Todesstrafe: Deutsche Frau opfert aus Liebe ihr Leben

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Monika Kurzbach und Tracy Lee

Die Todesstrafe zählt zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen. Die Gefangenen in den Todeszellen werden in den USA meist jahrzehntelang mit dem Leben in Einzelhaft misshandelt. Hoffnungslosigkeit, Angst, Einsamkeit prägen ihren Alltag. Dabei sind viele von ihnen längst nicht mehr der Täter von damals, als sie ihr Verbrechen begangen haben. Viele leiden sehr unter ihren Taten und sind nach der langen Zeit zu Menschen geworden die, würde man sie nur lassen, viel gutes für die Gesellschaft tun könnten – auch um gerade junge Menschen davor zu schützen, ähnliche Fehler zu begehen, wie sie sie damals begangen haben.

Einen solchen Gefangenen hat Monika Kurzbach kennen gelernt. Bereits im Jahr 2016 veröffentlichten wir einen Gastbeitrag von ihr, in dem sie über Tracy Lee berichtete. Seitdem ist viel passiert und sie hat ihren Tracy im Jahr 2017 im Gefängnis besucht.

Der Fall Tracy Lee
Tracy Lee hat am 15. Juni 1985 Rohn Blackston (15) erschossen und vergewaltigte seine Mutter Mrs. Marjorie Blackston sowie ihre Tochter Chandra. Er wurde zum Tode verurteilt. Seitdem befindet er sich im Todestrakt von Lousianna.
Es gibt Zeugenaussagen, dass Tracy Lee das Verbrechen aufgrund einer damals vorhandenen psychischen Störung begangen hat. Eine solche Störung wurde durch den Psychiater Dr. Ware bei Tracy Lee diagnostiziert.
Hintergrund dazu ist hier zu finden:
https://www.leagle.com/decision/19901869559so2d131011633

Tracy ist nun seit rund 33 Jahren im Todestrakt von Lousianna. Viele Befürworter der Todesstrafe wollen seine Hinrichtung, finden es richtig, dass die Bedingungen im Todestrakt die Gefangenen kaputt machen. Was für uns vollkommen inakzeptabel ist, ist für sie „genau das Richtige“…
Was diese Todesstrafenanhänger jedoch vollkommen außer Acht lassen ist die Tatsache, dass nicht nur die Täter misshandelt werden, sondern auch die Menschen die zu ihrer Familie gehören, sowie ihre Freunde.
Der Autor dieser Zeilen kennt das selbst, denn er ist mit Lancelot Armstrong befreundet und mit ihm seit Jahren in Kontakt. Lancelot Armstrong ist seit 1991 im Todestrakt von Florida inhaftiert.
Dabei verfolgt einen die Situation des Gefangenen teils bis in die Träume in der Nacht. Wenn dann ein Mensch tiefe Liebe für den Gefangenen empfindet kann er in eine Spirale der Verzweiflung und Ohnmacht geraten.

Monika Kurzbach hat sich in Tracy Lee verliebt.
Für sie ist er der Mann ihres Lebens. Und genau ist das Problem. Es gibt für sie keine Hoffnung jemals mit ihm richtig zusammen sein zu können. Dazu kommt die tägliche Angst, dass ihr Geliebter hingerichtet werden könnte, sowie der tägliche Schmerz zu wissen wie sehr er im Todestrakt leiden muss. Diese tief empfundenen Gefühle haben in ihr eine Verzweiflungsaktion reifen lassen:
Sie bietet ihr Leben gegen das Leben von Tracy Lee. Sie kann das wissen um das schwere Leid ihres Freundes im Todestrakt nicht mehr ertragen. Aus diesen schweren Verletzungen ist ihre Aktion geboren und so hat sie ihren offenen Brief an Presse und Politiker geschrieben, in dem sie fordert, ihr Leben gegen das ihres Freundes zu tauschen. Sie will für ihren Geliebten in die Todeszelle gehen, damit er noch ein wenig Freiheit erleben kann.

Dafür wurde sie von verschiedenen Personen angefeindet. Ihr wurde vorgeworfen, sie würde sich nur wichtig machen wollen – auch ihre Gesundheit wurde in Frage gestellt. Wir möchten hier nicht weiter auf die Einzelheiten eingehen… Nur eins s wollen wir dazu sagen: Die Todesstrafe und ihre Umstände zerstört Menschen, nicht nur Täter, sondern auch Personen die sich nichts zuschulden haben kommen lassen! – Die Todesstrafe treibt Menschen in tiefste Verzweiflung, sie verletzt sie zutiefst. Und so kann und darf die Aktion von Monika Kurzbach nicht missverstanden werden – Ihre Aktion ist Zeichen von tiefer Liebe zum Leben und der Freiheit und zu ihrem geliebten Tracy. Ein  verzweifelter Ruf einer gequälten Seele. Ein Schrei nach Hilfe und Liebe für alle Menschen, die ausgestoßen sind und kein Gehör mehr finden, – als Menschen nicht mehr wahr genommen werden.

