Selbstmord mit staatlicher Hilfe um Folter zu beenden?

In den USA wurden am 15.03.2018 zwei Männer hingerichtet. Es handelt sich um Carlton Gary und Michael Eggers, die wegen Mordes zum Tode verurteilt waren. Über ihre Fälle berichteten wir bereits vor kurzem:  https://wp.me/p2X1th-3hk
usa_against_death_penalty2Carlton Gary ist durch den US-Bundesstaat Georgia ermordet worden. Er wurde 1986 wegen Raub, Vergewaltigung und Mord verurteilt und soll die Taten bereits 1977 begangen haben. Weitere Details siehe hier und hier (in englischer Sprache). Carlton Gary reagierte auf die Aufforderung letzte Worte zu sagen nicht. Zuletzt wurden alle Anträge seiner Verteidigung und auch das Gnadengesuch abgelehnt.

Michael Eggers wurde durch den US-Bundesstaat Alabama ermordet. Er soll gegen Ende des Jahres 2000 Bennie Francis Murray ermordet haben. Eggers hat eine Beschleunigung seines Verfahrens beantragt und verzichtete auf Berufung. Er forderte quasi seine möglichst schnelle Hinrichtung, da die Todesstrafe als eine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung“ eindeutig gegen die US-Verfassung verstoße. Seine Konsequenz bedeutete jedoch quasi Selbstmord mit staatlicher Hilfe. Wobei die Freiwilligkeit mehr als in Frage gestellt ist, da der von ihm geäußerter Wille, wohl die Folge eben dieser staatlichen Folter ist. Ohne die Existenz der Todesstrafe und der daraus resultierenden foltergleichen Situation für die Gefangenen, hätte Eggers sicher nicht um seine Exekution gebeten!
Er versuchte also durch seine Hinrichtung der jahrzehntelangen Misshandlung im Todestrakt zu entkommen! – Dabei realisierte Eggers offensichtlich die unvorstellbare Grausamkeit, die der oft jahrzehntelange Kampf gegen das Urteil bedeutet. Viele Todeskandidaten müssen dies durchleben. Auch der von uns betreute Lancelot Armstrong ist seit 1991 im Todestrakt und erlebt diesen zermürbenden Kampf um sein Leben und die foltergleiche, schreckliche Situation in der Todeszelle. Einen Tag im Todestrakt beschreibt z.B. der im November 2017 in Florida hingerichtete Patrick Hannon hier auf unserem Blog. Wer nicht versteht, dass wir diese Situation der Gefangenen „Folter“ nennen, dem, sagen wir es mal wie uns der Mund gewachsen ist: „dem können wir auch nicht mehr helfen!“.

Im Übrigen hatten seine Anwälte, die er extra entlassen hatte, um seinen Selbstmord mittels staatlicher Hilfe durchzusetzen, Anträge an den obersten Gerichtshof der USA gestellt, gegen die Hinrichtung zu intervenieren, da ihr Mandant unter Schizophrenie leide. Diese Erkrankung allein wäre eigentlich ein Ausschlussgrund für seine Hinrichtung gewesen. Eggers glaubte an eine Verschwörung gegen ihn, lehnte die Arbeit seiner Verteidiger ab und stimmte ihren Anträgen nicht zu.

Es war also wohl keine freiwillige Entscheidung für seine Hinrichtung, sondern die Flucht vor seinen Peinigern in den Tod, als in seinen Augen einzige Möglichkeit, ihnen zu entkommen. Dabei vollzogen seine Peiniger den Selbstmord an ihm. Gerade dieses menschliche Drama zeigt uns die besondere Grausamkeit der Todesstrafe.

Es liegt an uns allen, weiter dagegen anzugehen, damit die Folter mit Hilfe der Todesstrafe endlich ein Ende hat.

IHfL
Peter K.

