Rassismus: Hinrichtung in Georgia

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Keith Leroy Tharpe

Eines der Jurymitglieder, das über Leben und Tod von Keith Leroy Tharpe (59) mitbestimmte fragt: Haben Menschen mit dunkler Hautfarbe eine Seele?.  Keith Leroy Tharpe wird der Mord an einer Frau im Jahr 1990 in Jackson County vorgeworfen und hat dafür die Todesstrafe im Jahr 1991 erhalten. Seine Hinrichtung ist für den 26. September 2017 geplant.

Bei dem zum Tode Verurteilten handelt es sich um einen „geistig Behinderten, der eigentlich aufgrund seiner Behinderung nicht exekutiert werden dürfte, laut der Verfassung der USA. Jedoch legt der US-Bundesstaat Georgia die Messleiste für geistige Behinderung so restriktiv an, dass kaum jemand unter das Gebot der Verfassung fällt.

Tharpe erlebt nun seit 26 Jahren die Todestraktfolter, immer seine mögliche Exekution vor Augen. Es stellt sich unmittelbar die Frage nach dem Sinn einer solchen jahrzehntelangen Tortur eines Menschen. Das Argument der Abschreckung ist längst widerlegt. Was bleibt ist ein grausames Ritual mit dem Ziel einem Menschen das Menschsein abzusprechen und ihn einem Tier gleich töten… Wahrscheinlich braucht der „anständige“ Mensch diese Menschenopfer, um sich seine „Reinheit“ immer wieder aufs neue zu bestätigen. Das schmutzige Geschäft des Henkers als Waschmittel einer verkommenen Gesellschaft, die ihre Verbrechen an der Natur und der Menschheit versucht zu verbergen, auch indem sie mit dem Finger auf „DEN DA“ zeigt – ja, ihn tötet…

Gnadengesuche können an das Georgia Board of Pardons and Paroles gerichtet werden:
Über Mail unter: clemency_info@pap.state.ga.us
Über Twitter: http://twitter.com/GA_ParoleBoard

Sowie an den Gouverneur von Georgia über Twitter:
https://twitter.com/GovernorDeal

IHfL
Peter K.

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Gary Otte: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“

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Gary Otte

Unmittelbar vor seiner Ermordung am Mittwoch in Ohio erklärte Gary Otte seine Liebe zu seiner Familie. Dann sang er christliche Verse und sagte: „Gott ist allzeit gut“„Es tut mir leid“, „Ich möchte Gott begegnen“ und „Herr, ich möchte dir dienen“ – Gegen 10:39 Uhr hörte er auf zu singen. Seine letzten Worte waren: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Amen“ – Es waren die Worte Jesus Christus, als er am Kreuz hingerichtet wurde. Auch die Todesliege, auf der Gary Otte gefesselt und getötet wurde, gleicht einem Kreuz…

Gary Otte (45) wurde für die Morde an Robert Wasilkowski und Sharon Kostura im Jahr 1992 zum Tode verurteilt. Alle Versuche seiner Verteidigung die Hinrichtung zu verhindern scheiterten.

Bei dieser Hinrichtung wurde wieder das umstrittene Midazolam als erstes von drei Mitteln eingesetzt. Midazolam wird eigentlich zur Beruhigung von Patienten genutzt, um ihnen die Angst vor Operationen zu nehmen und dennoch die Patienten ansprechbar zu halten. Erst später wird eine entsprechende andere Droge gegeben, um die Patienten richtig zu betäuben. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Midazolam das Opfer nicht richtig betäubt und das Mittel keinerlei schmerzstillende Wirkung hat. Und dies, wo es eine unumstößliche Tatsache ist, dass zumindest das dritte Mittel (oft Kaliumchlorid), welches das Herz anhalten soll, bei einer Hinrichtung extremste Schmerzen verursacht! Der Verurteilte kann sich dann aber meist nicht mehr bemerkbar machen, da seine Muskeln vom zweiten Mittel (z.B. Panconiumbromid) vollkommen gelähmt sind. Es wird mit den verschiedensten Kombinationen experimentiert. Menschenexperimente!
Siehe auch:

Die Hinrichtung Ottes sollte bereits am 15. März 2017 stattfinden, wurde jedoch von einem Richter untersagt, weil er die verwendeten Medikamente für unzulässig erklärte für Exekutionen. Auch am 13. Juni 2017, sowie am 26. Juli 2017 wurde die Hinrichtung gestoppt. Für den durch den Staat Ermordeten war sicher dies allein schon eine Qual, denn jeder Hinrichtungstermin ist für den Gefangenen eine furchtbare Situation, je näher der Termin kommt.