Im Folgenden der Offene Brief von Monika Kurzbach in Deutschen und Englischer Sprache. Der Text wurde von uns nicht verändert oder korrigiert, sondern so belassen, wie er von Frau Kurzbach verfasst wurde. Lediglich die Kontaktdaten von Frau Kurzbach haben wir unkenntlich gemacht, um sie vor weiteren unangemessenen Reaktionen zu schützen.
Fernsehen, Presse usw. kann über unsere Mailadresse info@lancelot-armstrong.de Kontakt zu Frau Kurzbach aufnehmen. Wir leiten solche Schreiben an sie weiter.

Wir danken Frau Kurzbach für die Erlaubnis die hier gezeigten Fotos und ihren offenen Brief zu veröffentlichen.

IHfL
Peter K.


Renate Monika Kurzbach * – xxxxxxx-Straße xx * 0x11x xxxxxxxx * Germany
Email: xxxxxxx@web.de oder xxxxxxx@gmail.com
Tel. +49 xxx xxxxxxxx
(Die Kontaktdaten von Frau Kurzbach sind der Redaktion bekannt)

Moni

Monika Kurzbach

An alle Medien in den Vereinigten Staaten von Amerika
****************************
Deutsche Frau opfert aus Liebe ihr Leben
für die Freilassung eines Amerikaners im Todestrakt

Lieber Präsident Mr. Donald Trump,
Lieber Gouverneur Louisiana, Mr. John Bel Edwards,
Liebe Ladys und Gentleman vom amerikanischen TV, Tagespresse und Internet

mein Name ist Renate Monika Kurzbach und ich lebe in Deutschland. Ich wurde 1962 in Ostdeutschland (DDR) geboren.

Im Januar 2015 begann ich eine Brieffreundschaft zu einem zum Tode verurteilten Afroamerikaner. Sein Name ist Tracy Lee.

Er sitzt seit über 33 Jahren im Todestrakt von Angola, Louisiana.
Bis vor reichlich einem Jahr lebte Tracy 23 Stunden am Tag auf engstem Raum von nur ein paar Quadratmeter in Einzelhaft. Es gab keinen Kontakt zu anderen Häftlingen. Für eine Stunde am Tag durfte er seine Zelle verlassen.

Wir schrieben uns hunderte Briefe und lernten uns dadurch besser kennen. Obwohl wir nur eine Freundschaft wollten, entwickelte sich im Laufe der Zeit tiefe Zuneigung füreinander. Für eine bessere Verständigung begannen wir gleichzeitig die Muttersprache des anderen im Selbststudium zu erlernen.
Die Gefühle der Liebe und Sehnsucht wuchsen so stark, dass ich ihn im November 2017 besucht habe. Meine Liebe und den Wunsch, diesen Mann real sehen zu wollen, waren stärker als meine panische Flugangst. Es war der erste Flug in meinem Leben und ich habe es geschafft.

Dieser Besuch hat uns Beiden gut getan und bestätigte alles, was wir füreinander empfinden.
Während der 6 Tage meines Aufenthaltes im Staatsgefängnis Angola, Louisiana konnte ich die bis dahin in den Medien gesehenen Dokumentationen mit der Realität vergleichen.

Tracy verbrachte über die Hälfte seines Lebens in diesem Gefängnis in Einzelhaft.
Das ist Strafe genug !!! Die meisten Menschen macht Einzelhaft über Jahre total wahnsinnig und ich weiß nicht, wie Tracy es geschafft hat, sogar über drei Jahrzehnte diese Einzelhaft zu überleben, ohne dabei wahnsinnig geworden zu sein. Unglaublich und vor allem Unmenschlich !!

Der Grund meines Briefes ist ein Deal

Ich will mein Leben für Tracy Lee opfern und für ihn in den Todestrakt von Angola, Louisiana gehen. Meine Liebe zu ihm ist so groß, dass mir sein Leben mehr wert ist als mein eigenes.

Ich möchte, dass Tracy keine Gitter oder Stacheldraht mehr sehen muss, die ihm Grenzen aufweisen. Ich möchte, dass seine Hände und Füße nicht mehr gefesselt werden, er nicht ständig unter Beobachtung stehen und auch das Geschrei der Anderen nicht mehr ertragen muss.
Tracy Lee ist 57 Jahre alt und hatte vor zwei Jahren eine Thrombose bekommen. Seitdem hat er ständig Termine beim Doktor und muss Medikamente gegen Thrombose und noch einige andere bis an sein Lebensende einnehmen.

Mein Wunsch ist, dass Tracy in seinen Heimatort Catskill, NY gehen und bei seinen Geschwistern und ihren Familien sein kann. Eine eigene Familie hat er leider nicht.

Ich will, dass er nach 33 Jahren endlich wieder Schwimmen, Fahrrad fahren, Laufen und über die Berge von Catskill mit seinen zahlreichen Wasserfällen wandern kann.

