Alabama: Willie Smiths soll am 21. Oktober sterben

Willie Smith

Nachdem Willie Smith einen Hinrichtungsaufschub für den 11. Februar diesen Jahres erhalten hatte (siehe hier), wurde nun für ihn ein neuer Exekutionstermin angesetzt. Der US-Bundesstaat beabsichtigt ihn am 21. Oktober zu ermorden.

Im Jahr 1992 wurde Willie Smith wegen Mordes an Sharma Ruth Johnson (22) verurteilt. Gemeinsam mit zwei anderen Männern haben sie die Bankkarte ihres Opfers gestohlen und Geld an einem Geldautomaten abgehoben. Smith leugnet nicht, die Tat begangen zu haben.

Die für den 11. Februar 2021 vorgesehene Hinrichtung wurde aufgrund verschiedener Anträge seiner Verteidigung gestoppt. Die Entscheidung fiel, nachdem der Supreme Court der USA erklärte, dass er nicht ohne seinen persönlichen spirituellen Berater im Raum hingerichtet werden könne.
Auch wurden von ihm gewünschten Zeugen der Exekution nicht zugelassen, da aufgrund der Corona-Maßnahmen die Zahl der Zeugen begrenzt wurde. Laut einer Anordnung im Middle District von Alabama dürfen nun 6 seiner designierten Zeugen anwesend sein.

Aufgrund der Bedenken wegen Covid-19 darf nur ein Reporter als Zeuge teilnehmen.
Pressevertreter aus dem ganzen Bundesstaat kritisieren die Entscheidung. Unter anderem sagte Kelly Ann Scott, Vice President of Content for Alabama Media Group:
„Bei einer Hinrichtung nutzt der Staat seine Macht in einem ultimativen Akt…Die Rolle der Presse als Zeuge besteht darin, sicherzustellen, dass die letzte Handlung gemäß der Verfassung ausgeführt wird, und den Staat für seine Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen. Wir sind als Zeugen Augen und Ohren der Öffentlichkeit.“

Seit fast 30 Jahren wartet Willie Smith nun schon auf seine Hinrichtung.
Typisch für die USA ist, dass diese Verurteilten jahrzehntelang misshandelt, ja gefoltert werden werden, mit dem Wissen um ihre Hinrichtung und den Umständen in den Todestrakten. Dabei wird oft das schwere Leid vergessen, dass dies auch für die Menschen bedeutet die den Gefangenen nahestehen! Welchen Sinn macht es, Menschen so leiden zu lassen? – Das Opfer wird dadurch nicht mehr lebendig. Aber durch das staatliche Verbrechen der Todesstrafe werden neue Opfer produziert. Menschen die teils schwer traumatisiert werden, weil der von ihnen geliebte Mensch hingerichtet wird. Jahrzehntelang bangen diese Menschen um das Leben des Verurteilten, um am Ende seine Hinrichtung zu erleben… Dies ist eine Form von Grausamkeit, die nur durch die konsequente Abschaffung der Todesstrafe verhindert werden kann.

In unserem Artikel über Willie Smith Anfang diesen Jahres (siehe hier) schreibt in einem Gastbeitrag seine Brieffreundin:
…ich habe beinahe täglich an Willie gedacht und es war ein Schock, im Internet zu sehen, dass Willie einen Hinrichtungstermin hat…Willie bedeutet mir noch immer sehr viel. Die Vorstellung, dass er umgebracht werden soll, ich dies weiß, aber nichts tun kann, löst bei mir ein Gefühlschaos aus…

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf unser kostenloses, kleines Buch hinweisen, in dem Peter K. über die bevorstehende Hinrichtung seines Brieffreundes aus Texas schreibt. Wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, warum viele Menschen auch Mitleid und Mitgefühl mit Todeskandidaten, deren Familienmitgliedern und Freunden haben, dem legen wir dieses Büchlein besonders ans Herz. Das Buch ist kostenlos und kann von der Webseite der Initiative Hoffnung fürs Leben im PDF-Format geladen oder auch als Druckausgabe bestellt werden.

