USA ignorieren Völkerrecht – Hinrichtung

Todestraffe002klDer US-Bundesstaat Texas hat am 14.11.2018 Robert Ramos mittels Giftspritze exekutiert. Die USA zeigen damit erneut, dass sie das Völkerrecht nicht interessiert. Um ihre grausame Justiz weiter durchziehen zu können, drehen die USA der Welt den Rücken zu. Ramos, der mittlerweile 64 Jahre alt ist, wurde im Jahr 1993 zum Tode verurteilt, weil er seine Frau Leticia und seine beiden jüngsten Kinder, Abigail und Jonathan, ermordet haben soll.

Gegen internationale Verträge verstoßen
Jahrelang versuchten Ramos‘ Verteidiger die Hinrichtung zu verhindern, da diese Exekution gegen internationale Verträge verstoßen würde. Denn Ramos wurde nicht richtig über sein Recht aufgeklärt, beim mexikanischen Konsulat Rechtshilfe anfordern zu können. Erst nach einem Jahr erfuhren die mexikanischen Behörden, durch Nachrichtenberichte,  von Ramos‘ Festnahme. Seine Anwälte argumentieren, dass Mexiko bei Kapitalverbrechen oft eine zusätzliche Verteidigungsunterstützung biete und dies wohl auch geschehen wäre, wenn der Staat Mexiko sofort informiert worden wäre. Der Staat Texas weist dies mit dem Argument arrogant zurück, die zusätzliche Hilfe aus Mexiko hätte auch nicht zu einem anderen Ergebnis geführt.

Im vorherigen Jahr wurde bereits Ruben Cardenas hingerichtet. Was zu einem internationalen Aufschrei führte, da auch ihm die nötige konsularische Unterstützung vorenthalten wurde. (wir berichteten: siehe hier)

Die USA brechen immer wieder das Völkerrecht und stoßen die Welt damit vor den Kopf. Auch die Hinrichtung von Robert Ramos zeigt erneut, dass die USA sich weit von der Völkergemeinschaft entfernt haben. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten. Mit welchem Recht begehen die USA Verbrechen, die sie anderen Staaten, teils zu recht, vorwerfen? – Diese Doppelmoral steigert sich gerade bei der Todesstrafe bis zur Unerträglichkeit.

Mit Ramos haben die USA dieses Jahr schon 21 Menschen hingerichtet.

IHfL
Peter K.

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Texas will psychisch Kranken hinrichten

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Robert Moreno Ramos

Update 15.11.2018: Robert Ramos wurde hingerichtet.

Der US-Bundesstaat Texas will am 14.11.2018 Robert Moreno Ramos exekutieren. Er wurde für die Ermordung seiner Frau und zwei seiner Kinder zum Tode verurteilt.

Ramos, der mittlerweile 64 Jahre alt ist, wurde im Jahr 1993 zum Tode verurteilt, weil er seine Frau Leticia und seine beiden jüngsten Kinder, Abigail und Jonathan, ermordet haben soll.

Gegen internationale Verträge verstoßen
Jahrelang versuchten seine Verteidiger die Hinrichtung zu verhindern, da diese Exekution gegen internationale Verträge verstoßen würde. Denn Ramos wurde nicht richtig über sein Recht aufgeklärt, beim mexikanischen Konsulat Rechtshilfe anfordern zu können. Auch sei er während der Gerichtsverhandlung extrem mangelhaft verteidigt worden. Dabei hätte die Jury nichts über seine Kindheit voller Gewalt erfahren. Ebenfalls wurde weder sein niedriger IQ, noch die bei ihm vorhandenen Gehirnfunktionsstörungen und auch nicht seine bipolare Störung thematisiert. Eine anwaltliche Vertretung bekam Ramos erst drei Monate nach seiner Verhaftung.

Erst nach einem Jahr erfuhren die mexikanischen Behörden, durch Nachrichtenberichte,  von Ramos‘ Festnahme. Seine Anwälte argumentieren, dass Mexiko bei Kapitalverbrechen oft eine zusätzliche Verteidigungsunterstützung biete und dies wohl auch geschehen wäre, wenn der Staat Mexiko sofort informiert worden wäre. Der Staat Texas weist dies mit dem Argument arrogant zurück, die zusätzliche Hilfe aus Mexiko hätte auch nicht zu einem anderen Ergebnis geführt.