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Tanz auf dem Vulkan – Ein Stimmungsbericht

14. März 2018 – kurz vor Mitternacht

Noch ein Tag und 27 Minuten, dann sollen wieder Menschen sterben. Diesmal in Alabama und Georgia. Es scheint ja so einfach. Sie setzen ein Datum, in diesem Fall also der 15.03.2018 und an diesem Tag schießen sie ihnen das Gift in die Adern…
und_erloese_uns_von_dem_boesenSeit Jahren beobachte ich dieses schreckliche Treiben – schreibe Artikel darüber, in der Hoffnung, irgendetwas zu bewirken…

Manchmal kommt es mir so vor, dass ich dabei abstumpfe. Menschenleben quasi wie Blätter in Aktenordner abhefte. Es geht nicht – es ist kaum möglich – dieses ganze Leid immer und immer wieder an sich heranzulassen. So schaue ich oft, wie einem automatischen Impuls folgend, ob sich was getan hat oder ob die Todeskandidaten noch immer um ihr Leben fürchten.

Man stelle sich das vor, noch stehe ich in der Küche und bereite einen Salat, dann der Gedanke, „schau doch mal nach“ und schon sitze ich vor dem PC und gehe auf entsprechende Webseiten, um am Ende festzustellen: „sie werden es wieder tun – Morden im Namen ihres verbrecherischen Gesetzes…“

Manchmal geschieht es auch, dass in der Hektik des Tages, ich das Geschehen um den Gefangenen aus den Augen verliere und tief erschüttert feststelle – „Vorgestern haben sie ihn hingerichtet“ – Ein unbeschreibliches Gefühl überkommt mich dann. Wie konnte ich nur!… Diese Ohnmacht vor der eigenen Ohnmacht!

Doch das Leben fordert auch nach dem Tod der anderen seinen Tribut. Alles lebt um mich herum – ob es der Baum vor dem Haus ist, die Taube auf dem Dach oder der Nachbar der nach einer Zwiebel fragt… Da fühlst du dich schuldig, weil du noch lebst, lachst und deine Lieblingsserie schaust… Da fühle ich, wie weit weg ich von den armen Menschen bin, die ermordet werden und gleichzeitig wie nahe dran…

Soll ich zur Gitarre greifen, vielleicht ein neues Lied schreiben, noch eines, dass kaum jemand interessiert? – Oder das Fenster aufreißen und schreien, alles herausschreien, womit ich wohl nur die Nachbarn verblüffen werde… – Wer schreit stört – stört die heilige Ruhe und ich denke: „außerdem sind eh schon alle verrückt!“ – Starren auf ihre Handys und anstatt von sich zu erzählen, zeigen sie das neueste Katzenvideo, dass sie auf Fratzbuch entdeckt haben.

Wir scheinen alle so weit entfernt von den Todeskandidaten – so weit entfernt von uns selbst, unserem Nächsten… Dabei sind wir alle Todeskandidaten… Müssen sterben, irgendwann… Wir wissen halt nur das Datum nicht…

Ich habe auf meinem letzten Konzert die Worte von Patrick Hannon vorgelesen. In einem großen Saal, voll mit Menschen. Patrick wurde im November hingerichtet. Danach hat eine einzige Person unsere Petition unterschrieben. Überhaupt kam fast niemand an unseren Infostand. Die Infomaterialen, die wir extra dafür gedruckt hatten, hat sich fast niemand abgeholt. Den vollständigen Text von Patrick wollte niemand haben, obwohl ich beim Auftritt erwähnte, dass er bei unserem Infostand zur Verfügung steht.

Vielleicht ist das der Grund, warum es diese Hinrichtungen immer weiter geben wird – Weil die Menschen viel zu sehr mit ihren Smartphones, ihrem Auto, der nächsten Party usw. beschäftigt sind.

Oft scheint es mir, wie ich es in meinem Song „Weißer Mann“ genannt habe, als wäre es ein „Tanz auf dem Vulkan“…

Peter K.

