Mississippi will Thomas Loden Jr. hinrichten

Update: Thomas Loden Jr. wurde wie geplant hingerichtet. In seinen letzten Worten, kurz vor der Exekution, sagte er: „In den letzten 20 Jahren habe ich versucht, jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen, um das Leben wieder gut zu machen, das ich dieser Welt genommen habe…Ich weiß, dass dies nur Worte sind und den Schaden, den ich angerichtet habe, nicht auslöschen können.“ Kurz vor seinem Tod sagte er auf Japanisch: „Ich liebe Dich“

Quelle:
https://www.newsweek.com/thomas-loden-jr-final-words-mississippi-execution-1767254


Am 14. Dezember 2022 soll der wegen Mordes im Jahr 2000 zum Tode verurteilte Thomas Loden Jr. (58) durch den US-Bundesstaat Mississippi hingerichtet werden.

Seit mehr als 20 Jahren ist Thomas Loden Jr. im Todestrakt von Mississippi. Alle seine letzten Anträge wurden vor Gericht abgelehnt und so scheint am 14. Dezember seine Hinrichtung mittels tödlicher Injektion stattzufinden.

Thomas Loden Jr. ist ein US-Soldat, der bei der Operation Desert Storm diente und danach ein Rekrutierungszentrum in Mississippi betrieb.

Am 22. Juni 2000 soll er die 16-jährige Lessa Marie Gray ermordet haben. In seinem Geständnis berichtet er darüber, dass er Lessa Marie Gray Hilfe angeboten hatte, die mit ihrem Auto stehen geblieben war. Er fragte sie ob sie jemals darüber nachgedacht hätte zu den Marines zu gehen, was sie verneinte, in dem sie ihm zu verstehen gab, dass dies das Letzte sei, was sie tun würde. Dies hätte ihn so verärgert, dass er sie vergewaltigte und letztendlich tötete… Er verließ den Tatort und wurde am nächsten Tag am Straßenrand gefunden. Er hatte wohl versucht sich die Pulsadern aufzuschneiden und sich die Worte „Es tut mir leid“ in seine Brust geritzt.

Zunächst plädierte Thomas Loden Jr. auf unschuldig. Doch ca. einen Monat vor dem Prozess, bekannte er sich für schuldig, weil seine Anwälte ihm dies geraten hatten. Er erhielt die Höchststrafe. Später versuchte er sein Schuldbekenntnis zurückzuziehen, weil im nicht klar war, dass er sein Schuldbekenntnis nicht rückgängig machen und er darum keine Berufung mehr einlegen könne.

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat!

Jetzt aktiv werden:

Petition für Thomas Loden Jr.
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-thomas-loden-jr-in-mississippi

Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.


Quellen:
https://nypost.com/2022/11/18/execution-date-set-for-thomas-loden-jr-who-murdered-waitress/
https://theforgivenessfoundation.org/2022/11/14/thomas-loden-given-mississippi-execution-date-of-december-14-2022/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Mississippi will Thomas Loden Jr. hinrichten

Missouri hat Kevin Johnson hingerichtet – Tochter durfte ihm nicht beistehen

Der wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilte Kevin Johnson (37) wurde im US-Bundesstaat Missouri mittels Giftspritze exekutiert. Seiner Tochter wurde es verwehrt als Zeugin ihrem Vater beizustehen.

Es war eine extrem emotional aufgeladene Situation im Jahr 2005, als der Afroamerikaner Kevin Johnson einen weißen Polizisten erschoss. Zwei Stunden vor der Tat war sein 12 Jahre alter Bruder durch einen Schlaganfall verstorben, während Polizisten ihn festnehmen wollten, da er angeblich gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben sollte. Kevin Johnson war damals davon überzeugt, dass sein kleiner Bruder durch den Einsatz der Polizei gestorben ist. Johnson war zu dem Zeitpunkt gerade mal 19 Jahre alt und erschoss einen Beamten.

Obwohl zwei Richter dafür waren, einen Aufschub zu gewähren, lehnte dies der Oberste Gerichtshofs der USA am Montag ab.

Kevin Johnsons Verteidiger argumentierten auch, dass Rassendiskriminierung bei der Anklage gegen ihren Mandanten eine Rolle spielte und dies häufiger bei der Staatsanwaltschaft von St. Louis County vorkomme.

Gnadenlos zeigte sich der US-Bundesstaat auch dadurch, dass er Kevin Johnsons 19-jähriger Tochter verweigerte, in den letzten Minuten ihrem Vater beizustehen, mit der Begründung es wäre Personen nur ab 21 Jahren erlaubt Hinrichtungen beizuwohnen. Nachdem ihr entsprechender Antrag vor Gericht abgelehnt wurde sagte sie: „Es bricht mir das Herz, dass ich in den letzten Augenblicken meines Vaters nicht an seiner Seite sein kann“

Am Montag lehnte der Gouverneur Mike Parson das Gnadengesuch von Kevin Johnsons Anwälten ab und sagte dazu: „Herr Johnson hat jeden Schutz erhalten, den die Verfassungen von Missouri und der Vereinigten Staaten gewähren, und Mr. Johnsons Verurteilung und Strafe bleiben für sein entsetzliches und gefühlloses Verbrechen bestehen… Der Bundesstaat Missouri wird das Urteil von Herrn Johnson gemäß der Anordnung des Gerichts vollstrecken und für Gerechtigkeit sorgen.“
Eine sehr makabre Aussage von einem Gouverneur, wenn er einen Menschen durch den Staat ermorden lässt. – Das menschliche Leben scheint man in Missouri nicht schützen zu wollen!

Wieder einmal zeigt sich die Verkommenheit der Justiz in den USA. Bis hoch zum Obersten Gerichtshof herrscht dort rachsüchtige Gnadenlosigkeit, wenn es um die Ermordung von zur Höchststrafe Verurteilten geht. Dabei interessieren auch nicht Hinweise auf teils rassistische Motive von solchen Urteilen.

Angewidert von diesem blutrünstigen System von „Auge um Auge“ können wir nur weiter dafür kämpfen, dass dieses staatliche Morden ein Ende hat.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2022/11/29/us/kevin-johnson-missouri-supreme-court/index.html
https://www.n-tv.de/der_tag/Tochter-durfte-Hinrichtung-ihres-Vaters-in-Missouri-nicht-beiwohnen-article23752732.html

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Missouri hat Kevin Johnson hingerichtet – Tochter durfte ihm nicht beistehen

USA: Mehrere Hinrichtungen vollzogen – Grausame Folter im Namen der „Gerechtigkeit“

Am 16. und 17. November 2022 sind insgesamt 4 Exekutionen in den USA geplant gewesen. Nur eine wurde gestoppt. Dabei kam es zu Problemen mit den Infusionen in mehreren Fällen. Eine unvorstellbare Folter für die Betroffenen.

