Florida: Petition gegen Todesstrafe

Florida: Wunderschöne Strände, Sonnenwetter und die unendliche Leichtigkeit des Seins… So zumindest stellen sich viele Menschen Florida vor. Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass gerade Florida einen der größten Todestrakte hat, mit derzeit 345 Insassen. Auch im Jahr 2018 wurden dort zwei Menschen durch den Bundesstaat ermordet.

So sieht die dunkle Seite von Florida aus:
death-warrant-eric-branchDer Hinrichtungsbefehl gegen Eric Branch. Kein Gouverneur von Florida hat mehr Todesurteile unterschrieben als Rick Scott.

Im Jahr 2018 wurden in Florida auf seinen Befehl hin Eric Branch und Jose Antonio Jimenez mittels Giftspritze exekutiert. Bei der Hinrichtung von Eric Branch kam es zu schrecklichen Szenen. Eric Branch versuchte um sich zu schlagen und verdrehte sich unter dem Einfluss der tödlichen Drogen. Dann schrie er „Mörder! Mörder! Mörder!…“
Aber auch in den vergangenen Jahren hat Rick Scott immer wieder Menschen exekutieren lassen. Wir haben in unserem Nachrichtenblog jeweils darüber berichtet.

In der Vergangenheit zeichnete sich Florida durch eine ungewöhnliche Praxis bei der Strafzubemessung aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen US-Bundesstaaten konnte sich dort der Richter über das Urteil der Jury hinwegsetzen. So gab es viele Todesurteile, obwohl ein Teil der Jury sich gegen die Höchststrafe aussprach. Dies ist auch bei dem durch die IHfL betreuten Lancelot Armstrong der Fall. Durch das weltweit bekannt gewordene Hurst-Urteil wurde diese Praxis für Verfassungswidrig erklärt und so musste der Supreme Court von Florida viele Todesurteile aufheben. Die Strafen für diese Fälle müssen neu verhandelt werden (siehe z.B. dieses Beispiel). Diesmal müsste im Fall der Neuverurteilung zur Todesstrafe das Urteil der Jury jedoch einstimmig sein!

Jetzt hat sich Amnesty International dazu entschlossen eine Petition zu starten. Dort kann jeder den nächsten Gouverneur von Florida, der hoffentlich nicht Rick Scott heißt, dazu auffordern, die Todesstrafe abzuschaffen.
Wir bitten unsere Leser sich dieser Petition anzuschließen. Damit das staatliche Morden in Florida ein Ende findet:
https://act.amnestyusa.org/page/29099/petition/1


Direkt aus dem Todestrakt von Florida haben Insassen über ihre Erfahrungen und Gefühle berichtet:

Lesen sie dazu die erschütternden Worte aus dem Todestrakt von

Michael Lambrix
(am 5.10.2017 in Florida hingerichtet)

Patrick Hannon
(am 8.11.2017 in Florida hingerichtet)

(Das gedruckte Booklet, dass hier als PDF ladbar ist, kann bei uns, gegen Kostenerstattung, bestellt werden. Gerne auch größere Mengen, um sie zu verteilen. Dazu bitte eine entsprechende Mail an: <Hier geht es zur E-Mailadresse>)


IHfL
Peter K.

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Lancelot Armstrong Kalender 2019

Auch für 2019 bieten wir einen kostenlosen Kalender an, mit einem Gemälde von Lancelot ArmstrongDer Ausdruck wird auf DinA4 Papier empfohlen.

Die PDF-Druckvorlage kann < hier > geladen werden

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Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein paar schöne Festtage und ein hoffnungsvolles Jahr 2019.

IHfL
Peter K.

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USA 2018: Wieder mehr Exekutionen

Against the Death Penalty - Todestrafe - Zeichnung - Drawing - Statue of Liberty - Freiheitsstatue (Kaivel_Comics) - www.ihfl.de - 005Entgegen der Behauptung von Teilen der Presse und mancher Webseiten, ist die Zahl der Hingerichteten erneut gestiegen. Abgesehen davon ist jede Hinrichtung zu viel!