Und ich möchte, dass er ganz normale zivilisierte Kleidung tragen und sich wieder als „Mensch“ fühlen kann.

Mein Leben für die Freiheit von Mr. Tracy Lee !!

ID # 00111680
LA. State Prison – Death Row
Angola, Louisiana 70712

Ich bitte Sie, diese Angelegenheit als sehr wichtig und persönlich zu betrachten.

Es ist mein voller Ernst und ich bin mir der Situation und Lage völlig bewusst.
Ich bin nicht todkrank, falls Sie das vermuten sollten. Ich hoffe, dass mein Anliegen ernst genommen wird und dieser Tausch tatsächlich stattfinden wird.

Ich bin bereit dafür und bestehe auf den Vollzug.

Hoffnungsvolle Grüße
Liebe und Frieden
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Renate Monika Kurzbach * – xxxxxxx-Straße xx * 0x11x xxxxxxxx * Germany
Email: xxxxxxx@web.de oder xxxxxxx@gmail.com
Tel. +49 xxx xxxxxxxx
(Contact details of Ms. Kurzbach are known to the editors)

Moni

Monika Kurzbach

To all of the media in the United States of America!

 German woman sacrifices her own life because for love,
for the release of an American on death row.

Dear Mr. Donald Trump,
Dear Governor of Louisiana, Mr. John Bel Edwards,

Dear Ladies and Gentleman of the American Television, the daily press and the internet,

My name is Renate Monika Kurzbach. I am a German citizen who was born in 1962 in East Germany (GDR).
In January 2015, I started a pen pal relationship with a death-condemned African American. His name is Tracy Lee.

He has been on death row in Angola, Louisiana for over 33 years.
 Until almost a year ago, Tracy spent 23 hours per day in confined space of only a few square meters in solitary confinement. It was not permitted to have any contact with other prisoners at all, and he was allowed to leave his cell for just one hour per day.

We exchanged hundreds of letters and throughout we got to know each other better and better.

Although at the beginning we didn’t want anything more but a friendship, over time, we developed a deep affection for each other.

In order to be able to communicate with each other, we had to study the mother tongue of one’s other.

Finally our feelings of love and affection grew so strong that I decided to visit him in November 2017. My desire to see that man in person were even stronger than my panic fear of flying. It was the first flight of my life and I made it.

This particular visit confirmed everything that we feel for each other.

During my 6 days stay in Angola, Louisiana State Prison, I was able to get an insight of Tracy`s life and the reality, compared to the media documentaries I had seen until then:

  Tracy spent more than half of his life in solitary confinement in this prison.

That’s punishment enough!!!

Most prisoners living in solitary confinement would go crazy, and I do not know how Tracy managed to survive this solitary confinement for more than three decades without going insane.

Again: Tracy spent more than half of his life in solitary confinement in this prison!

This is incredible and beyond imagination as well as inhumane!!!

The reason for my letter is a deal:
 I want to sacrifice my own life for Tracy Lee, and go to death row in Angola, Louisiana for him.
My love for him is so incredibly strong that – to me – his life is more worth than my own one.

I don`t want Tracy to see any more bars or barbed wires that keeps him in boundaries anymore. I do not want his hands and feet tied up anymore, he does not have to be under surveillance all the time. And he does not have to endure the cries of others over and over again.

Tracy Lee is now 57 years old. 2 years ago he had a bad thrombosis. Ever since, he has appointments with a doctor on a regular basis, and has to take medication against thrombosis and a few other sicknesses until the end of his life.

My deepest wish is that Tracy can go back to his hometown Catskill, NY and live with his siblings and their families.

After 33 years, I want him to be free to swim, to cycle, to run and to hike over the mountains of Catskill with its numerous waterfalls.

Also, I want him to be free to wear civilized clothes in order to feel like a human again.

My life for the freedom of Mr. Tracy Lee!!!

ID # 00111680
LA. State Prison – Death Row A-5
Angola, Louisiana 70712

I want you to consider this matter as a very important and personal case.
I am very serious about it and I am fully aware of the situation.
I’m not deathly sick, just in case you suspect that.
I hope that my request will be taken seriously and this exchange will take place eventually.
I am ready for this and insist this to take place.

Hopeful greetings
With love and peace
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I allow this letter to be published with details of my data and the photo in the media TV, press and Internet.
Germany, 9/2/2018

 

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Nebraska wieder unter den Mörderstaaten

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Carey Dean Moore

Der US-Bundesstaat Nebraska hat nach 21 Jahren ohne Exekution eine Hinrichtung durchgeführt. Carey Dean Moore wurde mittels vier Drogen getötet. 38 Jahre war er im Todestrakt. Moore wurde wegen Mordes an zwei Taxifahrern im Jahr 1979 zum Tode verurteilt worden. 