Der wegen Beteiligung an einem Doppelmord verurteilte Murray Hooper (76) wurde im Bundesstaat Arizona am 16.11.2022 mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Murray hat immer auf seiner Unschuld bestanden. Die Verteidigung von Hooper argumentierte: „Keine physischen Beweise bringen ihn mit dem Verbrechen in Verbindung und Mr. Hoopers Hinrichtung sollte nicht durchgeführt werden, bis eine Analyse der wichtigsten Fingerabdrücke und DNA-Beweise abgeschlossen ist, die zum Zeitpunkt seines Prozesses wissenschaftlich nicht verfügbar waren.“ Hooper sei „aufgrund korrupter Polizeipraktiken und unzuverlässiger Zeugenaussagen.“ verurteilt worden

Die Gerichte wiesen Versuche von Hoopers Anwälten zurück, die Hinrichtung zu verschieben und Fingerabdruck- und DNA-Tests auf Beweisen für die Morde anzuordnen.

Laut Medienzeugen hatten seine Mörder Probleme an seinen Armen einen intravenösen Zugang zu legen. Dies gelang erst, als sie den Katheter in seine Oberschenkelvene einführten. Der Medienzeuge Bob Christie von Associated Press teilte mit, dass er den gesamten Vorgang sehen konnte. Er beobachtete, wie die staatlichen Mörder einen Katheter in Hoopers Leistengegend einführten und den Bereich zunähten. Schreckliche Inkompetenz die zu starken Schmerzen geführt haben dürfte!

In seinen letzten Worten sagte Hooper: „Es ist alles gesagt, lass es geschehen. Sei nicht traurig für mich. Weine nicht. Wir sehen uns später, lass uns gehen.“


Der wegen Doppelmordes zum Tode verurteilte Stephen Barbee (55) wurde trotz seiner Unschuldsbeteuerung am 16.11.2022 im US-Bundesstaat Texas mittels tödlicher Injektion hingerichtet.

In seinen letzten Worten sagte er: „Ich möchte diesen Moment nutzen, um ihn mit allen zu teilen, um Gott all die Ehre unserer Liebe, unseres Friedens, unserer Weisheit, unserer Freundlichkeit und unseres Respekts zu geben. Gott kennt die Wahrheit. Er ist die Wahrheit, der Weg und das Leben… Ich möchte nicht, dass dies ein trauriger Moment für alle meine Freunde und Angehörigen ist. Gott gab sein Blut und starb in drei Tagen für die Herrlichkeit und die Gnade für uns alle, die wir ihm eine Ewigkeit dienen werden. Ich möchte allen Predigern vor Ort dafür danken, dass sie gute Arbeit geleistet haben, um Menschen zu verändern und das Wort Gottes zu lehren. Es ist jetzt ein anderer Ort. Danke, Herr Minister, und meine Brüder, ich liebe sie. Ich möchte auch den Feldpredigern danken, die mir geholfen haben, das durchzustehen. Ich möchte, dass jeder den Frieden in seinem Herzen hat, den nur Jesus uns geben kann. Ich liebe euch, Jennifer, Ashley und Fabio. Ich danke euch für alles. Danke, Bruder, ich bin bereit, nach Hause zu gehen.“
Weinend sagte er dann: „Ich bin bereit, Herr Direktor. Schicken Sie mich nach Hause. Ich möchte nur, dass alle Frieden in ihrem Herzen haben, dass sie die Ewigkeit mit Jesus verbringen und ihm in allem, was sie tun, die Ehre geben. Ich bin bereit.“

Noch am Dienstag wurde ein Antrag auf Hinrichtungsaufschub abgelehnt, in dem befürchtet wurde, dass Barbee „unerträgliche Schmerzen und Leiden“ erfahren könnte, wenn er mit ausgestreckten Armen auf der Trage hingerichtet würde, da er körperliche Einschränkungen hatte.

Und tatsächlich! – Die Exekution dauerte wesentlich länger als normalerweise in Texas. Gegen 18 Uhr CST sollte die Hinrichtung beginnen, aber die Zeugen kamen selbst nach 100 Minuten nicht wieder aus dem Zeugenraum.
Die Sprecherin des Gefängnisses Amanda Hernandez schreibt am Mittwochabend in einer E-Mail: „Aufgrund seiner Unfähigkeit, seine Arme auszustrecken, dauerte es länger, um sicherzustellen, dass er funktionsfähige Infusionsleitungen hatte“

Nachdem seine Mörder ihn auf der Trage festgeschnallt hatten, führten sie gegen 18:14 eine Infusionsnadel in seine rechte Hand ein. Dann dauerte es 35 Minuten! ihm eine weitere Nadel in die linke Seite seines Halses einzuführen. Erst nach weiteren 15 Minuten nach der Einführung der Nadel in seinen Hals konnte er seine letzte Erklärung abgeben… Erst nach weiteren 26 Minuten nach seinen letzten Worten wurde er für tot erklärt…


Der wegen Mordes an seinem Sohn zum Tode verurteilte Richard Fairchild (63) wurde in Oklahoma am 17.11.2022, seinem Geburtstag, mittels tödlicher Injektion hingerichtet.

Die Verteidigung von Fairchild versuchte die Hinrichtung zu verhindern. Sie argumentierten, dass er als Kind misshandelt und psychisch krank war (Nach der US-Verfassung darf eigentlich ein geistig kranker Mensch nicht hingerichtet werden). „Als sich Richard Fairchilds Gehirn verschlechtert hat, ist er in eine Psychose verfallen, eine Tatsache, die in seinen Gefängnisakten gut dokumentiert ist… Obwohl Richard den Kontakt zur Realität verloren hat, bleibt er für sein Verbrechen reuig und hat weiterhin eine makellose Haftstrafe. Es gibt keinen prinzipiellen Grund für Oklahoma, ihn hinzurichten.“ sagte seine Anwältin Emma Rolls vor dem Gnadenausschuss.

In seinen letzten Worten sagte Richard Fairchild: „Ich bin dankbar, dass ich meinen Glauben an Gott gefunden habe… Ich bin im Frieden mit Gott… Trauert nicht um mich, denn ich gehe nach Hause zu meinem himmlischen Vater.“


Die Hinrichtung von Kenneth Smith in Alabama, der wegen Mordes zum Tode verurteilt wurde, ist gestoppt worden. Eine Stunde lang malträtierten die staatlichen Mörder Smith mit Infusionsnadeln. Es gelang ihnen nicht eine Infusionsleitung in seine Venen einzuführen. Sie stachen ihn immer wieder an den verschiedensten Stellen seines Körpers. Dann kamen sie zu dem Schluss, dass sie es nicht mehr schaffen würden, ihr Opfer in der vorgesehenen Zeit zu ermorden und brachen die Exekution ab.