Wer unser Nachrichtenblog verfolgte, konnte feststellen, dass zunächst eine Abnahme der Hinrichtungen stattfand. Dieser Trend kehrte sich jedoch leider 2017 wieder um. Seitdem steigt die Zahl der Exekutionen wieder an. Dieses Jahr wurden 25 Verurteilte in den USA hingerichtet.

Hinrichtungen in den USA:

  • 2013: 39
  • 2014: 35
  • 2015: 28
  • 2016: 20
  • 2017: 23
  • 2018: 25

Das US-Amerikanische Todesstrafensystem zeichnet sich dadurch aus, dass gerade arme Menschen, Farbige, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und Hirnverletzungen zum Tode verurteilt werden. Wir haben immer wieder in unserem Nachrichtenblog auf diese Umstände hingewiesen.

Washington schafft Todesstrafe ab
Das höchste Gericht des US-Bundesstaat Washington hat die Notbremse gezogen und die Todesstrafe für Verfassungswidrig erklärt. Die Richter führten aus, dass die Anwendung der Todesstrafe uneinheitlich stattfindet und dabei häufig vom Ort des Verbrechens, der Herkunft des Täters und seinem Wohnort abhänge. Ein Klarer und deutlicher Hinweis auf Rassismus und die Tatsache, dass fast nur arme Menschen zum Tode verurteilt werden.

Der positiven  Entwicklung in Washington stehen leider die Staaten entgegen, welche im Jahr 2018 Hinrichtungen vollzogen haben. Diese sind:

  • Texas (13)
  • Alabama (2)
  • Georgia (2)
  • Tennessee (3)
  • Florida (2)
  • Ohio (1)
  • Nebraska (1)
  • South Dakota (1)

Im Besonderen ist dabei der Bundesstaat Tennessee aufgefallen. Dort wurde zum ersten mal wieder der elektrische Stuhl für zwei staatliche Morde benutzt, weil sich zwei Verurteilte für diese Art der Hinrichtungen „entschieden“ hatten. Dies taten sie, aus Angst vor den schlimmen Schmerzen die eine Exekution mittels Injektion nach sich ziehen kann. Welch eine schreckliche Wahl vor die sie diese pervertierte Justiz stellte.

Zudem sollen bei mindestens 11 Getöteten „signifikante Anzeichen einer psychischen Erkrankung“ vorgelegen haben. Dabei waren mindestens „9 Menschen mit Hirnschäden, Entwicklungsschäden im Gehirn oder einem niedrigen IQ im Bereich einer geistigen Behinderung“. Bei mindestens 11 lagen „chronische, schwere Kindheitstrauma durch Vernachlässigung und Misshandlung“ vor. Dabei fielen viele der Hingerichteten in mehrere dieser Kategorien. 25% der Exekutierten waren 21 Jahre oder sogar jünger, als sie zum Tode verurteilt wurden.

Die Todesstrafe in den USA ist und bleibt eine grausame, oft rassistische Strafe, welche meist die ärmsten der Armen trifft. Es ist der primitive Ruf nach Rache. Dabei  ist sie ungerecht und immer wieder geraten Unschuldige in die Todestrakte. (siehe: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/unschuldig/)

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/169980/umfrage/hinrichtungen-in-den-usa-2011/
https://eu.yorkdispatch.com/story/opinion/contributors/2018/12/16/oped-america-execute-lot-people-mental-illness-brain-traumas/38747865/#_=_
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2018/10/12/bundesstaat-washington-schafft-todesstrafe-ab/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/unschuldig/

 

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Staatlicher Mord in der Vorweihnachtszeit

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Jose Antonio Jimenez

Der US-Bundesstaat hat in der Vorweihnachtszeit seinen lange geplanten Mord begangen. Jose Antonio Jimenez wurde mittels tödlicher Injektion hingerichtet. (weitere Infos zu seinem Fall unter: https://wp.me/p2X1th-3m8)
Trauriges Ende einer Exekutionsserie in den USA mit 25 Opfern. Zwei mehr als im Jahr 2017.

Der Miami Herald berichtet, dass Jemenez gegen 7:30 Uhr aufwachte und einen katholischen Geistlichen traf. Er sei gut gelaunt gewesen und ruhig, laut der Sprecherin des Florida Correction Institution Michelle Glady


Wer dies glaubt, verkennt die Realität. Es mag sein, dass Jimenez versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber sicher hatte er keinen Grund für gute Laune.

