Hinrichtung in South Carolina am 4. Dezember

Richard Moore

Der US-Bundesstaat South Carolina will am 4.12.2020 Richard Moore hinrichten. Der Verurteilte soll bis Freitag entscheiden, wie er hingerichtet wird. Dabei kann er zwischen einer tödlichen Injektion oder dem elektrischen Stuhl wählen.

Richard Moore wurde wegen der Ermordung eines Supermarkt-Angestellten im Jahr 1999 zum Tode verurteilt. Jedoch hat South Carolina derzeit eigentlich kein tödliches Gift mehr zur Verfügung, da die letzte Dosis 2013 abgelaufen ist. Sollte Moore keine Entscheidung treffen, wäre die tödliche Injektion die Standardauswahl.

„Unternehmen werden Hinrichtungsmedikamente erst nach South Carolina verkaufen, wenn unser Landesgesetz geändert wurde, um ihre Identität vor Aktivisten gegen die Todesstrafe zu schützen…„, so Chrysti Shain, Kommunikationsdirektorin des South Department of Corrections. Ein solches „Schutzgesetz“ würde dem Staat die Möglichkeit geben, Lieferanten effektiv Anonymität zu garantieren.

Die Anwälte Moores haben beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates einen Aufschub der Hinrichtung beantragt. South Carolina versuche, die Hinrichtung unter einem „Schleier der Geheimhaltung inmitten einer globalen Pandemie“ durchzuführen.

In einer Erklärung sagen die Anwälte von Richard Moore (Lindsey Vann, Hannah Freedman und John Blume): „Das Justizministerium von South Carolina weigert sich, Informationen darüber zu veröffentlichen, wie die Hinrichtung durchgeführt werden soll – von der Art und Quelle der tödlichen Injektionspräparate bis zum Status und der Prüfung des elektrischen Stuhls -, was das Risiko einer qualvollen Hinrichtung birgt…“.
Sie erwähnten auch die Tatsache, dass andere Staaten wie z.B. Texas und Tennessee die Hinrichtungen verschoben haben, um das Risiko einzuschränken, die Krankheit Covid-19 zu verbreiten.

Mit welchen Mitteln South Caronlina am 4. Dezember Richard Moore exekutieren will ist derzeit vollkommen unklar. Sollte der Staat auf die abgelaufenen Medikamente dabei zurückgreifen ist zu befürchten, dass der Verurteilte große Schmerzen erleiden muss. Es könnte zu einer Katastrophe kommen!

Kontaktinformationen des Gouverneur Herny McMaster:

Twitter: https://twitter.com/henrymcmaster

Anschrift: 1205 Pendleton Street Columbia, SC 29201

Tel: 803/734-2100

Fax: 803/734-5167

Derzeit ist uns keine Petition für Richard Moore bekannt. Sollten wir in den nächsten Tagen eine Aktion in Erfahrung bringen, werden wir den Link an dieser Stelle veröffentlichen.
Entsprechende Hinweise über Aktionen bitte an unsere Mailadresse:
<Hier geht es zur E-Mailadresse>

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2020/11/20/us/execution-date-set-for-inmate-but-drugs-unavailable/index.html
https://deathpenaltyinfo.org/news/south-carolina-seeks-to-execute-richard-moore-december-4-but-wont-say-how

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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Orlando Hall hingerichtet

Orlando Hall

Die US-Administration hat Orlando Hall in Indiana hingerichtet. Bereits 8 Exekutionen hat die US-Regierung dieses Jahr vollzogen. Damit wurden in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Menschen durch das Justizministerium exekutiert, wie bei allen Vorgängern Donald Trumps zusammen, seit 1963.

Die Jury bestand nur aus Weißen
Orlando Hall soll im Jahr 1994 gemeinsam mit Komplizen eine junge Frau ermordet haben. Seine Verteidiger sind der Ansicht, dass Vorurteile und Rassismus, den Prozess beeinflusst hätten. Der Jury wurden keine mildernden Umstände, wie z.B. dass er in einem gewalttätigen Haushalt aufwuchs, mitgeteilt.
In einer Erklärung teilt die Verteidigung mit: „Herr Hall hat die Rolle, die er beim tragischen Tod von Lisa Rene gespielt hat, nie geleugnet. Aber die Jury, die ihn zum Tode verurteilte, kannte keine wichtigen Fakten über seinen Hintergrund und der Weg zur persönlichen Erlösung, den Herr Hall im Gefängnis eingeschlagen hat zeigt, dass er nicht zu den schlimmsten der Schlimmsten gehört…“

Law&Order-Präsident
Es ist sicher kein Wunder, dass diese Hinrichtungen durch den Bund in das Jahr der Präsidentenwahl fallen. Auch dies war wohl ein Versuch Trumps sich als Law&Order-Präsident darzustellen. Dabei ignoriert er demokratische Entscheidungen und regiert wie ein Oligarch.

