Erste Hinrichtung des Jahres in Texas?

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Anthony Shore

Der US-Bundesstaat will am 18.01.2018 Anthony Shore (55) exekutieren. Er wurde für schuldig befunden vier Frauen und Mädchen in der Zeit von 1986 bis 1995 ermordet zu haben. Dafür erhielt er die Todesstrafe. Anthony Shore selbst soll während seines Prozesses die Todesstrafe für sich gefordert haben.

Shore sollte bereits am 18.10.2017 hingerichtet werden, bekam jedoch einen Aufschub.

Shore scheint eine krankhafte Neigung zur Strangulation zu haben und seine Opfer wohl aus sexuellen Motiven getötet zu haben. Es stellt sich in solch einem Fall natürlich die Frage der Schuldfähigkeit…

Wir sind auf jeden Fall grundsätzlich gegen die Todesstrafe und halten auch die bevorstehende Hinrichtung für falsch, zumal einem kranken Menschen eher eine medizinische Behandlung zuteil werden sollte.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Anthony Shore. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug: https://org2.salsalabs.com…

Über folgende Wege kann der Gouverneur von Texas erreicht werden:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter K.

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Lancelot Armstrong Kalender 2018

Auch für 2018 bieten wir einen kostenlosen Kalender mit einem Gemälde von Lancelot Armstrong an.
Der Ausdruck wird auf DinA4 Papier empfohlen.

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Die PDF-Druckvorlage kann < hier > geladen werden

IHfL
Peter K.

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Frohe Weihnachten

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IHfL
Peter K.

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Todesstrafe USA: Neue tödliche Experimente

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Zunehmend haben die staatlichen Mörder der USA Schwierigkeiten noch an die Medikamente zu kommen, um im Namen des Rechts zu töten. Jetzt wollen einige Staaten das Schmerzmittel Fentanyl bei Hinrichtungen einsetzen, wie die „Washington Post“ berichtet. Eine Droge die wesentlich stärker ist als Heroin und an der viele Abhängige durch Überdosis sterben.

Es sind die Justizvertreter von Nevada und Nebraska die zukünftig Fentanyl für Exekutionen einsetzen wollen, da in den letzten Jahren es immer schwieriger für sie wurde, die bis jetzt üblichen Medikamente zu bekommen. Schon seit langem weigern sich die meisten Hersteller solcher Stoffe sie für Hinrichtungen zu liefern. Mit Hilfe von Fentanyl wollen Nevada und Nebraska nun den Boykott durch die Medikamentenhersteller durchbrechen, da Fentanyl derzeit sehr leicht zu beschaffen ist.

Bereits für 2018 ist nun eine Exekution mit dem neuen Gift vorgesehen. Dies könnte jedoch noch durch Gerichte gestoppt werden. Vertreter dieser Bundesstaaten jedenfalls sind derzeit nicht bereit dieses Vorhaben zu bestätigen, um möglichst wenig Aufsehen darum zu erregen…

Es gibt viele Ärzte die den neuen Giftcocktail für unsicher halten. Heißt, es könnte zu unvorhergesehenen Reaktionen kommen, bis hin zu schrecklichsten Schmerzen. Jedoch hätte das Opfer keine Möglichkeit auf seine schreckliche Lage aufmerksam zu machen, da es durch andere Medikamente, welche gleichzeitig gegeben werden, gelähmt wäre. So würde der Todeskandidat einen grausamen Todeskampf erleben… Aber auch mit den bisherigen Mitteln gab es schlimme Katastrophen: hier ein besonders erschreckendes Beispiel…

Auch andere Staaten denken über neue Methoden nach. So hat der US-Bundesstaat Mississippi mittlerweile die Tötung durch Gas (Stickstoff) erlaubt und weiter Staaten denken über Erschießungen und auch über eine Wiedereinführung des elektrischen Stuhls nach.