Die Todesstrafe ist ein von den niedersten Instinkten gesteuertes Bedürfnis und dies zeigt sich im Besonderen auch darin, dass viele Gefangene jahrzehntelang im Todestrakt auf ihre Hinrichtung warten müssen. Gary Otte hat sein Verbrechen mit 20 Jahren begangen, dafür wurde er 25 Jahre mit dem Todestrakt gefoltert und zum Schluss durch den US-Bundesstaat Ohio ermordet.

IHfL
Peter K.

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Gemälde aus dem Todestrakt

Diese und viele andere Gemälde von Lancelot Armstrong auf:

https://armstrongkunst.wordpress.com

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Diese und viele andere Gemälde von Lancelot Armstrong auf:

https://armstrongkunst.wordpress.com

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Ohio: Hinrichtung am Mittwoch geplant

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Gary Otte

Gary Otte (45) wurde für die Morde an Robert Wasilkowski und Sharon Kostura im Jahr 1992 zum Tode verurteilt. Er soll am 13.09.2017 durch den US-Bundesstaat Ohio hingerichtet werden.

Gary Otte hatte eine schwierige Kindheit und wurde depressiv. Dadurch geriet er früh an Drogen. Er konsumierte als Erwachsener viel Alkohol, Cannabis und Kokain. (siehe auch hier)

Die Anwälte Ottes versuchen derzeit die Exekution zu verhindern. Sie vertreten die Ansicht, dass er die Todesstrafe nicht hätte bekommen dürfen, weil er zum Zeitpunkt der Verbrechen noch nicht 21 Jahre alt war. Auch sind sie der Auffassung, dass die Todesstrafe verfassungswidrig ist und besonders das derzeitige Protokoll der tödlichen Injektion in Ohio gegen die Verfassung verstoße. Der Gouverneur John Kasich hat mittlerweile einen Antrag auf  Hinrichtungsaufschub abgelehnt.

Versuche die Hinrichtung zu stoppen, da der Einsatz der umstrittenen Drogen zu extremen Schmerzen führen kann, wurden durch den Richter Michael Merz zurückgewiesen. Er meinte, dass er nicht sehen könne, dass die Drogen nicht genügend Betäuben würden, bzw. zu quälenden Schmerzen führten. Eine Behauptung die Aufgrund der schrecklichen Vorkommnisse im Jahr 2009 wohl kaum aufrechtzuhalten ist.
Siehe auch: USA foltern Dennis McGuire zu Tode

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Gary Otte. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat er einen katholischen Glaubensbezug:
http://org2.salsalabs.com/o/6279/p/dia/action4/common/public/index.sjs?action_KEY=25257

Aktion von Amnesty International für Gary Otte:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-ohio

Gouverneur John Kasich kann jetzt noch über Twitter erreicht werden:
https://twitter.com/JohnKasich

IHfL
Peter K.

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Lancelot Armstrong immer noch im Todestrakt. Deutsche Übersetzung des Urteils zur Aufhebung.

Für jeden einsehbar: Original Aussage der einzigen Augenzeugin in Deutscher Sprache, die Lancelot Armstrong entlastet. Belastende Aussage der Freundin des wohl eigentlichen Täters.

Der Supreme Court of Florida hebt das Todesurteil gegen Lancelot Armstrong, vor über einem halben Jahr, auf und verweist seinen Fall zurück, für ein neues Strafzumessungsverfahren. Dennoch ist er immer noch im Todestrakt von Florida untergebracht – ganz ohne Todesurteil – Logik eines Unrechtsstaates. Jetzt veröffentlichen wir eine Deutsche Übersetzung des Urteils des Supreme Court of Florida.

Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei der lieben Frau bedanken, die sich die Arbeit gemacht hat, das Urteil für uns zu übersetzen. Eine solche Übersetzung ist immer eine Annäherung an das Englische Original, da die juristische Sprache ziemlich schwierig zu übersetzen ist. Insofern bitten wir hier keine 100%ige Übersetzung zu erwarten.