Maya Foa, US Direktorin der Menschenrechtsorganisation Reprieve, sagte: „Für die Hinrichtung vorbereitet zu werden, auf eine Trage geschnallt zu werden und immer wieder mit Nadeln gestochen zu werden, während die Gefängnisbeamten erfolglos versuchen, dich zu töten, ist Folter… Es ist die Definition von ‚grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung‘, und selbst Befürworter der Todesstrafe müssen erkennen, dass es Zeit für Alabama ist, umzudenken… Die jüngste Flut katastrophaler Todesspritzen-Hinrichtungen hat gezeigt, dass verurteilte Gefangene, unabhängig von der Droge, unabhängig vom Protokoll, ihre letzten Stunden oft in qualvollen Schmerzen und Qualen verbringen. Mit jeder grausamen Szene in der Todeskammer werden wir Zeuge der Folgen des Fortbestehens einer kaputte Hinrichtungsmethode in Echtzeit.“

Tatsächlich hatte sich die Jury im Jahr 1996 mit 11 zu 1 Stimme dafür entschlossen, Smith zu einer lebenslangen Haftstrafe zu verurteilen. Der Richter setzte sich jedoch darüber hinweg und verurteilte ihn zum Tode.


Was sollen wir dazu noch sagen?… Was in den USA in einigen Bundesstaaten geschieht trotzt jeder Beschreibung. Folter, Menschenrechtsverletzungen, richterliche Arroganz, Hass und ein Justiz System fern jeder Menschlichkeit treiben ihr Unwesen. Und es scheint nach wie vor nicht zu gelingen diesen Wahnsinn zu stoppen. Der Staat, der sich als Weltpolizist aufspielt, foltert und mordet im eigenen Land ohne jede Scham und verkauft dieses System der Grausamkeiten als „Gerechtigkeit“… Eine „Gerechtigkeit“ die keine ist und nur noch mehr Leid verursacht!

IHfL
Peter K.


Quellen:
https://www.cbsnews.com/news/death-row-inmate-murray-hooper-execution-arizona-supreme-court-reject-appeal/
https://eu.azcentral.com/story/news/local/arizona/2022/11/16/murray-hooper-execution-day-1980-phoenix-murder-convictions/10666614002/
https://www.newsweek.com/stephen-barbee-final-words-texas-execution-1760267
https://abc13.com/texas-death-row-inmates-executed-in-2022-stephen-barbee-fort-worth-killings/12459834/
https://www.upi.com/Top_News/US/2022/11/17/Texas-execution-prolonged-Stephen-Barbee-murders/1751668688333/
https://www.cbsnews.com/news/oklahoma-executes-richard-fairchild-1993-torture-slaying-3-year-old-adam-broomhall/
https://eu.oklahoman.com/story/news/state/2022/11/17/richard-fairchild-oklahoma-execution-final-words-remorse-faith-adam-broomhall/69643704007/
https://www.newsweek.com/kenneth-smith-execution-aborted-after-inmate-stabbed-needles-hour-1760573


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für USA: Mehrere Hinrichtungen vollzogen – Grausame Folter im Namen der „Gerechtigkeit“

Hinrichtungen in den USA: Noch 5 Exekutionen im November

Nach der Hinrichtung von Tracy Beatty (wir berichteten) zeichnen sich in den USA weitere Exekutionen im November von 5 Verurteilten ab. Aus diesem aktuellen Anlass möchten wir hier einiges anders machen. Wir werden nicht auf die einzelnen Verurteilungen eingehen (Wer sich dafür interessiert wird im Internet entsprechend fündig). Vielmehr möchten wir diesem Irrsinn einige unserer Argumente gegen die Todesstrafe entgegensetzen. Und bitten darum die unten verlinkten Petitionen zu unterschreiben.

Es handelt sich um die geplanten Hinrichtungen von

  • Stephen Barbee (Texas 16.11.2022)
  • Murray Hooper (Arizona 16.11.2022)
  • Richard Fairchild (Oklahoma 17.11.2022)
  • Kenneth Smith (Alabama 17.11.2022)
  • Kevin Johnson (Missouri 29.11.2022)

Der folgende Text ist ein Auszug eines Vortrags von Peter K., den er bei Amnesty International in Münster gehalten hat. Und da es sich bei vielen Menschen in den USA um Christen handelt, wird der Text mit einem Bibelspruch beginnen:

Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!
Dieser Satz aus der Bibel trifft wie ein eben solcher Stein ins Schwarze. Ja, wer ist ohne Schuld… Wer hat nicht einen schweren Fehler in seinem Leben begangen? Ist nicht schon einmal „ausgerastet“ oder hat seinem Gegenüber schlimmes gewünscht? Es ist diese zentrale Frage, die „uns“ von „denen“ im Todestrakt eben nicht trennt.

Ein jeder von uns hat in seinem Leben Schuld auf sich geladen. Nicht alles war wieder gut zu machen. Und doch manches konnten wir reparieren oder wenigstens den Schaden schmälern. Und ja, viele von uns haben schon gedacht: „Diesen Verbrecher sollte man töten!“. Die wenigsten von uns kennen dabei die genauen Hintergründe. Was für ein Mann oder eine Frau war das? Wie sah seine Kindheit aus? Wie kam es zu der Tat? Und vor allem, wie denkt der Täter in 20 Jahren darüber und welche Schlüsse und Konsequenzen wird er für sich daraus ziehen…

Die Todesstrafe scheint ein Reflex aus grauer Vorzeit zu sein
Über die Geschichte der Todesstrafe haben wir uns meist keine Gedanken gemacht. Damals wurden Menschen geopfert um die Götter gnädig zu stimmen und uns mit diesem Opfer von unserer eigenen Schuld zu befreien. Indem wir „den da“ töten, grenzen wir uns von ihm ab. Machen ihn zum Unmenschen, der nicht mehr zu uns, zu denen die ohne Schuld sind, gehört. Wir betrachten sein Verbrechen isoliert von uns. Es ist etwas „womit wir nichts zu tun haben“. Und indem wir uns dem Täter entledigen, entledigen wir uns unserem eigenen Anteil an seiner Tat.