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Zwei Hinrichtungen in den USA geplant

In den USA sollen am 15. März 2018 zwei Männer hingerichtet werden. Der US-Bundesstaat Georgia will Carlton Gary exekutieren und der US-Bundesstaat Alabama beabsichtigt Michael Eggers das Leben zu nehmen.eggers_carlton

Carlton Gary (65) wird vorgeworfen in der Zeit von November 1977 bis April 1978 sieben Frauen ermordet und vergewaltigt zu haben. Da er seine Opfer stets mit einem Nylonstrumpf erdrosselt haben soll, wurde er auch „The Columbus Stocking Strangler“ genannt. Es scheint auch Hinweise darauf zu geben, dass Carlton Gary evtl. die Morde nicht begangen hat. Zumindest soll es einige DNA-Tests geben die darauf hindeuten.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Carlton Gary. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-03/stop-execution-carlton-gary

Michael Eggers (50) soll gegen Ende des Jahres 2000 Bennie Francis Murray ermordet haben. Eggers hat eine Beschleunigung seines Verfahrens beantragt und verzichtet auf Berufung. In einem handschriftlich verfassten Antrag fordert er seine Hinrichtung, weil das jahrelange hinauszögern eine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung“ sei.

Der Argumentation Eggers kann man gut folgen, zumal eine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung“ eindeutig gegen die US-Verfassung verstößt. Seine Konsequenz bedeutet jedoch quasi Selbstmord mit staatlicher Hilfe. Wobei die Freiwilligkeit mehr als in Frage gestellt ist, da der von ihm geäußerter Wille, die Folge eben dieser staatlichen Folter ist. Ohne die Existenz der Todesstrafe und der daraus resultierenden foltergleichen Situation für die Gefangenen, würde Eggers sicher nicht um seine Exekution bitten!

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Michael Eggers. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-03/stop-execution-michael-wayne-eggers

IHfL
Peter K.

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Todeskandidat verstorben

Alva_Campbell

Alva Campbell

Der US-Bundesstaat Ohio versuchte Alva Campbell im November 2017 hinzurichten – Dieser Versuch scheiterte. Nun ist Alva Campbell eines natürlichen Todes gestorben.

Der Hinrichtungsversuch im Novbember 2017 musste abgebrochen werden, weil die Beamten keine geeignete Vene fanden. (wir berichteten) Campbell soll 1997 Charles Dials erschossen haben. Im Jahr 1998 wurde er dafür zum Tode verurteilt. Alva Campbell hat fast sein ganzes Leben in staatlichen Einrichtungen verbracht.

Sehr erbost reagierte der Staatsanwalt Ron O’Brien auf den Tod des Gefangenen. Er halte es für eine Schande, dass Campbell seine Hinrichtung mittels Berufungen 20 Jahre lang verhindert habe. Und er, wie Ron O’Brien meint, „…so der Gerechtigkeit erfolgreich entgangen sei“.

Damit wird dieser Staatsanwalt nun leben müssen, dass er sein blutiges Handwerk nicht vollenden konnte…

IHfL
Peter K.

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„Mörder! Mörder! Mörder!…“ schrie Eric Branch seine letzten Worte

Der Hinrichtungsmarathon in den USA am 22.02.2018 hat in allen drei Fällen vollkommen unterschiedliche Ergebnisse erbracht:
1 Toter – 1 Begnadigter – 1 Aufschub.

whitaker, hamm, branch

Texas: Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat Thomas Whitaker, rund eine Stunde vor seiner Hinrichtung, begnadigt. Whitaker muss bis zum Ende seines Lebens in Gefangenschaft bleiben. Die Hinrichtung blieb ihm erspart, jedoch die Angst vor der Exekution musste er bis kurz vor dem Termin ertragen. Auch möchten wir zu bedenken geben, dass eine Lebenslange Haftstrafe, ohne jede Hoffnung jemals entlassen zu werden, ein schweres Schicksal darstellt… Es kann nicht richtig sein einem Menschen jeden Funken Hoffnung zu nehmen! – Dies ist in unseren Augen eine Art von lebenslanger Folter…
Whitaker hatte seine Mutter und seinen Bruder ermordet. Sein Vater überlebte den Angriff im Jahr 2003 und hat mittlerweile seinem Sohn verziehen. Seitdem kämpfte er um das Leben seines Sohnes.

