Alabama will geistig Behinderten hinrichten

Update 08.01.2022

Die für den 7. Januar vorgesehene Hinrichtung von Matthew Reeves wurde ausgesetzt.

Ein US-Bundesbezirksgericht ordnete an, dass der US-Bundesstaat Alabama ihn nicht mittels tödlicher Injektion am 27.01.2022 exekutieren darf. In der Begründung entschied das Gericht, dass Reeves eine zu starke geistige Behinderung habe um das Formular zu verstehen, das ihm ausgehändigt wurde. In diesem Formular sollte er sich zwischen zwei Hinrichtungsmethoden entscheiden (siehe weiter unten).

PDF des Urteils:
https://documents.deathpenaltyinfo.org/Reeves-v-Dunn-AL-MD-ADA-Lethal-Injection-Injunction-22-01-07.pdf

Derzeit ist nicht bekannt, ob der Bundesstaat gegen diese Entscheidung Berufung einlegen wird. Insofern ist nicht sicher, ob dieser Hinrichtungsstopp halten wird.

Unser ursprünglicher Artikel:

Matthew Reeves soll am 27.01.2022 im US-Bundesstaat Alabama hingerichtet werden. Er war an einem Überfall auf Willie Johnson im November 1996 beteiligt und soll ihn erschossen haben.

Reeves war zum Zeitpunkt des ihm vorgeworfenen Verbrechens 18 Jahre alt. Alle an dem Überfall Beteiligten sagten gegen ihn aus und erhielten lebenslängliche Haftstrafen. Er allein wurde zum Tode verurteilt.

IQ von 60
Reeves Anwälte argumentieren, ihr Mandat habe einen IQ von 60 und sein früherer Prozessanwalt hätte zu wenig getan, um dem Gericht die geistige Behinderung Reeves zu beweisen, denn dann wäre ihm die Todesstrafe evtl. erspart geblieben.

Tödliche Injektion oder Ersticken
Eine Besonderheit in Alabama führt dazu, dass gerade Menschen mit einem niedrigen IQ jetzt exekutiert werden. Im Juni 2018 stellte Alabama die Verurteilten im Todestrakt vor die Wahl, sich entweder mittels einer tödlichen Injektion hinrichten zu lassen oder durch Stickstoffhypoxie (dem Verurteilten wird der Sauerstoff entzogen, indem dieser durch Stickstoff ersetzt wird). Für diese „Entscheidung“ wurden den Gefangenen 30 Tage Zeit gelassen. Aus „taktischen“ Gründen war es von Vorteil, sich für die letztgenannte Methode zu „entscheiden“, da die dafür nötigen Ausführungsprotokolle nicht fertiggestellt waren und es auch heute noch nicht sind und dadurch derzeit niemand dort hingerichtet werden kann, der sich für die Stickstoffhypoxie „entschieden“ hat. Jedoch versteht ein geistig behinderter Mensch einen solchen Zusammenhang eher nicht und entscheidet sich falsch oder gar nicht.

So ähnlich erging es auch Willie B. Smith III, der im Oktober in Alabama exekutiert wurde.
Wir schrieben damals: „Im Jahr 2018 wurde in Alabama ein Gesetz verabschiedet, welches die Exekution durch Stickstoffhypoxie erlaubt. Jedoch füllte Willie Smith das Formular, in dem er sich die Hinrichtungsmethode „aussuchen“ konnte nicht aus, da er offensichtlich geistig nicht in der Lage war, den Sinn des Formulars zu verstehen. Da derzeit keine Hinrichtungen in der Gaskammer in Alabama stattfinden, wäre er nicht mit der Giftspritze hingerichtet worden, wenn er die Gaskammer „gewählt“ hätte.“

Jetzt aktiv werden:

Was für eine zynische Justiz! – „Welche Exekution hätten sie denn gerne? – Ist Ihnen eine Vergiftung angenehm oder möchten sie doch lieber den Erstickungstod erleiden?“
Verbrechen im Namen der Justiz, begangen in den USA, dem Land der anscheinend unbegrenzten Grausamkeiten…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://apnews.com/article/health-alabama-executions-state-courts-477d4bac31cccb8afb2dc1a9511dad12
https://www.wsfa.com/2021/11/19/january-execution-date-alabama-man-convicted-slaying/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2021/10/23/willie-smith-30-jahre-nach-der-tat-hingerichtet/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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Oklahoma will psychisch kranken Mann hinrichten

Am 27. Januar 2022 will der US-Bundesstaat Oklamhoma den wegen zweifachen Mordes zum Tode verurteilten Donald Grant, mittels einer tödlichen Injektion, hinrichten. Laut seinen Anwälten ist Grant psychisch krank.