23 Minuten nachdem Moore die erste von vier Drogen verabreicht wurde, ist sein Tod festgestellt worden. Dabei war später der Gefängnisdirekter Scott Frakes an Zynismus kaum noch zu überbieten, als er verkündete, die Hinrichtung sei mit „Professionalität, Respekt für den Prozess und Würde für alle Beteiligten ausgeführt worden.“

Rund ein dutzend Todesstrafengegner beteten außerhalb des Gefängnisses. Nur drei Todesstrafen-Befürworter waren anwesend.

Der Gouverneur von Nebraska, Pete Ricketts, betonte: „Die Todesstrafe bleibt ein entscheidendes Instrument zum Schutz der Strafverfolgungsbehörden und öffentlichen Sicherheit.“ Er hatte im Jahr 2015 mit dazu beigetragen die Aufhebung der Todesstrafe in Nebraska zu kippen.

Carey Dean Moore schrieb in seiner letzten Erklärung am 02. August 2018 u.a., dass er mittlerweile 38 Jahre im Todestrakt verbracht habe. laststatement Carey Dean MooreEr schreibt, dass es im Todestrakt von Nebraska Gefangene gibt, die darauf bestehen unschuldig zu sein. Er sagt, es sei Fakt, dass sie Unschuldig sind. Er betont, dass er der Tat schuldig sei, die ihm vorgeworfen wird, aber diese vier Gefangenen wären es nicht. Er forderte die Todesstrafengegner auf, sich für diese unschuldigen Gefangenen einzusetzen.

Welch ein krankes Rechtssystem. Da wird ein Gefangener zum Tode verurteilt. Dann wird die Todesstrafe abgeschafft. Der Gefangene bleibt aber im Todesttrakt. 38 lange Jahre. Dann wird die Todesstrafe wieder eingeführt und der Gefangene durch den Staat ermordet. Jahrzehntelange psychische Folter nimmt ein perverses Ende.

IHfL
Peter K.

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Hinrichtungsaufschub für Jose Antonio Jimenez

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Jose Antonio Jimenez

Der Oberste Gerichtshof von Florida stoppt Hinrichtung von Jose Antonio Jimenez. Jimenez wurde vor fast 26 Jahren zum Tode verurteilt für den Mord an einer 63 Jahre alten Frau. Er betont bis heute seine Unschuld.

Bei der letzten Hinrichtung in Florida am 22.02.2018 fing Eric Branch an zu schreien, nachdem ihm das Mittel Etomidat injiziert wurde. Da die US-Staaten Probleme haben an tödliche Medikamente zu kommen, weil viele Hersteller sich weigern sie dafür zur Verfügung zu stellen, experimentieren diese Staaten mit den verschiedensten Mitteln. Sie machen quasi Menschenexperimente, wobei ihnen das Leid welches sie damit anrichten offensichtlich egal zu sein scheint.

Jimenez’s Verteiger Marty McClain sagte, dass ein Experte in einem anderen Fall bescheinigte, dass in ca. 25% der Fälle bei der Verwendung von Etomidat die Opfer schreien würden. Der Staat hat bei Exekutionen bis jetzt diese Droge viermal verwendet und Branch war der einzige der geschrien hat. Weiter sagte McCain: „Ist es okay, dass 25% der Verurteilten schreien? – Können wir damit zufrieden sein? – Und was ist mit der Folter die dies für die Nächsten bedeutet, die ja wissen, dass 25%  der Menschen Schmerzen haben und schreien? – Werden sie der Nächste sein? – Und selbst wenn sie es nicht sind, wird es für sie eine Qual sein, sich dessen bewusst zu sein?“

McClain beantragte Aufschub unter anderem auch, weil er 80 Seiten aus Untersuchungsergebnissen entdeckt hatte, die der Verteidigung durch das North Miami Police Department bisher nicht zur Verfügung gestellt wurden. Auch erhielt McClain erst zwei Wochen vor der geplanten Hinrichtung Zugang zu über 1000 Seiten der Aufzeichnungen.

McClain schreibt u.a. in seinem Antrag, dass Aufzeichnungen gefunden wurden, die den Verdacht von Betrug erhärten: „Es scheint, dass die Notizen von Detective Ojeda, dem leitenden Ermittler und Detective Diecidue, wenn nicht gelogen, zumindest ein Täuschungsversuch sind…“ – „Die neuen Dokumente zeigen unehrliche Polizisten…“, sagte McClain am Freitag.

Weitere Informationen (in englischer Sprache) auf:
https://www.miamiherald.com/news/local/community/miami-dade/article216504405.html

IHfL
Peter K.

 

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Doppelhinrichtung in den USA

Die USA kommen nicht zur Ruhe. Anstatt Menschenwürde und Menschenrechte zu achten, warten noch immer tausende Gefangene in den Todeszellen auf ihre Hinrichtung. Nun sollen gleich zwei Männer an einem Tag exekutiert werden, und zwar in den Bundesstaaten Florida und Nebraska.

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Der US-Bundesstaat Nebraska plant am 14.08.2018 Carey Dean Moore (60) hinzurichten. Er wurde wegen Ermordung von zwei Taxifahrern im Jahr 1974 zum Tode verurteilt.