Alabama: Die Hinrichtung von Doyle Lee Hamm wurde gestoppt und ein neuer Hinrichtungstermin soll festgesetzt werden. Er soll 1987 Patrick Cunningham ermordet haben. Wie Beamte berichteten, gab es Probleme mit seinen Venen. Die Beamten konnten einfach keine Vene finden, die für die tödliche Injektion geeignet gewesen wäre.  Darauf hatte die Verteidigung von Doyle Lee Hamm seit langem hingewiesen. Aufgrund von Spekulationen ist davon auszugehen, dass die Beamten 2 Stunden lang nach einem Zugang gesucht haben…
Eine unvorstellbar schreckliche Situation für den Gefangenen. Stundenlang zu erleben, wie seine Mörder nach einer geeigneten Vene suchen. Und am Ende quasi zu erfahren: „Okay, heute lassen wir dich noch leben… Aber bald bringen wir dich doch um!“

Florida: Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, hat seinem ihm von vielen Menschen zugewiesenen Namen „Schlächter von Florida“, leider wieder alle „Ehre“ gemacht. Scott lies Eric Branch am 22.02.2018 hinrichten. Alle Appelle Gnade walten zu lassen, prallten wie immer an Rick Scott ab. Bei der Hinrichtung kam es zu schrecklichen Szenen. Eric Branch versuchte um sich zu schlagen und verdrehte sich unter dem Einfluss der tödlichen Drogen. Dann schrie er „Mörder! Mörder! Mörder!…“ – Uns bleibt leider nur, uns seinen letzten Worten, mit voller Überzeugung, anzuschließen…
(wir berichteten über seinen Fall)

Nach wie vor schreckliche, unmenschliche Szenen und Entscheidungen in den USA. Dem selbsterklärten Weltpolizisten, dessen Aufgabe angeblich auch ist, der Menschheit Freiheit und Zivilisation beizubringen. Was die USA selbstverständlich immer wieder mit Waffengewalt durchziehen und zuhause ihre Gefangenen misshandeln und ermorden…

Uns bleibt nur allen unseren Dank auszudrücken, die sich für die drei Gefangenen eingesetzt haben, per Petition, Mail usw.

IHfL
Peter K.

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USA: Hinrichtungsmarathon am Donnerstag – Jetzt handeln!

Der 22. Februar 2018 ist in diesem Jahr ein schwarzer Tag in den USA. Gleich drei US-Bundesstaaten wollen an diesem Tag Menschen hinrichten. Es gilt nun klar gegen diese unmenschlichen Exekutionen Stellung zu beziehen.whitaker, hamm, branch.jpgEs wird ein schlimmer Tag in den USA. Besonders für die Angehörigen der Todeskandidaten, aber auch für die Gegner der Todesstrafe dort. Das martialische System des: „Auge um Auge…“ wird an diesem Tag im schlimmsten Fall drei Menschenleben kosten. Ermordet von einem Staat und seiner Justiz, der für diese drei Menschen nur blinde Rache kennt. So wollen die Verantwortlichen und Ausführenden selbst zu Mördern werden. Wollen Menschen ermorden, weil sie Menschen ermorden für falsch halten. Was für ein Widerspruch… Und sie müssen immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihr Handeln auch Mord ist. Lang geplanter Mord, über Jahrzehnte hinweg geplant… Und so machen sie sich selbst schuldig dessen, was sie mit ihrem Handeln bestrafen wollen!