IHfL
Peter K

Quellen:
https://www.al.com/news/2021/10/alabama-death-row-inmate-willie-b-smith-iii-now-allowed-6-execution-witnesses-only-1-reporter.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/12/28/alabama-willie-smiths-geplante-hinrichtung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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10. Oktober: Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Heute, am 10. Oktober 2021, ist wieder ein internationaler Tag gegen die Todesstrafe. Aus diesem Anlass möchten wir auf unser kostenloses, kleines Buch von Peter K. aufmerksam machen, das hier als PDF geladen werden kann. Wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, warum viele Menschen auch Mitleid und Mitgefühl mit Todeskandidaten, deren Familienmitgliedern und Freunden haben, dem legen wir dieses Büchlein besonders ans Herz.

Hinrichtungsbefehl – Ein Tagebuch

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In seinem Buch „Hinrichtungsbefehl – Ein Tagebuch“ beschreibt Peter K., in Form eines Tagebuchs, die Zeit als sein Brieffreund Ramiro Rubi Ibarra kurz vor der Hinrichtung stand.

Aus den Kommentaren einiger Testleser:

„…Ich bin total begeistert von deinem Buch! Es ist sehr emotional und berührend! Andererseits ist so viel Hoffnung und Stärke seitens Ruby einfach unglaublich! Ich bewundere deinen Freund wahnsinnig! Und ich bin erschüttert über den Umgang mit zum -Tode- Verurteilten in Amerika!“ C.S.

„…ich finde gerade solche Texte , wie deinen, sehr wichtig um Menschen anzuregen , ihre Sichtweise zu ändern und das Eine oder Andere Vorurteil zu entkräften.“ Y.H.

„…dein „Tagebuch“ ist sicher eine wichtige Methode von Selbsttherapie, um die ständige Konfrontation mit den Schicksalsbeschreibungen der Häftlinge ertragen zu können.“ U.K.

„…Ich habe Dein Büchlein jetzt 2x gelesen und es hat mir sehr gut gefallen…Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich…Du schreibst auch über die Meinung der Deutschen über die Todesstrafe. Manche sind wie wir, aber viele, leider sehr Viele, sind Befürworter dieser Tötungsmaschinerie…Das Büchlein ist lesenswert. Das steht fest…“ M.S.

„…dein Bericht ist erschütternd!“ E.K.

Aus dem Vorwort des Buches:

Was bedeutet es, wenn ein Mensch hingerichtet werden soll. Diese Frage stellen sich viele Menschen nicht. Für sie ist es ganz einfach. Der ist schuldig und das ist seine Strafe – Punkt. Aber so einfach ist das nicht. Denn natürlich leidet der Gefangene unter der oft jahrzehntelangen Folter im Todestrakt. Aber nicht nur er, sondern mit ihm auch viele Menschen die ihm nahe stehen. Ein Aspekt, der meist vollkommen ignoriert wird ist, welches Leid die Todesstrafe bei Menschen anrichtet, die gar nicht zum Tode verurteilt wurden.

Ich habe lange überlegt, ob ich das Folgende wirklich veröffentlichen soll. Es ist teilweise sehr persönlich und subjektiv. Aber genau so ist es nun mal, wenn ein guter Freund, ein Familienmitglied exekutiert werden soll – Es wird schrecklicher Schaden bei allen Beteiligten angerichtet.

Es handelt von Wut und Verzweiflung – Traurigkeit und Trauer über Menschen wenn ihr martialischer Ruf nach „Gerechtigkeit“ mittels Todesstrafe unendliches Leid verursacht.

Es handelt von Wut und Verzweiflung – Traurigkeit und Trauer über Menschen wenn ihr martialischer Ruf nach „Gerechtigkeit“ mittels Todesstrafe unendliches Leid verursacht.

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich.
Nur Barmherzigkeit kann die Menschheit vom Leid befreien.

Peter K.