Sein Zwillingsbruder David Moore wurde wegen Einbruchs im Jahr 1984 in das gleiche Gefängnis gesperrt. Als beiden ein privates Gespräch gestattet wurde, tauschten sie die Kleidung und David ging für Carey Dean in den Todestrakt. Doch ihr Plan ging schief, denn Carey Dean war 15 Pfund schwerer als David und als er an den Arbeitsplatz seines Bruders (Gefängnisküche) kam, fiel er dadurch auf, dass er nicht wusste wo die Küchentöpfe zum trocknen aufbewahrt wurden.
Die genauen Gründe ihres Tauschs sind bis heute nicht ganz klar, weil sie darüber keine Auskunft geben. Es liegt jedoch nahe, dass es wohl ein Plan war, der Carey Dean die Flucht aus dem Todestrakt ermöglichen sollte, denn er wäre ja dann nach ein paar Jahren entlassen worden. Sein Bruder David, der nun fälschlicherweise im Todestrakt war, hatte ja kein Todesurteil…

Obwohl Nebraska die Todesstrafe während der Gefangenschaft von Carey Dean  Moore zweimal abschaffte, soll er nun sterben, weil der Bundesstaat die Todesstrafe mittlerweile wieder eingeführt hat. Ein unvorstellbar schreckliches Hin und Her für Carey Dean Moore – eine schreckliche seelische Folter die er seit seiner Verurteilung in der Todeszelle bis heute durchleben muss.

Sein Bruder David Moore wird bei der Hinrichtung anwesend sein um ihm beizustehen. Er sagte in einem Gespräch mit dem The Journal Star: „Es wird nicht leicht sein, aber Dean möchte das ich dort bin, so habe ich keine andere Wahl.“

Der Pharmakonzern Fresenius Kabi aus Bad Homburg hat durch eine Klage versucht die Hinrichtung von Carey Dean Moore zu verhindern. Scheiterte jedoch vor Gericht. Der Bundesstaat will den Verurteilten mittels eines Medikamentencocktails bestehend aus Diazepam, das Fentanylcitrat, Cisatracurium und Kaliumchlorid töten. Dagegen klagte das Unternehmen, da zwei der Substanzen wohl auf illegale Weise für diese Verwendung besorgt wurden. Die zwei letztgenannten Substanzen könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Produktion von Fresenius Kabi stammen.
   In seinem Urteil betonte der Richter, die Klage von Fresenius Kabi sei spekulativ, da die Behörden nicht mitgeteilt hätten, woher die Medikamente stammen. Auch würde ein weiterer Aufschub die Hinrichtung gefährden, da sich die Gifte dem Ende ihrer Haltbarkeit näherten.
Die Firma gibt an keine Position zum Thema Todesstrafe zu beziehen – jedoch befürchte der Konzern eine „erhebliche Rufschädigung, da in Europa die Todesstrafe meist abgelehnt werde.
Schade eigentlich… Es scheint den „Damen und Herren“ von Fresenius Kabi also nur um ihren Ruf und wohl nicht um das Leben des Menschen zu gehen, der durch den Staat Nebraska ermordet werden soll. Eine klare Positionierung gegen die Todesstrafe durch Fresenius Kabi wäre mehr als wünschenswert gewesen. Zumal im deutschen Grundgesetz die Todesstrafe ausdrücklich verboten ist. Warum bitte, fällt es dann dem Konzern so schwer, sich klar zu positionieren?

Im Folgenden eine Petition die sich an den Gouverneur von Nebraska wendet um die bevorstehende Hinrichtung zu verhindern:
https://www.dailykos.com/campaigns/petitions/add-your-name-tell-nebraska-governor-pete-ricketts-to-stop-the-scheduled-execution

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Carey Dean Moore. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Petition einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/event/carey-dean-moore


Der US-Bundesstaat Florida will Jose Antonio Jimenez (54) am 14.08.2018 hinrichten. Vor über 25 Jahren soll er die 63-jährige Phyllis Minas ermordet haben. Dafür erhielt er die Todesstrafe. Seit 24  Jahren ist er den katastrophalen Bedingungen im Todestrakt ausgesetzt.

Im letzten Monat wies das höchste Gericht von Florida einen Berufungsantrag zurück.

Jimenez reichte im Laufe der Jahre mehrere Anträge gegen seine Hinrichtung und für die Umwandlung der Strafe ein. Diese wurden jedoch immer abgelehnt.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Jose Antonio Jimenez. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Petition einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/event/jose-jimenez

Der Gouverneur von Florida kann wie folgt erreicht werden:
Per Mail: Rick.Scott@eog.myflorida.com
Per Twitter: @FLGovScott

Die schlimmen Bedingungen im Todestrakt von Florida werden in unserer Broschüre, die als PDF geladen werden kann, dokumentiert.