Denn, was haben wir denn „damit“ zu tun! – „Wir sind keine Monster! Wir sind Menschen! – Er ist das „Monster!“ – Und wir übersehen dabei, dass wir selbst zu Mördern werden, wenn wir ihn töten. Das gelingt uns nur, weil wir dem Täter alles Menschliche absprechen. Ihn zur Bestie erklären und ihn somit aus der menschlichen Gemeinschaft ausstoßen…

Der Täter ist in unserer Gesellschaft aufgewachsen
Er wurde von unserer Gesellschaft geformt. War eingebunden in unsere Vorstellung davon, was richtig und falsch ist, was gut und schlecht ist. Wir erzogen ihn mit unserer Moral und unseren Werten. Dabei scheinen diese Werte und Moral für uns so selbstverständlich, als wären sie schon immer da gewesen… Wir hinterfragen sie kaum…

Was würde wohl ein Ureinwohner Papuas zu unseren Lebensvorstellungen sagen. Vieles aus unserem Leben erscheint anderen Kulturen nicht nur absurd, sondern oft sogar als Verbrechen… Und so lösen sich vielleicht unsere heiligen Werte in Luft auf, wenn wir es zulassen würden sie zu hinterfragen.

Irgendwo wissen wir alle, dass unser Leben falsch ist
Dass es das Gegenteil von dem ist, was die Natur für uns vorgesehen hat, mal vorausgesetzt sie könnte denken. Wir vernichten unseren Planeten. Blasen mit unseren Autos Abgase in die Luft und tun eben solches mit unseren Fabriken. Wir fliegen in Massen um die Welt und nennen das Urlaub, dabei wissen wir genau, dass wir mit diesem Verhalten unseren Kindern eine kranke Welt hinterlassen. Wir produzieren Unmassen von überflüssigen Konsumartikeln und lassen es zu, dass unsere Kinder durch die allgegenwärtige Werbung verführt, ja vergewaltigt werden, all diesen Müll zu kaufen… Ein jeder kann sich hier seine eigenen Gedanken machen und sie hinzufügen, zu viel fällt dem Autor dazu ein, als das es hier Platz finden könnte.
..

Ja! – Wir sind schuldig!
Und irgendwo in unserem Hinterkopf wissen wir es auch. Und darum muss „der da“ sterben. Wir fesseln ihn ans Kreuz und lassen ihn elend verrecken… In der unbewussten Hoffnung damit frei von unserer eigenen Schuld zu werden.
..

Niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu töten. Im Besonderen nicht der Staat, dessen Aufgabe es sein sollte für das Leben der Menschen da zu sein und nicht für deren Ermordung!

Und denken wir an die Menschen, die den Todeskandidaten nahe stehen, wird die sogenannte „Gerechtigkeit“ zu einer grausamen Quälerei von unzähligen Menschen, die durch die Exekution des Menschen dem sie nahe stehen oft schwer traumatisiert werden. Auch darum ist die Todesstrafe eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, deren sich ein Staat schuldig machen kann!

Wir bitten im Folgenden die Petitionen gegen die geplanten Hinrichtungen im November zu unterzeichnen und zu teilen…

Jetzt aktiv werden:

Petitionen für Stephen Barbee
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-stephen-barbee-in-texas/
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-10/stop-execution-stephen-barbee

Petitionen für Murray Hooper
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-murray-hooper-in-arizona
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-10/stop-execution-murray-hooper

Petitionen für Richard Fairchild
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-richard-fairchild-in-oklahoma/
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-10/stop-execution-richard-fairchild

Petitionen für Kenneth Smith
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-kenneth-smith
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-10/stop-execution-kenneth-eugene-smith

Petitionen für Kevin Johnson
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-kevin-johnson-in-missouri/
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/usa-kevin-johnson-drohende-hinrichtung-stoppen-2022-10-28
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-10/stop-execution-kevin-johnson

Lasst uns ein deutliches Zeichen gegen diesen Wahnsinn setzen!

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://deathpenaltyinfo.org/executions/upcoming-executions


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Hinrichtungen in den USA: Noch 5 Exekutionen im November

Texas hat Tracy Beatty hingerichtet

Der US-Bundesstaat Texas hat den wegen Mordes zum Tode verurteilten Tracy Beatty mittels tödlicher Injektion hingerichtet, obwohl ihm von zwei Fachleuten eine schwere geistige Erkrankung diagnostiziert wurde. Exekutionen geistig Behinderter sind nach dem 8. Zusatzartikel der US-Verfassung eigentlich verboten. Seit 2004 war Beatty im Todestrakt von Texas, weil er für die Ermordung seiner 62-jährigen Mutter zum Tode verurteilt wurde.

Laut Aussage von Dr. Bhushan Agharkar und Dr. Daniel Martell soll Beatty eindeutig an einer schweren Psychose und unter einem komplexen paranoiden Wahnsystem gelitten haben.
Dr. Bhushan Agharkar schrieb: „Während er im Allgemeinen logisch und linear erschien, offenbarte sich eine komplexe wahnhafte Welt, als sich die Befragung auf seine derzeitige Inhaftierung konzentrierte… Er sprach von einer riesigen Verschwörung von Justizvollzugsbeamten, die falsche Gerüchte über ihn verbreiteten, um die Leute gegen ihn aufzuhetzen. Sie foltern ihn mit einem Gerät in seinem Ohr, damit er ihre bedrohlichen Stimmen hören kann… Herr Beatty glaubt, dass seine Gedanken gelesen und an andere gesendet werden und dass die Justizvollzugsbeamten, die nicht einmal im Gefängnis anwesend sind, versuchen, Insassen und andere Beamte durch die Verbreitung von Lügen gegen ihn aufzubringen.“

In seinen letzten Worten, kurz bevor ihm das tödliche Gift von seinen Mördern injiziert wurde, schluchzte Tracy Beatty und sagte zu seiner Frau, die ihn durch ein Fenster sehen konnte: „Ja, ich möchte nur danken (Pause), ich möchte dich nicht verlassen, Baby, wir sehen uns, wenn du dort ankommst. Ich liebe dich.“
Dann bedankte er sich bei seinen Mitinsassen des Todestraktes: „Danke an alle meine Brüder auf der Einheit für all die Ermutigung, mir dabei zu helfen, mein Leben in Ordnung zu bringen… Sunny, Blue, ich liebe euch, Brüder. Wir sehen uns auf der anderen Seite.“

Als das Gift zu wirken begann murmelte er noch etwas unverständliches…

Das Texas Board of Pardons and Paroles hatte am Montag einstimmig abgelehnt das Todesurteil umzuwandeln. Am Mittwoch lehnte der Oberste Gerichthof der USA es ab, die Hinrichtung zu blockieren.