Mit Klick auf der folgende Bild geht es zur PDF mit dem Original-Urteil:

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Im Folgenden also das Urteil in Deutsch:


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Leider bedeutet die Aufhebung des Todesurteils gegen Lancelot Armstrong nicht, lancelot_armstrong2014bdass er ein neues Verfahren zur Überprüfung seiner Schuld bekommt. Lancelot besteht ja auf seiner Unschuld und bestreitet im Jahr 1990 einen Polizisten erschossen zu haben. Er erhält also kein vollkommen neues Verfahren, sondern nur ein neues Strafzumessungsverfahren, aber zumindest ist jetzt bekannt geworden, dass das Oberste Gericht darauf besteht, dass diesmal nur eine Einstimmige (12/0) Entscheidung der Jury noch einmal zu einem Todesurteil führen darf. Dabei müsste die Jury jedoch auch noch tiefgreifend erläutern können, warum sie der Meinung ist, die Gründe für ein Todesurteil würden schwerer wiegen, als die Gründe ihn zu verschonen. (Quelle)


Im Folgenden dokumentieren wir an dieser Stelle eine Aussage von Kay Allen, der einzigen Augenzeugin des Lancelot Armstrong vorgeworfenen Verbrechens:

Auszüge aus dem Gespräch zwischen

 Privatdetektiv Jody R. Stacy

und

Kenderal (Kay) Allen 

Stacy: Mein Name ist Jody R. Stacy, Privatdetektiv für Winstar Investigations. Heute ist der 21. Oktober… Ich befinde mich in der Wohnung von Kay Allen…

Stacy: Können sie detailliert beschreiben was sich in der Nacht des 17. Februars zugetragen hat, einschließlich allen Reaktionen von ihnen selbst. Erzählen sie mir was Lance (Lancelot Armstrong) für ein Mensch ist und alles was sie über ihn erzählen können und in welcher Beziehung sie zu Coleman standen und was passiert ist.

Allen: Ich habe Coleman nie zuvor gesehen… Ich kannte Lancelot schon eine Weile. Ich weiß nicht mehr genau wie lange ich ihn schon kannte, er war ein Geschäftsmann, er machte eine Menge Gelegenheits- und Nebenjobs…

Stacy: Können sie mir genau berichten was in der Nacht geschah, als er zum Church’s Chicken kam?

Allen: In dieser Nacht kam er zu meiner Arbeitsstelle, überraschend hatte ich ihn gefragt ob er mich fahren kann, er kam mit einem anderen Mann bevor ich das Restaurant komplett geschlossen hatte.
Ich ließ den anderen Mann, es war Coleman, im Speisesaal und ging nach draußen, setzte mich ins Auto und sprach mit Lance…

Stacy: Worüber sprachen sie mit Lance ?

Allen: Über die Vaterschaft bei den Zwillingen… Wir sprachen über die Verschiedensten Dinge, hauptsächlich über die Kinder… und er bat mich, für ihn etwas zu tun, das seine Meinung ändern würde…

Stacy: Er forderte sie auf ?

Allen: Er bat mich ins Restaurant zu gehen, als wenn nichts besonderes wäre, das Geld zu nehmen und es nach draußen zu bringen. Ich sagte nein und ich würde nicht alles gefährden für ein paar Cent, für das wenige Geld das wir in der Kasse hatten. Er änderte seine Meinung dann wirklich schnell.

Stacy: Sie erklärten ihm, dass es das nicht wert sei, sie sprachen also nur darüber.

Allen: Nichts, für nichts lohnt es sich das eigene Leben zu riskieren.

Stacy: Und er war der gleichen Meinung ?

Allan: Ja… – Coleman kam aus dem Restaurant und ich erklärte ihm, das ich mit so was nichts zu tun haben will. Herr Coleman fasste eine Waffe von seinem Bund, sagte ihm er solle warten oder verschwinden oder was auch immer und sagte „Bitch“ zu mir.

Stacy: Als also Lance zu Coleman sagte, das wir das lieber lassen mit dem Raub. Gehen wir zurück zum Auto… Was sagte Lance, als er die Waffe auf ihn richtete ?

Allan: Bitte nicht auf mich schießen

Stacy: Nicht auf sie schießen

Allan: Nicht auf mich schießen, verstehen sie, als ich Coleman in die Augen sah, war mir klar, dass es für ihn kein Zurück mehr gab.

Stacy: Wie schaute er…

Allan: Er hatte einen sehr aggressiven Gesichtsausdruck, er schaute aus wie als wenn es nicht möglich war ihn zu überzeugen… es war nicht möglich seine Meinung zu ändern.