Donald Grant wurde wegen Doppelmordes im Jahr 2001 zum Tode verurteilt. Er hatte Brenda McElyea und Suzette Smith bei einem Raubüberfall in Del City getötet. Seine Anwälte bestehen darauf, dass er nicht exekutiert werden darf, da er psychisch krank sei. In einer stundenlangen Anhörung vor dem Oklahoma Pardon and Parole Board gegen Ende November, sagte Grant zu seiner Tat: „Ich kann mich nicht wirklich erklären, denn ehrlich gesagt verstehe ich mich selbst nicht wirklich. Ich verstehe mich selbst nicht, wie ich denke, wie ich funktioniere“. Er betonte, dass er seine Tat zutiefst bedauere und er Mühe habe es zu erklären.

Schreckliche Kindheit
Grant wuchs in einer Wohnung auf, in der die Erwachsenen Crack und Kokain konsumierten und er wurde von seinem geisteskranken Vater brutal geschlagen und diszipliniert. Und obwohl Grant Sohn einer alkoholkranken Mutter ist, die auch während der Schwangerschaft getrunken hat und er dadurch eine fetale Alkoholspektrumstörung erlitten hat, verweigerte ihm das Pardon and Parole Board eine Begnadigung.

Rev. Don Heath, Vorsitzender der Oklahoma Coalition to Abolish the Death Penalty sagte zu Grants Fall: „Herr Grant sollte in eine psychiatrische Anstalt und nicht ins Gefängnis gesperrt werden. Schützt die Ermordung von Mr. Grant in unserem Namen die Gesellschaft? Oder verewigt es eine Kultur der Gewalt, indem es einer hirngeschädigten Person, die in ihrer Kindheit unter Misshandlung und Vernachlässigung litt, staatliche Gewalt zufügt?“

Es ist zu befürchten, dass es wieder zu schrecklichen Szenen bei der Hinrichtung in Oklahoma kommt, wie bei der Exekution von John Grant im Oktober diesen Jahres. Einer der damaligen Zeugen, Sean Murphy, Journalist bei Associated Press, sagte, er wäre bei 14 Hinrichtungen als Zeuge dabei gewesen, aber so etwas habe er noch nie gesehen. Noch nie habe er erlebt, dass sich ein Verurteilter dabei erbricht. Dabei bezeichnete er die Krämpfe von John Grant als dem ähnlich zu sein, was er bei der Hinrichtung von Clayton Lockett gesehen habe, der durch den Bundesstaat Oklahoma im Jahr 2015 zu Tode gefoltert wurde.

Jetzt aktiv werden:

Es ist eine wirklich vollkommen unverständliche Entwicklung in Oklahoma. Wie kann dieser US-Staat weiter morden im Angesicht der „verpfuschten“ Exekutionen in der Vergangenheit? – Dieses System nimmt die schreckliche Folter seiner Opfer billigend in Kauf, im Namen einer Gerechtigkeit die keine ist. Dies wird allein schon dadurch deutlich, dass ein offensichtlich geistig kranker Mann hingerichtet werden soll, anstatt ihm die medizinische Behandlung zukommen zu lassen, die er eigentlich braucht. Es ist ein tödliches Unrechtssystem im Namen einer fragwürdigen Gerechtigkeit.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.koco.com/article/oklahoma-death-row-inmate-donald-grant-denied-clemency-double-murder/38392606 (die Webseite hat eine Geosperre)
https://theblackwallsttimes.com/2021/11/29/ok-cadp-seeks-to-spare-mentally-ill-death-row-prisoner-donald-anthony-grant-from-execution/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2015/05/19/clayton-lockett-die-grausamen-details-seiner-hinrichtung
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2021/10/29/erneut-schreckliche-szenen-bei-hinrichtung-in-oklahoma/
https://flexikon.doccheck.com/de/Fetale_Alkoholspektrumst%C3%B6rung

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Florida: Weihnachts-Skandalfoto aufgrund „hoher Intelligenz“ gerade noch gestoppt!