Auf jeden Fall machen diese neuen Entwicklungen eines deutlich. Den Befürwortern der Todesstrafe ist kein Schreckensszenario zu schlimm, um nicht darüber nachzudenken, es an Menschen auszuprobieren. Sie degradieren Menschen zu Schlachtvieh… Wobei es lediglich darum geht, eine Methode zu finden, das Leben ihrer Opfer zu beenden, ja sie aus der Gemeinschaft der Menschheit auszustoßen – Oft gerade in besonders gläubigen, christlich geprägten Staaten, wo doch ihr Herr Jesus Christus sagte: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“Und so töten sie nicht nur ihren Glauben, sondern sie töten den an den sie glauben… Darüber sollten sie vielleicht noch mal nachdenken…

IHfL
Peter K.

 

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Todesstrafe in Hessen – Volksentscheid über die Frage der Todesstrafe

Hessen ist das einzige Bundesland in Deutschland, das bis heute noch die Todesstrafe hat.

In der bisherigen Hessischen-Verfassung steht in Artikel 21 dazu:

„(1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden.
Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.“

Das die Todesstrafe in Hessen nicht ausgeführt wird liegt daran, das Bundesrecht das Landesrecht bricht…

Jetzt scheint sich aber etwas zu tun… Nach unseren Informationen soll es Ende 2018 dazu eine Volksabstimmung geben… Aber einer Änderung der Verfassung muss nicht nur der Landtag zustimmen, sondern auch die Bevölkerung…

Ein Problem dabei ist, das man nun Angst hat, dass die eigene Bevölkerung vielleicht gegen die Abschaffung der Todesstrafe stimmen könnte… Denn viele Menschen schreien bei bestimmten Verbrechen nach brutalen Strafen…

Doch wer bei einem Volksentscheid gegen die Abschaffung der Todesstrafe stimmt,
verstößt unserer Ansicht nach gegen die Allgemeinen Menschenrechte, da in Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eindeutig festgehalten ist, dass „jeder das Recht auf Leben hat.“

Der letzte Versuch die Todesstrafe in Hessen abzuschaffen scheiterte im Jahre 2005…

IHfL
Kai Friedrich

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Ohio: Hinrichtung fehlgeschlagen

Der US-Bundesstaat Ohio hat die Exekution von Alva Campbell am Mittwoch abgebrochen, weil das Personal keine passende Vene gefunden hat, für die Injektion des Giftes. Alva Campbell ist ein alter, kranker Mann mit 69 Jahren. Er soll 1997 Charles Dials erschossen haben. Im Jahr 1998 wurde er dafür zum Tode verurteilt. Einen Großteil seiner Jugend verbrachte er in staatlichen Einrichtungen. Jetzt hat dieser Staat versucht ihn zu töten.
usa_death_penalty2Die Henker versuchten eine Vene in seinen Armen zu finden, da dies nicht gelang suchten sie weiter in seinem rechten Bein unterhalb des Knies. Mit Hilfe eines Gerätes suchten sie nach einer „brauchbaren“ Vene. Es war ein Gerät mit einem roten, blinkenden Licht, wird berichtet. Währenddessen „trösteten“ seine Henker ihn, indem sie ihm auf die Schulter und den Arm klopften.

Dann nach ca. 80 Minuten der Suche wurden die Medienzeugen gebeten zu gehen, ohne dass man ihnen mitteilte, was nun weiter geschehen würde.

Gary Mohr (Leiter des „Ohio Department of Rehabilitation and Correction“) sagte, der Zustand von Campbells Adern habe sich seit Dienstag verändert. An diesem Tag wurden sie kontrolliert. Nachdem er mit dem sogenannten „medizinischen Team“ (wir bevorzugen „Henkerteam“) gesprochen habe, ging er davon aus, dass es nicht möglich sei eine geeignete Ader bei Campbell zu finden.

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Alva Campbell

Alva Campbell wird wieder in den Todestrakt zurück gebracht und es soll neue Überlegungen für ein nächstes Hinrichtungsdatum geben.

