Bundes-Hinrichtung vollstreckt. War sie Ungesetzlich ?

KLEIN - Against the Death Penalty - Todestrafe - Zeichnung - Drawing - Statue of Liberty - Freiheitsstatue (Kaivel_Comics) - www.lancelot-armstrong.deDaniel Lee Lewis wurde nun doch hingerichtet.
Zuvor wurde die Hinrichtung noch gestoppt, weil ein Richter die 4 Exekutionen gekippt hatte, die durch den Bund der USA stattfinden sollte… 

Die Trump-Administration legte aber bei einem höheren Gericht Berufung ein und bat darum, die Hinrichtungen voranzutreiben.

Die bekannte Todesstrafen-Aktivistin „Sister Hellen Prejean“, die Autorin des Buches „Dead Man Walking“ (und spiritueller Berater von Männern und Frauen in der Todeszelle) twitterte zu dem Fall von Daniel Lee, das die Hinrichtung gegen das Gesetz war. Sie schrieb das die Hinrichtung um 2:00 Uhr nachts statt fand, doch der Hinrichtungsbefehl war bereits um Mitternacht abgelaufen. Außerdem wurde sein Rechtsbeistand nicht informiert. 

War dies also vielleicht wirklich eine Ungesetzliche Hinrichtung, wie von Schwester Hellen getwittert wurde? Es sieht so aus… Und DAS wäre oder ist ein echter Skandal und wirft einen weiteren dunklen blutigen Fleck auf die USA…

IHfL
Kai Friedrich

Quelle: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/12/exekutionen-durch-us-bundesregierung-stehen-kurz-bevor/
Quelle: https://apnews.com/38f5ad6c5f9bd91bd7abb84211f1e404?fbclid=IwAR39CBCOplFLWH0kI3BcqI0LKkHwo130MiIniEOthKRHxUGT3EaQi1qA1kg

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Exekutionen durch US-Bundesregierung stehen kurz bevor

Update: Daniel Lewis Lee, Wesley Ira Purkey und Dustin Lee Honken wurden nach langen Auseinandersetzungen hingerichtet.

siehe:
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/16/usa-hinrichtung-in-missachtung-des-rechts/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/17/zweite-unrechtmaessige-hinrichtung-durch-die-us-bundesregierung/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/07/18/dritte-hinrichtung-durch-us-bundesregierung/


USA wollen seit 2003 zum ersten mal wieder Gefangene hinrichten, die zum Tode verurteilt wurden. Damit würde sich der Wunsch des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama erfüllen, der für die Todesstrafe eintritt (Unglaublich, dass dieser Mann den Nobelpreis erhalten hat!). Auch der derzeitige Präsident Donald Trump setzt sich für die Todesstrafe ein.

Trump mit Strick.jpg

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! – Unabhängig von der Schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.justice.gov/opa/pr/executions-scheduled-four-federal-inmates-convicted-murdering-children
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article6072396/Obama-und-die-Todesstrafe.html
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2014/05/04/obama-will-weiter-toten-lassen/
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Earlene-Peterson-SDIN-Preliminary-Injunction-Order-2020-07-10.pdf
https://apnews.com/b6e533534b6f879e7e034a3079cec282
https://apnews.com/38f5ad6c5f9bd91bd7abb84211f1e404?


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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Billy Wardlow hingerichtet – Video vom Abschied

Billy Joe WardlowDer US-Bundesstaat Texas hat Billy Joe Wardlow (45) exekutiert. Er war wegen eines Mordes, den er mit 18 Jahren begangen hatte, zum Tode verurteilt worden. Es soll kein kaltblütiger Mord gewesen sein, sondern es „passierte“ während einer Auseinandersetzung mit dem Opfer. In Deutschland wäre er nach Jugendstrafrecht verurteilt worden – Texas richtete ihn hin.

Billy Wardlow lehnte es ab,kurz vor seiner Hinrichtung, eine letzte Erklärung abzugeben. Aber er schickte letzten Monat einen Brief an den Bewährungsausschuss und sprach darüber, wie er sich während des Vierteljahrhunderts in der Todeszelle verändert hat: „Ich kam als verängstigter Junge in den Todestrakt, der schlechte Entscheidungen traf; ich werde den Todestrakt als ein Mann verlassen, den andere schätzen, weil ich die Stürme des Lebens mit der Hilfe von Menschen, die mich liebten, überstanden habe“, schrieb Wardlow dem Ausschuss. „Wir sollten uns alle so glücklich schätzen.“

Wir haben über den Fall Billy Wardlow bereits ausgiebig berichtet (siehe hier) und möchten hier nicht weiter darauf eingehen. Vielmehr halten wir es für dringend nötig, den letzten Wunsch von Billy Wardlow zu erfüllen. Dazu schreibt Pat Hartwell Harper auf Facebook:

„BILLY WARDLOW wurde heute Abend vom Staat Texas ermordet, und seine letzte Bitte war es, das Video zu zeigen, wenn er in der Kirche liegt und seine Lieben um ihn trauern. Er möchte, dass die Welt erfährt, wie verachtenswert und rachsüchtig der Staat Texas ist, und dass die Menschen durch den Anblick dieser Videos versuchen können, die Realität einer Hinrichtung zu erfahren. Er dankt allen Menschen, die sich gemeldet und ihm auf seiner letzten Reise geholfen haben, und erzählt uns, dass er das Gefühl hatte, keine Stimme zu haben, aber bald erkannte, dass wir seine Stimme waren. Bitte teilen Sie diese GENAUEN Worte überall auf der Welt mit. Fliege hoch mit den Engeln, Billy. Du wirst nie vergessen werden. ABSCHAFFUNG DER TODESSTRAFE!!“

Wer dieses Video gesehen hat, so hoffen wir, wird begreifen wie falsch die Todesstrafe ist und dass es ein Verbrechen des Staates ist sie auszuführen… Nicht nur, dass sie einen Mann zum Tode verurteilt haben, der zur Tatzeit noch ein Junge war –  sondern auch weil sie ihn und seine Lieben jahrzehntelang misshandelt haben, mit dem Wissen, dass er getötet werden soll… In Texas ist es nicht erlaubt einen Todeskandidaten während eines Besuches zu berühren. Vielmehr finden Besuche nur getrennt durch eine Glasscheibe statt und mittels Telefonhörer, wie es sicher schon viele im TV gesehen haben… Was DAS bedeutet, macht das verlinkte Video auf erschütternde Weise deutlich… Seine Freundin konnte Billy zum ersten mal in ihrem Leben berühren, nachdem die Staatsverbrecher ihn ermordet hatten… So wurden unzählige Menschen durch den Staat Texas und letztendlich durch die USA, die genau DAS zulassen, seelisch gefoltert… Menschen die gar kein Verbrechen begangen haben… Es ist zu befürchten, dass der Staat Texas mit seiner schmutzigen Rachefratze bei den Menschen die Billy liebten ein schweres Trauma ausgelöst hat. Wie kann jemand anhand dieser unabweisbaren Tatsachen noch an der Todesstrafe festhalten?

Als wir jedoch in diesem Video auch noch sehen mussten, wie die Trauernden zurechtgewiesen wurden, wegen den Aufschriften gegen die Todesstrafe auf ihren T-Shirts und Billys Freundin vor Schmerz die Fassung verlor… trieb es uns die Tränen in die Augen…

Ein Staat der Menschen so etwas antut – ist ein verachtenswerter Unrechtsstaat!

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://www.texastribune.org/2020/07/08/texas-execution-billy-wardlow/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/06/23/todesurteil-mit-18-jahren-hinrichtung-am-8-juli/
https://www.facebook.com/pathartwell51/timeline

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Lebendig!

Immer wieder habe ich das Gefühl, dass so manche Leute meinen, die sogenannten Todeskandidaten wären quasi schon tot. Sie sind nun mal zum Tode verurteilt und ihre einzige Aufgabe, die sie noch haben wäre, darauf zu warten, dass der Staat sie ermordet.

Auch mein Brieffreund Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida ist, kennt das. Zu oft ist er in der Vergangenheit immer wieder so behandelt worden, als wäre er schon ein toter Mann oder zumindest kein richtiger Mensch mehr. Und er solle einfach die „Klappe halten“ und sich in sein Schicksal fügen.

Darum möchte ich hier kurz von einem Foto berichten, dass ich vor einiger Zeit mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht habe. Auf dem Haus unserer Nachbarn saß eine Amsel und da ich gerade das passende Objektiv drauf hatte, machte ich von ihr das folgende Bild:
amsel-peter_k_2020
Einige Wochen später bekam ich von Lancelot, der ein wunderbarer Kunstmaler ist, folgendes Geschenk:
amsel-lancelot_armstrong-2020Auf dem Lancelot Armstrong Kunstblog sind viele seiner Werke zu sehen:
https://armstrongkunst.wordpress.com

Lancelot Armstrong lebt. Er ist voller Leben! – Und die Menschen die sich an der Maschinerie beteiligen, die ihn und all die anderen im Todestrakt, nur noch als jemanden ansehen und behandeln, der schon so gut wie tot ist, sind die wahren Toten. In ihrem Herzen scheint etwas gestorben zu sein. Und wir können diese Verantwortlichen nur bedauern, in ihrem seelischen Elend…

Lancelot Armstrong jedoch lebt. Er kämpft um sein Leben und das der Anderen. Mit den wenigen Mitteln die er hat und seiner Kunst. Denn wer kämpft kann verlieren, aber wer aufgehört hat zu kämpfen, der hat schon verloren…

IHfL
Peter K.