Stacy: Meinen sie er könnte unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gestanden haben oder…

Allan: Coleman sah so aus als wenn er unter dem Einfluss von irgend so etwas stand… …er forderte mich auf den Safe zu öffnen, ich glaubte ich müsste diese Nacht sterben.
Als er das Geld hatte, verlangte er von mir, aus dem Büro zu gehen und mich auf den Boden zu legen… Ich denke Coleman war in dieser Nacht bereit jedermann zu töten, absolut jeden…
Dann forderte er mich auf aufzustehen, also ging ich vor ihm her mit erhobenen Händen… Coleman gab einen Schuß ab, der mit dem Geräusch einer Pfeife an meinen Kopf vorbeiflog.

Stacy: Polizist Sallustio ging in eure Richtung.

Allan: Er ging in Richtung des Fensters.

Stacy: Und dann nahm Coleman die Waffe und feuerte ?

Allan: Er hatte sie die ganze Zeit in der Hand, er hatte die Waffe nicht einmal weggesteckt… Ich fing an zu schreien und versteckte mich unter dem Tisch… ich hörte Schüsse die von draußen reinkamen und Schüsse die nach draußen gingen…

Stacy: Haben sie während dieser Geschehnisse gesehen das Lance einen Schuß abgab ?

Allan: Nein, ich habe ihn nicht schießen gesehen, er trug eine Waffe nur zu seinem Schutz… Ich habe nicht gesehen das er geschossen hat, aber er hatte eine Waffe unter seinem Sitz.

Stacy: Wie lange dauerte die Schießerei ?

Allan: Es dürften so 5 – 10 Minuten gewesen sein…

Stacy: …Okay, sie meinen also definitiv das Coleman der Aggressor war bei diesem Zwischenfall.

Allan: Ich weiß, dass der Aggressor Coleman war…

Stacy: …können sie beschreiben was Herr Armstrong für einen Charakter hatte…

Allan: In den meisten Fällen war er bescheiden, großzügig, er hatte halt nur Kontakt mit den falschen Leuten, ich weiß nicht, einmal war er eifersüchtig… Ich mag es überrascht zu werden, aber das er diesen Rückzieher gemacht hat, das hat mich bei ihm nicht überrascht.

Stacy: Insofern war es typisch für seinen Charakter, das er die ganze Sache stoppen wollte ?

Allan: Ja

Stacy: Können sie etwas dazu sagen, was sie in der Vergangenheit vor Gericht aussagten…

Allan: Ich ging in Broward County durch die Hölle. Da sie meinten ich würde ihnen den Fall versauen, zeigten sie mir Bilder von Greeny im Leichenhaus. Bilder die ich bis heute noch vor mir sehe.

Stacy: Als sie sagten, sie versauten den ganzen Fall, was meinten sie damit ?

Allan: Wenn ich sagte, das Lance keinen Schuß abgegeben hat, dann sagten sie, es würde nicht stimmen was ich sage… wie hätte es sonst passieren können. Was ich glauben würde wie es hätte sonst passieren können usw… Und das während sie mir die Bilder von Greeny in der Leichenhalle zeigten… Wenn ich durch Broward gehe, dann sehr schnell, denn diese Bilder werden mich bis zu meinem Tod verfolgen.
…Nichts schien sie umzustimmen, dieser Kerl hat das nicht getan, aber dieser Kerl hat es getan, das war die Grundlage dessen was ich zu sagen hatte, ich will damit sagen, sie wollten einfach nichts anderes hören. Und sie wollten hören, das er es getan hat und das war es was sie wollten… Sie wollten einen Schuldigen für den Tod ihres Kollegens, das hatte ich verstanden und ich würde mit dem Blut dieses Kerls auf mir leben müssen bis ich sterbe…

Stacy: …sie sagten die Broward County Sherrif’s setzten sie massiv unter Druck, wenn sie ihnen sagten, dass Coleman der Aggressor war, was waren ihre Reaktionen.

Allan: Das wollten sie einfach nicht von mir hören, das war ihre Reaktion… es war so wie, als wollten sie einfach nicht, das er es gewesen ist, sie wollten alle Schuld auf Lance abladen…

Stacy: Nun erheben sie Meineidanklage gegen sie ?

Allan: Ich widerrief alles, das ich ausgesagt hatte, ich widerrief es. Ich erkannte, dass ich ihre Sau war, unabhängig davon wie ich damit klar käme, für den Rest meines Lebens, mit all dieser Schuld, in diesem Prozess andere Leben zu zerstören, ich konnte das einfach nicht weiter mitmachen, ich konnte einfach nicht weiter tun was sie verlangten.

Stacy: Und was verlangten sie ?

