Aus Homophobie Hinrichtung

Charles Rhines

Charles Rhines

Der US-Bundesstaat South Dakota will in der Woche vom 03. bis 09.11.2019 den wegen Mordes zum Tode verurteilten Charles Rhines hinrichten. Offensichtlich führte die Homophobie der Geschworenen zum Todesurteil.

Charles Rhines ist schwul und diese Tatsache ist ihm bei seinem Prozess zum Verhängnis geworden. Rhines war wegen Mordes an einem Donut-Shop-Mitarbeiter in Rapid City vor Gericht. Seine Schuld stand nie zur Debatte und seine Anwälte versuchten auch nicht seine Unschuld zu beweisen, sondern vor dem höchsten Gericht der USA im Juni diesen Jahres die Tatsache vorzubringen, dass ähnlich wie bei rassistischen Motiven, die Homophobie einiger Geschworener zum Todesurteil führte. Jedoch lehnte der US-Supreme Court es ab diesen Fall zu verhandeln.

Mehrere Jurymitglieder gaben mittlerweile zu, dass sie Rhines nur zum Tode verurteilt hatten, weil er homosexuell ist. Eidesstattliche Versicherungen Geschworener und Gerichtsunterlagen belegen dies.

Offensichtlich hatten einige Jurymitglieder Bedenken Rhines am Leben zu lassen. Dies geht aus Anfragen an den Richter hervor, in denen er gefragt wurde, ob der Gefangene in Einzelhaft untergebracht werde oder ob er die Gelegenheit hätte in Gefangenschaft auf  „junge Männer“ mit seinen Taten „Eindruck zu machen“. Nach Aussage eines Geschworenen waren „die Leute angeekelt, denn dies sei eine ländliche Gegend.“ Einer verkündete, ein Schwuler Mörder dürfe „sein Leben nicht mit Männern verbringen“.

Laut Urteil des Supreme-Courts im Fall Peña-Rodriguez v. Colorado ist ein Urteil nicht rechtskräftig, wenn es aus rassistischen Motiven entstanden ist. Dadurch gab es natürlich Hoffnung, dass dieses auf Homophobie basierende Urteil ebenfalls für ungültig erklärt werde. Aber weit gefehlt! – Das höchste Gericht der USA sieht in einem homophoben Gerichtsurteil keinen Grund für eine Beanstandung. Nicht mal bei einem Todesurteil!

Die Unterdrückung sexueller Minderheiten hat auf der Welt und auch in den westlichen Staaten eine lange und teils grausame Tradition. Menschen wurden und werden verfolgt, verächtlich gemacht, entmenschlicht, gejagt, verlacht und wie wir jetzt wieder sehen auch getötet. Im Namen einer normativen Moral und der Arroganz einer Hetero-Mehrheit, die eine Wand errichtet hat gegen alles was ihnen anders erscheint. Diese Leute denken die Wand sei das Absolute, das Gesetzte, das an und für sich Seiende“, um es mit Heinrich Heine zu sagen…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://eu.argusleader.com/story/news/2019/06/25/execution-date-set-rapid-city-man-guilty-1992-murder-charles-rhines/1559818001/
https://www.queer.de/detail.php?article_id=31420

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Hinrichtung in Georgia: Bruder kämpft für DNA-Tests

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Ray J. Cromartie

Am 30.10.2019 will der US-Bundesstaat Georgia einen Gefangenen hinrichten. Es handelt sich um Ray Jefferson Cromartie, der wegen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Verzweifelt kämpft der Bruder des Verurteilten um sein Leben.

Ray J. Cromartie wurde im Jahr 1994 wegen Mordes während eines Raubüberfalls zum Tode verurteilt.  Damals soll er Richard Slyzy erschossen haben, der als Angestellter in einem Lebensmittelgeschäft gearbeitet hatte.

Cromartie’s Bruder kämpft nun dafür, dass Beweismittel DNA-Tests unterzogen werden. Er erhofft sich davon wichtige Belege dafür, ob sein Bruder wirklich die Tat begangen hat.

Nach 21 Jahren Haft teilte die General-Staatsanwaltschaft im Jahr 2018 mit, dass der Beschuldigte nach der Verurteilung DNA-Tests beantragt habe. Aber das Gericht lehnte den Antrag auf ein neues Verfahren im September ab.