Texas:
In Texas soll Thomas Whitaker am Donnerstag hingerichtet werden. Er hatte seine Mutter und seinen Bruder ermordet. Sein Vater überlebte den Angriff im Jahr 2003 und hat mittlerweile seinem Sohn verziehen. Nun kämpft er um das Leben seines Sohnes. Weiterführende Informationen (in Englischer Sprache) siehe hier.

Wer sich gegen diese bevorstehende Hinrichtung aussprechen möchte, findet im folgenden Gelegenheit dazu:

Petition von Amnesty International:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/vater-kaempft-gegen-hinrichtung-seines-sohnes

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Thomas Whitaker. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-01/stop-execution-thomas-whitaker

Über folgende Wege kann der Gouverneur von Texas erreicht werden:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott


Alabama:
Alabama will Doyle Lee Hamm am Donnerstag exekutieren. Er soll 1987 Patrick Cunningham ermordet haben. Seitdem ist er im Todestrakt. In seinem Fall besteht eine große Gefahr für extreme Probleme bei der Hinrichtung, da aufgrund von seinem Drogenkonsum schwierig sein könnte eine geeignete Vene für die tödliche Injektion zu finden. Im schlimmsten Fall wird die Vene verfehlt, aber nicht bemerkt, was zu einem unvorstellbar schmerzhaften Todeskampf führen könnte.
Weiterführende Informationen (in Englischer Sprache) siehe hier.

Wer sich gegen diese bevorstehende Hinrichtung aussprechen möchte, findet im folgenden Gelegenheit dazu:

Petition von Amnesty International:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-6

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Doyle Lee Hamm. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-01/stop-execution-doyle-lee-hamm

Und kontaktiert bitte Gouverneurin Kay Ivey und bittet sie die Hinrichtung zu stoppen. Der folgende Link dazu scheint mit einer deutschen IP geblockt zu werden. Wer weiß wie man sich eine US-Amerikanische IP holt, für den ist diese Seite jedoch erreichbar… 😉 : http://216.226.177.218/forms/contact

Die Gouverneurin kann auch über Twitter erreicht werden:
https://twitter.com/governorkayivey


Florida:
Florida beabsichtigt, Eric Branch, der seit 24 Jahren im Todestrakt ist, am Donnerstag hinzurichten. Branch war im Jahr 1994 für den Mord an Susan Morris zum Tode verurteilt worden.
Weiterführende Informationen (in Deutscher Sprache) siehe hier.

Wer sich gegen diese bevorstehende Hinrichtung aussprechen möchte, findet im folgenden Gelegenheit dazu:

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Eric Branch. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-01/stop-execution-eric-branch

Der Gouverneur von Florida kann wie folgt erreicht werden:
Per Mail: Rick.Scott@eog.myflorida.com
Per Twitter: @FLGovScott


Wir bitten euch schnell zu handeln, denn viel Zeit ist leider nicht mehr!

IHfL
Peter K.

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Florida will Eric Branch hinrichten

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Eric Branch

Am 22.02.2018 beabsichtigt der US-Bundesstaat Florida, Eric Branch, der seit 24 Jahren mit der unmenschlichen Behandlung im Todestrakt gefoltert wird, hinzurichten.

Branch war im Jahr 1994 für den Mord an Susan Morris zum Tode verurteilt worden. Sie wurde nackt im Wald gefunden und hatte zahlreiche Prellungen und Schnittwunden erlitten. Auch schien sie sexuell angegriffen worden zu sein.

Vor kurzem lehnte der Richter Edward P. Nickinson einen Antrag von Branch ab, die geplante Hinrichtung zu stoppen. Er argumentierte, er wäre noch sehr jung, sein Gehirn noch nicht voll entwickelt und emotional wäre er zum Tatzeitpunkt noch sehr unreif gewesen. Allein dies hätte eigentlich die Todesstrafe ausgeschlossen. Auch argumentierte er, er wäre seit 24  Jahren im Todestrakt von Florida und dies sei eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung, wodurch seine Rechte schwer verletzt worden seien, da eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung durch die Verfassung der USA verboten ist.