Allan: …das einzige was sie verlangten war, das ich sagte, dass Lance der Aggressor war…

Stacy: Und ich schätze, ihre Aussage endete damit, das zu sagen und dann kamen sie ins Gericht und sagten, das dies nicht die Wahrheit war, weil sie Angst hatten vor den Broward County Sherrif’s…

Allan: Das habe ich immer noch, das habe ich immer noch. Wie ich vorher gesagt habe, ich fahre nur noch sehr selten durch Broward… sie machten mein Leben zu eine lebendigen Hölle. Niemand kümmerte sich mehr um mich und niemand wollte mit mir noch was zu tun haben. Das einzige was sie brauchten war jemand der für den Tod von Greeny bezahlen muss und sie benutzten mich dafür…

Stacy: Ist da irgendetwas das sie über Lance sagen wollen, im Angesicht seiner Verurteilung… ?

Allan: Ich meine, dass er die Todesstrafe nicht verdient hat.

Stacy: Denken sie er hat in dieser Nacht einen Polizisten erschossen ?

Allan: Ich weiß das er es nicht getan hat, er hat eine Waffe immer nur zu seiner Sicherheit getragen… Wie ich gesagt habe, Lance war einfach am falschen Ort mit der falschen Person in dieser Nacht.

Stacy: Es liefen seine Geschäfte recht gut und er konnte für sich selbst sorgen ?

Allan: So habe ich es gesehen, ich habe nie gesehen das es ihm (Lancelot) schlecht ging. Nie… Er sorgte für seine Familie, tat verschiedene Dinge für mich…

Stacy: Ich danke ihnen, für ihre Aussage…

 (Übersetzung aus dem Englischen: Peter Koch)

Den vollständigen Text des englischen Originals bitte hier als PDF laden:
kay_allen_aussage_lancelot_armstrong.pdf


Dazu dann folgende Meldung aus der Sun-Sentinel:

Dort berichtet die Freundin Colemans darüber, dass Coleman klar und deutlich sagt, er selbst habe die beiden Polizisten erschossen. (Zu diesem Zeitpunkt ging er wohl davon aus, dass beide Polizisten gestorben sind.) Hier nun der original Wortlaut:

Originaltext aus dem Artikel von 1990: „Sometime around 8 a.m., Coleman and Armstrong appeared at Coleman`s girlfriend`s apartment. Laing said they came in and Coleman said he had to leave, „he had to go because he did something wrong. … He killed two cops.„“

Dieser Artikel ist über folgende Links erreichbar:
Seite 1: http://articles.sun-sentinel.com/1990-04-30/news/9001050759_1_armstrong-show-broward-county-gunfire

Auf Seite 2 ist das Zitat zu finden, das Lancelot klar entlastet:
Seite 2: http://articles.sun-sentinel.com/1990-04-30/news/9001050759_1_armstrong-show-broward-county-gunfire/2

Wir möchten an dieser Stelle nicht vorenthalten, dass in dem Artikel ein Drogenhändler behauptet, Lancelot Armstrong hätte gesagt, es wäre auf ihn geschossen worden und dann hätte er auch geschossen. Im Anbetracht der Aussage von Kay Allen und der Freundin Colemans, ist dies jedoch ziemlich unwahrscheinlich. Lancelot Armstrong selbst bestreitet von Anfang an, geschossen zu haben.


Wichtig ist zu wissen, dass mit Coleman ein Deal gemacht wurde. Ihm wurde angeboten, er bekomme keine Todesstrafe, wenn er gegen Lancelot Armstrong aussagt. Und genau das hat er dann auch getan! – Coleman wurde daraufhin nicht zum Tode verurteilt und Lancelot Armstrong bekam die Todesstrafe.

Wir bedanken uns bei allen, die Lancelot unterstützen, denn ohne sie hätte er es vielleicht nicht bis hierher geschafft. Dem schließt sich auch Lancelots Mutter an, mit der wir in Kontakt stehen. Eure Unterstützung gibt Lancelot die Kraft weiterzukämpfen, für die Anerkennung seiner Unschuld und gegen die Todesstrafe. Dabei gebt ihr ihm auch die Kraft und die Möglichkeit weiterhin andere Gefangene zu unterstützen.

Wer Lancelot Armstrong helfen möchte finden auf der Webseite www.lancelot-armstrong.de viele Möglichkeiten dazu.

IHfL
Peter Koch

 

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Texas will Juan Castillo hinrichten

Juan Castillo

Juan Castillo

Update: Die für den 7. September geplante Exekution von Juan Castillo wurde  auf den 14. Dezember 2017 verlegt. Dies wurde aufgrund der Tatsache entschieden, dass Teile von Castillos Verteidigungteams direkt von dem Hurrikan Harvey betroffen sind.