Im vorherigen Jahr wurde bereits Ruben Cardenas hingerichtet. Was zu einem internationalen Aufschrei führte, da auch ihm die nötige konsularische Unterstützung vorenthalten wurde. (wir berichteten: siehe hier)

„Es ist, als ob die USA der Regierung von Mexiko und den Vereinten Nationen die Nase zudrückten…, sagte Sandra Babcock, Professorin der Cornell Law School, die sich auf internationale Fragen der Todesstrafe spezialisiert hat, im vergangenen Jahr dem Chronicle. „Und wenn ich USA sage, sollte klar sein, dass wir über Texas sprechen.“

Was in den USA auch in diesem Fall geschieht, ist mehr als Wildwuchs – Es hat Methode! – Wie erst vor kurzem das höchste Gericht des US-Bundesstaates Washington feststellte, ist die Todesstrafe eine ungerechte, rassistisch motivierte Strafe, welche sich im Besonderen gegen die Armen und Schwachen richtet. Aus diesem Grund verstößt sie klar gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten und wurde im Bundesstaat Washington aufgrund dieses Urteils abgeschafft. (wir berichteten: siehe hier)

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Robert Moreno Ramos. Der Text hat einen katholischen Glaubensbezug und kann problemlos geändert werden, sofern gewünscht:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-10/stop-execution-robert-moreno-ramos

Der Gouverneur von Texas ist wie folgt zu erreichen: https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter K.

 

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Grausame menschliche Bestien

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Edmund Zargorski

Dies war der Satz, der dem Verfasser dieser Zeilen durch den Kopf schoss, als er von der Hinrichtung Edmund Zagorskis erfuhr. Voller Angst entschied er sich für den Elektrischen Stuhl, wobei ihm seine Mörder nur die Wahl zwischen Hölle und Fegefeuer ließen.

Der US-Bundesstaat Tennessee hat Edmund Zagorski hingerichtet. Zagorski soll im Jahr 1983 zwei Männer ermordet haben. Offensichtlich das traurige Resultat eines Drogendeals. Er erhielt dafür die Todesstrafe und verbrachte 34 Jahre im Todestrakt.

Bereits am 11.10.2018 sollte Edmund Zagorski hingerichtet werden. Der Gouverneur von Tennessee hatte ihm einen Hinrichtungsaufschub von 10 Tagen gewährt.

Jedoch hätten, nach eigenen Aussagen, einige der Geschworenen ihn nicht zum Tode verurteilt, wenn sie damals die Wahl zwischen Lebenslänglich und der Todesstrafe gehabt hätten. Dies ist erst jetzt in Tennessee möglich.

Das bedeutet, Tennessee hat 34 Jahre lang den Mord an Zagorski geplant, obwohl einige der Geschworenen dagegen sind. Der zu Ermordende wurde dabei die ganze Zeit gefangen gehalten wie ein Tier, mit dem Ziel ihn dann zu „schlachten“… Schlimmer geht es wirklich kaum noch…

Seine Wahl für den elektrischen Stuhl resultiert aus Angst, furchtbare Schmerzen erleiden zu müssen, bei der Hinrichtung durch die Todesspritze, da das dabei eingesetzte Midazolam schlimmste Schmerzen nicht verhindern kann.
Laut Mark Elliott (Floridians for Alternatives to the Death Penalty FADP) sagt dazu: “Bei Injektionen mit drei Mitteln ist die Gefahr groß, dass die Wirkung des ersten schnell verfliegt und niemand das mitbekommt.” Es gebe nur einen Menschen der wisse, ob die Verwendung von Midazolam-Hydrochlorid Schmerzen verursacht, dies sei derjenige, der damit getötet wird. Zum Schluss kommt oft Kaliumchlorid zum Einsatz, wodurch es zum Herzstillstand kommt. Mark Elliott teilt mit, dass durch dieses Mittel alle inneren Organe quasi “verbrennen”.
DAS ist der Grund warum Zagorski den elektrischen Stuhl „wählte“! – Getrieben von unvorstellbarer Angst, wählte er eine andere, nicht weniger schreckliche Tötungsmethode…