Lesen sie dazu die erschütternden Worte aus dem Todestrakt von

Michael Lambrix
(am 5.10.2017 in Florida hingerichtet)

Patrick Hannon
(am 8.11.2017 in Florida hingerichtet)

(Das gedruckte Booklet, dass hier als PDF ladbar ist, kann bei uns, gegen Kostenerstattung, bestellt werden. Gerne auch größere Mengen, um sie zu verteilen. Dazu bitte eine entsprechende Mail an: <Hier geht es zur E-Mailadresse>)


Seine Henkersmalzeit, ein kubanisches Sandwich, Speck, Eier, Pommes Frites, Vanille-Schokoladeneis und Schokoladensirup.
Mit drei Stunden Verspätung wurden dann die ersten Medienzeugen kurz nach 21 Uhr in die Todeskammer geführt. Als der Vorhang aufgezogen wurde, lag Jimenez schon gefesselt auf der Trage – die Injektionsschläuche ragten aus seinem linken Arm.
Er weigerte sich letzte Worte zu sagen. So begann die tödliche Injektion gegen 21:33 Uhr. Er begann tiefer und tiefer zu Atmen. Unter dem weißen Laken hob sich seine Brust auf und ab. Seine Augen blinzelten und seine Lippen zitterten.
Gegen 21:37 Uhr atmete er langsamer. Ein Beamter schüttelte ihn an den Schultern. Keine Antwort. Eine Minute später atmete er noch einmal tief ein – es war sein letzter Atemzug.
Dann begann in den nächsten Minuten die Farbe aus seinem Gesicht zu verschwinden.
Gegen 21:47 Uhr kam ein bärtiger Arzt in den Raum. Er untersuchte mit einem kleinen Licht die Augen von Jimenez. Dann setzte er die Untersuchung mit einem Stethoskop fort.
Eine Minute später wurde Jimenez für tot erklärt…


Wir wissen nicht wie die letzten Minuten im Leben von Jose Antonio Jimenez waren. Immer wieder wird davon berichtet, dass die Betäubung bei den Hinrichtungen nicht ausreichend wirkt und die Opfer schlimmste Höllenqualen durchleben – jedoch teils ohne sich bemerkbar machen zu können, da sie durch die Mittel gelähmt sind. Gefangen im eigenen Körper, ohne auf ihre schreckliche Lage aufmerksam machen zu können… (Siehe z.B. hier: https://wp.me/p2X1th-21N)

Bei der Sprecherin Michelle Glady klingt das ganze dann so:  „Die Hinrichtung fand ohne Zwischenfälle statt“.

Kalter Kommentar für einen brutalen, staatlichen Mord kurz vor dem christlichen Fest der Liebe…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.miamiherald.com/news/local/crime/article222989565.html
https://wp.me/p2X1th-3m8
https://wp.me/p2X1th-21N

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Florida will wieder morden

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Jose Antonio Jimenez

Der US-Bundesstaat Florida versucht, nun zum zweiten mal in diesem Jahr, Jose Antonio Jimenez hinzurichten. Am 13.12.2018 wollen die Henker ihn mit einer tödlichen Injektion ermorden, nachdem sein Exekutionstermin am 14.08.2018 vom Obersten Gerichtshof von Florida gestoppt wurde. Vor über 25 Jahren soll Jimenez die 63-jährige Phyllis Minas ermordet haben. Er betont bis heute seine Unschuld.

Jimenez reichte im Laufe der Jahre mehrere Anträge gegen seine Hinrichtung und für die Umwandlung der Strafe ein. Diese wurden jedoch immer abgelehnt.

Die Hinrichtungsmethoden in Florida (und nicht nur dort) sind höchst umstritten und sicher weitab von einer sogenannten „humanen“ Exekution. Bei der letzten Hinrichtung in Florida am 22.02.2018 fing Eric Branch an zu schreien, nachdem ihm das Mittel Etomidat injiziert wurde.
Da die US-Staaten Probleme haben an tödliche Medikamente zu kommen, weil viele Hersteller sich weigern sie dafür zur Verfügung zu stellen, experimentieren diese Staaten mit den verschiedensten Mitteln. Sie machen Menschenexperimente, wobei ihnen das Leid welches sie damit anrichten offensichtlich egal zu sein scheint.