Texas hat einen der schlimmsten Todestrakte. Dies dokumentieren wir auch in einer unserer Veröffentlichung: „Peter K. – Hinrichtungsbefehl“, die HIER als PDF kostenlos geladen werden kann. Diesen schrecklichen Bedingungen war Tracy Beatty in den letzten Jahrzehnten seines Lebens ausgesetzt. Folter im Namen der „Gerechtigkeit“ in einem Staat der für sich in Anspruch nimmt der Moralapostel der Welt zu sein. Dabei scheinen in den USA selbst die Gerichte die Verfassung zu ignorieren und keinen Grund zu sehen, Exekutionen von geistig kranken Menschen zu stoppen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.newsweek.com/tracy-beatty-final-words-texas-execution-1758497
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2022/10/27/texas-wieder-exekution-eines-geistig-behinderten-geplant/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Texas hat Tracy Beatty hingerichtet

Petition an Joe Biden für Edgar B. Garcia

Edgar B. Garcia ist Gefangener im Bundestodestrakt der USA in Terre Haute, Indiana. Er wurde im Jahr 2010 wegen Mordes zum Tode verurteilt. Noch immer wartet die Welt auf einen entscheidenden Schritt in Richtung Abschaffung der Todesstrafe, denn genau dies hatte Joe Biden versprochen. Jetzt richtet sich Karine Omry mit einer Petition an Joe Biden, in der ein neues und faires Verfahren für Edgar B. Garcia gefordert wird.

Edgar B. Garcia beschreibt seine schreckliche Situation in der Todeszelle wie folgt anhand eines seiner Gemälde:

„Das ist eine Darstellung meiner Situation, in der Isolation ohne physischen Zugang zu anderen, in der ich mit anderen Menschen durch eine Tür oder ein Belüftungssystem sprechen muss, was mich zwingt, das Gesicht des anderen zu verdecken. Ich sehe nicht die Person, mit der ich spreche, die ich höre und der ich zuhöre, und deshalb ist dieses Gesicht mit einem Streifen blauer Farbe übermalt. Ich habe auch keine Augen auf mich gelegt, um das darzustellen, ich habe verschiedene Farben verwendet, um verschiedene Personen und die Situation auszudrücken. Der Hintergrund ist das Chaos in meiner Umgebung…
In meinen dunkelsten Momenten, als ich im SHU untergebracht war und einen Fall nach dem anderen bekämpfte, kam irgendwie etwas Schönes zum Vorschein. Wie kann das sein? In all diesen kalten und leeren lebenden Gräbern (Zellen) ohne Eigentum stolperte ich über das, was später meine Leidenschaft wurde: Die Kunst.
Die Kunst wurde zu meiner Rettung, zu meinem Ziel und zu einem wichtigen Grund, um für mein Leben zu kämpfen. Es begann als Ventil, um die Gefühle auszudrücken, die ich in mir trug, die Dinge, die ich an diesem Ort nicht mit anderen zu teilen wagte. Als ich dann meine rohen Emotionen auf Papier oder Leinwand brachte, zwang mich das, mich mit Aspekten meiner selbst zu konfrontieren, vor denen ich zurückgeschreckt war. Es zwang mich, mich auf einer tiefen, introspektiven Ebene zu erforschen, die ich mir nie hätte vorstellen können, und gleichzeitig ermöglichte es mir einen tiefen Einblick in mein eigenes Herz und meine Seele, den, wie ich glaube, nur wenige jemals erreichen. Ich wurde zu einer objektiven Erkenntnis sowohl meiner Schwächen als auch meiner guten Seiten geführt. Dabei entdeckte ich einen Mann, der schlimmer war, als ich erhofft hatte, und besser, als ich befürchtet hatte.“

Dieses ausdrucksvolle Gemälde, welches uns direkt in die Seele eines Menschen schauen lässt, der der unmenschlichen Isolationshaft des Todestraktes ausgesetzt ist – dieses Gemälde, gepaart mit den tiefgründigen Worten die er diesem Gemälde beigefügt hat, zeigt uns zu welch positiver und verantwortungsvoller Entwicklung dieser Mann fähig ist. Aber es zeigt auch welches Leid im Namen der „Gerechtigkeit“ in den Todestrakten angetan wird. Auch aus diesem Grund bitten wir die Leser die Petition für Edgar B. Garcia zu unterzeichnen.

Im folgenden Auszüge aus der Petition von Karine Omry an Joe Biden:

„Ich beantrage ein neues und faires Schwurgerichtsverfahren für Edgar B. Garcia. Im Folgenden finden Sie einige der beunruhigendsten Unstimmigkeiten in seinem Fall.

Jeder ist sich der langen und beschämenden Geschichte der Diskriminierung von Minderheiten innerhalb der US-Gerichte bewusst, denn solche Dinge sind systemisch, in vielerlei Hinsicht sind die Einflüsse nicht offenkundig. Dies war bei dem Prozess gegen Edgar B. Garcia nicht der Fall.

Edgar hat die ersten zehn Jahre seines Lebens in Mexiko verbracht, aber die Anwälte, die ihn vor Gericht vertraten, haben nicht einmal einen Übersetzer engagiert, um mit seiner Familie zu kommunizieren, oder sich die Mühe gemacht, irgendwelche Unterlagen aus dieser Zeit zu beschaffen, um eine angemessene Verteidigung vorzubereiten.

Darüber hinaus wurde inzwischen festgestellt, dass die Auswahl der Geschworenen nicht nach dem Zufallsprinzip erfolgte, was eine Verletzung des Gesetzes über die Auswahl und den Dienst der Geschworenen und Edgars Recht nach dem sechsten Zusatzartikel darstellt, dass die Geschworenen aus einem fairen Querschnitt ausgewählt werden….
…In Anbetracht der Tatsache, dass Edgar sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch von seinen eigenen Verteidigern diskriminiert wurde, kann es nicht überraschen, dass sein Prozess mit einer Verurteilung und der Höchststrafe endete…

…Edgar befindet sich seit der Hälfte seines Lebens in Bundeshaft. Seit 2007 hat er keine Disziplinarverstöße mehr begangen und seine Zeit genutzt, um alle verfügbaren Bildungs- und Freizeitprogramme auszuschöpfen. Er hat auch seinen GED gemacht und ist ein autodidaktischer Künstler. Seine Kreativität dehnt sich auf andere Ausdrucksformen aus. Obwohl er einen Großteil seiner Haftzeit in Isolation verbracht hat, ist es Edgar gelungen, Wege zu finden, sich positiv zu entwickeln und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Es wurde sogar ein Theaterstück über ihn geschrieben: „Edgar und ich“. Er ist der Inbegriff von Rehabilitation und Wiedergutmachung, aber auch von dem, was in unserem Justizsystem falsch läuft.“

Hier geht es zur Petition für Edgar B. Garcia:
https://www.change.org/p/fair-new-trial-for-edgar-garcia

Mehr von seiner Kunst hier: https://www.instagram.com/real_edgar_b_garcia

Wir danken Karine Omry für ihren Einsatz und Edgar B. Garcia für die Erlaubnis sein Kunstwerk und seine Worte hier zu verwenden.