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USA: Erste Hinrichtung durch den Bund seit 17 Jahren im Juli

Update 14.07.2020:

Update: Daniel Lewis Lee wurde nach langen Auseinandersetzungen hingerichtet.

Quelle:
https://www.n-tv.de/panorama/Daniel-Lewis-Lee-nun-doch-hingerichtet-article21910655.html


usa_death_penalty3

Update 10.07.2020: Ein Richter in Indiana hat einen Aufschub im Fall Daniel Lee gewährt, weil Opferangehörige wegen Covid-19 nicht an der Hinrichtung als Zeugen teilnehmen können. Das US-Justizministerium hat Berufung gegen diese Urteil angekündigt. Es ist also nicht sicher, dass dieser Aufschub nicht wieder gekippt wird. Lee soll der erste Bundesgefangene sein, der seit 2003 hingerichtet wird, durch die USA. 

Zum Dokument:
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Earlene-Peterson-SDIN-Preliminary-Injunction-Order-2020-07-10.pdf


Die USA wollen am 13. Juli 2020 einen Gefangenen des Bundes hinrichten. Seit dem Jahr 2003 wurde niemand mehr durch die Bundesregierung exekutiert. Bei dem Verurteilten handelt es sich um Daniel Lewis Lee, der für die Ermordung einer dreiköpfigen Familie, darunter ein 8 jähriges Kind, im Jahr 1996 zum Tode verurteilt wurde.

Gemeinsam mit einem Komplizen, Chevie Kehoe, soll Lee in das Haus ihrer Opfer eingedrungen sein. Nachdem sie die Opfer ausgeraubt und mit einem Elektroschocker betäubt hatten, bedeckten sie ihre Köpfe mit Plastiktüten, versiegelten die Tüten mit Klebeband, beschwerten jedes Opfer mit Steinen und warfen die dreiköpfige Familie in den Bayou von Illinois. Kehoe und Lee wurden im September 1997 verhaftet. Die Geschworenen empfahlen für Lee die Todesstrafe und für Kehoe lebenslängliche Haft.

In einer Mitteilung an die Medien schrieb Generalstaatsanwalt William P. Barr: „Das amerikanische Volk, das durch den Kongress…handelt, hat seit langem angeordnet, dass Angeklagte, die für die abscheulichsten Verbrechen schuldig befunden wurden, zum Tode verurteilt werden sollen… Wir sind es den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen und den zurückgelassenen Familien schuldig, das von unserem Justizsystem verhängte Urteil auszuführen.“

Laut einem Bericht auf DEATH PENALTY INFORMATION CENTER bitten Familienangehörige der Opfer um Gnade für Daniel Lewis Lee. Insofern begründet der Generalstaatsanwalt die bevorstehende Hinrichtung mit dem Willen von Opferangehörigen, die diesen Willen ausdrücklich NICHT haben!

In einer Erklärung am Montag teilte Lees Verteidigerin Ruth Friedman mit: „Die Regierung hat Herrn Lee als einen weißen Rassisten und Kindermörder dargestellt. Beides ist nicht wahr. Er hat den Skinhead-Gruppen, denen er als Jugendlicher beigetreten war, schon lange abgeschworen, und die Regierung hat ihren Fall gegen Herrn Lee jetzt dramatisch umgestaltet; tatsächlich war ihr eigener Beweis bei der Verhandlung, dass er das Kind nicht ermordet hat. Es wäre von der Regierung skrupellos, Danny Lee hinzurichten.“

Jetzt hat der Supreme Court der USA eine entsprechende Berufung der Gefangenen abgelehnt, mit deren Hilfe die Bundeshinrichtungen gestoppt werden sollten.
Der Oberste Gerichtshof sagte am Montag, dass er sich nicht mit einer Berufung befassen werde, die von vier Todestraktinsassen eingereicht wurde, die versuchen, einen Beschluss des Untergerichts zu blockieren, der es der Trump-Administration erlaubt, mit den Hinrichtungen fortzufahren.

    • Dieses Jahr geplante Hinrichtungen durch die Bundesregierung der USA:
      13. Juli – Daniel Lewis Lee
      15. Juli – Wesley Ira Purkey
      17. Juli – Dustin Lee Honken
      28. August – Keith Dwayne Nelson

Wenn selbst Angehörige der Opfer sich für das Leben von Daniel Lewis Lee wird das Ziel der US-Regierung ihn zu töten zu einem reinen Racheakt des Staates. Anstatt der grausamen und sinnlosen Todesstrafe endlich ein Ende zu setzen, suhlen sich die Verantwortlichen im archaischen Prinzip von „Auge um Auge“… Und sind dabei blind dafür, dass Hinrichtungen eines zivilisierten Staates nicht würdig sind.

