Florida: Justiz-Irrsinn im Todestrakt

Lancelot Armstrong
(nach einem Foto gezeichnet von Urban Schärli)

Lancelot Armstrong wird seit 1991 im Todestrakt von Florida gefoltert, für ein Verbrechen, dass, wie er stets beteuert, nicht begangen hat. Er soll 1990 einen Polizisten erschossen haben. Jedoch gibt es Hinweise, die vermuten lassen, dass er nicht der Mörder ist. Jetzt soll seine Strafe neu verhandelt werden, da das Todesurteil gegen ihn aufgehoben wurde.

Mit diesem Worten begann unser Artikel im Januar 2017. Schon bald konnten wir das Urteil der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. (original Urteil des Supreme Court of Florida)

Skandal!
Bis heute, 13. Oktober 2020, ist nichts, aber auch rein gar nichts passiert! – Nach wie vor sitzt Lancelot Armstrong in der Todeszelle. 23 Stunden am Tag vollkommen isoliert. Und dies obwohl derzeit kein gültiges Urteil gegen ihn existiert!

Lancelot Armstrong hat uns in der Vergangenheit viele schlimme Vorkommnisse berichtet. Auch über Menschen, die alle Hoffnung verloren, sich aufgegeben haben und nur noch lethargisch in ihren Zellen herumhängen, die völlig am Ende sind… Es gibt auch Suizidversuche in den Todestrakten. Das ist auch kein Wunder, wenn wir bedenken, welcher Folter die Gefangenen ausgesetzt sind, allein schon die Einzelhaft mit Todesandrohung, über teils Jahrzehnte, ist grausame Folter!

Unrechtsstaat
Ein Staat, der einen Menschen in einer Einzelzelle einsperrt, ohne gültiges Urteil ist ein Unrechtsstaat. Alle die sich daran beteiligen begehen schwere Verbrechen gegen das Recht und die Menschlichkeit.

Nach wie vor wartet Lancelot Armstrong darauf den versprochenen, neuen Prozess zu bekommen. Wobei es dabei nur um die Strafe geht – nicht darum ob er schuldig ist oder unschuldig. Diesmal kann gegen ihn nur die Todesstrafe verhängt werden, wenn alle 12 Jurymitglieder dafür sind. Bei den früheren Verhandlungen waren jeweils 3 Jurymitglieder gegen die Todesstrafe, der Richter jedoch hat sich darüber hinweggesetzt und Lancelot Armstrong zum Tode verurteilt. Diese Macht der Richter in Florida wurde vom Supreme Court der USA im Fall „Hurst“ für nicht zulässig erklärt. Darum auch die Aufhebung des Todesurteils gegen Lancelot Armstrong.

Hunger im Todestrakt
Uns wurde von Insidern mitgeteilt, dass mittlerweile im Todestrakt von Florida teilweise gehungert wird. Da wegen der Covid-19 Krise die Versorgung mit Nahrungsmitteln stark eingeschränkt wurde. Und dies obwohl eine gesunde Ernährung in den Todestrakten eh kaum möglich ist. Menschen die keine finanzielle Unterstützung von Draußen erhalten, sind chronisch unterversorgt. In einem Küchenbereich soll es auch mehrere Covid-19 Fälle gegeben haben. Das Personal wiederum hält sich nur unzureichend an die Hygieneregeln. So wurde uns berichtet, dass Beamte teilweise ohne Mundschutz herumlaufen und wenig Abstand beim Kontakt mit Gefangenen halten.

Irrsinn
Um den Irrsinn, der im Todestrakt von der Gefängnisleitung durchgezogen wird, mit einem kleinen Beispiel ein Gesicht zu geben, möchten wir hier zum Abschluss über eine kleine Anekdote berichten, welche die ganze Willkür, der die Gefangenen im Todestrakt ausgesetzt sind, deutlich macht. Und dies ist wirklich! nur ein einziges Beispiel von vielen:

Stehen verboten!
Vor ein paar Tagen erhielten wir eine Nachricht, dass eine E-Mail zensiert wurde. Zunächst dachten wir, eine E-Mail an einen Gefangenen in Texas wurde zensiert, die wir ihm geschrieben hatten. Denn der Mailservice Jpay teilte uns nicht mit um welche Mail es sich handelte. Dann vermuteten wir, das unsere E-Mail an Lancelot Armstrong zensiert wurde und fragten bei ihm nach. Nach einiger Zeit antwortete er uns, dass eine E-Mail zensiert wurde, die er an uns geschickt hatte. Kritisiert wurde das von ihm an die Mail angehängte Foto. Es sei verboten Bilder zu verschicken, auf denen er stehen würde. Vielmehr müsse er sich hinsetzen, bei einem solchen Foto. Eine solche Regelung wurde ihm nie bekannt gegeben. Mal ganz davon abgesehen, dass eine solche Vorschrift sich einem intelligenten Menschen nicht erklärt. Offensichtlich regiert dort der Irrsinn auf höchster Ebene. Die Kosten für die zensierte Nachricht wurden Lancelot Armstrong „natürlich“ nicht ersetzt. Um das Ganze der verblüfften Leserschaft zu verdeutlichen, hier noch zwei Fotos, die Lancelot Armstrong uns vor einiger Zeit erfolgreich geschickt hatte, ohne jede Zensur – und zwar „Stehend“ und nicht, wie die Vorschrift angeblich lautet „Sitzend“:

Wir verneigen uns vor der hohen Intelligenz der niederen Beweggründe eines vor Dummheit strotzenden Gefängnissystems! Und rufen alle Leser dazu auf: Unterstützt Lancelot Armstrong in seinem Kampf um Gerechtigkeit und sein Leben. Wir bieten viele Möglichkeiten dazu. Vom einmaligen Spenden bis hin zu unserem Patenschafts-Program.

Zeigt mit Eurer Unterstützung den Gefängniswärtern, dass Lancelot Armstrong nicht allein ist und schreibt Protestbriefe gegen die Menschenwürdigen Umstände im Todestrakt an den Sekretär der Strafvollzugsbehörde in Florida:
Florida Department of Corrections
Mr. Mark S. Inch,
(Secretary of the F.D. of Corrections)
501 South Calhoun Street
Tallahassee, FL 32399-2500
USA

Nehmt an unserem Patenschafts-Program teil
Spendet für Lancelot Armstrong

Wir dürfen nicht schweigen, im Angesicht des Unrechts und der Unmenschlichkeit, die das Todesstrafensystem hervorruft. Wir danken allen Unterstützern!

IHfL
Peter K.

Quellen:
http://www.supremecourt.gov/opinions/15pdf/14-7505_5ie6.pdf
http://www.lancelot-armstrong.de/lancelot_armstrong_documents/Armstrong_vs_Florida_-_Supreme_Court_Florida_Jan_2017.pdf
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/02/01/lancelot-armstrong-uebermittelt-urteil/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/09/04/lancelot-armstrong-immer-noch-im-todestrakt-deutsche-uebersetzung-des-urteils-zur-aufhebung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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#singforgrace2020 – Peter K. singt & spielt für Todkrankes Mädchen „Grace Mertens“

Heute mal was anderes: Peter K. singt und spielt für Grace Mertens

Ein tapferes Mädchen liegt im Sterben… Peter (von unserer IHfL) dachte sich, er spiele auch mal für Grace, so wie es sich ihre Mutter wünscht…

Im Jahr 2017 war Grace Mertens in der Castingshow „The Voice Kids“. Grace ist schwer an Krebs erkrankt und heute 16 Jahre alt. Ihre Mutter bittet Musiker, in einer Aktion unter dem Hashtag #singforgrace2020 , für ihre Tochter zu singen und ihr damit Kraft zu geben… Ihre Mutter schreibt auf Facebook: „Ihre Zeit mit uns ist fast vorbei. Sie hat fast den ganzen Tag geschlafen und spricht kaum ein Wort mehr… Bitte schiebt es nicht auf morgen, Grace hat vielleicht nicht mehr so viel Zeit.“ – Die Mutter hofft damit die Aufmerksamkeit von #LadyGaga oder #TaylorSwift zu bekommen, damit die beiden Idole ihrer Tochter ebenfalls für sie singen um ihrer Tochter Kraft zu geben, denn sie liegt im Sterben…

#singforgrace2020 #sing4grace2020 #taylorswift #ladygaga

Ein T-Online Artikel hat uns auf diese Aktion aufmerksam gemacht:
https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_88692330/-the-voice-kids-maedchen-liegt-im-sterben-mutter-bittet-um-hilfe.html

Grace Mertens Facebook Account:
https://www.facebook.com/grace.mertens03

Grace Mertens Instagram Account:
https://www.instagram.com/grace.mertens/?hl=de

IHfL
Kai Friedrich

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USA haben William LeCroy und Christopher Vialva hingerichtet

Die USA haben innerhalb von zwei Tagen Exekutionen durchgeführt. Sie ermordeten am 22.09.2020 William LeCroy (50) und am 24.09.2020 Christopher Vialva (40), mittels tödlicher Injektion. Damit wurden dieses Jahr insgesamt 7 Menschen durch die Regierung der USA hingerichtet, nach 17 Jahren ohne Exekutionen durch die Bundesregierung.