Jimenez’s Verteiger Marty McClain sagte, dass ein Experte in einem anderen Fall bescheinigte, dass in ca. 25% der Fälle bei der Verwendung von Etomidat die Opfer schreien würden. Weiter sagte McCain: „Ist es okay, dass 25% der Verurteilten schreien? – Können wir damit zufrieden sein? – Und was ist mit der Folter die dies für die Nächsten bedeutet, die ja wissen, dass 25%  der Menschen Schmerzen haben und schreien? – Werden sie der Nächste sein? – Und selbst wenn sie es nicht sind, wird es für sie eine Qual sein, sich dessen bewusst zu sein?“

McClain schreibt u.a. in einem seiner Anträge, dass Aufzeichnungen gefunden wurden, die den Verdacht von Betrug erhärten: „Es scheint, dass die Notizen von Detective Ojeda, dem leitenden Ermittler und Detective Diecidue, wenn nicht gelogen, zumindest ein Täuschungsversuch sind…“ – „Die neuen Dokumente zeigen unehrliche Polizisten…“, sagte McClain am Freitag.

Die Bedingungen denen Gefangene im Todestrakt von Florida ausgesetzt sind,  können nur als schwere seelische Folter bezeichnet werden. Einsamkeit durch Isolationshaft, mindestens 23 Stunden täglich allein in einer extrem kleinen Zelle, eine Ernährung die die Menschen krank macht und 24 Stunden am Tag eine erdrückende Geräuschkulisse. Und wenn ein Gefangener einen Hinrichtungstermin bekommt – spätestens dann verwandelt sich das Überleben im Todestrakt in eine Hölle in der Hölle… Eine Hölle aus der es kein entrinnen gibt, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Lesen sie dazu die erschütternden Worte aus dem Todestrakt von

Michael Lambrix
(am 5.10.2017 in Florida hingerichtet)

Patrick Hannon
(am 8.11.2017 in Florida hingerichtet)

(Das gedruckte Booklet, dass hier als PDF ladbar ist, kann bei uns, gegen Kostenerstattung, bestellt werden. Gerne auch größere Mengen, um sie zu verteilen. Dazu bitte eine entsprechende Mail an: <Hier geht es zur E-Mailadresse>)


lance_armstrongAuch der von uns betreute Lancelot Armstrong befindet sich immer noch im Todestrakt von Florida. Und dies, obwohl sein Todesurteil aufgehoben wurde, da es verfassungswidrig zustande kam. Seit 1991 wird er durch die Bedingungen im Todestrakt gefoltert. Seit rund 2  Jahren ist er dort eingesperrt, ohne dass das Todesurteil gegen ihn gültig ist! Die geplante Neuverhandlung seiner Strafe ist bis jetzt immer noch nicht in Sicht. Was für ein Unrechtsstaat, der nicht nur seine Todeskandidaten misshandelt, sondern sogar nachdem das Todesurteil für Verfassungswidrig erklärt wurde, den Gefangenen weiterhin im Todestrakt belässt, weil bei einer Neuverhandlung ja auch wieder ein Todesurteil das Ergebnis sein könnte. Betonung auf „KÖNNTE“. Details siehe hier:

https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/

Bitte unterstützt Lancelot Armstrong, dessen Name unser Blog trägt und die IHfL bei ihrem Kampf gegen die Todesstrafe:
Kunstwerke von Lancelot Armstrong: http://armstrongkunst.wordpress.com
Patenschaft: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_patenschaft.htm
Soli-Shop: http://www.lancelot-armstrong.de/stf-sh.htm
Petition: http://www.thepetitionsite.com/246/964/427/gerechtigkeit-fr-lancelot-armstrong/

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.miamiherald.com/news/local/community/miami-dade/article216504405.html
http://www.theforgivenessfoundation.org/index.php/scheduled-executions/4796-florida-gives-jose-jimenez-execution-date-of-august-14-2018
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2018/02/24/moerder-moerder-moerder-schrie-eric-branch-seine-letzten-worte/

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In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

da wir mittlerweile von hunderten unerwünschten Werbemails „bombadiert“ werden, bleibt uns keine andere Wahl als unsere alte E-Mailadresse
info@lancelot-armstrong.de
zu löschen.