Die Jury entschied sich damals mit 10 zu 2 Stimmen für das Todesurteil. Insofern stellt die Verurteilung zur Höchstrafe einen klaren Verstoß gegen die Verfassung dar. Offensichtlich ist Florida so mordlustig, dass ihm Gesetz und Recht vollkommen egal scheinen. Nachdem das Hurst-Urteil verkündet wurde, hätten eigentlich alle Gefangenen im Todestrakt, deren Todesurteil aufgrund einer nicht einstimmigen Entscheidung der Jury, quasi im Alleingang durch den Richter beschlossen wurde, neu verhandelt werden müssen. Jedoch hat Florida viele Gefangene einfach davon ausgeschlossen. Fälle die vor dem 24. Juni 2002 entschieden wurden, sollen nicht neu verhandelt werden. Nur Verfahren die bis zum Stichtag noch nicht abgeschlossen waren, sollen eine neue Verhandlung bekommen. Eine vollkommen willkürliche Regelung, die Florida erlaubt, mit dem Morden weiter fortzufahren.

Mittlerweile soll der Senat über einen Antrag befinden, der zum Ziel hat, diese willkürliche Grenze vom 24. Juni 2002 weiter nach hinten zu verschieben, ja vielleicht vollkommen aufzuheben, wodurch auch Eric Brand eigentlich eine Chance auf Streichung seines Todesurteils hätte. Dabei ist der frühere Richter James Perry der Ansicht, alle Gefangenen sollten einen Umwandlung ihres Urteils in Lebenslänglich (ohne jemals wieder entlassen zu werden) bekommen. Die Richterin Barbara Pariente schloss sich Perry an, zumindest in der Form, dass sie fordert, alle Gefangenen sollten die Chance erhalten, gegen ihr Urteil vorzugehen.

Wie man es auch dreht und wendet. Seit einiger Zeit vollzieht Florida Hinrichtungen, die auf Unrechts-Urteilen basieren!
Rick Scott, der Gouverneur von Florida, der sich durch die Tatsache, dass er die meisten Menschen hat exekutieren lassen, im Vergleich zu seinen Vorgängern, den Namen „Schlächter von Florida“ verdient hat – eben dieser Gouverneur lässt nun Menschen, aufgrund von nicht gültigen Urteilen, hinrichten. Dafür ist ihm seine Unterschrift nicht zu schade!
death-warrant-eric-branch.jpgGleichzeitig akzeptiert er menschenunwürdige Bedingungen im Todestrakt, wie wir immer wieder berichteten. Stellvertretend dafür hier noch mal ein Bericht von Patrick Hannon, der am 8. November 2017 von den Schergen des Gouverneur Rick Scott ermordet wurde.

Wer sich gegen die bevorstehende Hinrichtung aussprechen möchte, findet im folgenden Gelegenheit dazu:

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Eric Branch. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-01/stop-execution-eric-branch


Der Gouverneur von Florida kann wie folgt erreicht werden:
Per Mail: Rick.Scott@eog.myflorida.com
Per Twitter: @FLGovScott


IHfL
Peter K.

 

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Ohio: Gouverneur stoppt Hinrichtung

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Raymond Tibbetts

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio hat die für den 13.2.2018 vorgesehene Hinrichtung von Raymond Tibbets gestoppt und an den Fall an den Gnadenausschuss zurücküberwiesen.
(wir berichteten)

Raymond Tibbets wurde für schuldig befunden seine Frau Judith Sue Crawford, sowie Fred Hicks im November 1997 ermordet zu haben.