…Also haben sie ihm wohl einen Teil seines Beines rasiert. Ihn an Brust und Beinen an den Stuhl gefesselt. Ihm eine metallene Schädelkappe mit Elektroden auf den Kopf gesetzt und den Schalter umgelegt… Dabei ist nicht klar, woran das Opfer stirbt. Es ist eine Kombination aus Herzstillstand und Erstickung. Das Nervensystem ist dabei gelähmt und der Körper bäumt sich auf, verkrampft. Es raucht aus dem Körper, Dampf entweicht – Das Blut beginnt quasi zu kochen. Dabei steigt die Körpertemperatur rasant und das Fleisch könnte abfallen, wenn der Körper berührt würde. Es kommt zu Verbrennungen dritten und vierten Grades. Quasi wird der Körper gekocht… Es gab z.B. zwei Hinrichtungen in Florida, dort stachen Flammen aus der Kapuze, weil aus versehen die falschen Schwämme verwendet wurden. Dabei muss der Häftling nicht immer gleich tot sein. Es kann sein, dass ein zweiter Stromstoß nötig ist. Dies geht jedoch erst, nachdem der Körper abgekühlt ist, denn vorher kann kein Arzt den Tod feststellen. Es ist eine barbarische Tötungsmethode, die als „Alternative angeboten wird“… (hier ein entsprechender Bericht)

Kein Wunder, das dem Verfasser der Satz „Grausame menschliche Bestien“ durch den Kopf schoss…

Es ist das alte Drama der Staaten in den USA, welche an der Todesstrafe festhalten. Jahrzehntelang werden die Gefangenen mit der Todeszelle (meist Einzelhaft unter schlimmsten Bedingungen misshandelt. (siehe z.B. den erschütternden Bericht von Monika K.) – Teils gehen sie mehrfach durch die Hölle, wenn sie einen Exekutionstermin bekommen, der dann kurz vorher wieder abgesagt wird, bis zum nächsten mal…

Wenn ich Briefe von Gefangenen aus den USA erhalte, kleben immer wieder Briefmarken auf dem Umschlag, mit den Worten: „Forever USA“ – Soll das wirklich immer so weitergehen? Sind die Menschen dort so verblendet, dass sie ihre eigene Grausamkeit nicht erkennen können, wenn der Hass in ihnen, woher er auch immer kommen mag, erst ihre Opfer und dann sie selbst frisst…

Wir stellen eine deutschsprachige PDF zur Verfügung, in der Gefangene über ihre Situation berichten, ihre Gefühle, ihre Angst vor der Hinrichtung. Ein erschütterndes Dokument darüber, was Todesstrafe wirklich anrichtet. (hier die PDF herunterladen)

Unser Dank gilt allen US-Amerikanern die gegen diesen Wahnsinn kämpfen. Denn, dies dürfen wir nicht vergessen, sie stehen für ein anderes, ein menschlicheres US-Amerika!

IHfL
Peter K.

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Neuer Hinrichtungstermin für Edmund Zagorski

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Edmund Zargorski

Der SUPREME COURT OF TENNESSEE AT NASHVILLE hat für Edmund Zagorski einen neuen Hinrichtungstermin festgelegt. Jetzt will der US-Bundesstaat Tennessee ihn am 01.11.2018 ermorden. (siehe PDF es Beschlusses)

Bereits am 11.10.2018 sollte Edmund Zagorski hingerichtet werden. Der Gouverneur von Tennessee hatte ihm einen Hinrichtungsaufschub von 10 Tagen gewährt.

Zagorski soll im Jahr 1983 zwei Männer ermordet haben. Offensichtlich das traurige Resultat eines Drogendeals. Er erhielt dafür die Todesstrafe und ist seit 34 Jahren im Todestrakt. Details zu seinem Fall sind hier verfügbar.

Edmund Zagorski hätte die Todesstrafe vielleicht nicht erhalten!
Er hatte ein Gnadengesuch gestellt, weil er im Todestrakt immer ein gutes Verhalten zeigte und vor kurzem einige der Geschworenen erklärten, sie hätten ihn nicht zum Tode verurteilt, wenn sie damals die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Denn zur Zeit seines Prozesses gab es nicht die Wahlmöglichkeit zwischen Lebenslänglich (ohne die Möglichkeit jemals entlassen zu werden) und der Todesstrafe.