Quelle: https://www.texastribune.org/2017/08/30/county-delays-execution-because-harvey-devastation/


Der US-Bundesstaat Texas will am 7. September 2017 Juan Castillo (36) exekutieren. Castillo wird beschuldigt im Jahr 2003 Tommy Garcia ermordet zu haben. Dafür wurde er im Jahr 2005 zum Tode verurteilt. Er hat die letzten 11 Jahre im Todestrakt verbracht.

Im Dezember 2003 soll Castillo gemeinsam mit drei anderen Personen geplant haben, Tommy Garcia zu berauben. Dabei soll das Opfer durch Castillo erschossen erschossen worden sein.

Interessant ist, dass es zu einem Deal kam mit zwei Beteiligten – wobei sie bereit waren Castillo schwer zu belasten, wenn sie dafür keine Todesstrafe erhalten (Quelle). Ein höchst bedenkenswertes Vorgehen, dass immer wieder in solchen Prozessen angewendet wird. Auf diese Weise belastet, erhielt Castillo die Todesstrafe, wobei er sich während der sogenannten Strafphase selbst verteidigte.

Hier ist ein Bericht über eine Schweizer Brieffreundin von Castillo zu finden…

Wer den Gouverneur kontaktieren möchte, um sich gegen diese Hinrichtung zu äußern, kann dies über folgende Wege tun:

Gouverneur von Texas
Greg Abott
(Anrede: Dear Governor / Sehr geehrter Herr
Gouverneur)
Fax: (00 1) 512 463 1849
E-Mail: https://gov.texas.gov/contact/assistance.aspx
über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter K.

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Florida wieder unter den Mörderstaaten

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Mark Asay

Mark Asay wurde seit Jahrzehnten im Todestrakt gefoltert und nun hingerichtet. Sein Tod ist genauso sinnlos wie all die anderen Hinrichtungen vor ihm. In einem Interview, kurz vor seiner Hinrichtung, sagt er unter Tränen, wie leid ihm das alles tue, aber er hätte unter Alkohol gestanden und er hätte da einfach den Verstand verloren. Mark Asay wurde 1987 verhaftet wegen der Ermordung von Robert Lee Booker und Robert McDowell.

Mark Asay wurde zudem einem Menschenexperiment unterzogen. Denn Florida hat ihn mittels einer Droge (Etomidat) hingerichtet, die in den USA noch nie für solch einen Zweck eingesetzt wurde. Und tatsächlich dauerte es 11 Minuten bis Mark Asay starb.

Unter folgendem Link ist eine rund 40 minütige Version des Interviews zu finden:
https://www.news4jax.com/news/death-row-confession-killer-tells-tom-wills-hes-not-afraid-to-die

Wir wollen an diese Stelle nicht auf den Fall an sich eingehen, dies ist schon zur Genüge getan worden. Wir wollen hier über einen ganz anderen Fall berichten. Es geht darum, dass Florida offensichtlich so mordlustig ist, dass ihm Gesetz und Recht vollkommen egal scheint. Nachdem das Hurst-Urteil verkündet wurde, hätten eigentlich alle Gefangenen im Todestrakt, deren Todesurteil aufgrund einer nicht einstimmigen Entscheidung der Jury, quasi im Alleingang, durch den Richter beschlossen wurde, neu verhandelt werden müssen. Vollkommen willkürlich hat Florida aber entschieden, dass alle Fälle die vor dem 24. Juni 2002 entschieden wurden nicht neu verhandelt werden müssen, obwohl das Hurst-Urteil des US-Bundesgerichtes eben genau dies impliziert. Dadurch hat z.B. Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida gefoltert wird, tatsächlich demnächst ein neues Strafzumessungsverfahren und seine jetzige Todesstrafe ist erst einmal gekippt, da sein Verfahren vor dem 24 Juni 2002 eben noch nicht abgeschlossen war. (Lancelot Armstrong wird seit Jahren von der IHfL betreut).