Genau vor solchen Problemen hatten die Anwälte Campbells gewarnt, der zudem extreme Atemprobleme hat und darum nicht im Liegen hingerichtet werden kann. Seine Anwälte versuchten auch mit Nachdruck auf seine schreckliche Kindheit aufmerksam zu machen, in der er schwer misshandelt wurde. Auch in der langen staatlichen Obhut machte das Kind traumatisierende Erfahrungen, so betonte seine Verteidigung.

Dieser Hinrichtungsversuch war nicht nur ein Versuch. Dieser Versuch war ein grausames Ritual, mit dem das Opfer spätestens seit dem Tag des Bekanntwerdens seines Hinrichtungsdatum auf schrecklichste Weise gequält wurde…

Weitere Informationen zu Campbells Fall sind hier zu finden.

Was bleibt… Entsetzen, Wut, Verzweiflung über ein verbrecherisches System, das von blindwütiger Rache getrieben scheint… Entsetzen, Wut, Verzweiflung über Teile eines Volkes, welches diese grausame und von niederen Instinkten geprägte Justiz fordert und anscheinend nicht genug davon bekommen kann. Ein pervertiertes, krankes Volk für das Gouverneure staatliche Morde begehen, um deren Stimmen bei der nächsten Wahl zu bekommen…

Und wir sind froh über die US-Amerikaner, die sich gegen diese martialische Strafe stellen, denn auch das sind die USA: Immer mehr Menschen die die Todesstrafe ablehnen.

Helfen wir mit, dass es immer mehr werden!

IHfL
Peter K.

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Ohio will Alva Campbell hinrichten

 

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Alva Campbell

Der US-Bundesstaat Ohio will am  15. November 2017 Alva Campbell (69) hinrichten. Er soll 1997 Charles Dials erschossen haben. Im Jahr 1998 wurde er dafür zum Tode verurteilt. Im Berufungsverfahren wurde dieses Urteil jedoch aufgehoben und im Jahr 2001 erhielt er jedoch wieder die Todesstrafe.

Alva Campbell hat fast sein ganzes Leben in staatlichen Einrichtungen verbracht. Schon in der Jugend wurde er fast ausnahmslos durch Einrichtungen des Staates erzogen. Dabei gab es laut Aussage eines Soziologen nie einen richtigen Betreuungsplan. Das Berufungsgericht stellte im Jahr 2012 fest, dass Cambell in seinem Elternhaus 10 Jahre schwer misshandelt wurde und die Erziehung in staatlicher Obhut für ihn „größtenteils negative“ Auswirkungen hatte. Darüber wurden die Geschworenen im ursprünglichen Verfahren jedoch nicht unterrichtet, dort erhielten sie nur Informationen über die ersten zehn Jahre seiner Kindheit. Das Berufungsgericht urteilte jedoch, die staatliche Obhut hätte in seinem Fall lediglich steigernde Wirkung gehabt.

Vor dem Begnadigungsausschuss am 12. Oktober sagte der damalige Verteidiger Campells er hätte damals leider ein falsches Bild vermittelt, weil er den Fehler gemacht habe, sich auf die ersten 10 Jahre seiner Kindheit zu konzentrieren. Dadurch wäre der Eindruck erweckt worden, das Leben des Angeklagten hätte durch das Eingreifen des Staates eine positive Wendung genommen. Jedoch konnte sich der Ausschuss nicht dazu durchringen Campell zu begnadigen. Ein Mitglied des Gremiums stimmte aber für die Begnadigung. Sie meinte es sei im Interesse der Gerechtigkeit ihn zu begnadigen, da auch die staatliche Fürsorge für eine weitere Verkümmerung seiner geistigen und emotionalen Entwicklung verantwortlich sei.