Um es klar und deutlich zu sagen: Hätte der Prozess später stattgefunden, wäre Zagorski nicht zum Tode verurteilt worden, weil einige Geschworene sich für Lebenslänglich entschieden hätten!

Edmund Zagorski soll am 01.11.2018 sterben, gegen den erklärten Willen einiger Jurymitglieder!

IHfL
Peter K.

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South Dakota will Rodney Berget hinrichten

Rodney-Berget

Rodney Berget

Update 30.10.2018: Rodney Berget wurde hingerichtet. (siehe hier)


Der US-Bundesstaat South Dakota beabsichtigt am 29.10.2018 Rodney Berget zu ermorden.
Er wurde wegen Mordes an einem Justizvollzugsbeamten im Jahr 2011 zum Tode verurteilt.

Rodney Berget versuchte im Jahr 2011 aus einem Gefängnis zu flüchten. Bei diesem Fluchtversuch kam der Vollzugsbeamte Ronald „R.J.“ Johnson ums Leben.

Im Jahr 2016 hat Berget dann darum gebeten, dass seine Berufungen fallen gelassen werden. An einen Richter schrieb er, er befürchte, dass in South Dakota die Todesstrafe abgeschafft werden könnte und er wolle nicht den Rest seines Lebens „in einem Käfig verbringen“.  Auch sagte er: „Ich wusste, was ich tat und ich fuhr fort, es zu tun… Ich habe eine Familie zerstört. Ich nahm einen Vater, einen Ehemann, einen Großvater weg.“ Daraufhin gab es einen Rechtsstreit. Berget sei geistig behindert und insofern gar nicht in der Lage eine solche Entscheidung zu treffen. Jedoch entschied sich ein Richter für die Hinrichtung.

Rodney Berget wäre das zweite Mitglied seiner Familie, das hingerichtet würde. Im Jahr 2000 wurde sein Bruder Roger Berget wegen Mordes in Oklahoma exekutiert. Unvorstellbar was seine Hinrichtung für seine Verwandten bedeuten würde, da sie schon die Hinrichtung von Roger Berget verkraften mussten…

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Rodney Berget. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
http://org2.salsalabs.com/o/6279/p/dia/action4/common/public/?action_KEY=26516

IHfL
Peter K.

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Hinrichtung von Kwame Rockwell gestoppt

Kwame RockwellDas höchste Gericht von Texas hat die Hinrichtung von Kwame Rockwell gestoppt. Rockwell soll Schizophren sein, auch aus diesem Grund ist seine Exekution umstritten.

Kwame Rockwell wurde für schuldig befunden, während eines Überfalls, im März 2010 zwei Männer ermordet zu haben.

Rockwells Anwälte David Dow und Jeff Newberry teilten in einer schriftlichen Erklärung nach dem Hinrichtungsstopp mit, daß Rockwell nicht die nötige Kompetenz besitze um hingerichtet zu werden. Darum müsse der Staat ihn in eine Psychiatrie einweisen, wo er mit antipsychotischen Medikamenten behandelt werden sollte. Rockwell wurde sowohl von Staats- als auch von Militärärzten untersucht und bei ihm Schrizophrenie diagnostiziert. Er leide unter einer chronischen Geisteskrankheit.

Jetzt soll ein Gericht überprüfen, ob Kwame Rockwell hingerichtet werden darf. Dabei geht es um die Frage, ob er geistig dazu fähig ist getötet zu werden. Denn nach den entsprechenden Vorschriften muss ein Todeskandidat verstehen können, dass sein Tod unmittelbar bevorsteht und in der Lage sein zu erkennen, dass er für sein Verbrechen hingerichtet wird. Eine unglaubliche Perversion dieses sogenannten Rechtssystems. Diese Herrschaften und Damen wollen also ernsthaft überprüfen, inwieweit dieser Mann in der Lage ist exekutiert zu werden, weil er dazu evtl. geistig nicht fähig ist… Dabei stellt sich dem Verfasser dieser Zeilen die Frage, inwieweit es ein Zeichen einer Geisteskrankheit sein könnte, sich solche Fragen überhaupt zu stellen und einen solchen staatlichen Mord dann zu legitimieren!

Sinnvoller wäre es sicher sich dem Bundesstaat Washington anzuschließen, der vor kurzem die Todesstrafe abgeschafft hat (siehe <hier>).