Es gibt Dinge, da denkt man, die gibt es gar nicht. Aber wenn man in Florida lebt und zudem auch noch dort im Gefängnis ist, werden manche, an Idiotie grenzende, Entscheidungen wahr.

Die „hochintelligenten“ Wächter der Justiz haben ihr System vor einem extrem schädlichen Foto geschützt und damit einen totalen Zusammenbruch ihres Rechtssystems offensichtlich gerade noch verhindert. Zumal auf diesem geradezu terroristischen Foto auch noch ein ebenso gewalttätiger und zudem unzüchtiger Text stand.

Wahrscheinlich untersuchen gerade hunderte Wissenschaftler in Florida dieses explosive Foto, um weitere gefährdende Inhalte darin zu entdecken, die sicherlich mit besonders krimineller Energie darin verborgen wurden.
Z.B. stellt sich doch die Frage, was bitte versteckt sich noch in diesem Baum? Und ist es überhaupt ein Baum? – Es könnte ja auch eine mit Tarnfarbe angemalte Rakete sein, die von einem gnadenlosen Papagei gesteuert wird.
Und bitte! keiner weiß wozu dieser betrunkene Papagei noch fähig ist! – Wie man darauf kommt, dass dieses Vogeltier vollkommen besoffen ist? – Also bitte, haben sie keine Augen im Kopf? – Der hat ja sogar schon eine total blaue Stirn von seiner Sauferei!

Und dann dieser gewalttätige Text. Hier mal auf Deutsch:

Hallo, ich bins, der Juanito!
Ich wünsche Dir frohe Weihnachten!

Natürlich, Peter wünscht Dir auch frohe Weihnachten…

Aber das ist nicht so wichtig, denn mein Weihnachtsgruß ist viel wichtiger! – hahaha…

(Juanito Gonzales della Costa da Cocke)

Es wäre nicht auszudenken, wenn Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde und nun bis zum Ende seines Lebens im Gefängnis bleiben muss, für ein Verbrechen, dass er nicht begangen hat, wie er immer beteuert –
also es wäre nicht auszudenken, welch schreckliche Folgen es gehabt hätte, wenn dieser terroristische Anschlag, in Form eines angeblich lustigen Weihnachtsgrußes, tatsächlich bei Lancelot Armstrong angekommen wäre…

Glücklicherweise, haben die Beamten der Justiz „gute Arbeit“ geleistet und ganz Florida vor den zerstörerischen Auswirkungen geschützt, indem sie dieses Bild aus der Mail gelöscht haben, die Lancelot Armstrong erreichen sollte.

Ohne jede Begründung

Sorry, aber irgendwie konnten wir diesen Irrsinn in Florida nur noch mit Humor ertragen…

Wir haben Lancelot davon berichtet und er war erschüttert darüber, dass er unseren Weihnachtsgruß nicht haben durfte… 😦

Wir verneigen uns wieder einmal vor der hohen Intelligenz der niederen Beweggründe eines vor Dummheit strotzenden Gefängnissystems! Und rufen alle Leser dazu auf: Unterstützt die IHfL in ihrem Kampf gegen die Todesstrafe und zeigt, dass ihr auf der Seite der Opfer dieses Irrsinns steht. (Spendenmöglichkeit siehe unten)

…und wer jetzt noch nicht genug von solchen „weisen“ Entscheidungen aus Florida hat, dem empfehlen wir unseren Artikel: Florida: Justiz-Irrsinn im Todestrakt

IHfL
Peter K.

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Lancelot Armstrong Kalender 2022

Wie jedes Jahr ein kleines Weihnachtsgeschenk für unsere Leser, Freunde und Unterstützer: Der Lancelot-Armstrong-Kalender 2022 mit einem seiner Gemälde zum ausdrucken. (Der Ausdruck wird auf DinA4 Papier empfohlen. Am besten Fotopapier).