Aufgrund der seit 2003 sich immer mehr verschlechternden Gesundheitssituation Campells besteht die Gefahr, dass das setzen der Giftspritze bei ihm „paradoxe Reaktionen“ hervorrufen kann, wie vor kurzem in einem eingelegten Rechtsmittel beschrieben wurde. Dies wurde am 25. Oktober vom Berufungsgericht abgelehnt. Jedoch eine der Richterinnen sprach sich für das Rechtsmittel und sagte: „Es gibt Situationen, in denen es als Akt blindwütiger Vergeltung anzusehen wäre, eine Person zu töten, um deren geistige Gesundheit es sehr schlecht bestellt ist; und es gibt Situationen, in denen es als Akt blindwütiger Vergeltung anzusehen wäre, eine Person zu töten, um deren körperliche Gesundheit es zunehmend schlecht bestellt ist.“

Damit hat diese Richterin ein klares Statement abgegeben!

Teilnehmen bei der Aktion von Amnesty International für Alva Campbell:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-4
Dort kann mit einem Klick eine vorgefertigte Nachricht verschickt werden.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für  Alva Campbell. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat er einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2017-11/stop-execution-alva-campbell-jr

Wir danken allen, die sich für Alva Campbell einsetzen.

IHfL
Peter K.

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Zwei Exekutionen in den USA vollzogen

P. Hannon / R. Cardenas

P. Hannon / R. Cardenas

Sowohl der US-Bundesstaat Florida, als auch der US-Bundesstaat Texas haben am 8.11.2017 eine Hinrichtung vollzogen. In beiden Fällen haben die Gefangenen beteuert, die ihnen vorgeworfenen Morde nicht begangen zu haben. Patrick Hannon wurde in Florida kurz nach der ablehnenden Entscheidung des US-Supreme-Courts, mit rund zwei Stunden Verzögerung, ermordet. Ramirez R. Cardenas ist durch Texas mit ca. vierstündiger Verspätung ermordet worden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in beiden Fällen unschuldige Männer durch die beiden Bundesstaaten hingerichtet wurden.

Wir waren aus bestimmten Gründen an dem schrecklichen Geschehen sehr nahe dran… Darum möchten wir hier nichts weiter schreiben. Im Moment haben wir keine Worte mehr…

Vielmehr möchten wir mit unserer neuen Broschüre drei Gefangene, Michael Lambrix, Patrick Hannon und Lancelot Armstrong, selbst zu Wort kommen lassen. Die PDF kann hier geladen werden:
http://www.lancelot-armstrong.de/temp/lambrix_hannon_armstrong.pdf

Als Heft im DinA5 Format kann die Broschüre auch bei uns gegen Kostenbeteiligung bestellt werden – gerne auch mehrere Exemplare um sie weiterzugeben (dazu sendet ihr bitte eine Mail an info@lancelot-armstrong.de). Nachdruck oder auch Weitergabe der PDF erlauben wir natürlich auch, solange nichts an der Broschüre verändert wird.

IHfL
Peter K.

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Arkansas: Geisteskranker soll sterben – Gesicht oft blutüberströmt

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Jack Greene

Update 8.11.17: Das Höchste Gericht von Arkansas hat die Hinrichtung gestoppt, weil ein Richter mehr Informationen darüber haben will, mit welchen Medikamenten Jack Greene getötet werden soll.


Am 09.11.2017 soll Jack Greene (62) durch den US-Bundesstaat Arkansas hingerichtet werden, obwohl ihm eine schwere psychotische Erkrankung attestiert wurde und er darum wohl kaum verstehen kann, warum er hingerichtet werden soll. Vielmehr glaubt er an eine Verschwörung. Greene soll im Jahr 1991 Sidney Burnett ermordet haben und erhielt dafür die Todesstrafe.

Der psychische Zustand Greene’s verschlechterte sich mit den Jahren der Gefangenschaft immer mehr und so wurde er 2004 in das Hochsicherheitsgefängnis Varner Supermax Unit verlegt. Dort wird er einer unglaublichen Folter ausgesetzt: 24 Stunden am Tag muss er in einer 3,6 x 2,3 Meter großen Zelle ganz allein verbringen, gefangen hinter einer dicken Stahltür. Laut seinen Anwälten hat er seine Zelle seit dem kaum verlassen – die ganze Zeit lebt er dort in vollkommener Isolation.