Am 22.09.2020 wurde William LeCroy, mit dreistündiger Verspätung, hingerichtet. Zuvor hatte das Oberste Gericht der USA den Antrag seiner Verteidigung für einen Aufschub abgelehnt. William LeCroy war zum Tode verurteilt worden, weil er im Jahr 2001 eine Frau ermordete. Er war davon überzeugt, dass sie ihn verhext habe. LeCroy sagte, dass er vor dem Mord tagelang darüber grübelte, ob sein Opfer „Tinkerbell“ sei und dass, wenn er sie angreifen würde, damit ein Fluch aufgehoben werden würde, den sie auf ihn gelegt habe. Nachdem er sie getötet hatte, ging er zu dem Computer der Frau, um nach Büchern über Hexerei zu suchen, heißt es in den Akten. Unserer Ansicht nach wohl eher ein Fall für die Psychiatrie und nicht für ein Todesurteil!

Christopher Vialva wurde am 24.09.2020 wegen zweifachen Mordes hingerichtet. In einer Erklärung die seine Anwälte per Video verbreiteten sagte Vialva am Donnerstag: „Ich habe ein schweres Unrecht begangen, als ich ein verlorenes Kind war und zwei kostbare Leben aus dieser Welt genommen habe. Jeden Tag wünsche ich mir, ich könnte dieses Unrecht wieder gutmachen.“
Kurz vor dem Vollzug bat Vialva Gott, die Opferangehörigen zu trösten, indem er sagte: „Vater… heile ihre Herzen mit Gnade und Liebe“.
Seine letzten Worte waren: „Ich bin bereit, Vater.“

In den vergangenen 56 Jahren haben die US-Bundesbehörden lediglich 3 Menschen exekutiert. Und nun in diesem Jahr bereits 7 Menschen! Offensichtlich fordert der Wahlkampf in den USA immer mehr Opfer. Wir können uns des Eindrucks nicht verwehren, dass die eilig angesetzten und vollzogenen Hinrichtungen „Wahlgeschenke“ für die konservative Wählerschaft sind. Das Regime Trump scheint über Leichen zu gehen, im wahrsten Sinne des Wortes… – Sogar mit Hilfe der Justiz…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.post-gazette.com/news/nation/2020/09/22/US-government-executes-killer-obsessed-with-witchcraft/stories/202009220158
https://www.post-gazette.com/news/nation/2020/09/24/Christopher-Vialva-execution-federal-prison-Terre-Haute-Indiana-Todd-and-Stacie-Bagley-murder-Trump-administration/stories/202009240186

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USA: 2 Staatliche Exekutionen im September

Die USA beabsichtigen in diesem Monat zwei Hinrichtungen durchzuführen. Es handelt sich dabei um William LeCroy, am 22.09.2020 und um Christopher Vialva, am 24.09.2020.

In den USA wurden Bundeshinrichtungen seit 17 Jahren nicht mehr vollzogen. Jedoch in diesem Jahr, in dem die Präsidentenwahl stattfindet, sind bereits 5 Menschen durch den Bund exekutiert worden. Das Regime Trump scheint damit seinen Wahlkampf unterstützen zu wollen… Insofern sind die hastig angesetzten Hinrichtungen vielleicht der blutige Versuch wieder Präsident zu werden.

Die Regierung der USA hat in diesem Jahr bereits folgende Menschen hingerichtet:

Online-Petitionen

Wir können uns des Eindrucks nicht verwehren, dass der Präsident der USA mit diesen Exekutionen seine Wähler beeindrucken will. Ja, sich klar als „Law & Order“-Präsident positionieren will. Dafür diese tödliche Justiz zu missbrauchen bestätigt den Eindruck, den wir von Donald Trump haben, jedoch wird dabei gerne vergessen, dass der Demokrat Obama zu seiner Zeit ebenfalls ein Befürworter der Bundestodesstrafe war. Präsident Obama wurde damals, auch in Europa, gefeiert. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht mit ihm im „Yes We Can“ – Strudel unterzugehen, sondern sich deutlicher mit ihm und seinen menschenverachtenden Ansichten auseinanderzusetzen, die sogar dazu führten, dass er live dabei war, mittels Videoschalte, wenn Drohnen Menschen töteten. Vielleicht hätte die schreckliche Situation heute verhindert werden können…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.justice.gov/opa/pr/executions-scheduled-two-federal-inmates
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2014/05/04/obama-will-weiter-toten-lassen/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/08/22/usa-hinrichtung-am-28-08-durch-den-bund/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/08/27/usa-herrenmenschen-ermorden-indianer/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/18/dritte-hinrichtung-durch-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/17/zweite-unrechtmaessige-hinrichtung-durch-die-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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USA: „Herrenmenschen“ ermorden Indianer

Gegen den erklärten Willen der Nation der Navajo haben die USA Lezmond Mitchell (38) am Mittwochabend hingerichtet. Bereits im Juli diesen Jahres hat der Bund der USA Daniel LeeWesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken exekutiert und damit das seit 2003 bestehende Moratorium beendet.

Der Präsident der Navajo-Nation, Jonathan Nez,  hatte bei dem Präsidenten der USA Donald Trump für Lezmond Mitchell Gnade gefordert. Da das Volk der Navajo die Todesstrafe ablehnt. „Die Navajo Nation fordert respektvoll eine Umwandlung der Todesstrafe und die Verhängung einer lebenslangen Haftstrafe für Mr. Mitchell“, heißt es in einem Schreiben von Jonathan Nez an Trump.

Viele Stämme der nativen Amerikaner schlossen sich der Forderung der Navajo an. Auch die Opferfamilie war gegen diese Hinrichtung und forderte lebenslange Haft für den Täter.

Der Hintergrund dieser Forderung ist ganz klar. Denn Mitchell wurde wegen Mordes an zwei Navajo – einer Frau und ihrer Enkelin – im Jahr 2001 auf Reservatsland zum Tode verurteilt. Da nach dem Bundesgesetz die US-Regierung für Mord, der auf Stammesland begangen wurde, nur die Todesstrafe verhängen darf, wenn der betreffende Stamm zustimmt, handelt es sich bei der Todesstrafe gegen Lezmond Mitchell eigentlich um einen klaren Rechtsverstoß. Darum beantrage ursprünglich die Staatsanwaltschaft von Arizona auch nicht die Todesstrafe für Mitchell. Doch der damalige Generalstaatsanwalt John Ashcroft übte Druck aus, um die Todesstrafe in dem Fall durchzusetzen.

Laut der Verteidiger Jonathan Aminoff und Celeste Bacchi, hat die Bundesregierung ein „Schlupfloch“ genutzt um dennoch die Todesstrafe verhängen zu können, indem sie den Täter eines geringeren Verbrechens angeklagt haben. Anstatt Mord, klagten sie ihn wegen Autodiebstahl mit Todesfolge an. So konnten sie das Todesurteil durchsetzen ohne die Zustimmung der Navajo-Nation zu benötigen.

Die USA sind durch die massenhafte Vernichtung der Urbevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen entstanden. Viele bezeichnen diese historische Schuld als Völkermord. Teils wurde für tote Indianer Kopfgeld gezahlt. Sie haben den Stämmen ihr Land geraubt und viele von ihnen ermordet. Es ist das Werk dieser „Herrenmenschen“, die sich über den Willen, die Traditionen und die Rechte der Indianer hinwegsetzen. Die USA sind nach wie vor ein mit Rassismus verseuchtes Territorium. Gestützt von einem Kapitalismus anbetenden Regime, dem das Blut auf seiner Fahne vollkommen egal zu sein scheint. Die Exekution von Lezmond Mitchell ist ein deutliches Zeichen der Verachtung gegenüber allen nativen Amerikanern…

IHfL
Peter K.

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Quellen:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-richten-ureinwohner-vom-stamm-der-navajo-hin-a-6b2a227a-c50f-452d-aebd-48c8c7a5358a
https://www.upi.com/Top_News/US/2020/08/12/Navajo-Nation-president-seeks-clemency-for-death-row-inmate/7911597255055/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Mitchell-Notice-of-Execution-2020-07-29.pdf

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USA: Hinrichtung am 28.08. durch den Bund

Keith Dwayne Nelson

Update 29.08.2020:
Keith Dwayne Nelson wurde hingerichtet. Es war die fünfte Exekution durch den Bund in diesem Jahr.