Denn es wurde in der letzten Zeit extrem schwierig unter den Spammails noch die echten Nachrichten zu finden.

Zukünftig sind wir nur noch über unsere neue E-Mailadresse erreichbar:

info(ät)ihfl.de

<Hier geht es zur anklickbaren E-Mailadresse>

Mit freundlichen Grüßen

IHfL
Peter K.

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Texas plant erneut Hinrichtung

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Alvin Avon Braziel, Jr.

Update: Alvin Avon Braziel, Jr. wurde mittels tödlicher Injektion hingerichtet.


Der US-Bundesstaat Texas setzt seine traurige Serie von staatlichen Morden fort und will Alvin Avon Braziel, Jr am 11.12.2018 hinrichten. Braziel war wegen Mordes an Douglas White zum Tode verurteilt worden und ist seit 17 Jahren im Todestrakt von Texas.

Im September 1993 soll Braziel während eines Überfalls Douglas White erschossen haben, der mit seiner Frau einen Spaziergang machte. Braziel soll sich auch an der Frau vergangen haben. Im Februar 2001 wurde White’s Frau kontaktiert, weil es eine Übereinstimmung mit dem DNA-Material gab, das bei ihr und einem inhaftierten Täter gefunden wurde. Daraufhin identifizierte die Frau ihn als Täter und Braziel wurde im August 2001 zum Tode verurteilt.

Im Berufungsverfahren berichteten seine Verteidiger davon, dass Braziel in seiner Kindheit misshandelt wurde und unter einer durch Drogen initiierten Psychose leide. Was weder seine frühere Verteidigung, noch die Staatsanwaltschaft berücksichtigt hätten.

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! –Unabhängig von der schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.chron.com/news/houston-texas/article/East-Texas-child-killer-tried-in-Montgomery-13224035.php
http://www.theforgivenessfoundation.org/index.php/scheduled-executions/4945-texas-inmate-alvin-braziel-jr-given-execution-date-of-december-11-2018

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Wieder Hinrichtung mit elektrischen Stuhl geplant

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David Miller

Update: David Miller wurde wie geplant vom US-Bundesstaat auf dem elektrischen Stuhl ermordet.

Was ist los in den USA? Kann es tatsächlich sein, dass schon wieder ein Mensch mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden soll? – Wobei der einzige Grund für die Wahl des elektrischen Stuhls darin begründet ist, dass der zu Ermordende furchtbare Angst vor einer evtl. noch schlimmeren Tötungsweise hat…

Der US-Bundesstaat Tennessee macht sich jedenfalls bereit, am 6.12.2018 wieder einen Menschen durch Elektrokution zu töten. Bereits im November diesen Jahres wurde in Tennessee ein Mensch auf diese bestialische Weise durch den Staat ermordet. (siehe: https://wp.me/p2X1th-3kT)

Diesmal soll David Miller hingerichtet werden. Er wurde wegen Mordes an Lee Standifer zum Tode verurteilt und ist seit 36 Jahren im Todestrakt. Er hat sich für die Hinrichtung mit dem elektrischen Stuhl „entschieden“, weil er panische Angst vor einer Hinrichtung mit Midazolam hat. Bei diesen Hinrichtungen kam es immer wieder dazu, dass die Opfer schlimmste Schmerzen ertragen mussten. (siehe z.B. folgenden Artikel: „Es war Folter“)

Mark Elliott (Floridians for Alternatives to the Death Penalty FADP) sagt dazu: “Bei Injektionen mit drei Mitteln ist die Gefahr groß, dass die Wirkung des ersten schnell verfliegt und niemand das mitbekommt.” …Zum Schluss kommt oft Kaliumchlorid zum Einsatz, wodurch es zum Herzstillstand kommt. Mark Elliott teilt mit, dass durch dieses Mittel alle inneren Organe quasi “verbrennen”.