Das Buch ist kostenlos und kann von der Webseite der Initiative Hoffnung fürs Leben im PDF-Format geladen werden.
Eine gedruckte Ausgabe, die von der IHfL mittels Laserdrucker gedruckt wird, kann gegen Erstattung der Versandkosten und vielleicht einer kleinen Spende bestellt werden. Dazu einfach eine Email an: info@ihfl.de

Hier noch der Link zu der PDF-Ausgabe:
https://ihfl.de/peter-k_hinrichtungsbefehl_ein-tagebuch_ihfl.de.pdf

IHfL
Kai Friedrich

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Geistig behinderter Mann wurde hingerichtet

Ernest Johnson

Der US-Bundesstaat Missouri hat Ernest Johnson am Dienstag Abend, mittels tödlicher Pentobarbital-Injektion, hingerichtet. Er wurde gegen 18:11 Uhr (Ortszeit) für Tod erklärt. Johnson wurde im Jahr 1995 zum Tode verurteilt, wegen Mordes an drei Angestellten eines Supermarktes.

Obwohl seine Verteidigung mit Nachdruck darauf bestand, die Exekution von Ernest Johnson verstoße gegen den 8. Zusatzartikel der Bundesverfassung, nachdem geistig behinderte Menschen nicht hingerichtet werden dürfen, fuhren seine Mörder mit der Exekution fort.

Johnson war bereits mit einem fetalen Alkoholsydrom geboren worden und schon in frühster Kindheit von einem sehr niedrigen Intelligenzquotienten gezeichnet. Ein Fünftel seines Gehirns verlor er bei einer Operation im Jahr 2008.

Viele Menschen setzten sich für Ernest Johnson ein, darunter auch ein Vertreter des katholischen Papstes, zwei Kongressabgeordnete aus Missouri, sowie Aktivisten für Rassengerechtigkeit. Der Gouverneur Mike Parson war jedoch nicht bereit Gnade walten zu lassen, wie er am Montag mitteilte: Der Staat ist bereit, Gerechtigkeit zu üben und die rechtmäßige Strafe zu vollstrecken, die Herr Johnson gemäß der Anordnung des Obersten Gerichtshofs von Missouri erhalten hat.
Auch Gerichte lehnten es ab, die Exekution zu stoppen.

Johnson beantragte, wenn es eine Hinrichtung geben sollte, ihn durch ein Erschießungskommando zu töten, weil die Exekution mittels Pentobarbital bei ihm schwere, schmerzhafte Anfälle auslösen könnte, aufgrund seiner Gehirnoperation. Jedoch wurde dies abgelehnt, weil das Gesetz in Missouri keine Erschießungskommandos erlaubt.

Wir sind erschüttert von der ethischen Verkommenheit der Justiz in den USA, denn nicht nur Richter in Missouri hätten diese Hinrichtung stoppen können, sondern auch das Oberste Gericht der USA. Es ist eine Schande wie die Verfassung dort mit Füßen getreten wird, die nicht das Papier wert zu seien scheint, auf der sie steht – denn niemand der entscheidenden Personen und Gerichte war bereit nach dieser Verfassung zu handeln und die Exekution eines schwer geistig behinderten Menschen zu stoppen.

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://www.nytimes.com/2021/10/04/us/pope-francis-ernest-lee-johnson-execution.html

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Hinrichtung eines Mannes mit schwerer geistiger Behinderung am 5. Oktober

Der US-Bundesstaat Missouri will am 5. Oktober Ernest Johnson hinrichten. Johnson, der an einer schweren geistigen Behinderung leidet, wurde im Jahr 1995 zum Tode verurteilt, wegen Mordes an drei Angestellten eines Supermarktes.

Obwohl Ernest Johnson geistig behindert ist, wurde er zum Tode verurteilt – ein klarer Verstoß gegen internationales Recht. Missouri verwendet einen dreiteiligen Test, um festzustellen, ob jemand intellektuell behindert ist – Ernest Johnson erfüllt objektiv alle drei Kategorien.

Im Jahr 2008 wurde bei ihm ein Hirntumor operativ entfernt. Dies führte zu Krampfanfällen. Laut Medizinern könnten die tödlichen Drogen, mit denen er ermordet werden soll, solche starken und schmerzhaften Anfälle auslösen. Das US-Verfassungsrecht verbietet eigentlich grausame und ungewöhnliche Strafen. Dennoch wurde alle Rechtsmittel gegen das Urteil von Gerichten abgelehnt.