Lesen sie die erschütternden Worte von

Michael Lambrix
(am 5.10.2017 in Florida hingerichtet)

Patrick Hannon
(am 8.11.2017 in Florida hingerichtet)


Auch der von uns betreute Lancelot Armstrong befindet sich immer noch im Todestrakt von Florida. Und dies, obwohl sein Todesurteil aufgehoben wurde, da es verfassungswidrig zustande kam. Seit 1991 wird er durch die Bedingungen im Todestrakt gefoltert. Seit über 1 1/2 Jahren ist er dort eingesperrt, ohne dass das Todesurteil gegen ihn gültig ist! Die geplante Neuverhandlung seiner Strafe ist bis jetzt immer noch nicht in Sicht. Details siehe hier:
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/

Bitte unterstützt Lancelot Armstrong bei seinem Kampf um sein Leben:
Soli-Shop: http://www.lancelot-armstrong.de/stf-sh.htm
Kunstwerke von Lancelot Armstrong: http://armstrongkunst.wordpress.com
Patenschaft: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_patenschaft.htm
Petition: http://www.thepetitionsite.com/246/964/427/gerechtigkeit-fr-lancelot-armstrong/

IHfL
Peter K.

 

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Tennessee richtet Billy Ray Irick hin

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Der US-Bundesstaat Tennessee hat am 09.08.2018 Billy Ray Irick hingerichtet. Er wurde wegen der Ermordung eines Kindes im Jahr 1985 zum Tode verurteilt. Trotz großer Bedenken gegen die Exekutionsmethode mit drei Medikamenten und ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass es sich bei Irick um einen schwer psychisch kranken Mann handelte, hat der Bundesstaat die Hinrichtung vollzogen.

Der Tödliche Giftcocktail bestand aus Midazolam,  Vecuroniumbromid und Kaliumchlorid. Bei dieser Kombination ist zu befürchten, dass eine Hinrichtung mit diesen Mitteln dem Opfer schwerste Schmerzen bereitet, ohne dass der Gefangene auf seine schreckliche Situation aufmerksam machen kann. Bereits in der Vergangenheit haben wir über extreme Probleme bei ähnlichen Hinrichtungen berichtet:
Siehe z.B. Clayton Lockett, die grausamen Details seiner Hinrichtung

Billy Ray Irick war ein psychisch schwer kranker Mann, der wohl während eines psychotischen Anfalls ein Kind tötete. An die Tat selbst, sagte er, hatte er nicht die geringste Erinnerung. Dennoch musste er nun dafür sterben, für ein Verbrechen, von dem er nichts wusste…

Weitere Informationen zu seinem Fall sind in unserem vorangegangenen Artikel zu finden.

IHfL
Peter K.

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Tennessee will Geisteskranken hinrichten

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Billy Ray Irick

Der US-Bundesstaat Tennessee plant am 09.08.2018 Billy Ray Irick hinzurichten. Er wurde wegen der Ermordung eines Kindes im Jahr 1985 zum Tode verurteilt. Seit dem Urteil wurde er mit dem Leben im Todestrakt gefoltert. Irick hat bereits drei Hinrichtungstermine hinter sich. Der letzte war im Herbst 2014.

Er selbst sagt heute, dass er an die ihm vorgeworfene Tat keine Erinnerung habe, da er einen psychotischen Zusammenbruch zur Tatzeit hatte – gab jedoch einen Tag nach der Verhaftung die Tat zu. Er wurde für schuldig befunden im Jahr 1985 ein 7 jähriges Mädchen, namens Paula Dyer in Knoxville, getötet zu haben und wurde am 03.12.1986 dafür zum Tode verurteilt.

Irick war mit den Eltern des Opfers befreundet, lebte eine Weile mit ihnen und schaute nach den 5 Kindern, wenn sie arbeiteten. Am 14. April 1985 sollte Irick wieder auf die Kinder aufpassen, er war jedoch angetrunken. Mitten in der Nacht rief Irick den Stiefvater der Kinder an und bat ihn vorbeizukommen, da er das 7 Jährige Kind nicht wach bekäme, irgendetwas stimme nicht mit ihr. Als der Stiefvater eintraf, fand er das Mädchen blutig im Wohnzimmer auf dem Boden liegend. Er stellte fest, dass das Kind noch Puls hatte und brachte sie in eine Kinderklinik. Dort verstarb das Kind jedoch kurze Zeit darauf. Am folgenden Tag wurde Irick unter eine Brücke kauernd gefunden und festgenommen.

Als er 6 Jahre alt war, wurde von einem Psychologen Irick eine schwere neurotische Angsterkrankung mit einem Hirnorganischen Schaden diagnostiziert. Daraufhin wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, mit anti-psychotischen Medikamenten 10 Monate lang behandelt und anschließend in einer Einrichtung untergebracht. Als er 13 Jahre alt war besuchte er seine Eltern, dabei soll er einen Fernseher mit einer Axt zerschlagen und seinen Schwestern die Pyjamas mit einem Rasiermesser zerschnitten haben. Er kam wieder ins Krankenhaus und dort wurde festgestellt, dass er seine Psychopharmaka nicht genommen hatte. Ein Psychologe sagte aus, dass Irick schon damals Angst vor seinen eigenen Impulsen hatte.