Quelle:https://edition.cnn.com/2020/08/28/politics/keith-dwayne-nelson-executed/index.html

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Die US-Bundesregierung beabsichtigt am 28.08.2020 erneut einen Gefangenen hinzurichten. Dabei handelt es sich um Keith Dwayne Nelson (46), der wegen Ermordung eines Kindes zum Tode verurteilt wurde.

Im Jahr 1999 soll Nelson die 10-jährige Pamela Butler entführt haben. Nach einigen Tagen wurde das Mädchen tot aufgefunden. In einer breit angelegten Fahndung wurde Nelsons DNA mit dem Tatort in Verbindung gebracht. 2001 wurde er verhaftet. Am 25. Oktober 2001 bekannte sich Nelson für schuldig und wurde zum Tode verurteilt.

Nelsons Anwalt, Dale Baich, teilte mit: „Keith Nelson wurde nach einem Prozess zum Tode verurteilt, der von einem ineffektiven Anwalt geplagt war, der entscheidende Fehler beging und es versäumte, auch nur die grundlegendste Untersuchung durchzuführen. Aufgrund der unzulänglichen Leistung seines Anwalts hat die Jury nie Schlüsselbeweise über das bedeutende Trauma und die extreme Vernachlässigung gehört, die Herr Nelson als Kind erfahren hat…“ Weiter führte sein Verteidiger aus, dass sein Mandant in der Kindheit schwerst misshandelt sowie extrem vernachlässigt wurde und erhebliche Hirnschäden erlitt. Das Urteil gegen ihn sei das Ergebnis eines Verfahrens, dass ihm den ihm zustehenden verfassungsgemäß zustehenden Schutz verweigerte.

US-Generalstaatsanwalt William P. Barr hatte in einer Pressemitteilung vom 15. Juni gesagt: Das amerikanische Volk hat durch den Kongress und die Präsidenten beider politischer Parteien seit langem angeordnet, dass Angeklagte, die für die abscheulichsten Verbrechen verurteilt wurden, mit dem Tode bestraft werden sollten. Wir sind es den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen und den zurückgelassenen Familien schuldig, das von unserem Justizsystem verhängte Urteil zu vollstrecken“.

Da täuscht sich der US-Generalstaatsanwalt aber gewaltig! – Denn es gibt eine starke Anti-Todesstrafenbewegung in den USA und immer wieder haben sich Opfer-Familien gegen Hinrichtungen ausgesprochen. Dennoch wurden viele Menschen, gegen den erklärten Willen der Opfer-Angehörigen, hingerichtet. Dies zeigt deutlich, dass eine Exekution eher eine politische Entscheidung ist, so wie es derzeit wieder der Fall zu sein scheint, denn der US-Präsident versucht alles um die bevorstehende Wahl zu gewinnen…

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://catholicsmobilizing.org/event/keith-dwayne-nelson
https://meaww.com/lawyer-keith-dwayne-nelson-executed-aug-28-rape-murder-girl-suffered-brain-damage-sexually-abused

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Hinrichtung: US-Bundesregierung missachtet Recht der Navajos

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Lezmond Mitchell

Am 26. August 2020 will die Trump-Administration den Gefangenen Lezmond Mitchell exekutieren. Dabei missachtet sie offensichtlich das Stammesrecht der Navajo. Bereits im Juli diesen Jahres hat der Bund der USA Daniel Lee, Wesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken hingerichtet und damit das seit 2003 bestehende Moratorium beendet.

Der Präsident der Navajo-Nation, Jonathan Nez,  hat bei dem Präsidenten der USA Donald Trump für Lezmond Mitchell Gnade gefordert. Da das Volk der Navajo die Todesstrafe ablehnt.Die Navajo Nation fordert respektvoll eine Umwandlung der Todesstrafe und die Verhängung einer lebenslangen Haftstrafe für Mr. Mitchell“, heißt es in einem Schreiben von Jonathan Nez an Trump.

„Dieser Antrag ehrt unsere religiösen und traditionellen Überzeugungen, die seit langem vertretene Haltung der Navajo Nation zur Todesstrafe für Indianer und unseren Respekt für die Entscheidung der Familie des Opfers … Wir müssen uns mit dieser Frage befassen, um im Vertrauen auf unsere Partner auf Bundesebene vorwärts zu kommen und weiterhin an der Bedeutung des Schutzes unseres Volkes zu arbeiten.“, so der Präsident der Navajo.