IHfL
Peter K.


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Petition an Joe Biden für Edgar B. Garcia

Texas: Wieder Exekution eines geistig Behinderten geplant

Der US-Bundesstaat Texas beabsichtigt am 9. Nov. 2022 den wegen Mordes verurteilten Tracy Beatty (61) mittels tödlicher Injektion hinzurichten. Dies obwohl er wohl eine geistige Behinderung hat.

Seit 2004 ist Beatty im Todestrakt vom Texas, weil er für die Ermordung seiner 62-jährigen Mutter zum Tode verurteilt wurde. Beim damaligen Prozess behaupteten forensische Psychiater, er sei nicht psychisch krank und habe einen normalen Intelligenzquotienten.

Derzeit kämpfen die Anwälte von Tracy Beatty mit einer Klage darum, dass die geplante Hinrichtung ihres Mandanten gestoppt wird, da er eine schwere geistige Behinderung habe. Exekutionen geistig Behinderter sind nach dem 8. Zusatzartikel der US-Verfassung verboten. In der Klage geht es auch um Ungleichbehandlung von Beatty, bei Untersuchungen seiner geistigen Gesundheit. Während andere Gefangene durchaus bei solchen Untersuchungen ohne an den Händen gefesselt zu sein begutachtet wurden, musste Beatty Handschellen tragen. dabei richtet sich diese Klage auch direkt gegen Bryan Collier, TDCJ-Geschäftsführer; Bobby Lumpkin, Direktor der TDCJ Correctional Institutions Division; und Daniel Dickerson, leitender Aufseher der Polunsky-Einheit in Livingston.

Am 19. und 22. Sept. diesen Jahres wurde Beatty von zwei Ärzten untersucht. Dabei kritisierten diese Fachleute, dass trotz mehrmaliger Bitten, Beatty nicht die Handfesseln abgenommen wurden, wodurch ihnen keine vollständige Untersuchung möglich war.

Laut Aussage von Dr. Bhushan Agharkar und Dr. Daniel Martell soll Beatty eindeutig psychotisch sein und ein komplexes paranoides Wahnsystem haben.
Agharkar schreibt: „Während er im Allgemeinen logisch und linear erschien, offenbarte sich eine komplexe wahnhafte Welt, als sich die Befragung auf seine derzeitige Inhaftierung konzentrierte… Er sprach von einer riesigen Verschwörung von Justizvollzugsbeamten, die falsche Gerüchte über ihn verbreiteten, um die Leute gegen ihn aufzuhetzen. Sie foltern ihn mit einem Gerät in seinem Ohr, damit er ihre bedrohlichen Stimmen hören kann… Herr Beatty glaubt, dass seine Gedanken gelesen und an andere gesendet werden und dass die Justizvollzugsbeamten, die nicht einmal im Gefängnis anwesend sind, versuchen, Insassen und andere Beamte durch die Verbreitung von Lügen gegen ihn aufzubringen.“

Jetzt aktiv werden:

Petition für Tracy Beatty
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-tracy-beatty-in-texas/

Kontakt zum Texas Board of Pardons and Paroles:
Texas Board of Pardons and Paroles
P. O. Box 13401
Austin, Texas 78711-3401
E-mail: bpp_pio@tdcj.texas.gov

Kontakt zum Gouverneur von Texas:
Governor Greg Abbott
Office of the Governor
PO Box 12428
Austin, TX 78711-2428
512-463-2000
https://gov.texas.gov/contact/
Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Wieder so ein Fall von juristischer Arroganz und Ignoranz. Im Angesicht der Tatsache, dass Exekutionen von Menschen mit geistiger Behinderung eigentlich verboten sind, versucht das Todesstrafsystem alles um den Gefangenen faire Bedingungen zu verweigern, bei der Überprüfung ihrer geistigen Kompetenz. Es zeigt sich immer wieder, dass „Auge um Auge“ wichtiger zu sein scheint, als Gerechtigkeit, um die es ja angeblich den Anhängern der Todesstrafe geht. Doch den Mördern mit juristischer Legitimation geht es nicht um Heilung, nicht um Barmherzigkeit und auch nicht um Menschlichkeit. – Es geht ihnen nur um Rache. Dabei scheint es ihnen egal zu sein, wie viele Menschen sie dabei verletzen, denn es stirbt dabei nicht nur der Verurteilte… Es werden auch die Menschen schwer traumatisiert, denen der Hingerichtete etwas bedeutet hat…

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://tylerpaper.com/news/crime/whitehouse-man-texas-death-row-inmate-sues-state-prison-officials-2-weeks-before-execution-date/article_46be5028-53f4-11ed-ba7b-0f8b1a5bc2d1.html
https://www.cbs19.tv/article/news/crime/2-weeks-before-execution-date-east-texas-inmate-files-lawsuit/501-2437c581-d65b-43bc-9c2f-14f6587ac7be

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Texas: Wieder Exekution eines geistig Behinderten geplant

Oklahoma richtet Benjamin Cole trotz Diagnose von paranoider Schizophrenie hin

Der US-Bundesstaat Oklahoma hat den wegen Mordes zum Tode verurteilten Benjamin Cole mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Aller Versuche Gnade walten zu lassen scheiterten, obwohl die Verfassung der USA ungewöhnliche und grausame Strafen, sowie die Exekution von geistig kranken Menschen verbietet. Cole leidete an Schizophrenie und Hirnschäden, wobei er oft katatonisch war. Der Zustand Cole’s wurde durch eine große Hirnläsion und andere Hirnschäden verschlimmert. Er war auf einen Rollstuhl angewiesen und war extrem schwach. Offensichtlich verstand er nicht wirklich, warum er eigentlich hingerichtet werden sollte.