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Quellen:
https://www.thv11.com/article/news/crime/execution-date-set-for-white-supremacist-convicted-of-killing-arkansas-family/91-3987ce65-2f8b-4235-9c56-226efb9a78a5
https://www.arkansasonline.com/news/2020/jun/16/federal-execution-set-in-96-slayings/?news
https://www.cnbc.com/2020/06/29/supreme-court-rejects-death-row-inmates-appeal-to-stop-federal-executions.html
https://deathpenaltyinfo.org/news/victims-family-members-ask-for-clemency-for-federal-death-row-prisoner-daniel-lewis-lee

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Verzeihen und Gnade – Eine Alternative zur Todesstrafe?

Ein Beitrag von Kai Friedrich

Einige Leute die für die Todesstrafe sind fordern zumindest bei „Schuldigen“ das Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“… Ihnen ist der Rachegedanke so wichtig, das sie oft einen alternativen Weg komplett übersehen… Den Weg des Verzeihens und der Gnade…

KLEIN - Against the Death Penalty - Todestrafe - Zeichnung - Drawing - Statue of Liberty - Freiheitsstatue (Kaivel_Comics) - www.lancelot-armstrong.de

Darum möchte ich euch heute einfach mal 2 Beispiele zeigen, das dieser Weg tatsächlich möglich ist.

Beispiel 1:
Opfer-Mutter verzeiht dem Mörder ihres Sohnes.


Eine Mutter vergibt dem Mörder ihres Sohnes… Ja, diese Frau beeindruckt uns total.. Obwohl ihr Erwachsener Sohn auf offener Strasse erschossen und ausgeraubt wurde von einen 14 Jährigen, geht diese Mutter einen Weg, der ungewöhnlicher kaum sein könnte… Sie verzeiht ihm, sieht ihm ins Gesicht und umarmt ihn und dann seine Mutter.

Rache ist nicht ihr weg. Im Gegenteil! Sie nimmt den Mörder ihres Sohnes in ihre Familie auf…  Respekt für diese tolle Geste!

VIDEO: „Mom Comes Face-To-Face With Her Son’s Killer“
„Mutter steht dem Mörder ihres Sohnes von Angesicht zu Angesicht gegenüber“
https://youtu.be/0Z5SGI5Jdns

Beispiel 2:
Opferfamillie will keine Todesstrafe für Frederick Baer…

Frederick Baer hat ein ziemlich heftiges Verbrechen begangenen, damals im Drogenrausch… Dennoch hat die Opferfamilie ihm nicht die Todesstrafe gewünscht !
Er fühlt sich bis heute Schuldig dafür, wie man auch in 3 wirklich guten Dokumentionen sehen kann…

ARTIKEL:
„Lebenslänglich für Frederick Baer“
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/08/13/lebenslaenglich-fuer-frederick-baer/

Artikel Bild

VIDEO 1: „Höchststrafe – Leben in der Todeszelle“
https://youtu.be/CYpZeYV8xEI

VIDEO 2: „Die Verurteilten – Warten auf dem Henker:
die_verurteilten-bild(selbst-erstellt)
https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/video179570586/WELT-Doku-Die-Verurteilten-Warten-auf-den-Henker.html

VIDEO 3: „Fredrick Baer speaks from Death Row“ (leider nur in Englisch verfügbar)
https://youtu.be/1L4Zry4PmP0

Um wenigstens etwas wieder Gut zu machen, bei einer Sache wo man kaum etwas wieder gut machen kann, spendete er seine Haare für Krebskranke Kinder, wie wir erfuhren… Er schrieb sogar die Opferfamillie an und teilte ihnen mit das er die tat Aufrichtig bereue usw… Das Resultat: Die Opferfamille sorgte dafür das Frederick Baer nicht mehr hingerichtet wird, sondern nach vielen Jahren im Todestrakt Lebenslänglich erhielt… (siehe hier)

FAZIT:
Es gibt Menschen die in der Lage sind einen anderen Weg zu gehen, als den der Rache…
Den des Verzeihens, oder zumindest den Weg der Erkenntnis, dass man einen Mord nicht wiederum mit einem Mord sühnen sollte…

Somit verneige ich mich vor Menschen die dazu in der Lage sind… Dies zeigt aber auch, das ein anderer Weg möglich ist…. Und wenn man den Täter oder die Täterin hinrichten lässt, schafft man nur wieder neues Leid… Ob das wirklich sinnvoll ist? Zu was das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Prinzip führt, kann man leider immer wieder an Beispielen der Blutrache sehen.