Was für ein System – vielleicht besser Regime – ist das?! – Das sich selbst über höchstrichterliche Urteilssprüche hinwegsetzt, wenn es darum geht Gefangene zu morden. Wobei das Wort „Mord“ eigentlich nicht reicht. Es stellt sich die Frage nach einer Steigerung des Wortes Mord. Heute hat Florida diese Steigerung vollbracht und dem Wort Mord eben genau diese Steigerung hinzugefügt. Die Steigerung von Mord wäre in diesem Fall also „FLORIDA„. Denn genau dieser Staat, den die meisten Menschen wohl eher als den fröhlichen Sonnenstaat kennen, hat sich erhoben zum Übervater des Gesetzes – einzig und allein mit dem Ziel, seine verfassungsfeindliche Rechtsprechung, was die Todesstrafe betrifft, dennoch durchzusetzen…

Und was haben sie davon? – Werden irgendwelche Opfer dadurch wieder lebendig? – Natürlich nicht. Durch die Todesstrafe werden den Opfern nur noch mehr Opfer hinzugefügt und dies sind dann auch nicht nur die Verurteilten selbst, sondern alle die dem Gefangenen nahe standen. Sie haben eine unvergleichliche Qual erleben müssen. Jahrzehntelang bangten sie um das Leben des geliebten Menschen. Wir wollen hier Kapitalverbrechen nicht gut reden und sicher sind nicht alle Verurteilten brave Schäflein, aber was wir klar und deutlich sagen: Einen Menschen jahrzehntelang bei Todesandrohung einzusperren, um ihn dann nach unvorstellbarer Pein und Zeit dann tatsächlich wie ein Tier zu töten, und dies auch noch in Form eines Menschenexperimentes, zählt so ziemlich mit zu dem Dreckigsten und Verachtenswertesten, das ein Staat tun kann…
Gouverneur Rick Scott! – Sie sind eine Schande für die Menschheit!

IHfL
Peter K.

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Missouri: Gouverneur stoppt Hinrichtung!

Marcellus Williams

Marcellus Williams

Die Tatsache, dass Missouri einen neuen Gouverneur hat, zeigt im Moment eine positive Wirkung. Gouverneur Eric Greitens hat rund 4 Stunden vor der geplanten Hinrichtung von Marcellus Williams die Hinrichtung gestoppt.

Der Gouverneur von Missouri sagte, er werde einen Untersuchungsausschuss einsetzen, welcher die neuen DNA-Beweise untersuchen soll, die Zweifel an der Schuld Marcellus Williams aufkommen lassen. Ziel des Ganzen könnte dann eine Begnadigung des Verurteilten sein.

Marcellus Williams wurde zum Tode verurteilt für den Mord an Lisha Gayle im Jahr 1998, den er bei einem Einbruch in dessen Wohnung begangen haben soll. Er soll die Frau mit einem großen Messer erstochen haben.

Gefundene DNA nicht von Williams
Laut Darstellung seiner Anwälte wurde bei einer Untersuchung des Tatwerkzeuges zwar DNA gefunden, diese stamme aber eindeutig nicht von ihrem Mandanten, sondern von einer unbekannten männlichen Person. Diese DNA-Analyse wurde von Greg Hampikian, einem Biologe an der Boise State University, vorgenommen. Dennoch lehnte der Supreme Court of Missouri den Antrag ab, die evtl. Unschuld von Williams zu überprüfen. Dankenswerterweise hat diesmal der Gouverneur schlimmes verhindert.

Wir danken allen, die mit ihrem Handeln dazu beigetragen haben, denn offensichtlich waren die Petitionen und Schreiben an den Gouverneur erfolgreich.

IHfL
Peter K.

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Florida: Verfassungswidrige Hinrichtung am 24. August?

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Mark Asay

Der US-Bundesstaat Florida hatte Anfang Januar 2016 seine letzte Hinrichtung durchgeführt. Damals ist Oscar Bolin exekutiert worden, kurz bevor alle Hinrichtungen in dem Bundesstaat eingestellt wurden, als Reaktion auf das Hurst gegen Florida Urteil. Nun will Florida das Moratorium beenden und am 24. August Mark Asay hinrichten. Er wird seit 28 Jahren im Todestrakt durch unmenschliche Bedingungen gefoltert.

Trotz des eindeutigen Urteils im Fall Hurst gegen Florida versucht Florida erneut einen Menschen zu töten, obwohl das Oberste Gericht der USA in einer 8 zu 1 Abstimmung die Regeln bei Verurteilungen zum Tode in Florida für verfassungswidrig erklärt hat. Dabei kritisierte das Bundesgericht die Macht des Richters in Florida, der im Gegensatz zu den meisten anderen Bundestaaten, ein Todesurteil aussprechen konnte, auch wenn die Jury uneins war, also nicht alle 12 Jurymitglieder die Todesstrafe forderten. Mit einem jetzt willkürlich gewählten Datum will Florida, in völliger Ignoranz des Bundesurteils, Mark Asay ermorden. Fälle die vor dem 24. Juni 2002 entschieden wurden, sollen nicht neu verhandelt werden. Nur Verfahren die bis zum Stichtag noch nicht abgeschlossen waren, sollen eine neue Verhandlung bekommen.