Der Hintergrund dieser Forderung ist ganz klar. Denn Mitchell wurde wegen Mordes an zwei Navajo – einer Frau und ihrer Enkelin – im Jahr 2001 auf Reservatsland zum Tode verurteilt. Da nach dem Bundesgesetz die US-Regierung für Mord, der auf Stammesland begangen wurde, nur die Todesstrafe verhängen darf, wenn der betreffende Stamm zustimmt, handelt es sich bei der Todesstrafe gegen Lezmond Mitchell eigentlich um einen klaren Rechtsverstoß. Darum beantrage ursprünglich die Staatsanwaltschaft von Arizona auch nicht die Todesstrafe für Mitchell. Doch der damalige Generalstaatsanwalt John Ashcroft übte Druck aus, um die Todesstrafe in dem Fall durchzusetzen.

Laut der Verteidiger Jonathan Aminoff und Celeste Bacchi, hat die Bundesregierung ein „Schlupfloch“ genutzt um dennoch die Todesstrafe verhängen zu können, indem sie den Täter eines geringeren Verbrechens angeklagt haben. Anstatt Mord, klagten sie ihn wegen Autodiebstahl mit Todesfolge an. So konnten sie das Todesurteil durchsetzen ohne die Zustimmung der Navajo-Nation zu benötigen.

Auch wirft das Verteidigerteam der US-Regierung schwere Verletzungen der Rechte ihres Mandanten vor. Er soll 25 Jahre lang inhaftiert worden sein, ohne ihm einen Anwalt zur Verfügung zu stellen, bei den Befragungen. Auch sollen sie die Navajos daran gehindert haben in seiner Jury zu sitzen.

Ein unglaublicher Vorgang, den sich das Regime von Donald Trump erlaubt. Sie wollen das Recht der Ureinwohner der USA brechen, um wieder morden zu können. Das hat eine lange Tradition. Die USA sind durch die massenhafte Vernichtung der Urbevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen entstanden. Viele bezeichnen diese historische Schuld als Völkermord. Teils wurde für tote Indianer Kopfgeld gezahlt. Sie haben den Stämmen ihr Land geraubt und viele von ihnen ermordet. Bis heute, wie man an diesem Fall wieder sieht, wird das Recht der Stämme missachtet und mit Tricks umgangen.

Der Machthaber Donald Trump klammert sich an seinen Posten mit Hilfe von Bundesexekutionen, deren Ziel augenscheinlich wohl ein besseres Wahlergebnis zu sein scheint, da er sich als selbst erklärter Law- and Order-Präsident,  für sein blutiges „Durchgreifen“, mehr Wählerstimmen zu versprechen scheint…

Folgende Petitionen sprechen sich gegen die Hinrichtung aus.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.upi.com/Top_News/US/2020/08/12/Navajo-Nation-president-seeks-clemency-for-death-row-inmate/7911597255055/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Mitchell-Notice-of-Execution-2020-07-29.pdf

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Dritte Hinrichtung durch US-Bundesregierung

nein zur todesstrafe-klDie dritte Exekution durch die US-Regierung innerhalb kurzer Zeit wurde am 17. Juli 2020 vollzogen. Dustin Honken war für Morde, die er im Jahr 1993 begangen hatte, zum Tode verurteilt worden. 

Nach der Hinrichtung gab einer seiner Verteidiger, Shawn Nolan, folgende Erklärung ab: „Dustin Honken wurde erlöst. Er erkannte die von ihm begangenen Verbrechen an, bereute sie und verbrachte seine Zeit im Gefängnis, um für sie zu büßen. … Es gab keinen Grund für die Regierung, ihn zu töten, weder eilig noch überhaupt… Der Dustin Honken, den sie töten wollten, ist längst verschwunden. Der Mann, den sie heute getötet haben, war ein Mensch, der den Rest seiner Tage damit hätte verbringen können, anderen zu helfen und sich weiter zu rehabilitieren. Möge er in Frieden ruhen.“

Aufgrund von eidesstattlichen Erklärungen befand ein Bezirksgericht, dass „die wissenschaftlichen Beweise … mit überwältigender Mehrheit darauf hindeuten, dass das Protokoll von 2019 mit großer Wahrscheinlichkeit extreme Schmerzen und unnötiges Leiden für die Kläger während ihrer Hinrichtungen verursachen wird“, und stellte fest: „Da es in diesem relativ frühen Stadium schwierig ist, konkurrierende wissenschaftliche Beweise gegeneinander abzuwägen, deutet die Sachlage darauf hin, dass [die Gefangenen] wahrscheinlich aufgrund ihrer verfassungsmäßigen Anfechtung der Verwendung von Pentobarbital bei Hinrichtungen auf Bundesebene Erfolg haben werden“.