Ich denke Versöhnung, Verzeihen oder die Gnade ist der bessere Weg…

IHfL
Kai Friedrich…

PS: Eines noch, wir dürfen nicht vergessen das auch viele Unschuldige hingerichtet werden.
Siehe hier: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/unschuldig/
Artikel 2


Wir bitten für unsere Arbeit um Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Menschenrechtsverletzung: Mindestens 1300 Gefangene länger als 20 Jahre im Todestrakt

human-rights-violations-e28094-20-years-on-death-rowIn den USA sind mehr als 1300 Gefangene seit über 20 Jahren im Todestrakt. Wie das Death Penalty Information Center (DPIC) in einem Bericht mitteilt, verstoßen die USA damit gegen ihre eigenen Menschenrechtsverpflichtungen.(Stand 1. Januar 2020)

Fast ein Drittel der Todeskandidaten, deren Menschenrechte wegen einem solch langen Aufenthalt verletzt werden, befinden sich in  den Todeszellen von Kalifornien.

Laut DPIC wurden 191 Gefangene 20 Jahre oder länger nach dem Todesurteil hingerichtet. 13 Männer und Frauen waren über 20 Jahre in der Todeszelle, bevor sie wegen Unschuld entlassen wurden, was ebenfalls ihre Menschenrechte schwer verletzte. Insgesamt belegt der Bericht des DPIC mehr als 1.500 Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Todesstrafe durch US-Bundesstaaten und die Bundesregierung.

Kalifornien hat mit 429 Gefangene die meisten Menschenrechtsverletzungen, wegen der Inhaftierung seit über 20 Jahren, gefolgt von Florida, wo 192 Gefangene 20 Jahre und mehr im Todestrakt sind.
lance_armstrongEiner dieser Gefangenen, der seit 1991 in der Todeszelle von Florida eingesperrt wird, ist Lancelot Armstrong, der von der IHfL seit 2012 betreut wird. Wir möchten an dieser Stelle um Spenden für Lancelot Armstrong bitten, denn die Versorgung im Todestrakt von Florida ist vollkommen unzureichend. Wenn er sich nicht von Spenden Nahrung kaufen kann, ist seine Gesundheit stark gefährdet. Wir empfehlen dazu unsere kostenlose Broschüre „Eine ganz normale Nacht“. In dieser Broschüre ist u.a. auch ein sogenannter „Speiseplan“ aus dem Todestrakt von Florida abgebildet.
Achtung! – Wegen der teilweise grausamen Schilderungen, können wir die Lektüre dieses Heftes empfindlichen Menschen ausdrücklich NICHT empfehlen!

Die PDF kann < hier > geladen werden:

Das Heft im DinA5 Format kann bei uns, gegen eine kleine Kostenbeteiligung, bestellt werden – gerne auch mehrere Exemplare um sie weiterzugeben. Dazu sendet bitte einfach eine Nachricht an uns: info@ihfl.de

Es ist unglaublich wie schlecht die Gefangenen dort ernährt werden. Da Lancelot Armstrong nicht mal diesen vollen Speiseplan erhält, aufgrund seiner Glaubensrichtung, wurde das Wenige, das man ihm gibt, auf dem Speiseplan farbig gekennzeichnet. Jeder der sich DAS anschaut, wird begreifen, warum wir von Gesundheitsgefährdung sprechen.

Florida hatte mit 34 die meisten Menschenrechtsverletzungen bei der Hinrichtung von Gefangenen, die seit mindestens 20 Jahren in der Todeszelle saßen. Es folgt Texas mit 31, Georgia mit 28 und Alabama mit 20 Exekutionen.

Drei der Entlassenen – Paul Browning in Nevada, Henry McCollum in North Carolina und Glenn Ford in Louisiana – waren 30 Jahre oder länger in der Todeszelle, bevor sie freigelassen wurden.

Im Jahr 2018 erklärte die Interamerikanischen Menschenrechtskommission (IACHR) im Fall des Missouri Gefangenen, Russell Bucklew, der in der Todeszelle saß, dass „allein die Tatsache, 20 Jahre in der Todeszelle zu verbringen, … eine exzessive und unmenschliche“ Strafe ist. Im April 2020 stellte die IACHR zu diesem Thema fest, dass die 27-jährige Inhaftierung von Nvwtohiyada Idehesdi Sequoyah (ehemals Billy Ray Waldon) im Todestrakt von Kalifornien gegen die Menschenrechtsverpflichtungen der USA verstößt.

Die IACHR sagt, dass eine so lange Inhaftierung unter Todesdrohung eine „grausame, berüchtigte oder ungewöhnliche Bestrafung“ im Sinne der Amerikanischen Erklärung darstellt. Sie entschied, dass eine Hinrichtung nach einem so langen Zeitraum in der Todeszelle eine zusätzliche Menschenrechtsverletzung ist.