Im Fall Mark Asay stimmte 1988 die Jury mit 9 gegen 3 Stimmen für die Todesstrafe. Daraufhin wurde Asay durch den Richter zum Tode verurteilt. Nach dem Hurst-Urteil ganz klar ein verfassungswidriges Urteil!

Neue Beweise könnten Unschuld nachweisen
Mark Asay wurde 1987 verhaftet wegen der Ermordung von Robert Lee Booker und Robert McDowell. Nun macht die Verteidigung geltend, sie hätte neue Beweise, die darauf hinweisen, dass Mark Asay evtl. die Morde nicht begangen hat. Auch sei die Verteidigung behindert worden, da sie nicht genug Zeit hatte sich vorzubereiten und Unterlagen und Dokumente von früheren Anwälten wären verloren gegangen, ja vielleicht sogar zerstört worden. Auch wurde die Jury falsch informiert, da behauptet wurde, die Kugeln hätten aus ein und der selben Waffe gestammt, aber tatsächlich scheinen die Projektile aus zwei verschiedenen Waffen abgefeuert worden zu sein.

Es zeigt sich erneut, dass der Schlächter von Florida, Gouverneur Rick Scott, tatsächlich versucht, mit seiner Unterschrift unter den Hinrichtungsbefehl, seinem Namen alle „Ehre“ zu machen. Kein Gouverneur Floridas vor ihm hat jemals so viele Menschen hinrichten lassen wie er, seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den 1970er Jahren. Diese staatlichen Morde scheinen ihm ein persönliches Anliegen zu sein.

Wir bitten unsere Leser sich klar gegen diesen Unrechtsstaat und sein menschenverachtendes Vorgehen zu stellen und mittels der unten aufgeführten Petition Stellung zu beziehen:
https://www.change.org/p/governor-rick-scott-stopping-the-death-of-mark-james-asay

Per Mail an den Gouverneur:
Rick.Scott@eog.myflorida.com

Per Twitter an den Gouverneur:
@FLGovScott

Und hier noch eine englischsprachige Aktion – Stop the execution of Mark Asay:
https://catholicsmobilizing.org/action/2017-07/stop-execution-mark-asay

IHfL
Peter K.

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Missouri will Marcellus Williams hinrichten

Marcellus Williams

Marcellus Williams

Der US-Bundesstaat Missouri will am 22. August Marcellus Williams hinrichten. Anträge für einen Aufschub wurden bis jetzt abgelehnt, obwohl seine Verteidigung neue Beweise vorlegte.

Marcellus Williams wurde zum Tode verurteilt für den Mord an Lisha Gayle im Jahr 1998, den er bei einem Einbruch in dessen Wohnung begangen haben soll. Er soll die Frau mit einem großen Messer erstochen haben.

Die Anwälte von Williams versuchen derzeit die Hinrichtung zu verhindern. So stellten sie einen entsprechenden Antrag an den Supreme Court of Missouri, der lehnte diesen jedoch ab. Sie versuchen nun auf verschiedensten Wegen doch noch einen Hinrichtungsstopp zu erreichen. Dabei führen sie neue Beweise vor.

Gefundene DNA nicht von Williams
Laut Darstellung seiner Anwälte wurde bei einer Untersuchung des Tatwerkzeuges zwar DNA gefunden, diese stamme aber eindeutig nicht von ihrem Mandanten, sondern von einer unbekannten männlichen Person. Diese DNA-Analyse wurde von Greg Hampikian, einem Biologe an der Boise State University, vorgenommen. Dennoch lehnte der Supreme Court of Missouri den Antrag ab, die evtl. Unschuld von Williams zu überprüfen. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft habe man genügend nicht-DNA Beweise, um seine Schuld zu belegen.

Wer sich für Marcellus Williams einsetzen möchte findet bei folgenden Petitionen Gelegenheit dazu:

https://www.change.org/p/eric-greitens-do-not-execute-marcellus-williams

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-missouri

Kontaktiert auch Gouverneur Eric Greitens und bittet ihn, diese Hinrichtung zu stoppen: http://governor.mo.gov/get-involved/contact-the-governors-office

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Peter K.

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