Die staatliche Direktorin von Missourians for Alternatives to the Death Penalty, Elyse Max, sagte: „Ich bin nicht überrascht, dass die Generalstaatsanwaltschaft auf die Hinrichtung eines geistig behinderten Mannes drängt, aber ich bin sehr besorgt, dass die Gerichte einen Hinrichtungstermin festlegen, wenn sie auf eine Antwort des Staates warten bezüglich der Verfassungsmäßigkeit der Feststellung der geistigen Behinderung.“

Behindertenrechtler, Juristen und religiöse Würdenträger fordern den Gouverneur von Missouri, Mike Parson, auf, die Hinrichtung des geistig behinderten Ernest Johnson zu stoppen!

Petitionen für Ernest Johnson:
* https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-ernest-johnson-in-missouri/
* https://www.change.org/p/governor-mike-parson-and-attorney-general-eric-schmitt-grant-clemency-for-ernest-lee-johnson/u/29272101
* https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/usa-ernest-johnson-drohende-hinrichtung-stoppen-2021-09-13


Der Gouverneur kann wie folgt per Kontaktformular erreicht werden:
https://governor.mo.gov/contact-us

Im Folgenden noch das Büro des Gouverneurs:
Office of Governor Michael L. Parson
P.O. Box 720
Jefferson City, MO 65102

Phone: (573) 751-3222
Fax: (573) 751-1495

Offensichtlich scheint der Justiz in Missouri der Rachegedanke wichtiger zu sein, als ihre eigene Rechtsprechung, denn die Exekution einer Person wie Ernest Johnson wurde gemäß der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs in der Rechtssache Atkins gegen Virginia von 2002 als verfassungswidrig erklärt.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.kansascity.com/news/state/missouri/article254569382.html
sowie die oben verlinkten Petitionen

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Texas: Rick Rhoades wurde hingerichtet

Rick Rhoades

Texas hat Rick Rhoades mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Rhoades wurde wegen Mordes im Jahr 1991 zum Tode verurteilt.

Rhoades soll vor rund 30 Jahren zwei Männer getötet haben. Er selbst hat die Tat zugegeben. Die letzten Versuche seiner Anwälte, sein Leben zu retten, scheiterten. Sie argumentierten, evtl. rassistische Vorurteile hätten bei der Auswahl der Jury eine Rolle gespielt, wodurch er keinen fairen Prozess erhalten hätte. Seine Anwälte schrieben in einer Akte beim Bezirksgericht im Juli: „Er wurde daran gehindert, seinen Anspruch zu entwickeln und geltend zu machen, weil der Staat ihm den Zugang zu den nach Landesgesetzen vorgesehenen Materialien verweigert hat – Materialien, die für die Durchführung der vergleichenden Geschworenenanalyse erforderlich sind.“

Rick Rhoades hatte ein langes Vorstrafenregister und beging die beiden Morde kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Nachdem er später wegen eines angeblichen Einbruchs in eine Schule verhaftet wurde, gestand er die Morde an den beiden Brüdern. Wobei er jedoch darauf bestand in Notwehr gehandelt zu haben.

Bevor ihm eine tödliche Dosis Pentobarbital injiziert wurde, hätte er eine letzte Erklärung abgeben können. Dies verweigerte er jedoch.

Mit Rick Rhoades hat Texas in diesem Jahr drei Verurteilte hingerichtet (Quintin Jones und John Hummel).