Joe Biden – Hoffnung, aber auch dunkle Wolken
Es ist zu hoffen, dass der neue Präsident Biden diese Hinrichtungen beendet. Biden hat sich zwar in der Vergangenheit als Kriegstreiber erwiesen und als Senator und dann Vizepräsident militärische Interventionen vorangetrieben – denken wir nur an den Irak, Libyen und Afghanistan – und er hat die Todesstrafe früher befürwortet, sich aber mittlerweile angeblich eines besseren besonnen und gegen diese martialische Strafe entschieden, weil er die Gefahr sieht, dass Unschuldige hingerichtet werden könnten.

Ein trauriger Tag
Alles in allem wieder ein trauriger Tag in der Geschichte der USA. Einem kapitalistischen System in der imperialistischen Phase, in dem die Menschlichkeit keine große Rolle zu spielen scheint. Der Gewinnorientierung scheint alles untergeordnet zu sein. Selbst viele Gefängnisse werden privat betrieben und „eine gute Investition“ für die gierigen Anleger zu sein.
Die USA ein Staat, der Todeskandidaten jahrzehntelang in seinen Gefängnissen mit Mangelernährung, Todesandrohung, Entrechtung und Isolation foltert. dabei auch bei deren Angehörigen schweren Schaden anrichtet. Am Ende, oft nach Jahrzehnten, fesseln sie den Verurteilten an das moderne Kreuz, und vergiften ihn…
Hoffen wir, dass die USA endlich einen Weg finden ein zivilisierter Staat zu werden… Hoffnung machen uns dabei die Menschen, die in den USA nicht aufgeben gegen die Todesstrafe zu kämpfen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
*https://edition.cnn.com/2020/11/20/us/orlando-hall-executed-for-murder/index.html
*https://www.merkur.de/politik/us-wahl-2020-joe-biden-ard-monitor-trump-praesident-amtszeit-berater-ruestungsindustrie-zr-90100625.html
*https://deathpenaltynews.blogspot.com/2020/10/us-plans-to-carry-out-eighth-federal.html

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USA: 8. Bundes-Exekution am 19.11.2020

Die USA planen am 19.11.2020 den zum Tode Verurteilten Orlando Hall (49) hinzurichten. Hall wäre der 8. Mensch der in diesem Jahr durch die Bundesregierung exekutiert würde.

Es hat den Anschein, dass Donald Trump versuchte mittels „hartem Durchgreifen“ den Wahlkampf für sich zu entscheiden. Schon jetzt wurden in diesem Jahr doppelt so viele Menschen durch das Justizministerium hingerichtet, wie bei allen Vorgängern Donald Trumps zusammen, seit 1963.

Rassismus
Orlando Hall soll im Jahr 1994 gemeinsam mit Komplizen eine junge Frau ermordet haben. Die Verteidiger Halls, Marcia Widder und Robert Owen, sagen, dass Vorurteile, beruhend auf Rassismus, den Prozess beeinflusst hätten. Die Jury bestand nur aus Weißen. Auch wurden der Jury keine mildernden Umstände, wie z.B. dass er in einem gewalttätigen Haushalt aufwuchs, mitgeteilt.
In einer Erklärung teilt die Verteidigung mit: „Herr Hall hat die Rolle, die er beim tragischen Tod von Lisa Rene gespielt hat, nie geleugnet. Aber die Jury, die ihn zum Tode verurteilte, kannte keine wichtigen Fakten über seinen Hintergrund und der Weg zur persönlichen Erlösung, den Herr Hall im Gefängnis eingeschlagen hat zeigt, dass er nicht zu den schlimmsten der Schlimmsten gehört…“

Online Petitionen:

Aktuell klammert sich Donald Trump an die Macht und ignoriert den Wählerwillen. Er scheint nicht zu begreifen, dass auch seine mörderische Taktik nicht zum Wahlerfolg geführt hat. Und am 19.11. will er weiter morden lassen. Dabei erfüllt sein Regime auch den Wunsch seines Vorgängers und Friedensnobelpreisträgers Obama, der ebenfalls für die Todesstrafe auf Bundesebene ist und Mitglied der Demokraten, die wohl jetzt die Wahl gewonnen haben und den neuen Präsidenten stellen werden. Die Hoffnung ist gering, dass die Demokraten die Todesstrafe nun endlich abschaffen werden.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltynews.blogspot.com/2020/10/us-plans-to-carry-out-eighth-federal.html
https://vifreepress.com/2020/11/lisa-renes-convicted-killer-rapist-orlando-hall-loses-late-appeal-condemned-to-die-in-indiana-in-17-days/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Florida: Justiz-Irrsinn im Todestrakt

Lancelot Armstrong
(nach einem Foto gezeichnet von Urban Schärli)

Lancelot Armstrong wird seit 1991 im Todestrakt von Florida gefoltert, für ein Verbrechen, dass, wie er stets beteuert, nicht begangen hat. Er soll 1990 einen Polizisten erschossen haben. Jedoch gibt es Hinweise, die vermuten lassen, dass er nicht der Mörder ist. Jetzt soll seine Strafe neu verhandelt werden, da das Todesurteil gegen ihn aufgehoben wurde.

Mit diesem Worten begann unser Artikel im Januar 2017. Schon bald konnten wir das Urteil der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. (original Urteil des Supreme Court of Florida)

Skandal!
Bis heute, 13. Oktober 2020, ist nichts, aber auch rein gar nichts passiert! – Nach wie vor sitzt Lancelot Armstrong in der Todeszelle. 23 Stunden am Tag vollkommen isoliert. Und dies obwohl derzeit kein gültiges Urteil gegen ihn existiert!

Lancelot Armstrong hat uns in der Vergangenheit viele schlimme Vorkommnisse berichtet. Auch über Menschen, die alle Hoffnung verloren, sich aufgegeben haben und nur noch lethargisch in ihren Zellen herumhängen, die völlig am Ende sind… Es gibt auch Suizidversuche in den Todestrakten. Das ist auch kein Wunder, wenn wir bedenken, welcher Folter die Gefangenen ausgesetzt sind, allein schon die Einzelhaft mit Todesandrohung, über teils Jahrzehnte, ist grausame Folter!

Unrechtsstaat
Ein Staat, der einen Menschen in einer Einzelzelle einsperrt, ohne gültiges Urteil ist ein Unrechtsstaat. Alle die sich daran beteiligen begehen schwere Verbrechen gegen das Recht und die Menschlichkeit.

Nach wie vor wartet Lancelot Armstrong darauf den versprochenen, neuen Prozess zu bekommen. Wobei es dabei nur um die Strafe geht – nicht darum ob er schuldig ist oder unschuldig. Diesmal kann gegen ihn nur die Todesstrafe verhängt werden, wenn alle 12 Jurymitglieder dafür sind. Bei den früheren Verhandlungen waren jeweils 3 Jurymitglieder gegen die Todesstrafe, der Richter jedoch hat sich darüber hinweggesetzt und Lancelot Armstrong zum Tode verurteilt. Diese Macht der Richter in Florida wurde vom Supreme Court der USA im Fall „Hurst“ für nicht zulässig erklärt. Darum auch die Aufhebung des Todesurteils gegen Lancelot Armstrong.

Hunger im Todestrakt
Uns wurde von Insidern mitgeteilt, dass mittlerweile im Todestrakt von Florida teilweise gehungert wird. Da wegen der Covid-19 Krise die Versorgung mit Nahrungsmitteln stark eingeschränkt wurde. Und dies obwohl eine gesunde Ernährung in den Todestrakten eh kaum möglich ist. Menschen die keine finanzielle Unterstützung von Draußen erhalten, sind chronisch unterversorgt. In einem Küchenbereich soll es auch mehrere Covid-19 Fälle gegeben haben. Das Personal wiederum hält sich nur unzureichend an die Hygieneregeln. So wurde uns berichtet, dass Beamte teilweise ohne Mundschutz herumlaufen und wenig Abstand beim Kontakt mit Gefangenen halten.