Im folgenden Video kommt Ray J. Cromartie’s Bruder zu Wort:

Direkte URL des Videos: „https://youtu.be/1_i5-e0cBq4

Einen Tag vor der Hinrichtung wird das Georgia’s Parole Board entscheiden, ob es Ray J. Cromartie Gnade gewährt.

Wie kann das Gericht in Georgia dem Gefangenen einen neuen Prozess verweigern, wenn wichtige DNA-Untersuchungen nicht stattgefunden haben? Gerade mittels DNA-Tests wurden immer wieder Fehlurteile aufgedeckt. Es ist zu hoffen, dass man sich in Georgia doch noch anders entscheidet und die geplante Hinrichtung stoppt!

IHfL
Peter

Quellen:
https://www.11alive.com/article/news/crime/dna-evidence-georgia-death-row-ray-jefferson-cromartie/85-197e53d8-7822-4cad-a4aa-3a83ba5f84c7
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/ray-jefferson-cromartie/index.html

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Hinrichtung am 30.10.19 in Texas

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Ruben Gutierrez

Update 22.10.2019:
Der Texas Court of Criminal Appeals hat Ruben Gutierrez’s geplante Hinrichtung am 30. Oktober ausgesetzt.

Quelle:
https://www.themarshallproject.org/next-to-die


Der US-Bundesstaat Texas will am 30.10.2019 Ruben Gutierrez (42) exekutieren. Gutierrez wurde wegen Mordes an der 85-jährigen Escolastica Harrison, im Jahr 1998, zum Tode verurteilt. Er hat die letzten 20 Jahre im Todestrakt von Texas verbracht und immer darauf bestanden den ihm vorgeworfenen Mord nicht begangen zu haben.

Am 5. September 1998 überfielen Ruben Gutierrez und Rene Gracia ihr Opfer mit der Absicht ihren Safe auszurauben. Dabei wurde die Besitzerin eines Mobilheimparks auf den Kopf geschlagen. Sie viel jedoch nicht in Ohnmacht und wehrte sich gegen die Angreifer. Bei dem Kampf wurde sie so schwer verletzt, dass sie verstarb. Ihre Mörder flohen mit mindestens 56.000 US-Dollar in bar.

Am 14.05.1999 wurde Ruben Gutierrez zum Tode verurteilt. Gutierrez hat sein Urteil angefochten, weil es keine Beweise gäbe, die klar belegen, dass er an dem Mord beteiligt war. Er gab zu bei der Planung der Überfalls beteiligt gewesen zu sein. Aber er bestreitet seine Beteiligung an dem Mord. Rene Gracia wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und hat ausgesagt, Ruben Gutierrez hätte den Mord begangen.

Bereits am 12.09.2018 hatte hatte Ruben Gutierrez einen Hinrichtungstermin. Er erhielt jedoch durch einen Bundesrichter beim 5. US Circuit Court of Appeals einen Aufschub. Auch für 31.07.2019 war seine Hinrichtung geplant. Dieser Termin wurde zurückgezogen und auf den 30.10.2019 verschoben.

Was für ein krankes Rechtssystem, dem martialische Rache so wichtig ist, dass es blind geworden ist für das eigenen Foltern von Menschen… Denn was ist es anderes als Folter, einen Menschen jahrzehntelang einzusperren, unter schrecklichsten Bedingungen und ihn wissen zu lassen, dass man ihn am Ende ermorden will… Unvorstellbar was in Ruben Gutierrez vorgeht, im Angesicht der Tatsache, dass er bereits zum dritten mal einen Hinrichtungstermin hat…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.theforgivenessfoundation.org/index.php/executions/scheduled-executions/4832-texas-gives-ruben-gutierrez-execution-date-of-september-12-2018

http://nodeathpenalty.santegidio.org/pageID/240/langID/en/itemID/248/URGENT-APPEAL-TO-SAVE-RUBEN-GUTIERREZ-SCHEDULED-TO-BE-EXECUTED-ON-OCTOBER-30–2019.html

 

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10.10. – Tag gegen die Todesstrafe

Das einzige das wir dazu schreiben können ist:

Für uns ist jeder Tag ein Tag gegen die Todesstrafe!