Momentan ist beim Supreme Court der USA ein Antrag Millers anhängig, dass die Hinrichtung gestoppt wird. Dabei geht es darum, dass der elektrische Stuhl für verfassungswidrig erklärt werden soll und seine „Wahl“ für die Elektrokution darin begründet ist, dass die tödliche Injektion in Tennessee noch schlimmer wäre.

Jedoch kann auch bei einer Elektrokution einiges „schief“ gehen. Nachdem der Verurteilte an den Stuhl gefesselt wurde, wird ihm eine metallene Schädelkappe auf den Kopf gesetzt. Auch am Bein wird eine Elektrode angebracht. Unvorstellbar, was in diesem Moment in dem Gefangenen vor geht. Nachdem der Strom angeschaltet wurde, wird das Nervensystem durch den Strom gelähmt und der Körper bäumt sich auf. Das Opfer dieser grausamen Tötungsmethode stirbt an einer Kombination von Herzstillstand und Ersticken. Die Körpertemperatur steigt schnell an. Der Körper wird quasi gekocht. Es gab z.B. zwei Hinrichtungen in Florida, dort stachen Flammen aus der Kapuze, weil aus versehen die falschen Schwämme verwendet wurden. Der Verurteilte muss nicht immer gleich tot sein. Es kann sein, dass ein zweiter Stromstoß nötig ist. Dies geht jedoch erst, nachdem der Körper abgekühlt ist, denn vorher kann kein Arzt das Opfer untersuchen. Es ist eine barbarische Tötungsmethode, die als „Alternative angeboten wird“… (hier ein entsprechender Bericht).

Wie lange will man in den USA noch weiter diese Menschenexperimente, diese brutalen Tötungen an Verurteilten vornehmen? – Wie sagt Donald Trump immer wieder: „Make America Great Again – Herr Trump, sie machen aber Amerika nicht great – nein sie verschmutzen es, mit ihrer verkommenen Ideologie, die immer wieder aus ihrem Munde auch die Forderung nach Todesstrafe produziert. Dabei bedienen sie lediglich die primitivsten Rachegelüste und sorgen so dafür, dass America in seiner eigenen Schuld immer mehr versinkt. Das Ansehen der USA versinkt immer weiter im eigenen archaischen Morast. Und so kommen die USA nicht aus ihrer dunklen Geschichte heraus, die geprägt ist vom Völkermord an den Indianern, weltweiten Kriegen und der Todesstrafe… Dabei übersehen sie, Herr Trump, die US-Amerikaner die wirklich Großartig sind. Menschen die sich gegen die Todesstrafe und für Menschlichkeit einsetzen!

IHfL
Peter K.

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Letztes Video mit Todeskandidaten kurz vor seiner Exekution

garcia

Joseph Garcia

Update: Joseph Garcia wurde am 4.12.2018 hingerichtet.

 

 

 

 

 

In einem letzten Interview stellt sich Joseph Garcia der Tatsache, dass der US-Bundesstaat Texas ihn am 4. Dezember 2018 hinrichten will.

Wir danken allen die sich unter folgenden Links für Joseph Garcia einsetzen.

  1. Petition auf Change.org
    https://www.change.org/p/save-joseph-christopher-garcia-from-execution-on-december-4-2018
  2. Petition von catholicsmobilizing.org
    Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Robert Moreno Ramos. Der Text hat einen katholischen Glaubensbezug und kann problemlos geändert werden, sofern gewünscht:
    https://catholicsmobilizing.org/action/2018-11/stop-execution-joseph-garcia
  3. Der Gouverneur von Texas kann erreicht werden über:
    https://gov.texas.gov/contact/
  4. Der Gouverneur von Texas kann auch über Twitter erreicht werden:
    über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott
  5. Eine weitere Petition auf Change.org
    https://www.change.org/p/save-joseph-garcia

Wir haben übrigens bereits über seine bevorstehende Hinrichtung und seinen Fall berichtet. Siehe: https://wp.me/p2X1th-3lc

IHfL
Peter K.