Honken sagte in seinen letzten Worten: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bete für mich!“

Die US-Regierung hat einen dreifachen Serienmord innerhalb von 4 Tagen begangen. Dies alles kurz vor den Präsidentschaftswahlen.
Dazu erklärt DEATH PENALTY ACTION in ihrem aktuellen Newsletter:
„Die Beweise sind jetzt klar: Die Kampagne zur Wiederwahl des Präsidenten hat die Hinrichtungen des Bundes per Skript durchgeführt, die im Zuge des Wahlkampfs stattfinden sollen. Nur wenige Stunden nach der ersten von drei Hinrichtungen in einer Woche (und der ersten Hinrichtung des Bundes seit 17 Jahren) forderte die Trump-Kampagne den gegnerischen Kandidaten auf, seine Ablehnung der Todesstrafe zu rechtfertigen.“

Trump scheint mit allen Mitteln um die Macht zu kämpfen…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/federal-government-prepares-for-third-execution-in-one-week-as-challenges-to-execution-protocol-fail
https://www.themarshallproject.org/next-to-die/fe/xgftpkyc


Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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Zweite unrechtmäßige Hinrichtung durch die US-Bundesregierung

Todesstrafe für die Scheiss Todesstrafe (Button)_klAm 16. Juli 2020 wurde Wesley Ira Purkey in den USA hingerichtet, mittels einer tödlichen Injektion. Es war die zweite Hinrichtung durch den Bund in diesem Jahr, nach 17 Jahren ohne Bundes-Exekutionen. Dabei verlief die Hinrichtung ähnlich grausam wie kurz zuvor die Ermordung von Daniel Lewis. In beiden Fällen entbrannte ein „hin und her“ der verschiedenen Gerichte, mal für oder mal gegen die Exekutionen.

Purkeys Verteidigerin Rebecca Woodman sagte: „Die Hinrichtung von Wes Purkey sollte das Gewissen all derer schockieren, denen Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit am Herzen liegen… Die Regierung setzte jede Waffe in ihrem Arsenal ein, um ein Gericht daran zu hindern, über die Begründetheit seiner Inkompetenzbehauptung zu entscheiden, selbst als die in ihrem eigenen Besitz befindlichen Beweise zeigten, dass Mr. Purkeys geistige Fähigkeiten zutiefst beeinträchtigt waren. Und indem die Regierung während der COVID-19-Pandemie die Hinrichtung vorbereitete, setzte sie Hunderte von Menschen rücksichtslos einem ernsten und unnötigen Risiko aus.“

Untere Gerichte hatte drei verschiedene Entscheidungen erlassen und versuchten so die Hinrichtung von Wes Purkey zu stoppen. Dabei ging es unter anderem darum, dass seine geistige Kompetenz hätte überprüft werden müssen. Eigentlich hätte der Verurteilte allein schon aufgrund seiner Schizophrenie nicht hingerichtet werden dürfen, sowie wegen einer fortgeschrittenen Alzheimer Erkrankung.

Gerade diese Alzheimer Erkrankung führte dazu, dass Wes Purkey kaum mehr wissen konnte, warum er eigentlich exekutiert werden soll, so seine Verteidigerin. Darüber lagen laut Berichten der Medien bereits umfangreiche Unterlagen vor, die jedoch der Verteidigung nicht zur Verfügung gestellt wurden. Eine klare Unterschlagung von entlastendem Material!

Letztendlich wurde wie bei Daniel Lee, nach langem gerichtlichen Tauziehen um das Leben von Wes Purkey, nach vielen Stunden dann doch die Hinrichtung vollzogen. Und dies wieder vollkommen ungesetzlich, da auch hier der Exekutionstermin eigentlich abgelaufen war…

Es bleibt das Gefühl, dass die im November bevorstehende Präsidentschaftswahl eine Rolle bei dem massiven vorantreiben der „Law and Order“ Politik spielt. Trump will offensichtlich seine konservative Wählerschaft bei Laune halten. Wobei die Hinrichtungen zeigen, dass bei dieser Politik das Wort „Law“ keine Rolle mehr zu spielen scheint, da die US-Regierung eindeutig gegen ihre eigenen Gesetze verstößt…