IHfL
Peter K.

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Hinrichtung von schizophrenem Mann geplant

Kwame RockwellDer US-Bundesstaat Texas will am 24. Oktober 2018 Kwame Rockwell exekutieren. Er wurde für schuldig befunden, im März 2010 zwei Männer ermordet zu haben, während eines Überfalls.

Gerade erst wurde die Todesstrafe im US-Bundesstaat Washington, durch das höchste Gericht für Verfassungswidrig erklärt. Die Richter führen aus, dass die Anwendung der Todesstrafe uneinheitlich stattfindet und dabei häufig vom Ort des Verbrechens, der Herkunft des Täters und seinem Wohnort abhänge. Ein Klarer und deutlicher Hinweis auf Rassismus und die Tatsache, dass fast nur arme Menschen zum Tode verurteilt werden. Das Urteil liegt <hier> als PDF vor.

Vollkommen unbeeindruckt von dieser höchstrichterlichen Entscheidung des Supreme Courts eines anderen Bundesstaates, geht Texas weiter den Weg der primitiven Rache und des staatlichen Mordes. Dabei gibt es im Fall Kwame Rockwell, neben den Argumenten aus Washington noch einen anderen wichtigen Grund, der gegen seine Hinrichtung spricht. Bei Rockwell wurde Schizophrenie diagnostiziert! Insofern ist fraglich, ob er das ihm vorgeworfene Verbrechen überhaupt im vollen Bewusstsein seiner geistigen Kräfte begangen hat. Dies wurde laut seiner Anwälte beim Prozess nicht zur Sprache gebracht.

Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Kwame Rockwell. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://org2.salsalabs.com/o/6279/p/dia/action4/common/public/?action_KEY=26487

IHfL
Peter K.

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Bundesstaat Washington schafft Todesstrafe ab

deathpenalty-ihfl-kl2Der US-Bundesstaat Washington zeigt dem martialischen Rest der USA was der richtige Weg ist. Mit der Begründung sie sei Verfassungswidrig schafft Washington die Todesstrafe ab, nachdem das höchste Gericht des Bundesstaates entsprechend geurteilt hat.

Das höchste Gericht des Bundesstaates Washington hat dabei klare Worte in der Urteilsbegründung gefunden. Worte, die sich alle Staaten, die noch an der grausamen Strafe festhalten, zu Gemüte führen sollten!

Die Richter führen aus, dass die Anwendung der Todesstrafe uneinheitlich stattfindet und dabei häufig vom Ort des Verbrechens, der Herkunft des Täters und seinem Wohnort abhänge. Ein Klarer und deutlicher Hinweis auf Rassismus und die Tatsache, dass fast nur arme Menschen zum Tode verurteilt werden.

Washington ist der 20. US-Bundesstaat, der die Todesstrafe abgeschafft hat.

Das original Urteil kann hier als PDF gelesen werden.

IHfL
Peter K.

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Zwei Hinrichtungen in den USA

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Update3 (25.10.2018): Leider hat ein Gericht für Edmund Zagorski einen neuen Hinrichtungstermin festgelegt. Auf den 1. November. (siehe folgende PDF)

Update2: (12.10.2018): Der Gouverneur von Tennessee hat Edmund Zagorski einen Hinrichtungsaufschub von 10 Tagen gewährt, damit sich verschiedene Gerichte mit seinem Fall befassen können. Wahrscheinlich wird der Aufschub jedoch wesentlich länger dauern.

Update!: Das Berufungsgericht von Texas hat die Hinrichtung von Juan Segundo, die für den 10.10. geplant war, gestoppt

In den nächsten Tagen beabsichtigen gleich zwei Bundesstaaten der USA einen Menschen zu ermorden. Am Mittwoch, den 10.10.2018 soll Juan Segundo in Texas sterben. Am Donnerstag, den 11.10.2018 will Tennessee  Edmund  Zagorski hinrichten.


Juan Segundo wird ein schreckliches Verbrechen vorgeworfen.
Er soll im Jahr 1986 ein junges Mädchen getötet haben. Viele Jahre wurde kein Täter gefunden, weitere Jahre später wurde Segundo durch einen DNA-Vergleich als Täter überführt. Er erhielt 2007 dafür die Todesstrafe. Details zu seinem Fall sind hier verfügbar.