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Unmenschliche Details und neues Video aus dem Todestrakt von Florida

Aufgrund einer Anfrage der Tampa Bay Times stellte die Gefängnisbehörde von Florida ein Video aus dem Todestrakt zur Verfügung. Ein solcher Einblick war bis jetzt noch nicht im Internet oder TV zu sehen.

lancezelleWir zeigen seit Jahren auf unserer Internetseite folgendes Bild von einer Todeszelle in Florida. Mittels einer solchen Zelle wird auch Lancelot Armstrong, den wir seit Jahren betreuen, gequält. Seit 1991 muss er in dieser Zelle verharren und dies 23 Stunden jeden Tag. In der Zelle gibt es eine metallene Toilette und Waschgelegenheit, sowie eine Pritsche mit einer dünnen Matratze. Kein richtiger Stuhl, kein richtiger Tisch… An der Vorderseite ein Gitter durch dass ihn jeder beobachten kann, der vorbeikommt. Nachts kann er kaum schlafen, da im Todestrakt immer sehr viel Krach ist und die Bediensteten mit den Türen schlagen. Eine Hölle in der das Leben nur noch ein Überleben ist. Ein täglicher Kampf nicht durchzudrehen…

Im Folgenden das Video aus dem Todestrakt:

Derzeit gibt es in Florida 345 Gefangene im Todestrakt, die mittels den schlimmen Bedingungen im Todestrakt und der Drohung sie hinzurichten gefoltert werden. Lancelot Armstrong berichtet von Ungerechtigkeiten und Unrecht, das ihm und anderen Gefangenen angetan wird. Kurz vor der geplanten Hinrichtung wird der Gefangene dann in eine besondere Zelle verlegt, die in direkter Nähe zur Todeskammer ist. Kaum vorstellbar, wie sich der Todeskandidat fühlt, wenn er dorthin gebracht wird. Dann schnallen sie ihn auf das moderne Kreuz des Todes und stecken ihm Nadeln in die Venen um ihm die tödlichen Medikamente in den Körper zu jagen… Teils erleben die Todeskandidaten dabei Höllenqualen. Im Folgenden nur ein Beispiel für diese unmenschliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus einem früheren Artikel von uns:


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Angel Diaz

Florida quälte Angel Diaz

Am 13. Dezember 2006 wurde Angel Diaz durch den Staat Florida/USA hingerichtet. Jetzt sind grausame Details bekannt geworden. Diaz erlitt 34 Minuten einen schrecklichen Todeskampf.

Das Exekutionsteam schob die Katheter der tödlichen Injektion gerade durch die Adern, in das untere Gewebe. Dadurch wurden zwei volle Dosen der tödlichen Drogen für die Hinrichtung benötigt bis Diaz starb.

Nach einer aktuellen Studie (http://www.deathpenaltyinfo.org/node/5772) am Am herst College werden mindestens 7 Prozent der tödlichen Injektionen erkennbar „verpfuscht“. Einer der schlimmsten Vorfälle dieser Art war im April diesen Jahres geschehen, als Clayton Lockett durch den Staat Oklahoma zu Tode gefoltert wurde. (Wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-aa) Seine Henker suchten 51 Minuten lang nach einer Vene und setzten dann die Nadel in der Leistengegend an. Diese Vene platzte und Lockett starb in einem schmerzhaften Todeskampf erst nach 43 Minuten  und wurde nach 47 Minuten für Tod erklärt.

Angel Diaz wurde mit 3 Drogen hingerichtet. Das erste Medikament ist Thiopental und sollte ihn bewusstlos machen. Das zweite Pancuroniumbromid, es soll die Muskeln lähmen. Zum Schluss wurde Kaliumchlorid in seinen Körper geleitet, das sein Herz anhalten sollte.

Bei der ersten Injektion fiel jedoch ein hoher Widerstand beim spritzen auf, als im gleichen Arm  Pancuroniumbromid gespritzt wurde blieb der Kolben in der Spritze nach einer Weile hängen und lies sich nicht mehr bewegen. Das Team wechselte zu seinem rechten Arm um weiteres Pancuroniumbromid in seinen Körper zu pumpen. Dann fuhren sie mit Kaliumchlorid fort. Jedoch blieb das Herz ihres Opfers nicht stehen. Also wechselten sie wieder zum linken Arm und verabreichten noch einmal alle drei Drogen.
Die Mittel wirken jedoch anders, als wenn sie intravenös verabreicht würden. Dies scheiterte jedoch hier. Wenn Thiopental nicht intravenös verabreicht wird, bleibt der Gefangene wach. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass die beiden letzten Medikamente fürchterliche Schmerzen verursachen, die das Opfer durchleben muss…
Es ist davon auszugehen, dass Diaz dies alles bewusst miterlebt hat, ohne jedoch sich bemerkbar machen zu können, da seine Muskeln durch das Pancuroniumbromid gelähmt waren. Er musste quasi, gefangen im eigenen Körper, innerlich verbrennen. Und ist einen langsamen und qualvollen Erstickungstod gestorben.