Das DPIC überprüfte das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen der USA, die sich aus der langen Haft in den Todeszellen ergeben. In ihrem Bericht stellt die DPIC fest, dass 1344 derzeitige Gefangene in 26 Todestrakten der US-Bundesstaaten, des Bundes oder des US-Militärs seit mehr als 20 Jahren inhaftiert sind und ihnen die Exekution droht. Mit den 191 Hinrichtungen, die von 20 Staaten mehr als 20 Jahre nach der ersten Verurteilung der Gefangenen zum Tode vollstreckt wurden, ergeben diese beiden Kategorien von Gefangenen in den Todestrakten insgesamt 1535 Menschenrechtsverletzungen durch die USA.

Leider sind diese Verletzungen der Menschenrechte durch die USA nichts neues. Offensichtlich halten sie sich schon lange nicht an ihre eigenen Gesetze. Ja, sie treten das US-Recht mit Füßen. Hoffnung macht die wachsende Anti-Todesstrafen-Bewegung in den USA – Geführt von kritischen US-Amerikanern die hoffentlich immer mehr werden…

IHfL
Peter K.

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Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/dpic-report-at-least-1-300-prisoners-are-on-u-s-death-rows-in-violation-of-u-s-human-rights-obligations
https://ihfl.de/Eine_ganz_normale_Nacht.pdf
https://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Ray_Waldon
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/09/26/usa-kein-recht-auf-eine-schmerzfreie-hinrichtung/

https://ihfl.de/la/index.html
https://todesstrafe-info.de

 

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Todesurteil mit 18 Jahren – Hinrichtung am 8. Juli

Billy Joe Wardlow

Update 09.07.2020: Billy Joe Wardlow wurde wie geplant hingerichtet.

Quelle:
https://www.themarshallproject.org/next-to-die/tx/g2rd1btt


Texas: Bereits am 29. April 2020 hatte Billy Joe Wardlow einen Hinrichtungstermin, der jedoch auf  Antrag des Staates auf den 8. Juli 2020 / 18 Uhr (Ortszeit) verlegt wurde, wegen den Problemen bezüglich der Covid-19 Pandemie.
Wardlow war 1995 wegen Mordes an dem 82-jährigen Carl Cole zum Tode verurteilt worden.

Billy Joe Wardlow war erst 18 Jahre alt, als er bei dem Versuch einen Wagen zu stehlen, den 82-jährigen Carl Cole tötete. Sein Anwalt versäumte wohl auf wichtige mildernde Umstände hinzu weisen und so lautete das Urteil: Todesstrafe.

Im November 2019 reichte Wardlow beim Texas Court of Criminal Appeals eine Berufung ein, die die Frage aufwirft, ob eine Jury eine verlässliche Entscheidung über die zukünftige Gefährlichkeit einer Person treffen kann, die zum Zeitpunkt des Verbrechens 18 Jahre alt ist. Im Jahr 2005 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in der Rechtssache Roper v. Simmons, dass es verfassungswidrig ist, ein Todesurteil gegen Personen zu verhängen, die zum Zeitpunkt der Straftat unter 18 Jahre alt waren.

Die moderne neurowissenschaftliche Forschung hat herausgefunden, dass die Gehirnbereiche für rationale Entscheidungen, Impulskontrolle und Urteilsvermögen erst ab Mitte 20 voll entwickelt sind. So ist es wohl kaum möglich vorherzusagen, inwieweit ein junger Mensch in Zukunft gefährlich ist.
In einem vom Austin American-Statesman veröffentlichten Meinungsartikel „Jugend verdient eine zweite Chance“, nicht die Todesstrafe“, schreibt Linda White: „Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass Menschen, die als Jugendliche abscheuliche Taten begehen, zu Veränderungen fähig sind. Whites 26-jährige Tochter Cathy wurde von zwei 15-jährigen Jungen brutal vergewaltigt und ermordet“.

In einem Artikel, der im vergangenen Dezember in der Zeitschrift American Scholar veröffentlicht wurde, schreibt Lincoln Caplan, dass Wardlow in den 25 Jahren, die er in der Todeszelle verbracht hat, „im mittleren Alter zu einem vertrauenswürdigen, friedensstiftenden und in vielerlei Hinsicht vorbildlichen Häftling geworden ist“. Für Caplan „zeichnet sich Wardlow als jemand aus, dem das Rechtssystem wiederholt Unrecht zugefügt hat, insbesondere bei der Festlegung seiner Strafe“.