Die PDF-Druckvorlage kann < hier > geladen werden

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein paar schöne Festtage und ein hoffnungsvolles Jahr 2022.

IHfL
Kai Friedrich & Peter K.

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Bigler Stouffer hingerichtet – er war vielleicht unschuldig

Der US-Bundesstaat Oklahoma hat Bigler Stouffer exekutiert – Er wurde 1985 für den Mord an Linda Reaves verurteilt. Bigler Stouffer hatte immer seine Unschuld beteuert!

Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass er die Wahrheit sagte. So wies der Forensiker Dr. Vincent DiMaio darauf hin, dass auf der Kleidung des Mörders von Linda Reaves eine beträchtliche Menge Blut von seinem Opfer anhaften müsste. Aber auf der Kleidung von Bigler Stouffer fand sich kein Blut. Auch andere forensische Beweise, darunter DNA-Tests, belegen seine Unschuldsbeteuerung.

Nach 36 Jahren Todeszelle hat dieses menschenverachtende Justizsystem einen weiteren Mord im Namen der Gerechtigkeit begangen. Dabei ist diesen staatlichen Mördern vollkommen egal, ob sie ihre Opfer zu Tode quälen, wie die Vergangenheit gezeigt hat (wir berichteten). Diese Morde an meist jahrzehntelang Gefangenen sind eine Schande für die USA und wir können uns nur angewidert abwenden von einem politischen System, dass solche Verbrechen ermöglicht.

Sie haben mit Bigler Stouffer einen Mann hingerichtet, der sicher, sollte er die ihm vorgeworfene Tag begangen haben, nach 36 Jahren nicht mehr der Mensch war, als er die Tat begangen hat. Doch uns sollte auch zu denken geben, dass er immer auf seiner Unschuld bestand!

In seinen letzten Worten bat Bigler Stouffer um Vergebung für seine Mörder, indem er sagte: „Vater, vergib ihnen. Danke schön.“

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://www.news9.com/story/61b29419daf19c0bc86cfef8/death-row-inmate-bigler-stouffer-was-executed-without-complications-doc–witnesses-say

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Wieder Hinrichtung in Oklahoma geplant – Bigler Stouffer unschuldig?

Obwohl es bei der letzten Exekution in Oklahoma wieder zu einer Katastrophe kam (wir berichteten), soll am 9. Dezember erneut eine Hinrichtung stattfinden und Bigler Stouffer durch den Staat getötet werden. Er wurde 1985 für den Mord an Linda Reaves verurteilt.

Bigler Stouffer hat immer seine Unschuld beteuert und es gibt deutliche Hinweise darauf, dass er die Wahrheit sagt. So wies der Forensiker Dr. Vincent DiMaio darauf hin, dass auf der Kleidung des Mörders von Linda Reaves eine beträchtliche Menge Blut von seinem Opfer anhaften müsste. Aber auf der Kleidung von Bigler Stouffer fand sich kein Blut. Auch andere forensische Beweise, darunter DNA-Tests, belegen seine Unschuldsbeteuerung.

Aber selbst wenn wir von der Schuld Stouffers ausgehen würden, welchen Sinn macht es nach 36 Jahren der Folter des Todestraktes ausgesetzt, nun diesen Mann hinzurichten. In diesen langen Jahren hat sich dieser Mann sicher sehr verändert und somit würde ein ganz anderer Mann auf der Todesliege sterben, als der Mann der er damals war. 36 Jahre Angst und Verzweiflung im Todestrakt! – Selbst wenn Herr Stouffer der Täter sein sollte, sind diese 36 Jahre sicher mehr als genug Strafe.

Und was wenn er wirklich unschuldig ist? – Dann hätte die Todesstrafe ein neues unschuldiges Opfer gefunden und niemand wird für diesen schrecklichen Mord zur Verantwortung gezogen werden.

Jetzt aktiv werden:

Es scheint, als gehe es dem US-Bundesstaat Oklamhoma nur um eines: Rache! – Das Alttestamentarische „Auge um Auge“… Stehengeblieben in martialischen Zeiten verweigert sich dieser Staat der Zivilisation und tötet Menschen mit grausamen Methoden (siehe hier).