Erst viele Jahre nach seiner Verhaftung und Verurteilung entstand aufgrund von Untersuchungen ein umfassenderes Bild seiner Psyche. So berichtete die Familie des Opfers, dass Irick damals unter Halluzinationen und psychotischen Episoden litt. Diese entlastenden Tatsachen erfuhren die Geschworenen nie! – Wir müssen stark davon ausgehen, dass das Urteil der Jury ein anderes gewesen wäre, hätte sie Kenntnis davon gehabt. Die Bundesgerichte haben es abgelehnt diese neuen Beweise zu prüfen!

Irick hatte eine schwere Kindheit. Als Kind soll er von seiner Mutter gefesselt und geschlagen worden sein.

Es scheint sich bei Billy Ray Irick also um einen psychisch schwer kranken Mann zu handeln, der damals nicht Herr seiner Sinne war. Bis heute wird ihm das Recht verweigert seinen psychischen Zustand bei der Urteilsfindung zu berücksichtigen. Doch offensichtlich kennt der US-Bundesstaat Tennessee für diesen kranken Mann nichts anderes als die Hinrichtung, obwohl es klare Hinweise darauf gibt, dass er bei seiner Tat nicht Zurechnungsfähig war. Ein erneutes, trauriges Kapitel in der US-Amerikanischen Rechtsprechung, wo Rache teils mehr zählt als die Suche nach Gerechtigkeit.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Billy Ray Irick. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug (Hinweis: bitte bei State/Province ganz unten other angeben. Dann kann später der Staat und das Bundesland in dem ihr lebt ausgewählt werden.):
https://org2.salsalabs.com/o/6279/p/dia/action4/common/public/?action_KEY=26355&width=560&height=820&iframe=true

Petition gegen Hinrichtungen in Tennesee:
https://www.change.org/p/governor-bill-haslam-don-t-resume-executions-in-tennessee

IHfL
Peter K.

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55 Jahre auf der Welt – 27 Jahre im Todestrakt

lancelot-armstrong.de

Gemälde von Lancelot Armstrong

Heute hat Lancelot Armstrong seinen 55. Geburtstag. Seit einigen Tagen lese ich Bücher über die Verbrechen der Nazis an den Juden, Schwulen, Sinti, Roma, Behinderten usw. Man verzeihe mir, dass ich hier nicht alle aufzähle…

Ich höre schon jetzt den Aufschrei, den manche mir entgegenwerfen möchten: „Das kann man nicht vergleichen! – Was damals geschah ist ein einmaliges Verbrechen…“

Aber darum geht es mir nicht – es geht mir nicht um einen Vergleich. Es geht mir darum, was in mir passiert, wenn ich die Berichte der Zeitzeugen und Opfer lese. Diese Hilflosigkeit, dieses Entsetzen… ja diese Unmöglichkeit zu begreifen, wie Menschen zu so etwas fähig sind.

Genauso ergeht es mir immer wieder, wenn ich an Lancelot denke. Wie kann es sein, dass ein Mensch über Jahrzehnte mit der Todesandrohung gefoltert wird und oft genug von den Beamten wie ein Untermensch, ja teils nicht mal als DAS behandelt wird.

Diese Gedanken machen mir Angst. Machen mich traurig und beschämen mich, dass auch diese Fähigkeit zur Grausamkeit offensichtlich zu den Menschen gehört.

Und so sperren sie die Todeskandidaten für Jahrzehnte ein. Quälen sie mit Mangelernährung, Isolation, Erniedrigung und wenn sie sich wehren, mit Gewalt, Knüppeln, Tritten usw. durch das Sondereinsatzkommando. Für jedes einzelne Opfer dieser Faschisten – ja so nenne ich sie – ist es die Hölle auf Erden, der sie erst durch die Todespritze entkommen. Wie Jesus Christus an das moderne Kreuz gefesselt. Getötet für die Verbrechen derer die sie vernichten wollen, weil eben diese sonst ihre eigenen Verbrechen nicht ertragen könnten. Diese Herrenmenschen die sich als Richter über Leben und Tod erheben.

Lancelot, ich wünsche Dir alles Gute zu Deinem Geburtstag, vom Schlechten hast Du ja leider schon genug.

Ich bin bei Dir…

Peter K.

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Petitionen gegen drohende Hinrichtungen

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Der 18. Juni war ein schwarzer Tag in der Geschichte Thailands.

Nach rund 10 Jahren wurden wieder Todesurteile vollstreckt. Es ist zu befürchten, dass auch in nächster Zeit dort wieder Menschen hingerichtet werden, die sich in den Todeszellen Thailands befinden.