Edmund Zagorski hätte die Todesstrafe vielleicht nicht erhalten!
Zagorski soll im Jahr 1983 zwei Männer ermordet haben. Offensichtlich das traurige Resultat eines Drogendeals. Er erhielt dafür die Todesstrafe und ist seit 34 Jahren im Todestrakt. Details zu seinem Fall sind hier verfügbar.

Er hat ein Gnadengesuch gestellt, weil er im Todestrakt immer ein gutes Verhalten gezeigt hat und vor kurzem einige der Geschworenen erklärten, sie hätten ihn nicht zum Tode verurteilt, wenn sie damals die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Denn zur Zeit seines Prozesses gab es nicht die Wahlmöglichkeit zwischen Lebenslänglich (ohne die Möglichkeit jemals entlassen zu werden) und der Todesstrafe.

Um es klar und deutlich zu sagen: Hätte der Prozess später stattgefunden, wäre Zagorski nicht zum Tode verurteilt worden, weil einige Geschworene sich für Lebenslänglich entschieden hätten!

Der Gouverneur von Tennessee Bill Haslam hat jedoch angekündigt, dass er nicht bereit ist die Hinrichtung von Edmund Zagorski zu stoppen.
So soll er also am 11.10. sterben, gegen den erklärten Willen einiger Jurymitglieder!

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! –Unabhängig von der schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.

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Texas richtet Daniel Acker hin

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Daniel Acker

Der US-Bundesstaat Texas hat Daniel Acker hingerichtet. Er wurde wegen Mordes an seiner Freundin Marquetta George im Jahr 2000 zum Tode verurteilt. Wir berichteten über seinen Fall vorab (siehe hier).

Bereits einen Tag vorher exekutierten sie Troy Clark in dem gleichen Raum, in dem die Henker nun Daniel Acker umgebracht haben. Laut Texastribune hat Acker kein letztes Statement abgegeben.

Stunden nachdem das höchste Gericht der USA den letzten Antrag von Acker abgelehnt hatte, wurde er in die Todeskammer in Huntsville gebracht. Dort verabreichten sie ihm kurz nach 18 Uhr (Ortszeit) eine tödliche Überdosis Pentobarbital. Das gleiche Gift mit dem sie auch einen Tag vorher Troy Clark ermordeten. Um 18:25 Uhr wurde Acker für tot erklärt.

Laut einer Zeugenliste nahm der Bruder von Marquetta George als Zeuge teil. Acker selbst hatte zuletzt keine Freunde oder Familie mehr, laut Texastribune

Acker hatte die Entführung nicht bestritten. Jedoch gibt es mehrere Theorien was dann geschah. Die Haupttheorie der Staatsanwaltschaft lautete, dass Acker seine Freundin erwürgte und sie dann mit seinem Wagen überfuhr. Später stellte jedoch ein Experte des Staates fest, dass Georges Verletzungen nicht mit einer Strangulation übereinstimmen würden. Dann meinte ein Bundesrichter, sie wäre bewusstlos gewesen, als sie von Acker überfahren wurde.

Ackers Anwalt stellte in Zweifel, ob es überhaupt ein Mord gewesen ist. Er teilte mit: „Herr. Acker wurde wegen der Theorie angeklagt und verurteilt, dass er das Opfer Marquetta George entführt habe und sie dann während des Fahrens erwürgte, eine Theorie, die der Staat jetzt vor dem Bundesgericht verleugnet hat. „

Daniel Acker hatte sich nach dem Tod seiner Freundin selbst der Polizei gestellt. Er gestand sie entführt zu haben. Aber den Mord bestritt er. Es sei ein tragischer Unfall gewesen.

Wie es auch immer gewesen ist. Der Bundesstaat Texas macht gnadenlos mit seinen Hinrichtungen weiter. Wir können uns nur angewidert von diesem mordenden Staat, der längst den Weg der Zivilisation verlassen hat, abwenden. Unser Dank gilt all denen welche die Fahne in Texas gegen die Todesstrafe hochhalten. Denn auch das ist eine unumstößliche Wahrheit – Nicht alle Texaner sind mit den staatlichen Morden einverstanden!

https://www.youtube.com/watch?v=sSoHWJFRPxM
IHfL
Peter K.

 

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