Cole hatte seine kleine Tochter getötet, als er sich beim Nintendo spielen von ihr gestört fühlte. Ihre Mutter hatte das Kind in ihr Bett gelegt und war Wäsche aufhängen gegangen. Er gestand am nächsten Tag, nachdem das Kind im Krankenhaus verstorben war, dass er sie so sehr gebeugt hatte, dass wohl ihre Wirbelsäule brach…

Direkt vor seiner Exekution betete er, Jesus möge seinen „Geist empfangen“. In seiner weiteren, teils unverständlichen Erklärung sagte er: „Wählen sie Jesus, solange Sie noch können… Halten Sie die Augen offen. … Seien Sie jederzeit bereit.“ Weiter betete er, Jesus möge die Herzen derer berühren, die gequält wurden, durch das was er getan habe.

Der Oberste Gerichtshof der USA entschied noch kurz vor der Hinrichtung gegen Cole.

Sein Anwalt Tom Hird sagte nach der Exekution: „Während seiner Jahre im Todestrakt glitt Ben in eine Welt der Täuschung und Dunkelheit ab… Er war oft nicht in der Lage, sinnvoll mit meinen Kollegen und mir zu interagieren.“ Und es sei skrupellos, dass ihm das Kompetenzverfahren verweigert wurde (siehe unseren Bericht).
„Während Oklahoma seinen unerbittlichen Marsch fortsetzt, um einen psychisch kranken, traumatisierten Mann nach dem anderen hinzurichten, sollten wir innehalten und uns fragen, ob wir wirklich so sind und wer wir sein wollen.“ so sein Anwalt weiter.

Opferangehörige äußerten sich zufrieden mit der Hinrichtung und forderten, dass solche Exekutionen zukünftig schneller vollzogen werden müssten. Im Fall von Cole waren es 20 Jahre, die er im Gefängnis saß.

Der Erzbischof von Oklahoma City äußerte seine Überzeugung, dass die Todesstrafe eine veraltete Strafmethode sei. Weiter sagte er: „Die Todesstrafe trägt wenig dazu bei, die Wunden von Trauer und Verlust zu heilen, und als Staat, der die Heiligkeit des menschlichen Lebens für das Ungeborene unterstützt, müssen wir weiterhin eine Gesellschaft aufbauen, die sich in allen Situationen für das Leben entscheidet“

Wir können letztendlich nicht entscheiden, ob Benjamin Cole wirklich geistig so krank war, dass er die Tragweite seines Handelns und den Grund seiner Hinrichtung nicht verstehen konnte. Aber eines wissen wir. Das System, welches ihn ermordet hat, ist ein krankes System. Geprägt vom kranken Gedanken der Vergeltung und Rache – ohne jeden Sinn, denn welches Unrecht ein Mensch auch getan hat, es wird durch das Unrecht der Todesstrafe nicht rückgängig gemacht und stellt nur ein neues Unrecht dar…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://news.yahoo.com/oklahoma-execution-benjamin-cole-gets-152704534.html
https://www.gesundheitsinformation.de/schizophrenie.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Katatonie
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2022/10/10/hinrichtung-am-20-okt-richter-verweigert-anhorung-zur-geistigen-kompetenz-von-benjamin-cole/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Oklahoma richtet Benjamin Cole trotz Diagnose von paranoider Schizophrenie hin

Hinrichtung am 20. Okt. – Richter verweigert Anhörung zur geistigen Kompetenz von Benjamin Cole!

Mike Hogan (Richter aus Pittsburg County, Oklahoma) hat die Überprüfung des geistigen Zustandes des wegen Mordes zum Tode verurteilten Benjamin Cole abgelehnt. Damit ist der Weg frei für die Exekution am 20 Oktober 2022.

Mike Hogan schrieb am 4. Oktober in seinem dreiseitigen Urteil, Cole’s Anwälte hätten die erforderliche „erhebliche Schwelle zum Nachweis einer Geisteskrankheit nicht überschritten. Angeblich seien die Argumente der Verteidigung „widersprüchlich“ Somit stände dem Verurteilten kein Geschworenenverfahren bezüglich seiner Hinrichtung zu.

Cole leidet an Schizophrenie und Hirnschäden, wobei er oft katatonisch ist. Offensichtlich versteht er in keiner Weise, warum er eigentlich hingerichtet werden soll. Dennoch enthält das Urteil keine Prüfung der Beweise für Cole’s Geisteskrankheit.

Die Verteidiger von Cole haben eine Erklärung veröffentlicht, in welcher der stellvertretende Bundesverteidiger Tom Hird als Antwort auf dieses Urteil schreibt: „Benjamin Cole ist durch seine Geisteskrankheit so weit handlungsunfähig, dass er im Wesentlichen nicht mehr funktioniert. Seine eigenen Anwälte waren jahrelang nicht in der Lage, sinnvoll mit ihm zu interagieren, und das Personal, das jeden Tag im Gefängnis mit ihm zu tun hat, bestätigt, dass er nicht kommunizieren oder sich um seine grundlegendsten Hygienemaßnahmen kümmern kann. Er hat einfach kein rationales Verständnis dafür, warum Oklahoma versucht, ihn hinzurichten.“

Das Oklahoma Pardon and Parole Board hatte bereits mit 4 zu 1 Stimmen für die Hinrichtung gestimmt!

Cole soll im Jahr 2002 seine neun Monate alte Tochter getötet haben, weil er sich von ihr gestört fühlte, als er ein Videospiel spielte. Eine mögliche Erklärung ist die bei ihm seit dem Prozess diagnostizierte Schizophrenie und eine wachsende Gehirnläsion. Seine Anwälte berichten davon, dass er selten redet und daran glaube, dass Rockbands ihm Nachrichten schicken. Er Dusche nicht und verweigere schmerzlindernde medizinische Behandlung. Er lässt das Licht in seiner Zelle, die er nie verlässt, immer ausgeschaltet. Dabei horte er religiöse Materialien und Nahrung.