Dagegen wendet sich die folgende Petition von Amnesty International:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/gefangenen-droht-hinrichtung

Wir möchten auch noch auf Folgende Petition hinweisen. Hier der Text von der entsprechenden Webseite in deutscher Übersetzung:

„Dringend – Hinrichtungen in Saudi-Arabien können jederzeit ohne Vorwarnung wieder erfolgen. Ergreift jetzt Maßnahmen!
18 Jugendliche könnten jederzeit für das ‚Verbrechen‘ des Protests gegen die saudische Regierung enthauptet werden. Einige wurden,  bereits im Kindesalter, wegen der Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt. Sie wurden brutal zu Geständnissen gefoltert.
Saudi-Arabien behauptet, sich im Rahmen seines Programms Vision 2030 zu reformieren, aber diese Hinrichtungen könnten jederzeit stattfinden. Bitten sie mit Nachdruck den Kronprinz Mohammad bin Salman, ihre Todesurteile umzuwandeln.“

Hier geht es zur Petition:
https://act.reprieve.org.uk/page/content/saudiexecutions/

IHfL
Peter K.

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Gnadenloses System der Rache

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Christopher Young

Der US-Bundesstaat Texas hat mit der gestrigen Hinrichtung von Christopher Young erneut bewiesen, dass es sich bei seiner Justiz um ein grausames und erbarmungsloses System handelt. Obwohl die Familie des Opfers von Christopher Young sich gegen die Exekution eingesetzt hat, kannte die staatliche Mordindustrie in Texas keine Gnade.

Christopher Young sagte in seinen letzten Worten, dass er die Familie des Ladenbesitzers Hasmukh Patel, den er erschossen hatte, so lieben würde, wie eben diese Familie ihn liebe.

In einer Stellungnahme äußerte sich die Familie des Opfers dahingehend, wenn sie darüber nachdächten, wofür Hasmukh Patel stand und für welche Werte er eintrat, so wären sie in der Lage das Gute im Menschen zu sehen, auch das Gute in Christopher Young. Leider sei ihrer Bitte um Gnade für Christopher Young nicht nachgegangen worden.

Einmal mehr müssen wir leider erleben, wie in vielen Staaten der USA das Recht auf Leben mit Füßen getreten wird. Um so wichtiger ist der Einsatz von uns allen gegen dieses unmenschliche System. Darum möchten wir an dieser Stelle allen ausdrücklich danken, die sich, in welcher Form auch immer, dafür eingesetzt haben, dass diese Hinrichtung nicht stattfindet

IHfL
Peter K.

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Sohn des Opfers will keine Hinrichtung des Täters!

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Christopher Young

Der US-Bundesstaat Texas will Christopher Young (34) am 17.07.2018, für den Mord an Hasmukh Patel, hinrichten. Die Familien des Opfers und des Täters fordern, dass die bevorstehende Hinrichtung gestoppt wird.

Vor kurzem trafen sich bei einer kleinen Kundgebung die Leiter einer Glaubensgemeinschaft mit der Tante von Christopher Young und dem Sohn des Mannes, den er getötet hat. Sie forderten gemeinsam, dass die geplante Hinrichtung von Christopher Young gestoppt wird.

Bei dieser Kundgebung sagt die Tante von Christopher Young unter Tränen, „Dieser Mann ist nicht mehr der selbe Mann, der vor Jahren ins Gefängnis kam“. Dabei spricht sie den Gouverneur von Texas, Greg Abbott, direkt an: „Wenn du einen Körper brauchst, wenn du ein Opfer brauchst, dann tausche ich mein Leben für das Leben von Christopher Young.“

Der Sohn des Opfers kam ebenfalls zu der Kundgebung und forderte Gnade für den Mann der seinen Vater ermordet hat!

Patels Sohn hat sich auch dem Gnadengesuch angeschlossen, in welchem dem Bewährungsausschuss empfohlen wird, dem Gouverneur nahe zu legen, Christopher Young’s Strafe in Lebenslänglich umzuwandeln. Er sagte, er würde nicht wollen, dass die Töchter von Christopher Young ohne Vater aufwachsen müssen. Auch hob er hervor, dass Young andere Gefangene im Todestrakt unterstützen würde.

Christopher Young war 21 Jahre alt, als er bei einem Raubüberfall Hasmukh Patel erschoss. In den zwölf Jahren, die er im Todestrakt von Texas verbracht hat, ist aus ihm ein anderer Mensch geworden, sagen seine Anwälte Jeff Newberry und David Dow in einer gemeinsamen Erklärung. Ihr Mandant habe sich selbst in den Grundlagen seiner Religion unterrichtet und junge Menschen auch jenseits der Mauern betreut. Er bereue zutiefst, dass er Hasmukh Patel getötet hat.

Wer sich für Christopher Young einsetzen möchte, findet im Folgenden Möglichkeiten dazu:

Petition von Amnesty International für Christopher Young:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/sohn-des-opfers-unterstuetzt-gnadengesuch

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Christopher Young. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2018-07/stop-execution-christopher-young

Der Gouverneur von Texas ist wie folgt zu erreichen: https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter K.

 

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