Seit 25 Jahren sitzt nun Billy Wardlow in seiner 1,83 x 2,44 Meter kleinen Zelle. Meist 23 Stunden lang. Ohne Sonnenlicht und ohne menschlichen Kontakt. Er hat damals den Mord gestanden. Und bereut seine Tat. In dieser Zeit ist er gereift und hat sich zum positiven entwickelt. Wenn sie ihn am 8. Juli in die Hinrichtungskammer führen, werden sie einen anderen Menschen ermorden, als er damals war mit 18 Jahren. – Einen Mann, der zudem seit 25 Jahren für seine Tat bezahlt hat, mit den schlimmsten Umständen, die man in den USA ertragen muss, mit dem Todestrakt. Welche Gerechtigkeit soll es bringen, wenn ein junger Mensch einen schweren Fehler begeht, diesen bereut und sich zu einem verantwortungsvollen Mann wandelt – welchen Sinn macht es, diesen Menschen nach 25 Jahren zu ermorden? – KEINEN!

Im Folgenden die Möglichkeiten sich für Billy Wardlow zu engagieren:

IHfL
Peter K.

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Quellen:
https://tcadp.org/2020/04/06/trial-court-postpones-execution-date-for-billy-joe-wardlow/
https://theamericanscholar.org/this-man-should-not-be-executed/#.XoTqoy2ZNgs
https://de.wikipedia.org/wiki/Roper_v._Simmons

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Wieder Hinrichtungsaufschub für Ruben Gutierrez

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Ruben Gutierrez

Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Dienstag die geplante Exekution von Ruben Gutierez, ca. eine Stunde vor dem Vollzug, gestoppt. Dies ist das vorläufige Ende des Tauziehens um das Leben des Verurteilten, der immer auf seiner Unschuld bestanden hat. Er wurde wegen Mordes an der 85-jährigen Escolastica Harrison, im Jahr 1998, zum Tode verurteilt.

Gutierrez versucht seit vielen Jahren DNA-Untersuchungen durchzusetzen, da er davon überzeugt ist, dass diese seine Unschuld beweisen können. Bis heute wurden die entsprechenden DNA-Analysen jedoch verweigert.
Dies ist aber nicht einmal der Grund für den jetzigen Aufschub. Vielmehr hat das Oberste Gericht der USA die Verschiebung der Exekution wegen eines anderen Antrags der Verteidigung beschlossen. Es handelt sich um einen Antrag seiner Verteidiger bezüglich eines Geistlichen Beistands. Gutierrez wird tatsächlich ein entsprechender Beistand während der Exekution verweigert.
Seitdem Patrick Murphy darauf bestand von einem buddhistischen Berater in die Todeskammer begleitet zu werden, hat das texanische Gefängnissysstem eine solche spirituelle Begleitung grundsätzlich untersagt. (Wir berichteten)

„Als gläubiger Katholik benötigt Herr Gutierrez die Unterstützung eines Geistlichen, um ihm beim Übergang vom Leben ins Jenseits zu helfen. Das texanische Strafjustizministerium änderte seine Politik zu seiner eigenen Bequemlichkeit, aber spiritueller Trost zum Zeitpunkt des Todes ist keine Bequemlichkeit; es handelt sich um ein geschütztes Rechtsgut“, so sein Anwalt Schawn Nolan.

Der Oberste Gerichtshof hat mitgeteilt, dass er die Hinrichtung aussetzt bis der Oberste Gerichtshof über die Frage nach einem geistlichen Beistand in der Todeskammer entschieden hat.

Die katholische Bischofskonferenz von Texas hat beim Obersten Gerichtshof eine Unterstützungsschrift für Gutierrez eingereicht. „Einem Gefangenen, der kurz vor seiner Hinrichtung steht, den Zugang zu spiritueller und religiöser Führung und Begleitung zu verweigern, ist grausam und unmenschlich“, sagte Bischof Daniel Flores von Brownsville.

Der Bezirksstaatsanwalt von Comeran County, Luis Saenz, äußerte sich enttäuscht darüber, dass der Oberste Gerichtshof die Hinrichtung verzögert, da seiner Ansicht nach der Familie der Ermordeten „wieder einmal Gerechtigkeit versagt wurde. Als Staatsanwalt ändert das nichts. Es verzögert nur sein endgültiges Schicksal“, sagte er in einer Erklärung.