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.newson6.com/story/619d1f1a463c540bf3eb3938/federal-judge-denies-preliminary-injunction-for-bigler-stouffer
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-bigler-stouffer-in-oklahoma
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2021/10/29/erneut-schreckliche-szenen-bei-hinrichtung-in-oklahoma/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2015/05/19/clayton-lockett-die-grausamen-details-seiner-hinrichtung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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„Begnadigung“ für Julius Jones durch fast gnadenlosen Gouverneur

Julius Jones sollte am 18.11.2021 hingerichtet werden (wir berichteten). Nachdem das Oklahoma Pardons and Parole Board Lebenslänglich mit der Möglichkeit auf Bewährung empfahl, begnadigte der Gouverneur Kevin Stitt ihn erst kurz vor der Exekution zu Lebenslänglicher Haftstrafe, aber ohne Bewährungsmöglichkeit. Jones war rund 20 Jahre in der Todeszelle, weil er im Alter von 19 Jahren Paul Howell im Jahr 1999 ermordet haben soll.

Vor kurzem wurde in Oklahoma, nach rund 60 Jahren, erstmals wieder ein Mann hingerichtet. Wir berichteten darüber in unserm Artikel: Erneut schreckliche Szenen bei Hinrichtung in Oklahoma
Während dieser Hinrichtung war es wieder zu Problemen gekommen und das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Nun sollte Julius Jones das gleiche erleben und dabei sterben.

Seit 20 Jahren bangte die Familie von Julius Jones um sein Leben. Seine Mutter kämpfte bis zum letzten Moment um ihren Sohn, zumal sie von der Unschuld ihres Kindes überzeugt ist. Weltweit wurden rund 7 Millionen Unterschriften für Julius gesammelt. Eine so große Unterstützung bekommen leider nicht viele Todeskandidaten. Prominente und auch Politiker setzten sich für ihn ein. Sogar Kim Kardashian besuchte ihn vor rund einem Jahr. Dennoch wurde der Hinrichtungstermin angesetzt. Obwohl es erhebliche Zweifel an seiner Schuld gibt.

Und obwohl das Oklahoma Pardons and Parole Board die Begnadigung befürwortete, misshandelte der Gouverneur von Oklahoma die Mutter, die Familie und Freunde von Julius Jones auf eine unerträgliche Weise, indem er sich Zeit lies mit seiner Entscheidung – viel Zeit, Tage, Wochen… Erst kurz vor der Exekution stoppte er die Hinrichtung durch seine Entscheidung.

Tatsächlich kam es einen Tag vor der geplanten Exekution zu dem letzten, erlaubten, Treffen zwischen Julius und seiner Familie. Man stelle sich das vor, wie sie sich am Ende des Treffens verabschieden mussten, mit dem Wissen um die bevorstehende Hinrichtung. Herr Gouverneur Stitt, was für ein erbärmlicher Mensch sind sie eigentlich? Wie konnten sie DAS der Mutter und allen anderen antun?! – Welche Motivation hat sie dazu getrieben, diese Menschen so psychisch zu foltern? – Sie haben Schande über ihr Amt gebracht und wir können nur hoffen, dass sie irgendwann für diese Grausamkeit zur Rechenschaft gezogen werden, zumal sie Julius jetzt, entgegen aller Empfehlungen, für den Rest seines Leben einsperren lassen. Wir sind angewidert von einem politischen und juristischen System, dass so etwas zulässt. Niemand hat das Recht Menschen so zu quälen!

Wir danken allen die sich für Julius Jones eingesetzt haben und damit für den nötigen Druck sorgten, der zumindest sein Leben gerettet hat und wir bitten um freundliche Beachtung unseres unten vorhandenen Spendenaufrufs, damit der Kampf der IHfL gegen diese grausame Strafe weitergehen kann.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.bbc.com/news/world-us-canada-59331978
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2021/11/10/soll-mit-julius-jones-am-18-11-ein-unschuldiger-sterben/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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Soll mit Julius Jones am 18.11. ein Unschuldiger sterben?