Irrsinn
Um den Irrsinn, der im Todestrakt von der Gefängnisleitung durchgezogen wird, mit einem kleinen Beispiel ein Gesicht zu geben, möchten wir hier zum Abschluss über eine kleine Anekdote berichten, welche die ganze Willkür, der die Gefangenen im Todestrakt ausgesetzt sind, deutlich macht. Und dies ist wirklich! nur ein einziges Beispiel von vielen:

Stehen verboten!
Vor ein paar Tagen erhielten wir eine Nachricht, dass eine E-Mail zensiert wurde. Zunächst dachten wir, eine E-Mail an einen Gefangenen in Texas wurde zensiert, die wir ihm geschrieben hatten. Denn der Mailservice Jpay teilte uns nicht mit um welche Mail es sich handelte. Dann vermuteten wir, das unsere E-Mail an Lancelot Armstrong zensiert wurde und fragten bei ihm nach. Nach einiger Zeit antwortete er uns, dass eine E-Mail zensiert wurde, die er an uns geschickt hatte. Kritisiert wurde das von ihm an die Mail angehängte Foto. Es sei verboten Bilder zu verschicken, auf denen er stehen würde. Vielmehr müsse er sich hinsetzen, bei einem solchen Foto. Eine solche Regelung wurde ihm nie bekannt gegeben. Mal ganz davon abgesehen, dass eine solche Vorschrift sich einem intelligenten Menschen nicht erklärt. Offensichtlich regiert dort der Irrsinn auf höchster Ebene. Die Kosten für die zensierte Nachricht wurden Lancelot Armstrong „natürlich“ nicht ersetzt. Um das Ganze der verblüfften Leserschaft zu verdeutlichen, hier noch zwei Fotos, die Lancelot Armstrong uns vor einiger Zeit erfolgreich geschickt hatte, ohne jede Zensur – und zwar „Stehend“ und nicht, wie die Vorschrift angeblich lautet „Sitzend“:

Wir verneigen uns vor der hohen Intelligenz der niederen Beweggründe eines vor Dummheit strotzenden Gefängnissystems! Und rufen alle Leser dazu auf: Unterstützt Lancelot Armstrong in seinem Kampf um Gerechtigkeit und sein Leben. Wir bieten viele Möglichkeiten dazu. Vom einmaligen Spenden bis hin zu unserem Patenschafts-Program.

Zeigt mit Eurer Unterstützung den Gefängniswärtern, dass Lancelot Armstrong nicht allein ist und schreibt Protestbriefe gegen die Menschenwürdigen Umstände im Todestrakt an den Sekretär der Strafvollzugsbehörde in Florida:
Florida Department of Corrections
Mr. Mark S. Inch,
(Secretary of the F.D. of Corrections)
501 South Calhoun Street
Tallahassee, FL 32399-2500
USA

Nehmt an unserem Patenschafts-Program teil
Spendet für Lancelot Armstrong

Wir dürfen nicht schweigen, im Angesicht des Unrechts und der Unmenschlichkeit, die das Todesstrafensystem hervorruft. Wir danken allen Unterstützern!

IHfL
Peter K.

Quellen:
http://www.supremecourt.gov/opinions/15pdf/14-7505_5ie6.pdf
http://www.lancelot-armstrong.de/lancelot_armstrong_documents/Armstrong_vs_Florida_-_Supreme_Court_Florida_Jan_2017.pdf
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/02/01/lancelot-armstrong-uebermittelt-urteil/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/09/04/lancelot-armstrong-immer-noch-im-todestrakt-deutsche-uebersetzung-des-urteils-zur-aufhebung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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#singforgrace2020 – Peter K. singt & spielt für Todkrankes Mädchen „Grace Mertens“

Heute mal was anderes: Peter K. singt und spielt für Grace Mertens

Ein tapferes Mädchen liegt im Sterben… Peter (von unserer IHfL) dachte sich, er spiele auch mal für Grace, so wie es sich ihre Mutter wünscht…

