volkes !“, also in meinem Namen soll niemand hingerichtet werden… Also gehöre ich nicht zum Volk? Fragen über Fragen…

Und zum Schluss noch ein Video in der Peter Koch von der IHfL, bei Amnesty International in Münster eine Rede zur Todesstrafe hielt. Dort stellte er passende und wichtige Fragen zum Thema Schuld und Mitschuld… Ein wirklich empfehlenswerter Beitrag zum Thema:

Zeitindex…
001 – Die Frage der Schuld (00:00 – 07:37)
002 – Edward Earl Johnson & sein Erbe (07:37 – 10:08)
003 – Lancelot Armstrong (10:08 – 13:09)
004 – Die Kindheit von Lancelot Armstrong (13:09 – 20:00)
005 – Die Gutachten (20:00-22:25)
006 – Lancelots Urteil Verfassungswidrig (22:25 – 24:07)
007 – Die Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ – IHfL (24:07 – 26:25)
008 – Stimmen der Bevölkerung (26:25 – 30:50)
009 – News-Blog und Kunst-Gallerie (30:50 – 31:32)
010 – Keine Plattfrom in den Massen-Medien (31:32 – 31:58)
011 – IHfL bei Domian (31:58 – 32:42)
012 – Niemand hat den Tod verdient… (32:42 – 32:52)
013 – Lancelots Worte: Einblick in den Alltag der Todeszelle (32:53-38:31)
014 – Ergreifende Worte von Lancelot (38:31 – 41:23)

IHfL
Kai Friedrich

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