Julius Jones

Julius Jones soll am 18.11.2021 durch den US-Bundesstaat Oklahoma hingerichtet werden. Er ist seit rund 20 Jahren in der Todeszelle, weil er im Alter von 19 Jahren Paul Howell im Jahr 1999 ermordet haben soll. Jones hat immer auf seiner Unschuld bestanden.

Fast 6,5 Millionen Unterschriften wurden allein bei change.org gegen die Exekution von Julius Jones gesammelt. Dort werden viele Hinweise auf seine Unschuld erwähnt:

  • Augenzeugen zufolge befand sich Mr. Jones zum Zeitpunkt des Mordes im Haus seiner Eltern, also meilenweit vom Tatort entfernt.
  • Der Mitangeklagte von Mr. Jones gab zu, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein, und ist nun frei, nachdem er gegen Julius ausgesagt hat. Es wurde gehört, wie er damit prahlte, dass er „Julius eine Falle gestellt“ habe. Der Mitangeklagte von Mr. Jones passt auf die einzige Augenzeugenbeschreibung des Schützen, die auf der Länge seiner Haare beruht.
  • Neu entdeckte Beweise zeigen, dass mindestens ein Geschworener rassistische Vorurteile hegte, die seine Stimme bei der Verurteilung von Mr. Jones zum Tode beeinflussten. Ein Geschworener berichtete dem Richter von einem anderen Geschworenen, der sagte, der Prozess sei Zeitverschwendung und „sie sollten einfach den N**** rausnehmen und ihn hinter dem Gefängnis erschießen„.

Anfang November 2021 entschied das Oklahoma Pardons and Parole Board für Jones eine Lebenslange Haft, mit der Möglichkeit auf Bewährung, zu empfehlen. Da letztendlich diese Entscheidung jedoch nur der Gouverneur von Oklahoma treffen kann, können wir nur hoffen, dass er die richtige Entscheidung trifft.

Die Mutter von Julius Jones sage in eine Erklärung, die sie über ihren Anwalt verbreiten lies: „Mein Sohn Julius sitzt seit über zwanzig Jahren im Todestrakt wegen eines Mordes, den er nicht begangen hat, und jeder Tag davon war für meine Familie ein Albtraum… Ich bin dem Pardon and Parole Board dankbar, dass es erneut gezeigt hat, dass es bereit ist, auf Fakten und Vernunft zu hören, Mitgefühl zu zeigen und alles in seiner Macht Stehende zu tun, um dieses schreckliche Unrecht zu korrigieren. Jetzt bitte ich Gouverneur Stitt, dasselbe zu tun, indem er diese Empfehlung akzeptiert.“

Petitionen für Julius Jones:

https://www.change.org/p/julius-jones-is-innocent-don-t-let-him-be-executed-by-the-state-of-oklahoma

https://actionnetwork.org/petitions/justice-for-julius-jones-in-oklahoma/

https://p2a.co/bgmivzn
(bei der Telefonnummer bitte keine „0“ am Anfang eingeben, sonst wird die Nummer nicht akzeptiert! – 10 oder 11stellige Zahlen funktionieren.)

https://catholicsmobilizing.org/action/2021-10/stop-execution-julius-jones

Kontakt zum Gouverneur
https://twitter.com/govstitt

Ein Todesurteil aufgrund einer mit Rassisten durchsetzen Jury. Das ist der Stoff aus dem die sogenannte Gerechtigkeit in Oklahoma ist. Dieser Umstand zeigt deutlich, wie wichtig die Abschaffung der Todesstrafe ist, auch damit Rassisten nicht weiter Menschen morden können und dies sogar mit Hilfe der Justiz.
Auch möchten wir darauf hinweisen, dass in Oklahoma die Verurteilten offensichtlich zu Tode gefoltert werden, wie die „missglückte“ Exekution von John Grant erst vor kurzem wieder gezeigt hat (für Details siehe hier).

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.cnn.com/2021/11/01/us/julius-jones-oklahoma-clemency-hearing/index.html
https://www.change.org/p/julius-jones-is-innocent-don-t-let-him-be-executed-by-the-state-of-oklahoma
https://actionnetwork.org/petitions/justice-for-julius-jones-in-oklahoma/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2021/10/29/erneut-schreckliche-szenen-bei-hinrichtung-in-oklahoma/

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Angeklagter will hingerichtet werden

Update 18.11.2021:
David Cox wurde hingerichtet.