Was sollen wir dazu noch sagen… DNA-Untersuchungen verweigern und bei der Exekution eines evtl. Unschuldigen auch noch den geistlichen Beistand verbieten… Hinrichtungsstopp nun ca. 1 Stunde vor der Exekution… Wir wollen uns gar nicht vorstellen, was in dem Verurteilten vorging und geht… Und demnächst wieder ein Hinrichtungstermin für ihn?…
Uns fehlen die Worte…

  • Weitere Infos über Ruben Guiterez in unseren vorangegangenen Artikeln:
  1. Hinrichtung am 30.10.19 in Texas

  2. Hinrichtung von Ruben Gutierrez am 16. Juni 2020

  3. Hinrichtung in Texas: Aufschub für Ruben Gutierrez
  4. Mörderstaat Texas kämpft um sein „Recht“ Ruben Gutierrez zu töten

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unser Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit wir Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

Quellen:
https://dfw.cbslocal.com/2020/06/16/us-supreme-court-halts-texas-execution-ruben-gutierrez-clergy-question/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/03/23/texas-hinrichtung-eines-unschuldigen/

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Land der Folter und Grausamkeiten

rbroom

Romell Broom nach dem Exekutionsversuch

Wie wir erst heute erfahren haben, hat sich der Gouverneur von Ohio (USA), Mike DeWine, bereits im April diesen Jahres dazu entschlossen, den durch den Staat schwer misshandelten Todeskandidaten Romell Broom, weiter zu quälen…

Das Ganze nennt sich dann „Begnadigung“!

Diese „Gnade“ wird jedoch nur bis zum 16.03.2022 – 10 Uhr gewährt…

Dann soll die Hinrichtung doch stattfinden…

Die Genaue Formulierung dieser eigentümlichen Begnadigung bedeutet, dass Romell Broom nicht, wie vorgesehen, am 17. Juni hingerichtet wird, sondern ihm „Gnade“ gewährt wird bis zum 16. März 2022. Bis dahin soll Broom weiter im Todestrakt auf seine Exekution warten. Es sei denn er würde dann wieder „Begnadigt“ werden, was das auch immer bedeuten soll…
(Mit einem Klick auf das folgende Bild geht es zum Original Dokument)
rommel_broom_reprieve
Wir berichteten bereits im Jahr 2016 über die furchtbaren Vorgänge bei der „nicht geglückten“ Hinrichtung von Romell Broom in unserem Artikel:
Land der unbegrenzten Grausamkeiten

Damals versuchte der Staat Ohio den Häftling Romell Broom durch tödliche Injektion  hinzurichten. Sie versuchten ihn 18 mal zu töten!Mehr als zwei Stunden stocherten sie in seinem Körper herum, bis sie aufgaben, da sie keine Vene fanden. Broom war 1985 wegen Mordes verurteilt worden.

Wir empfehlen dazu den Film:
Die zweite Hinrichtung – Amerika und die Todesstrafe 

Der oberste Gerichtshof entschied, dass ein weiterer Exekutionsversuch an ihm durchgeführt werden darf. Eigentlich verbietet die US-Verfassung grausame und ungewöhnliche Strafen, jedoch die Richterin Judith Lanzinger meinte ihre Entscheidung würde nicht gegen diesen Verfassungsgrundsatz verstoßen. Sie führte aus, es wäre gar keine „verpfuschte“ Hinrichtung gewesen, da während der ganzen Zeit, dem Verurteilten kein Gift injiziert werden konnte. Insofern wäre es auch keine Doppelbestrafung.

Ja bitte, was ist denn dann eine Doppelbestrafung? Was bitte ist denn dann eine grausame Strafe? Wie pervertiert sind bitte solche Richter die meinen in solch einer weise „Recht“ sprechen zu dürfen. Was für ein System ist das, das so etwas zu lässt?

Was für ein pervertierter Vorgang ist das bitte, wenn nun auch noch der Gouverneur eins draufsetzt und anstatt Romell Broom endlich richtig zu begnadigen, ihm weitere seelische Folter antut, indem er ihm schon jetzt seinen neuen Hinrichtungstermin in knapp zwei Jahren mitteilt. Was geht in einem solchen Kerl vor? – DAS ist also der höchste Politiker von Ohio!? – Wir können uns nur mit Abscheu abwenden…

Und wieso kann kein Gericht in den USA die Grausamkeit des Verbrechens feststellen, dass der Staat an ihm begangen hat, indem er ihn rund 2 Stunden misshandelte, mit dem Ziel ihn zu ermorden?! – Nicht mal ein Bundesgericht scheint dazu in der Lage. Die US-Rechtsprechung, wenn man sie denn so nennen will, scheint vollkommen krank, rassistisch und von Kälte dominiert zu sein.

Die USA, ein System in dem Leute Richter, Gouverneure, Staatsanwälte und Polizisten sein können, die offensichtlich ihre niederen Triebe nicht mehr unter Kontrolle haben…
…und leider scheint auch der gewaltsame Tod von Georg Floyd ein trauriges Ausrufezeichen hinter diese Aussage zu setzen.

IHfL
Peter K.

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Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

Quellen:
https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/Broom-Reprieve.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Romell_Broom
https://www.fr.de/politik/usa-rassismus-george-floyd-polizeigewalt-fox-news-proteste-demonstrationen-zr-13777080.html

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