Hinrichtung von Melissa Lussio gestoppt

Das texanische Berufungsgericht hat die Hinrichtung von Melissa Lucio ausgesetzt – die für den 27. April geplante Exekution findet nicht statt.

In dem am 25. April veröffentlichten Urteil begründet das Gericht seine Entscheidung mit mehreren Punkten, die durch ein weiteres Verfahren überprüft werden sollten.

Melissa Lussio, die wegen Ermordung ihres 2-jährigen Kindes Maria im Jahr 2007 zum Tode verurteilt wurde, hat immer ihre Unschuld beteuert.

In der Entscheidung des Gerichts wird gefordert, dass Zeugenaussagen überprüft werden sollten, die evtl. Falschaussagen sein könnten. Auch habe unterschlagenes Beweismaterial, welches ihre Unschuld hätte beweisen können, der Jury nicht zur Verfügung gestanden, sowie wissenschaftliche Beweise bezüglich der Verletzungen des Kindes.

Es bestehen große Zweifel an der Schuld der Mutter am Tode ihres Kindes. Vieles deutet darauf hin, dass der Tod des Kindes durch einen Unfall (Treppensturz) eingetreten ist.

Das Innocence Project berichtet u.a., dass Melissa Lucio aufgrund von Aussagen verurteilt wurde, die sie in fünfstündigen Zwangsverhören gemacht habe, die bis 3:00 Uhr morgens andauerten, nachdem ihre Tochter verstorben war. Sie sei zusammengebrochen, nach stundenlangen und aggressiven Verhören und sagte dann den Ermittlern was sie hören wollten, damit diese menschenverachtende Form der Befragung endlich ein Ende hat. Sie sagte: „Ich glaube, ich habe es getan. Ich bin verantwortlich.“ – Sie war in dieser Nacht mit Zwillingen schwanger…

Umfangreiche Informationen (in englischer Sprache) sind auf der Webseite https://freemelissalucio.org/ zu finden.

Wir danken allen Organisationen und Privatpersonen die sich für Melissa eingesetzt haben.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://documents.deathpenaltyinfo.org/Lucio-TCCA-Stay-Order-2022-04-25.pdf
https://freemelissalucio.org/
https://www.abc.net.au/news/2022-04-26/melissa-lucio-stay-of-execution-texas/101015042

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