Er starrte stundenlang auf eine Bibel, während der Verhandlung… Auch wollte er den Gitarristen der Band „Korn“ zu seiner Exekution, die ursprünglich für 2015 geplant war, als Zeuge einladen. Und Cole sagte voraus, dass er bei seiner Exekution einfach verschwinden würde, nachdem er auf dem Hinrichtungstisch festgeschnallt wäre…

Sein Anwalt Tom Hird sagt: „Wir kennen Benjamin schon lange… Und wir haben gesehen, wie es mit ihm immer weiter bergab und bergab ging und es immer schlimmer und schlimmer wurde. Wir haben den Verfall gesehen. Er täuscht es nicht vor.“

In einem Gegengutachten, eines von der Staatsanwalt beauftragten Psychologen, wird all diesen Tatsachen widersprochen. Cole zeige keine signifikanten Anzeichen einer psychischen Erkrankung… Wen wundert dies?!!! – Verbietet doch der Oberste Gerichtshof der USA seit dem Jahr 1986 grausame und ungewöhnliche Bestrafungen, sowie Exekutionen von Verurteilten die geisteskrank sind…

DeathPenaltyAction schreibt auf ihrer Petitionsseite: „Die Vorgeschichte von Herrn Cole zeigt, dass er nicht in der Lage ist, Stresssituationen zu bewältigen. Er hatte nicht die Absicht, seine wertvolle Tochter zu verletzen. Es war eine impulsive Handlung, die wahrscheinlich durch seine Hirnanomalien noch verschlimmert wurde.“

Jetzt aktiv werden:

Was sollen wir dazu sagen? – Immer wieder haben wir den Eindruck, dass, wenn es um die Todesstrafe geht, das Recht in den USA fast bis zum Bersten gebogen wird.
Ein offensichtlich schwer kranker Mensch wird einfach für gesund oder zumindest gesund genug erklärt, damit die rachesüchtigen Vertreter der Gesellschaft ihre Befriedigung erhalten… Nur – was für eine Befriedigung soll das sein? Welches Rechtsgut soll damit geschützt werden? – Ach ja, es geht um das Leben. Und ein Mensch der einem anderen Menschen das Leben genommen hat, der soll auch getötet werden… Aha! – Aber müssten dann nicht alle an den Hinrichtungen Beteiligten, alle die sich dafür einsetzen, ebenfalls hingerichtet werden? – Warum fällt dieser Widerspruch den Verantwortlichen nicht auf?!!! – Zumal es immer wieder Exekutionen von Unschuldigen gegeben hat…

Was für eine Stellenausschreibung steht demnächst vielleicht in der Zeitung?
„Serienmörder gesucht! – Gute Bezahlung! – Hygienisches Vorgehen garantiert! – Lassen sie ihrem Mordtrieb freien Lauf! – Sie haben Interesse? – Melden sie sich noch heute bei dem Rechtsstaat ihres Vertrauens…“

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://eu.oklahoman.com/story/news/2022/09/27/benjamin-cole-oklahoma-denied-clemency-despite-mental-illness-claims/69522655007/
https://deathpenaltyinfo.org/news/with-execution-looming-judge-denies-competency-hearing-for-oklahoma-death-row-prisoner-benjamin-cole
https://de.wikipedia.org/wiki/Katatonie
https://documents.deathpenaltyinfo.org/OCCA-Order-Setting-Six-Execution-Dates-2022-07-01.pdf


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Hinrichtung am 20. Okt. – Richter verweigert Anhörung zur geistigen Kompetenz von Benjamin Cole!

John Ramirez hingerichtet trotz Widerstand eines Staatsanwaltes

Der wegen Mordes zum Tode verurteilte John Ramirez wurde durch den US-Bundesstaat Texas mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Ramirez soll im Jahr 2004 einen Mann, gemeinsam mit zwei Mittätern, getötet haben. Ein Staatsanwalt, Mark Gonzalez, hatte versucht diese Exekution zu verhindern, weil er sich grundsätzlich gegen die Todesstrafe ausspricht.

Über 19.000 Unterschriften wurden von DeathPenaltyAction gegen diese Hinrichtung gesammelt. Auch viele unserer Leser und Unterstützer haben diese Petition unterschrieben, wofür wir ihnen ausdrücklich danken möchten. Doch es half alles nichts gegen die Auge um Auge Mentalität in Texas. Selbst der Bezirksstaatsanwalt von Nueces County, Mark Gonzalez hatte einen Antrag auf Hinrichtungsstopp gestellt, da er der Überzeugung sei, das weder Ramirez, noch überhaupt irgendjemand hingerichtet werden darf. Er sei der Überzeugung, das Exekutionen „unethisch“ sind…

Ramirez hatte bereits einen Exekutionstermin im Februar 2017. Da allerdings sein Anwalt ihn verlassen hatte, wurde ihm ein Aufschub gewährt, um einen neuen Verteidiger zu finden.
Ein weiterer Hinrichtungstermin für den 14. August 2020 wurde wegen der Covid-19 Pandemie verschoben.
Auch am und am 08.Sept. 2021 wollte der US-Bundesstaat in ermorden. Diesmal scheiterte dieser Versuch an einer Klage von Ramirez wegen die Tatsache, dass es ihm nicht erlaubt war, sich von einem Geistlichen während der Hinrichtung durch Handauflegen segnen zu lassen. Die Weigerung des Staates, Pastor Moore zu erlauben, Ramirez durch Handauflegung zu segnen, während er im Sterben liegt, verletze seine Rechte aus dem ersten Verfassungszusatzes der USA auf freie Ausübung seiner Religion.
Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im März diesen Jahres ihm das Recht zusprach, von einem Geistlichen bei seiner Hinrichtung begleitet und berührt zu werden, wurde der 05. Oktober 2022 als Exekutionstermin festgelegt.

Dana Moore legte während der Hinrichtung die Hand auf seine Brust und betete: „Schau John mit deiner Gnade an… Gib ihm Frieden. Gib uns allen Frieden…der Herr ist mein Hirte…“. John Ramirez antwortete: „Amen.“

Der Staatsanwalt, der den Prozess gegen Ramires leitete, sagte, dass es seiner Meinung nach unfair wäre, dass jemand für Ramirez beten durfte, während er starb, denn sein Opfer hätte nicht diese Gelegenheit gehabt…

Ramirez wurde um 18:41 Uhr Central Time in der Todeskammer des Staates in Huntsville für tot erklärt.

John Ramirez hatte vier Hinrichtungstermine. Kaum vorstellbar, was allein dies für ihn selbst und die Menschen die ihm nahestanden bedeutete… Seelische Folter nicht nur für ihn!
Es wird noch ein langer Weg sein, bis in den USA die Menschlichkeit und Barmherzigkeit siegt…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.reuters.com/world/us/texas-execute-inmate-who-won-religious-rights-case-2022-10-05/
https://abc13.com/john-henry-ramirez-update-execution-date-texas-inmate-death-penalty/12297416/
https://documents.deathpenaltyinfo.org/Ex-Parte-Ramirez-Nueces-DA-Mtn-to-Withdraw-Execution-Date-2022-04-14.pdf
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2022/09/11/texas-john-ramirez-soll-am-5-oktober-hingerichtet-werden-aber-staatsanwalt-setzt-sich-gegen-hinrichtungen-ein/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

Hier die direkte URL: https://ihfl.de/st-konto.htm

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für John Ramirez hingerichtet trotz Widerstand eines Staatsanwaltes