Rache – Das scheint immer wieder die martialische Triebfeder der Justiz in Texas zu sein. Dabei genügt es den staatlichen Mördern nicht, ihre Rache mittels Tötung des Verurteilten auszuleben, nein – vorher misshandeln sie diese Menschen oft jahrzehntelang in einem der schlimmsten Todestrakte der USA. Mögen die Verbrechen mancher Täter noch so schlimm sein, so hebt sich die Tatsache, dass der Staat Menschen für Jahrzehnte, unter schrecklichsten Bedingungen misshandelt und sie dann in einem ritualisierten Vorgang exekutiert, in gewisser Weise von den Taten der Inhaftierten ab. Dieser grausamen Justiz gelingt es noch schrecklicher und unmenschlicher zu sein, als viele Verbrechen die sie verurteilt – und dies mit nur einem Ziel, der Entmenschlichung der aus der Gesellschaft ausgestoßenen Insassen des Todesstraktes.
Auge um Auge, in seiner schlimmsten Form. Nicht Resozialisierung, sondern tiefstes Mittelalter herrscht in Teilen der USA, die sich immer wieder als Verteidiger der Freiheit und Menschlichkeit in der Welt aufspielen – meist mit blutigen Ergebnissen…

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://deathpenaltynews.blogspot.com/2021/09/texas-executes-rick-rhoades.html

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Hinrichtung am 28. Sept. in Texas?

Der US-Bundesstaat Texas plant am 28. Sept. 2021 Rick Rhoades hinzurichten. Rhoades wurde wegen Mordes im Jahr 1991 zum Tode verurteilt.

Am 13. Sept. 2021 soll Rick Rhoades die beiden Brüder Charles Allen, 31, und Bradley Allen, 33 ermordet haben, während sie schliefen. Dabei soll er auch Geld geraubt haben.

Auf der Webseite deathrow2019usa.blogspot.com sind viele Kommentare zu lesen von Menschen die mit Rick Rhoades in Briefkontakt stehen oder standen. Dabei wird er als höflich, liebevoll und respektvoll, aber auch humorvoll bezeichnet. Jedoch gibt es auch Stimmen die sich seine baldige Hinrichtung wünschen, dabei eine Cousin der Opfer. Auch wird dort darüber berichtet, dass Rick Rhoades sehr viel Reue zeigen soll…

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

Petitionen für Rick Rhoades:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-rick-rhoades-in-texas/
https://catholicsmobilizing.org/action/2021-08/stop-execution-rick-rhoades

Kontakt zum Gouverneur von Texas:
Governor Greg Abbott
Office of the Governor
PO Box 12428
Austin, TX 78711-2000
Phone: (001512) 463-1828
Fax: (001512) 475-2576
Mailkontakt: https://gov.texas.gov/contact/
Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Texas Board of Pardons and Paroles:
bpp_clemency@tdcj.texas.gov

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathrow2019usa.blogspot.com/2019/09/rick-rhoades-texas.html
https://www.tdcj.texas.gov/death_row/dr_info/rhoadesrick.html

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Hinrichtung am 8. September in Texas

John Ramirez

Update 09.09.2021:

John Ramirez Hinrichtung wurde gestoppt!
Der Oberste Gerichtshof der USA hat drei Stunden nach dem für die Exekution angesetzten Termin, die Hinrichtung gestoppt.

Quelle:https://www.npr.org/2021/09/08/1035383975/supreme-court-stay-of-execution-john-henry-ramirez-texas-pastor

Ursprüngliche Nachricht:

Der US-Bundesstaat Texas beabsichtigt am 8. September 2021 den wegen Mordes zum Tode verurteilten John Ramirez mittels einer tödlichen Injektion hinzurichten. Ramirez soll im Jahr 2004 einen Mann, gemeinsam mit zwei Mittätern, getötet haben.

Im Jahr 2004 soll John Ramirez an einem Raubüberfall auf Pablo Castro beteiligt gewesen sein. Ramirez selbst soll das Opfer getötet haben. Er und seine Komplizen waren auf der Suche nach Geld für Drogen. Ramirez floh danach und wurde erst im Jahr 2008 verhaftet und 2009 zum Tode verurteilt. Dabei wurden keine entlastenden Beweise vorgelegt, was angeblich von ihm selbst so veranlasst wurde. Auch versuchte Ramirez seine Hinrichtung zu beschleunigen.

Eine entsprechende Anhörung wurde von ihm jedoch abgesagt, da er davon erfuhr, dass er eine Halbschwester hat, die ihn gerne kennenlernen möchte und die ihn bittet am Leben zu bleiben.