Im Jahr 2017 war Grace Mertens in der Castingshow „The Voice Kids“. Grace ist schwer an Krebs erkrankt und heute 16 Jahre alt. Ihre Mutter bittet Musiker, in einer Aktion unter dem Hashtag #singforgrace2020 , für ihre Tochter zu singen und ihr damit Kraft zu geben… Ihre Mutter schreibt auf Facebook: „Ihre Zeit mit uns ist fast vorbei. Sie hat fast den ganzen Tag geschlafen und spricht kaum ein Wort mehr… Bitte schiebt es nicht auf morgen, Grace hat vielleicht nicht mehr so viel Zeit.“ – Die Mutter hofft damit die Aufmerksamkeit von #LadyGaga oder #TaylorSwift zu bekommen, damit die beiden Idole ihrer Tochter ebenfalls für sie singen um ihrer Tochter Kraft zu geben, denn sie liegt im Sterben…

#singforgrace2020 #sing4grace2020 #taylorswift #ladygaga

Ein T-Online Artikel hat uns auf diese Aktion aufmerksam gemacht:
https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_88692330/-the-voice-kids-maedchen-liegt-im-sterben-mutter-bittet-um-hilfe.html

Grace Mertens Facebook Account:
https://www.facebook.com/grace.mertens03

Grace Mertens Instagram Account:
https://www.instagram.com/grace.mertens/?hl=de

IHfL
Kai Friedrich

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USA haben William LeCroy und Christopher Vialva hingerichtet

Die USA haben innerhalb von zwei Tagen Exekutionen durchgeführt. Sie ermordeten am 22.09.2020 William LeCroy (50) und am 24.09.2020 Christopher Vialva (40), mittels tödlicher Injektion. Damit wurden dieses Jahr insgesamt 7 Menschen durch die Regierung der USA hingerichtet, nach 17 Jahren ohne Exekutionen durch die Bundesregierung.

Am 22.09.2020 wurde William LeCroy, mit dreistündiger Verspätung, hingerichtet. Zuvor hatte das Oberste Gericht der USA den Antrag seiner Verteidigung für einen Aufschub abgelehnt. William LeCroy war zum Tode verurteilt worden, weil er im Jahr 2001 eine Frau ermordete. Er war davon überzeugt, dass sie ihn verhext habe. LeCroy sagte, dass er vor dem Mord tagelang darüber grübelte, ob sein Opfer „Tinkerbell“ sei und dass, wenn er sie angreifen würde, damit ein Fluch aufgehoben werden würde, den sie auf ihn gelegt habe. Nachdem er sie getötet hatte, ging er zu dem Computer der Frau, um nach Büchern über Hexerei zu suchen, heißt es in den Akten. Unserer Ansicht nach wohl eher ein Fall für die Psychiatrie und nicht für ein Todesurteil!

Christopher Vialva wurde am 24.09.2020 wegen zweifachen Mordes hingerichtet. In einer Erklärung die seine Anwälte per Video verbreiteten sagte Vialva am Donnerstag: „Ich habe ein schweres Unrecht begangen, als ich ein verlorenes Kind war und zwei kostbare Leben aus dieser Welt genommen habe. Jeden Tag wünsche ich mir, ich könnte dieses Unrecht wieder gutmachen.“
Kurz vor dem Vollzug bat Vialva Gott, die Opferangehörigen zu trösten, indem er sagte: „Vater… heile ihre Herzen mit Gnade und Liebe“.
Seine letzten Worte waren: „Ich bin bereit, Vater.“

In den vergangenen 56 Jahren haben die US-Bundesbehörden lediglich 3 Menschen exekutiert. Und nun in diesem Jahr bereits 7 Menschen! Offensichtlich fordert der Wahlkampf in den USA immer mehr Opfer. Wir können uns des Eindrucks nicht verwehren, dass die eilig angesetzten und vollzogenen Hinrichtungen „Wahlgeschenke“ für die konservative Wählerschaft sind. Das Regime Trump scheint über Leichen zu gehen, im wahrsten Sinne des Wortes… – Sogar mit Hilfe der Justiz…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.post-gazette.com/news/nation/2020/09/22/US-government-executes-killer-obsessed-with-witchcraft/stories/202009220158
https://www.post-gazette.com/news/nation/2020/09/24/Christopher-Vialva-execution-federal-prison-Terre-Haute-Indiana-Todd-and-Stacie-Bagley-murder-Trump-administration/stories/202009240186

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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USA: 2 Staatliche Exekutionen im September

Die USA beabsichtigen in diesem Monat zwei Hinrichtungen durchzuführen. Es handelt sich dabei um William LeCroy, am 22.09.2020 und um Christopher Vialva, am 24.09.2020.