Einer der Geschworenen hatte einen Brief an den Gouverneur geschrieben, in dem er fordert Raymond Tibbetts zu begnadigen. Er schrieb, wenn er von der Kindheit Tibbetts gewusst hätte, die geprägt war von schweren Misshandlungen, und man die Geschworenen über seine Drogensucht informiert hätte, dann wäre er nicht für die Todesstrafe gewesen. Damals wurden diese Fakten im Prozess nicht erwähnt.

Raymond Tibbetts selbst sagt, er habe keine Erinnerung an den Mord. Ein Arzt bescheinigte ihm eine Geisteskrankheit, sowie Drogen- und Alkoholsucht. Der Arzt geht davon aus, dass Raymond Tibbetts die Fähigkeit fehlt kriminelle Handlungen zu unterlassen, vor allem wenn er unter Drogen- und Alkoholeinfluss steht.

Wir danken allen, die sich gegen die Hinrichtung eingesetzt haben. Es kann gut sein, dass die vielen Proteste die der Gouverneur erhielt, zu seiner Entscheidung beigetragen haben.

IHfL
Peter K.

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Ohio: Hinrichtung am 13. Februar

 

raymond_tibbetts

Raymond Tibbetts

Raymond Tibbetts (60) soll am 13.02.2018 durch den US-Bundesstaat Ohio hingerichtet werden. Er wurde für schuldig befunden seine Frau Judith Sue Crawford, sowie Fred Hicks im November 1997 ermordet zu haben. Seit 19 Jahren wird er mit dem Todestrakt und der ständigen Bedrohung exekutiert zu werden, gefoltert.

DNA-Tests belegten eine Übereinstimmung des Blutes an seiner Kleidung mit den Opfern. Raymond Tibbetts selbst sagt, er habe keine Erinnerung an den Mord. Ein Arzt bescheinigte ihm eine Geisteskrankheit, sowie Drogen- und Alkoholsucht. Der Arzt geht davon aus, dass Raymond Tibbetts die Fähigkeit fehlt kriminelle Handlungen zu unterlassen, vor allem wenn er unter Drogen- und Alkoholeinfluss steht.

Und wieder will man in den USA einen geistig erkrankten Menschen hinrichten, obwohl dies eigentlich durch die Verfassung verboten ist. Diese Verfassung scheint nicht das Papier wert zu sein auf dem sie geschrieben steht.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Raymond Tibbetts. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-01/stop-execution-raymond-tibbetts

Hier eine Petition von Amnesty International gegen die Hinrichtung:
https://www.amnesty.de…

Und noch eine Petition von „Ohioans to stop Executions“:
http://action.otse.org/page/speakout/stop-the-execution-of-raymond-tibbetts-outside-ohio

IHfL
Peter K.

 

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Peter K. LIVE (IHfL) beim Jahresauftakt der LINKEN

Peter KDie Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ war auf Einladung der Linken Kassel bei der Jahresauftaktveranstaltung am 3. Februar mit einem Infostand anwesend.

Peter K. spielte live auf der Bühne und las aus Texten von Patrick Hannon †  und Lancelot Armstrong.

Wir freuten uns über gute Gespräche und bedanken uns bei den Leuten die für Lancelot Armstrong gespendet haben. Unser Dank gilt auch der Kasseler Linken für die Einladung zu der Veranstaltung.
ihfl-infostand

Dabei haben wir auch immer wieder unser Patenprogramm erwähnt. Wir bieten seit Jahren das Patenprogramm an und können dank der kontinuierlichen Hilfe durch die Patinnen und Paten Lancelot Armstrong effektiv unterstützen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken!

Auch haben wir einen Auszug von dem Auftritt von Peter K. online gestellt:

Direkter Link zum Video„https://youtu.be/ic1BMRuV_2k

Unser herzlicher Dank gehört auch Mirko, Violetta und Michael (Rote Ecke) für Ihre freundliche Unterstützung an diesem Abend.

IHfL
Peter K.

 

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