In seinen letzten Worten sagte David Cox:
„Ich möchte, dass meine Kinder wissen, dass ich sie sehr liebe und dass ich einmal ein guter Mensch war“, sagte der MDOC-Kommissar Burl Cain sagte Cox erzählte ihm noch. „Lesen Sie nie etwas anderes als die King James Bibel. Ich möchte dem Kommissar dafür danken, dass er so nett zu mir war. Und das ist alles, was ich zu sagen habe.“

Quelle:
https://eu.clarionledger.com/story/news/local/2021/11/17/mississippi-execution-david-neal-cox-kim-cox-murder-live-coverage/8617150002/


Im US-Bundesstaat Mississippi soll am 17. November 2021 David Cox hingerichtet werden, nachdem er auf alle rechtlichen Möglichkeiten einer Berufung verzichtet hat. Cox bekennt sich schuldig an der Ermordung seiner Frau im Jahr 2010. Seit 2012 ist in Mississippi niemand mehr durch den Staat exekutiert worden.

David Cox reichte bei Gericht Dokumente ein, in denen er sich selbst als „Todeswürdig“ bezeichnet und auf alle rechtlichen Mittel verzichtet, die seine Exekution verhindern könnten.

Der Oberste Gerichtshof von Mississippi hat den Hinrichtungstermin auf den 17. November 2021 festgelegt, nachdem der Richter des Bezirksgerichts (Kent Smith) von Union County entschied, dass Cox geistig gesund genug sei, um auf Berufungen zu verzichten.

Inwieweit jedoch ein Mensch wirklich geistig gesund ist, der seine eigene Hinrichtung fordert, ist zumindest fraglich. Die Aufgabe des Staates wäre sicher eher, einem solchen Menschen alle mögliche medizinische und psychologische Hilfe zukommen zu lassen, anstatt ihn zu töten. Zumal Hinrichtungen von geistig verwirrten Personen in den USA eigentlich verboten sind und diese Exekution quasi ein staatlich unterstützter Selbstmord wäre.

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

Petitionen gegen die Hinrichtung von David Cox:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-david-cox-in-mississippi

https://catholicsmobilizing.org/action/2021-10/stop-execution-david-cox

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://www.newsweek.com/mississippi-readies-1st-execution-since-2012-after-inmate-wins-right-waive-appeals-1644121

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Peter K. – „Der Wind und das Laub“ – Gewidmet allen, die einen geliebten Menschen im Todestrakt haben.

Peter K. ist ein deutscher Musiker und Mitbegründer der „Initiative Hoffnung füs Leben (IHfL)“ und setzt sich seit vielen Jahren für die Abschaffung der Todesstrafe ein. Seinen neu aufgenommen Song „Der Wind und das Laub“ widmet er allen, die einen geliebten Menschen im Todestrakt haben.

In diesem Musik-Video werden neben der Musik von Peter K. auch wieder (dieses mal andere) Gemälde von Lancelot Armstrong gezeigt…. Die Gemälde hatte Lancelot im Todestrakt gemalt. Lancelot war über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht…

Eines der großen Probleme bei der Diskussion um die Todesstrafe ist, dass die Angehörigen und Freunde der Verurteilten keine Rolle spielen. Es wird zwar richtigerweise vom Leid der Opfer gesprochen, aber dabei ganz vergessen, welches Leid es für die Angehörigen und Freunde der Todeskandidaten bedeutet, meist über Jahrzehnte, um das Leben ihres geliebten Menschen bangen zu müssen. Spätestens die Hinrichtung bedeutet dann ein schweres Trauma für sie. Das ist einer der Hauptgründe, warum das folgende Lied diesen Menschen gewidmet wurde. Der Song handelt von den tiefen Gefühlen zwischen dem Gefangenen und seinen Lieben.

Eine Englischsprachige Version ist in Arbeit und wird demnächst veröffentlicht.

Weitere Musik- und Info-Videos der IHfL findet ihr HIER.

IHfL
Kai Friedrich

——

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