In den USA wurden Bundeshinrichtungen seit 17 Jahren nicht mehr vollzogen. Jedoch in diesem Jahr, in dem die Präsidentenwahl stattfindet, sind bereits 5 Menschen durch den Bund exekutiert worden. Das Regime Trump scheint damit seinen Wahlkampf unterstützen zu wollen… Insofern sind die hastig angesetzten Hinrichtungen vielleicht der blutige Versuch wieder Präsident zu werden.

Die Regierung der USA hat in diesem Jahr bereits folgende Menschen hingerichtet:

Online-Petitionen

Wir können uns des Eindrucks nicht verwehren, dass der Präsident der USA mit diesen Exekutionen seine Wähler beeindrucken will. Ja, sich klar als „Law & Order“-Präsident positionieren will. Dafür diese tödliche Justiz zu missbrauchen bestätigt den Eindruck, den wir von Donald Trump haben, jedoch wird dabei gerne vergessen, dass der Demokrat Obama zu seiner Zeit ebenfalls ein Befürworter der Bundestodesstrafe war. Präsident Obama wurde damals, auch in Europa, gefeiert. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht mit ihm im „Yes We Can“ – Strudel unterzugehen, sondern sich deutlicher mit ihm und seinen menschenverachtenden Ansichten auseinanderzusetzen, die sogar dazu führten, dass er live dabei war, mittels Videoschalte, wenn Drohnen Menschen töteten. Vielleicht hätte die schreckliche Situation heute verhindert werden können…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.justice.gov/opa/pr/executions-scheduled-two-federal-inmates
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2014/05/04/obama-will-weiter-toten-lassen/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/08/22/usa-hinrichtung-am-28-08-durch-den-bund/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/08/27/usa-herrenmenschen-ermorden-indianer/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/18/dritte-hinrichtung-durch-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/17/zweite-unrechtmaessige-hinrichtung-durch-die-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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USA: „Herrenmenschen“ ermorden Indianer

Gegen den erklärten Willen der Nation der Navajo haben die USA Lezmond Mitchell (38) am Mittwochabend hingerichtet. Bereits im Juli diesen Jahres hat der Bund der USA Daniel LeeWesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken exekutiert und damit das seit 2003 bestehende Moratorium beendet.

Der Präsident der Navajo-Nation, Jonathan Nez,  hatte bei dem Präsidenten der USA Donald Trump für Lezmond Mitchell Gnade gefordert. Da das Volk der Navajo die Todesstrafe ablehnt. „Die Navajo Nation fordert respektvoll eine Umwandlung der Todesstrafe und die Verhängung einer lebenslangen Haftstrafe für Mr. Mitchell“, heißt es in einem Schreiben von Jonathan Nez an Trump.

Viele Stämme der nativen Amerikaner schlossen sich der Forderung der Navajo an. Auch die Opferfamilie war gegen diese Hinrichtung und forderte lebenslange Haft für den Täter.

Der Hintergrund dieser Forderung ist ganz klar. Denn Mitchell wurde wegen Mordes an zwei Navajo – einer Frau und ihrer Enkelin – im Jahr 2001 auf Reservatsland zum Tode verurteilt. Da nach dem Bundesgesetz die US-Regierung für Mord, der auf Stammesland begangen wurde, nur die Todesstrafe verhängen darf, wenn der betreffende Stamm zustimmt, handelt es sich bei der Todesstrafe gegen Lezmond Mitchell eigentlich um einen klaren Rechtsverstoß. Darum beantrage ursprünglich die Staatsanwaltschaft von Arizona auch nicht die Todesstrafe für Mitchell. Doch der damalige Generalstaatsanwalt John Ashcroft übte Druck aus, um die Todesstrafe in dem Fall durchzusetzen.

Laut der Verteidiger Jonathan Aminoff und Celeste Bacchi, hat die Bundesregierung ein „Schlupfloch“ genutzt um dennoch die Todesstrafe verhängen zu können, indem sie den Täter eines geringeren Verbrechens angeklagt haben. Anstatt Mord, klagten sie ihn wegen Autodiebstahl mit Todesfolge an. So konnten sie das Todesurteil durchsetzen ohne die Zustimmung der Navajo-Nation zu benötigen.