Die USA sind verkommen zu einem Unrechtsstaat, der um morden zu können, seine eigenen Gesetze in den Mülleimer wirft. Die Trump-Administration hat es geschafft, die niederen Bedürfnisse eines großen Teiles der US-Bevölkerung zu befriedigen.
Um so wichtiger sind die Menschen in den USA, welche sich gegen diese Entwicklung zur Gnadenlosigkeit stemmen und laut sagen: NEIN!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/u-s-government-hurriedly-executes-wesley-purkey-after-overnight-rulings-by-u-s-supreme-court-vacate-two-injunctions-and-a-stay-of-execution
https://www.washingtonpost.com/national/wesley-purkey-execution-terre-haute-supreme-court/2020/07/16/e074dbca-c75f-11ea-b037-f9711f89ee46_story.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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USA: Hinrichtung in Missachtung des Rechts

deathpenalty-ihfl-kl2In einem furchtbaren „Showdown“ vollzog das US-Amerikanische Regime die erste Exekution auf Bundesebene seit 17 Jahren. Damit wurde der Wunsch von Friedensnobelpreisträger Barack Obama Wirklichkeit, der sich auch zu seiner Amtszeit als US-Präsident immer für die Bundes-Todesstrafe ausgesprochen hatte. Der derzeitige Machthaber der USA, Donald Trump, hat alles daran gesetzt, dass der Bundesstaat wieder morden darf.

Es war ein unerträgliches Hin und Her zwischen verschiedenen Gerichtsentscheiden. Am Ende vollstreckten die USA das Todesurteil gegen Daniel Lee, nachdem er rund 4 Stunden auf der Todesliege festgeschnallt auf seine Exekution warten musste. Er wurde gegen 8:07 Uhr für Tod erklärt.

Gegen 2 Uhr am Morgen hatte der Supreme Court die Entscheidung getroffen, Hinrichtungen auf Bundesebene zu gestatten. Jedoch wäre bereits ab 0:00 Uhr eine Hinrichtung von Daniel Lee eigentlich nicht erlaubt gewesen! – Vielmehr hätte nach Stand der Gesetze ein neuer Exekutionstermin bestimmt werden müssen.

Dennoch schnallten sie Daniel Lee auf die Todesliege und ließen ihn dort auf die Giftspritze rund 4 Stunden lang warten, während das juristische Gezerre um sein Leben weiterging. Am Ende setzten sie ihm die Todesspritze ohne! die Verteidiger zu benachrichtigen, die somit keine Gelegenheit mehr hatten zu handeln. Vielmehr erhielt Daniel Lee angeblich eine Mitteilung über den neuen Termin und er hatte keine Möglichkeit darüber mit seinen Verteidigern zu sprechen.

Laut einer Erklärung von Lees Anwältin, Ruth Friedman, wurde Daniel Lee hingerichtet, obwohl noch mehrere Anträge in seinem Fall anhängig waren und ohne seine Anwälte davon in Kenntnis zu setzen. Friedman schrieb: „Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung während einer Pandemie durchzuführen. Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung durchzuführen, als Danny Lees Anwalt nicht anwesend sein konnte und als die Richter in seinem Fall und sogar die Familie seiner Opfer dagegen drängten. Und es ist mehr als beschämend, dass die Regierung diese Hinrichtung schließlich in aller Eile, mitten in der Nacht, während das Land schlief, durchführte. Wir hoffen, dass das Land nach dem Erwachen genauso empört sein wird wie wir“.

Mord ist Mord und Mord bleibt Mord, egal wer ihn ausführt oder dafür verantwortlich ist. Einen Menschen zudem auch noch nach einem langen „hin und her“ stundenlang auf der Todesliege festgeschnallt auf den Mord an ihm warten zu lassen, übersteigt unsere Vorstellungsmöglichkeiten. Das einzige Wort, dass uns dazu einfällt ist:

FOLTER

Die USA haben sich von der Menschlichkeit verabschiedet und driften ab in das, was sie selbst einen „Schurkenstaat“ nennen. Das einer der Verantwortlichen auch noch Träger des Friedensnobelpreises ist, macht uns sprachlos…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/federal-government-ends-death-penalty-hiatus-with-rushed-early-morning-execution-of-daniel-lee
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/06/30/usa-erste-hinrichtung-durch-den-bund-seit-17-jahren-im-juli/

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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