13. Bundeshinrichtung – Letzte Worte: „ich bin ein unschuldiger Mann“

Dustin Higgs

Die Trump-Administration hat den Bundesgefangenen Dustin Higgs (48), mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Innerhalb weniger Monate sind somit, nach einem 17 jährigen Moratorium, 13 Menschen durch die Bundesjustiz der USA exekutiert worden.

Es sind nur noch ein paar Tage bevor Joe Biden, der ein erklärter Gegner der Todesstrafe ist, neuer Präsident der USA wird. Dennoch hat dies die Henker von Dustin Higgs nicht daran gehindert ihn zu töten. Nach rund 7 Stunden Verspätung, wegen verschiedener Entlastungsanträge, wurde das Urteil vollzogen.

Dustin Higgs hat niemanden erschossen
Higgs war 1996 wegen Entführung und Ermordung von drei Frauen verurteilt worden. Er selbst hat bis zum Schluss auf seiner Unschuld bestanden. In seinen letzten Worten sagte er: „Ich möchte sagen, dass ich ein unschuldiger Mann bin“ und nachdem er die Namen der drei zu Tode gekommenen Frauen (Tamika Black, Tanji Jackson, Mishann Chinn) genannt hatte, schloss er mit: „Ich habe die Morde nicht angeordnet“.

Der Mörder bekam Lebenslänglich
Tatsächlich soll er einem anderen Mann die Waffe gegeben haben. Dieser Mann erschoss die drei Frauen. Der eigentliche Mörder der Frauen, Willis Haynes, erhielt eine lebenslange Haftstrafe, während Higgs zum Tode verurteilt wurde.

Der Bundesrichter, der den Prozess gegen Higgs leitete, sagte, er verdiene „wenig Mitgefühl“. Am 29. Dezember schrieb der US-Bezirksrichter Peter Messitte: „Er erhielt ein faires Verfahren und wurde von einer einstimmigen Jury wegen eines verabscheuungswürdigen Verbrechens zum Tode verurteilt.“

Higgs Anwalt Shawn Nolan sagte: „Inmitten der Pandemie und allem, was gerade im Land vor sich geht, scheint es einfach verrückt, diese Hinrichtungen voranzutreiben. Und besonders für Dustin, der niemanden erschossen hat. Er hat niemanden getötet.“

Dies war wohl die letzte Hinrichtung durch die Bundesjustiz für lange Zeit. Da Joe Biden bereits angekündigt hat, keine Exekutionen durchführen zu lassen.

Law&Order-Ideologie
Donald Trump hat 13 Menschen hinrichten lassen, innerhalb weniger Monate. Gnadenlos hat er seine Law&Order-Ideologie durchgesetzt. Aber und das dürfen wir nicht vergessen – Ohne seine vielen Helfershelfer, hätten diese Hinrichtungen nicht durchgeführt werden können. Ohne die vielen, gnadenlosen Henker und Henkershelfer wären Tumps Opfer noch am Leben. Wir sehen also ein unmenschliches System vor uns, mit dessen Hilfe sich so mancher sein Häuschen und noch viel mehr verdient. Dieses System gilt es zu zerbrechen, damit Menschenleben nicht mehr durch niedere Rachegelüste einer Todesmaschinerie des Staates ausgesetzt sind.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2021/01/16/us/dustin-higgs-executed/index.html
https://www.theguardian.com/us-news/2021/jan/15/dustin-higgs-federal-execution-trump

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