Greene glaubt das Opfer einer Verschwörung zu sein. Dabei fühlt er sich von einem Komplott zwischen dem ehemaligen Gouverneur Mike Huckerbee, dem früheren Generalstabsanwalt Mike Beebe, den beauftragten Anwälten und hochrangigen Vertretern der Gefängnisbehörde bedroht. Er ist davon überzeugt, dass sie das schwarze Personal des Todestraktes dazu bringen, ihm sein Gehirn zu verletzen, mittels Erschütterungen. Dadurch, so glaubt er, würden alle 31 Spinalnerven zerstört. Untersuchungen ergaben jedoch logischerweise keine Hinweise auf solche Verletzungen.

Greene’s Anwälte beschreiben seinen Zustand unter anderen wie folgt: „Greene verdreht seinen Körper, legt sich auf den Boden oder macht einen Kopfstand, um sich so vor den vermeintlichen körperlichen Schmerzen zu schützen. Meistens steckt er sich seine Finger oder Papier in Nase und Ohren. Deswegen hat er oft Nasenbluten und sein Gesicht ist blutüberströmt. Zu seinen Rechtsbeiständen und anderen sagte Greene, dass er seine Toilette als Schreibtisch nutzen müsse … Greene isst seine Mahlzeiten aus dem Waschbecken.“ – Dies wird auch von dem Anstaltspersonal bestätigt.

Vor kurzem ergab eine psychiatrische Untersuchung, dass Greene an einer psychotischen Störung leidet, die sich vor allem in „körperlichen Wahnvorstellungen und Verfolgungswahn“ zeigt. Der untersuchende Psychiater bestätigt: „Herr Greene versteht seine Hinrichtung als eine weitere Stufe in einem umfassenden Plan, ihm körperlich zu schaden.“ In der Anamnese zeigten sich „zahlreiche wichtige Schlüsselfaktoren, die zur Ausbildung einer psychotischen Störung führen können.“ Wie „ein häufiges Auftreten schwerer psychischer Erkrankungen innerhalb der Familie“, „extreme Armut“, eine „Dauerbelastung durch schwerwiegende Traumata in der Kindheit“, eine „traumatische Hirnverletzung“, eine „Geschichte der Selbstverletzung“ sowie die „anhaltende Einzelhaft“.
Ein weiterer Psychiater bestätigte im Oktober bei ihm eine wahnhafte Störung und folgert, „Da Herr Greene seine Hinrichtung in seinen Verfolgungswahn und seine körperlichen Wahnvorstellungen integriert hat, kann er sie rational nicht erfassen.“

Was soll das! – Was ist los in Arkansas? – Die Verfassung der USA verbietet klar und deutlich Hinrichtungen von geistig kranken Menschen. Dennoch will Arkansas einen Gefangenen hinrichten, der nicht in eine Gefängniszelle gehört, sondern in ein Krankenhaus. Sind die Verantwortlichen in Arkansas schon so geistig und seelisch verarmt, dass sie ihr verbrecherisches Vorhaben selbst nicht mehr erkennen können? – Ja gehören sie vielleicht sogar selbst in eine Psychiatrie, weil sie in ihrem Rachewahn gar nicht mehr begreifen können, wie sehr sie einen der schwächsten der Schwachen misshandeln und ermorden wollen? – Es tun sich Abgründe auf…
and deliver us from evil-lambrix
Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Jack Greene. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat er einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2017-11/stop-execution-jack-greene

Teilnehmen bei der Aktion von Amnesty International für Jack Greene:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-2
Dort kann mit einem Klick eine vorgefertigte Nachricht verschickt werden.

Wir danken allen, die sich für Jack Greene einsetzen.

IHfL
Peter K.

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Wieder Exekution eines Unschuldigen?