Nun sind Fotos von der Obduktion bekannt geworden, die das ganze Ausmaß der Folter zeigen.

Diaz’s Körper zu Beginn der Autopsie, die tödlichen Nadeln noch in den Armen

Diaz linker Arm hat eine schwere Verätzung durch die tödlichen Drogen. Obere Haut hat sich vom subkutaner Haut gelöst.

Seine Epidermis ist grau und in verbrannten Flächen verfärbt.

Am linken Arm hat sich ein großes Hautareal abgelöst.

In den Brandblasen befindet sich eine wässrige rosa Flüssigkeit.

Diaz’s rechter Arm ist ebenfalls schwer verätzt und seine Haut hat begonnen sich abzulösen.

Rechter Arm mit schweren Verletzungen

Was hier nur noch bleibt, ist unbändiges Entsetzen über einen Staat, der Menschen wie Schlachttiere behandelt. Und genau das ist es ja, beim Fällen des Todesurteils, wird dieser Mensch aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen und als quasi Nichtmensch wie ein Tier hingerichtet.

Dies alles geschieht in einem Land, das immer wieder von Freiheit und Menschlichkeit redet und unsere Regierung schweigt dazu.

Frau Merkel ! – Schauen sie sich diese Bilder an und handeln sie. Die USA müssen klar und deutlich, immer wieder, durch die Bundesrepublik Deutschland auf die Menschenrechte hingewiesen werden und die Verbrechen der USA gegen die Menschlichkeit müssen beim Namen genannt werden !

Quelle der Information und Fotos: http://www.newrepublic.com/article/117898/lethal-injection-photos-angel-diazs-botched-execution-florida


DAS ist die Wahrheit über Florida und die Todesstrafe!

spendenbuttonUnd Lancelot Armstrong ist Gefangener im Todestrakt von Florida ohne Urteil. Ja, sie lesen richtig – Ohne Urteil! Das Todesurteil gegen Lancelot Armstrong wurde vom höchsten Gericht von Florida aufgehoben. (siehe hier das original Urteil)
Florida blieb nichts anderes übrig, denn das höchste Gericht der USA hat die Praxis der Todesstrafe in Florida für Verfassungswidrig erklärt, dass der Richter ein Todesurteil verhängen kann, obwohl ein Teil der Geschworenen dagegen ist. Dies war auch bei Lancelot Armstrong so. Drei Geschworene waren gegen die Todesstrafe. Im Januar 2017 wurde sein Todesurteil aufgehoben. Seitdem wartet er auf seine neue Verhandlung in der das Urteil neu festgelegt werden muss. Dennoch ist er immer noch im Todestrakt – ohne dazu verurteilt zu sein. So handelt der Unrechtsstaat Florida! Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Lancelot Armstrong immer seine Unschuld beteuert hat. Weitere Informationen zu seinem Fall hier und auf unserer Webseite https://ihfl.de
Dabei hilft Lancelot Armstrong seine künstlerische Arbeit, die hier bewundert werden kann. Wie sollte er sonst das Leben in der Todeszelle überleben ohne durchzudrehen… Dafür braucht er Eure Unterstützung. Denn auch die Materialien für seine Kunst muss er selbst kaufen über den Gefängnisbestelldienst. Aber er kauft sich von den Spenden auch Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs, denn vom Gefängnis bekommt er nur sehr minderwertige Kost, die auf Dauer krank macht.

345 Menschen müssen momentan diese unmenschlichen Bedingungen ertragen. In unserem Booklet „Todeskandidaten erzählen…und erlöse uns von dem Bösen…“ berichten die Opfer dieses verbrecherischen Justizsystems in Florida von ihrer Situation.

IHfL
Peter K.

 

 

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