Die USA sind durch die massenhafte Vernichtung der Urbevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen entstanden. Viele bezeichnen diese historische Schuld als Völkermord. Teils wurde für tote Indianer Kopfgeld gezahlt. Sie haben den Stämmen ihr Land geraubt und viele von ihnen ermordet. Es ist das Werk dieser „Herrenmenschen“, die sich über den Willen, die Traditionen und die Rechte der Indianer hinwegsetzen. Die USA sind nach wie vor ein mit Rassismus verseuchtes Territorium. Gestützt von einem Kapitalismus anbetenden Regime, dem das Blut auf seiner Fahne vollkommen egal zu sein scheint. Die Exekution von Lezmond Mitchell ist ein deutliches Zeichen der Verachtung gegenüber allen nativen Amerikanern…

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-richten-ureinwohner-vom-stamm-der-navajo-hin-a-6b2a227a-c50f-452d-aebd-48c8c7a5358a
https://www.upi.com/Top_News/US/2020/08/12/Navajo-Nation-president-seeks-clemency-for-death-row-inmate/7911597255055/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Mitchell-Notice-of-Execution-2020-07-29.pdf

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USA: Hinrichtung am 28.08. durch den Bund

Keith Dwayne Nelson

Update 29.08.2020:
Keith Dwayne Nelson wurde hingerichtet. Es war die fünfte Exekution durch den Bund in diesem Jahr.

Quelle:https://edition.cnn.com/2020/08/28/politics/keith-dwayne-nelson-executed/index.html

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Die US-Bundesregierung beabsichtigt am 28.08.2020 erneut einen Gefangenen hinzurichten. Dabei handelt es sich um Keith Dwayne Nelson (46), der wegen Ermordung eines Kindes zum Tode verurteilt wurde.

Im Jahr 1999 soll Nelson die 10-jährige Pamela Butler entführt haben. Nach einigen Tagen wurde das Mädchen tot aufgefunden. In einer breit angelegten Fahndung wurde Nelsons DNA mit dem Tatort in Verbindung gebracht. 2001 wurde er verhaftet. Am 25. Oktober 2001 bekannte sich Nelson für schuldig und wurde zum Tode verurteilt.

Nelsons Anwalt, Dale Baich, teilte mit: „Keith Nelson wurde nach einem Prozess zum Tode verurteilt, der von einem ineffektiven Anwalt geplagt war, der entscheidende Fehler beging und es versäumte, auch nur die grundlegendste Untersuchung durchzuführen. Aufgrund der unzulänglichen Leistung seines Anwalts hat die Jury nie Schlüsselbeweise über das bedeutende Trauma und die extreme Vernachlässigung gehört, die Herr Nelson als Kind erfahren hat…“ Weiter führte sein Verteidiger aus, dass sein Mandant in der Kindheit schwerst misshandelt sowie extrem vernachlässigt wurde und erhebliche Hirnschäden erlitt. Das Urteil gegen ihn sei das Ergebnis eines Verfahrens, dass ihm den ihm zustehenden verfassungsgemäß zustehenden Schutz verweigerte.

US-Generalstaatsanwalt William P. Barr hatte in einer Pressemitteilung vom 15. Juni gesagt: Das amerikanische Volk hat durch den Kongress und die Präsidenten beider politischer Parteien seit langem angeordnet, dass Angeklagte, die für die abscheulichsten Verbrechen verurteilt wurden, mit dem Tode bestraft werden sollten. Wir sind es den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen und den zurückgelassenen Familien schuldig, das von unserem Justizsystem verhängte Urteil zu vollstrecken“.

Da täuscht sich der US-Generalstaatsanwalt aber gewaltig! – Denn es gibt eine starke Anti-Todesstrafenbewegung in den USA und immer wieder haben sich Opfer-Familien gegen Hinrichtungen ausgesprochen. Dennoch wurden viele Menschen, gegen den erklärten Willen der Opfer-Angehörigen, hingerichtet. Dies zeigt deutlich, dass eine Exekution eher eine politische Entscheidung ist, so wie es derzeit wieder der Fall zu sein scheint, denn der US-Präsident versucht alles um die bevorstehende Wahl zu gewinnen…

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://catholicsmobilizing.org/event/keith-dwayne-nelson
https://meaww.com/lawyer-keith-dwayne-nelson-executed-aug-28-rape-murder-girl-suffered-brain-damage-sexually-abused

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Hinrichtung: US-Bundesregierung missachtet Recht der Navajos

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Lezmond Mitchell

Am 26. August 2020 will die Trump-Administration den Gefangenen Lezmond Mitchell exekutieren. Dabei missachtet sie offensichtlich das Stammesrecht der Navajo. Bereits im Juli diesen Jahres hat der Bund der USA Daniel Lee, Wesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken hingerichtet und damit das seit 2003 bestehende Moratorium beendet.