Damals schrieb Ramirez einen Brief an Richter Galvan, in dem er mitteilte, warum er auf Berufung verzichten wolle: „„Ich hoffe, dass der Familie und den Freunden von Pablo Castro schnell Gerechtigkeit widerfährt… Sie haben lange genug gewartet!“

Auch teilte er einem Psychologen mit, dass das Leben im Todestrakt unerträglich sei, ein Leben voller Langeweile und eigentlich nur ein Müll-Leben. Der Psychologe erklärte, dass Ramirez davon berichte, dass er frustriert, deprimiert und verbittert sei und dass er davon ausgehe, dass Ramirez seine Appelle anders sehen würde, wenn er nicht so depressiv wäre.

Er sagte zu dem Psychologen: „Aber warum das Unvermeidliche aufhalten? Es ist zu ihren Bedingungen… Ich würde es verstehen, wenn ich Unterstützung hätte, (jemanden, der) mir nur zeigt, dass du dich interessierst … Ich bevorzuge es, zu meinen eigenen Bedingungen zu gehen. Es ist eine persönliche Entscheidung, nicht so, als ob ich zu der Entscheidung gezwungen würde.“ – Er habe keine Angst zu sterben und und sprach davon Gott zu finden.

Nun jedoch hat sich Ramirez dazu entschlossen nicht sterben zu wollen…

Allerdings waren seine Bemühungen die Strafe zu kippen bis jetzt nicht erfolgreich und so hatte er bereits einen Exekutionstermin im Februar 2017. Da allerdings sein Anwalt ihn verlassen hatte, wurde ihm ein Aufschub gewährt, um einen neuen Verteidiger zu finden.

Ein weiterer Hinrichtungstermin für den 14. August 2020 wurde wegen der Covid-19 Pandemie verschoben.

Für die nun neu angesetzte Hinrichtung hat Ramirez einen Antrag gestellt, von seinem geistlichen Beistand, Pastor Dana More, bei der Exekution begleitet zu werden und um eine rituelle Handauflegung, durch den Pastor, nach seinem Tod durchzuführen. Diesen Antrag hat der Staat abgelehnt, obwohl dieses Ritual in seinem Glauben sehr wichtig ist…

Die Weigerung des Staates, Pastor Moore zu erlauben, Ramirez durch Handauflegung zu segnen, während er im Sterben liegt, verletze seine Rechte aus dem ersten Verfassungszusatzes auf freie Ausübung seiner Religion, so Ramirez.

Die Weigerung ihrem Opfer den seelischen und geistlichen Beistand zu gewähren, während die Handlanger des Staates ihn ermorden, zeigt die Verrohung eines Rechtssystems, das nur eines kennt: Rache!
Mit dieser Rechtsprechung belegt der Staat Texas seine eigene ethische Verkommenheit, deren eigentliches Ziel es wohl ist Unterdrückung zu zementieren, mittels der maximalen Macht, die sich ein Staat herausnimmt – dem Recht die eigenen Bürger zu töten…

Auf folgender Webseite gibt es weitere Informationen über John Ramirez:
https://beyondthebars.groovepages.com/enotsol/index

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.oxygen.com/crime-news/john-henry-ramirez-sues-for-right-to-have-his-pastor-at-execution
https://www.corrections1.com/archive/articles/texas-inmates-half-sister-sparks-death-sentence-fight-TXpMybPV9UFMcZeh/
https://www.kristv.com/media/v/content/6bb080e8bc8858a8ba557d9d808657f3

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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Death-Watch-Gebet

Vor ein paar Tagen erhielten wir einen Briefumschlag von Ramiro Rubi Ibarra. Unter anderem lag ein Text bei, mit einem Gebet. Es stammt aus der Zeit, als er kurz vor seiner Hinrichtung stand und er in der Death-Watch-Zelle (Überwachungszelle vor der Hinrichtung) war, am Anfang 2021. Glücklicherweise wurde dann seine Exekution doch vorerst gestoppt.
Was bleibt sind die Gedanken und Wünsche von Ramiro-Rubi-Ibarra, als er glauben musste bald getötet zu werden.
Auch allen Personen, die Menschen in den Todestrakten für Monster halten, möchten wir dieses Gebet hiermit überreichen…