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Ruben R. Cardenas

Der US-Bundesstaat Texas will am 8. November 2017 Ruben R. Cardenas (47) hinrichten, für einen Mord, den er wahrscheinlich nicht begangen hat. Im Jahr 1998 wurde er zum Tode verurteilt, wegen Mordes im Jahr 1997. Seitdem wird er im Todestrakt von Texas gequält – misshandelt durch die schrecklichen Umstände dort und dem Wissen, dass der Staat ihn ermorden will.

Es ist wieder so eine Geschichte, wo dem Autor dieser Zeilen einfach „die Spucke wegbleibt“! – Nicht nur, dass Ruben R. Cardenas wahrscheinlich unschuldig ist – man hat ihm auch seine konsularischen Rechte verweigert. Seine Hinrichtung wäre allein dadurch ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht, wie Amnesty International deutlich auf seiner Webseite schreibt.

Ruben R. Cardenas ist mexikanischer Staatsbüger und wurde 1997 des Mordes, an seiner Cousine Mayra Laguna (16), angeklagt. Erstaunlicherweise hat niemand der die Entführung des Mädchens beobachtete, im Verhör durch die Polizei, Ruben R. Cardenas als Täter identifiziert. Eine dieser Zeugen war die jüngere Schwester des Opfers. Das Gericht stützte sich auf Aussagen des Angeklagten selbst (nach tagelangem Verhör). Diese Aussagen waren jedoch geprägt von Details, die mit den Sachbeweisen unvereinbar sind. Ruben R. Cardenas sagte beim Polizeiverhör aus, er hätte Sex mit dem Opfer vor dem Mord gehabt. Bei Untersuchungen des Opfers ließen sich jedoch keinerlei Spuren, die auf Geschlechtsverkehr hinweisen, feststellen. Auch Belege für sexuelle Gewalt fanden sich nicht. Zudem erhielt Ruben R. Cardenas erst 11 Tage nach seiner Verhaftung einen Rechtsbeistand.

Ein Antrag seiner Verteidigung versucht nun eine DNA-Untersuchung zu erreichen. Dafür würden Fingernägel des Opfers zur Verfügung stehen. Ein DNA-Experte unterstützt diesen Antrag. Er meint, ein einziger Fingernagel des Opfers würde für eine solche Untersuchung reichen.

Sein Verhör wurde ohne konsularischen Beistand vollzogen. Eigentlich hätte Ruben R. Cardenas das sofortige Recht gehabt, sich an das mexikanische Konsulat zu wenden. Obwohl dieses Recht im Artikel 36 des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen verbrieft ist, hat ihn niemand darüber informiert. So fand das Verhör sogar ohne JEDEN rechtlich Beistand statt. Im Jahr 2004 urteilte der Internationale Gerichtshof, die USA hätten im Fall von Ruben R. Cardenas gegen das Wiener Abkommen verstoßen. Dieses Urteil wird durch die USA ignoriert! – Im Jahr 2008 urteilte der Oberste Gerichtshof der USA, das Urteil des Internationalen Gerichtshofes sei für die USA zwar eine „völkerrechtliche Verpflichtung“, wäre aber „nicht automatisch innerstaatliches Recht“. Für die Umsetzung dieses Entscheids wäre der Kongress zuständig. Dieser hat aber bis heute keine entsprechenden Durchführungsgesetze beschlossen.

Dies ist wieder so ein Fall, der dem selbsternannten Weltpolizisten USA „alle Ehre“ macht. Dieser Staat tritt die Menschenrechte mit Füßen! – Es ist ein Unrechtsstaat! – Für dessen Justiz blinde Rache wichtiger scheint, als klarer Menschenverstand…

Zur Petition von Amnesty International:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-texas

Über folgende Wege kann der Gouverneur von Texas erreicht werden:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Wir danken allen, die sich dafür einsetzen, dass die Hinrichtung von Ruben R. Cardenas gestoppt wird.

Wichtig: Wir bitten auch darum sich auch für Patrick Hannon einzusetzen. Er soll durch den US-Bundesstaat Florida, ebenfalls am 8. November 2017, exekutiert werden: https://wp.me/p2X1th-372

IHfL
Peter K.

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