Der Präsident der Navajo-Nation, Jonathan Nez,  hat bei dem Präsidenten der USA Donald Trump für Lezmond Mitchell Gnade gefordert. Da das Volk der Navajo die Todesstrafe ablehnt.Die Navajo Nation fordert respektvoll eine Umwandlung der Todesstrafe und die Verhängung einer lebenslangen Haftstrafe für Mr. Mitchell“, heißt es in einem Schreiben von Jonathan Nez an Trump.

„Dieser Antrag ehrt unsere religiösen und traditionellen Überzeugungen, die seit langem vertretene Haltung der Navajo Nation zur Todesstrafe für Indianer und unseren Respekt für die Entscheidung der Familie des Opfers … Wir müssen uns mit dieser Frage befassen, um im Vertrauen auf unsere Partner auf Bundesebene vorwärts zu kommen und weiterhin an der Bedeutung des Schutzes unseres Volkes zu arbeiten.“, so der Präsident der Navajo.

Der Hintergrund dieser Forderung ist ganz klar. Denn Mitchell wurde wegen Mordes an zwei Navajo – einer Frau und ihrer Enkelin – im Jahr 2001 auf Reservatsland zum Tode verurteilt. Da nach dem Bundesgesetz die US-Regierung für Mord, der auf Stammesland begangen wurde, nur die Todesstrafe verhängen darf, wenn der betreffende Stamm zustimmt, handelt es sich bei der Todesstrafe gegen Lezmond Mitchell eigentlich um einen klaren Rechtsverstoß. Darum beantrage ursprünglich die Staatsanwaltschaft von Arizona auch nicht die Todesstrafe für Mitchell. Doch der damalige Generalstaatsanwalt John Ashcroft übte Druck aus, um die Todesstrafe in dem Fall durchzusetzen.

Laut der Verteidiger Jonathan Aminoff und Celeste Bacchi, hat die Bundesregierung ein „Schlupfloch“ genutzt um dennoch die Todesstrafe verhängen zu können, indem sie den Täter eines geringeren Verbrechens angeklagt haben. Anstatt Mord, klagten sie ihn wegen Autodiebstahl mit Todesfolge an. So konnten sie das Todesurteil durchsetzen ohne die Zustimmung der Navajo-Nation zu benötigen.

Auch wirft das Verteidigerteam der US-Regierung schwere Verletzungen der Rechte ihres Mandanten vor. Er soll 25 Jahre lang inhaftiert worden sein, ohne ihm einen Anwalt zur Verfügung zu stellen, bei den Befragungen. Auch sollen sie die Navajos daran gehindert haben in seiner Jury zu sitzen.

Ein unglaublicher Vorgang, den sich das Regime von Donald Trump erlaubt. Sie wollen das Recht der Ureinwohner der USA brechen, um wieder morden zu können. Das hat eine lange Tradition. Die USA sind durch die massenhafte Vernichtung der Urbevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen entstanden. Viele bezeichnen diese historische Schuld als Völkermord. Teils wurde für tote Indianer Kopfgeld gezahlt. Sie haben den Stämmen ihr Land geraubt und viele von ihnen ermordet. Bis heute, wie man an diesem Fall wieder sieht, wird das Recht der Stämme missachtet und mit Tricks umgangen.

Der Machthaber Donald Trump klammert sich an seinen Posten mit Hilfe von Bundesexekutionen, deren Ziel augenscheinlich wohl ein besseres Wahlergebnis zu sein scheint, da er sich als selbst erklärter Law- and Order-Präsident,  für sein blutiges „Durchgreifen“, mehr Wählerstimmen zu versprechen scheint…

Folgende Petitionen sprechen sich gegen die Hinrichtung aus.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.upi.com/Top_News/US/2020/08/12/Navajo-Nation-president-seeks-clemency-for-death-row-inmate/7911597255055/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Mitchell-Notice-of-Execution-2020-07-29.pdf

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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