Gebet auf Todeszellenwache (von Ramiro Rubi Ibarra)
Herr und unser Vater
Herr, Meister und Architekt des Universums
Du, der Du immer aufmerksam bist
auf den Schrei derer, die dich anrufen
Wir wissen, dass Du immer an unserer Seite bist
in all unseren täglichen Nöten, Prüfungen und Bedrängnissen
Wir kommen zu Dir im Glauben und Vertrauen,
bitten dich und flehen dich an, uns zu helfen,
und befreie uns von dem pandemischen Covid-19-Virus.
Wir werfen uns heute vor dir nieder
damit der Glaube über die Angst triumphiert
und Gesundheit und Solidarität über Egoismus
über alles Leben, über den Tod
Schenke deinen Geist der Weisheit
den suchenden Wissenschaftlern und Ärzten
um dieser Krankheit entgegenzuwirken und sie zu bekämpfen.
Gib den Menschen, die sich um die Kranken kümmern, Kraft, Mut und Weisheit und Entschlossenheit
für die Menschen, die sich um die Kranken kümmern.
Gib ihnen Kraft und Hoffnung
zu helfen und sich um die Kranken und alle Patienten zu kümmern.
Lass sie deine unsichtbare Gegenwart genießen und spüren
für die traurigen und isolierten kranken Menschen.
Vergiss auch die Deine Kinder in den Todeszellen nicht,
versorge sie mit allen Mitteln, um ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.
Vergiss nicht die unglücklichen Infizierten und
Betroffenen in ihren Bedürfnissen und Bedingungen des Glaubens und der Gesundheit.
Gewähre ihnen Ausdauer, Geduld und
vervielfache die Mittel zu allen notwendigen Unterstützungsmaßnahmen.
Möge dein Heiliger Geist uns helfen, Erfindungsreichtum zu zeigen
bei der Hilfe und Durchführung solidarischer Aktionen
und ein brüderliches Leben in dieser noch nie dagewesenen Situation zu fördern.
Du, der du ein großer Gott der Güte und der Hingabe bist,
der du dich immer um die Kleinen, Behinderten und Armen kümmerst
erbarme dich unser aller und erbarme dich unser, deiner Kinder.
Wir bitten und beten und flehen dich an, geliebter Vater,
im Namen dessen, der über jeden Namen erhaben ist,
Deinem geliebten Sohn, dem Herrn Jesus Christus,
Lass uns deine Gegenwart spüren, Herr, gesegnet und
Gesegnet sei dein Name für immer und ewig, für immer und ewig Amen.

Unter dem Gedicht schrieb er handschriftlich:
„Ich habe einen meiner Freunde darum gebeten, dieses Gebet mit seinem Computer zu tippen, aber ich hatte vergessen es dir zu schicken. Es war als ich auf Todeszellenwache war. Dein Freund Rubi“

Ramiro Rubi Ibarra wird von uns betreut und befindet sich im Todestrakt von Texas. Wer mehr über ihn erfahren möchte, dem empfehlen wir unser kostloses kleines Buch, dass als PDF heruntergeladen werden kann. Dazu bitte dazu einfach auf folgendes Bild klicken:

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IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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Lancelot Armstrong: „Betet für die, die es brauchen“

In Deutschland und auch anderen europäischen Staaten hat sich eine schlimme Flutkatastrophe ereignet. Aus diesem Anlass hat sich Lancelot Armstrong an uns gewandt, mit der Bitte seine Worte an euch weiterzuleiten.

Dieses Bild hat Lancelot seinem Schreiben beigelegt

Lancelot Armstrong schreibt:
„Ich grüße alle Menschen, die derzeit leiden! Es ist nie einfach, mit Verlust und Leid umzugehen. Ja, in Einheit liebe ich euch alle, wie immer im wahren Geist. Betet für die, die es brauchen. Ja, mein herzliches Beileid geht an alle die leiden.
One Love!
Es werden bessere Tage kommen.
Lancelot Armstrong“

„Greetings to all the people suffering at times! it’s never easy dealing with loss and suffering. yes in unity I love you all. as always in true spirit, Prayers to who need it. yes my heartfelt Condolences goes out to everyone suffered.
One Love!
there will be better days ahead.
Lancelot Armstrong“

Lancelot Armstrong hat mittlerweile die Todeszelle verlassen und befindet sich in einer Übergangseinrichtung. Sein Todesurteil wurde aufgehoben und in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe umgewandelt. Jetzt kämpft er darum entlassen zu werden. Er war über 30 Jahre im Todestrakt aufgrund eines verfassungswidrigen Urteils. Und er besteht darauf unschuldig zu sein. Nun hat er keinen Pflichtanwalt mehr und um seinen Kampf für Gerechtigkeit fortführen zu können, braucht er jetzt einen privaten Rechtsanwalt. Es wird sehr schwierig werden einen solchen zu finanzieren… Informationen über Lancelot Armstrong findet Ihr auf unserer Webseite: https://ihfl.de/la/index.html

Die IHfL wird weiter an seiner Seite für seine Freiheit kämpfen.

IHfL
Peter K.

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USA: Hinrichtungen auf Bundesebene zunächst ausgesetzt

Nachdem der Vorgänger von Joe Biden dafür sorgte, dass 13 Menschen hingerichtet wurden, hat nun die US-Regierung ein Moratorium beschlossen. Dies teilte Justizminister Merrick Garland mit.

Es war eine schreckliche Katastrophe die Donald Trump in den letzten Monaten seiner Amtszeit als Präsident der USA zu verantworten hat. Vermutlich versuchte er mit den gnadenlosen Hinrichtungen von insgesamt 13 Menschen, seine Chancen zu verbessern, im Amt zu bleiben. Joe Biden hingegen verkündete schon zu dieser Zeit, dass er ein Gegner der Todesstrafe sei. Nicht Grundsätzlich! – Sondern weil es immer wieder zu viele Unschuldige gibt, die zum Tode verurteilt werden.

Das Justizministerium ordnete nun an, dass alle Veränderungen und Regelungen die von der Trump-Administration vorgenommen wurden, was die Todesstrafe auf Bundesebene betrifft, überprüft werden sollen. Ziel sei dabei sicherzustellen, dass jeder menschlich behandelt wird und ein faires Verfahren bekommt. Dabei hob der Minister hervor, es gäbe eine erhöhte Anzahl Schwarzer und viele Fehlurteile.

Bei den Überprüfungen wolle man auch untersuchen inwieweit Pentobarbital zu einem grausamen Todeskampf führt, voller Schmerzen.

Bei diesem Vorgang darf der Bund nicht mit den einzelnen Staaten der USA verwechselt werden. Es geht dabei ausnahmslos um die Vollstreckung von Bundesurteilen. Die US-Staaten entscheiden selbst ob sie die Todesstrafe verhängen oder nicht. Von den 50 Bundesstaaten vollstrecken derzeit 24 Staaten die Todesstrafe. In 23 Bundesstaaten ist die Todesstrafe abgeschafft und 3 Staaten sehen diese Strafe zwar vor, vollstrecken sie aber nicht.

Wenn Joe Biden es wirklich ernst meint, mit der Abschaffung der Todesstrafe, dann stellt sich die Frage, warum er nicht einfach alle Bundesgefangenen im Todestrakt begnadigt? Diese Macht sollte er doch haben. Dies würde zumindest diese Menschen vor der Exekution ,auch nach seiner Zeit als Präsident, schützen. Stattdessen soll Pentobarbital überprüft werden. Also doch zunächst nur ein Hinterfragen der Methode, anstatt einer konsequenten Hinterfragung der Todesstrafe an sich.
Herr Biden, da wünschen wir uns von Ihnen doch noch ein wenig mehr.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.bbc.com/news/world-us-canada-57698056
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-hinrichtungen-bundesebene-ausgesetzt-101.html

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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