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IHfL
Peter K.

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Hinrichtungsaufschub für Randy Halprin

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Randy Halprin

Die in Texas für den „internationalen Tag gegen die Todesstrafe“ geplante Exekution von Randy Halprin findet nicht statt. Die für den 10. Oktober geplante Hinrichtung wurde vom Texas Court of Criminal Appeals gestoppt. 

Das Gericht verwies seinen Fall an ein Gericht in Dallas, damit geprüft werde, ob der ihn verurteilende Richter aus religösem Fanatismus gehandelt habe – Halprin also dadurch keinen fairen Prozess hatte. Der Richter soll sich ihm gegenüber extrem Judenfeindlich geäußert haben. Halprin gehört dem jüdischen Glauben an.

Gegen Ende des Jahres 2000 nahm er an einem Gefängnisausbruch von insgesamt 7 Männern teil. Die sogenannten „Texas Seven“ überfielen einen Sportartikelladen. Bei diesem Überfall wurde ein Polizeibeamter erschossen. Nach intensiver Fahndung wurden 6 Entflohene festgenommen, wobei sich Halprin freiwillig der Polizei ergab. Der Siebte Entflohene, Larry Harper, soll Selbstmord begangen haben.

Alle 6 Männer wurden wegen Mordes zum Tode verurteilt, nach dem umstrittenen Gesetz „Low of Parties. Laut diesem Gesetz ist es möglichen einen Mitangeklagten auch dann zum Tode zur Verurteilen, wenn er nicht direkt an dem Mord beteiligt war. Weitere Details, in deutscher Sprache, auf: normaler-wahnsinn.ch.

Der Hinrichtungsstopp ist natürlich eine gute Nachricht. Hinterlässt jedoch einen bitteren Nachgeschmack. Denn mal abgesehen von der Folter seinen Exekutionstag vor sich zu haben, spielt offensichtlich die Unschuld des Verurteilten bei dem neuen Gerichtstermin keine Rolle!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.washingtonpost.com/nation/2019/09/06/jewish-death-row-inmate-judge-anti-semitism-randy-halprin/Randy Halprin
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/10/04/hinrichtung-eines-texas-seven-am-tag-gegen-die-todesstrafe/

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Hinrichtung eines „Texas Seven“ am „Tag gegen die Todesstrafe“

randy20halprin

Randy Halprin

Am 10.10.2019 beabsichtigt der US-Bundesstaat Texas den zum Tode verurteilten Randy Halprin hinzurichten. Es ist davon auszugehen, dass Halprin nicht an dem Mord beteiligt war, der zu seinem Todesurteil führte. Der 10. Oktober ist der internationale Tag gegen die Todesstrafe!

Randy Halprin wurde im Jahr 1997 zu 30 Jahren verurteilt wegen eines Vergehens, bei dem ein Kind verletzt wurde. Zu dieser Zeit war er 19 Jahre alt. Gegen Ende des Jahres 2000 nahm er an einem Gefängnisausbruch von insgesamt 7 Männern teil. Die sogenannten „Texas Seven“ überfielen einen Sportartikelladen. Bei diesem Überfall wurde ein Polizeibeamter erschossen. Nach intensiver Fahndung wurden 6 Entflohene festgenommen, wobei sich Halprin freiwillig der Polizei ergab. Der Siebte Entflohene, Larry Harper, soll Selbstmord begangen haben.

Alle 6 Männer wurden wegen Mordes zum Tode verurteilt, nach dem umstrittenen Gesetz „Low of Parties. Laut diesem Gesetz ist es möglichen einen Mitangeklagten auch dann zum Tode zur Verurteilen, wenn er nicht direkt an dem Mord beteiligt war. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass Halprin nicht auf den Polizeibeamten geschossen hat. Halprin soll grundsätzlich gegen Gewalt gewesen sein, sich also gegen diesen Raubüberfall ausgesprochen haben. Jedoch soll er von der Gruppe unter Druck gesetzt worden sein, die ihm aufgezwungene Waffe aber nicht benutzt haben! Auch mehrere Mitangeklagte bestätigten, dass er an dem Mord unbeteiligt war. Es gibt Beweise für seine Unschuld an dem Mord. Weitere Details, in deutscher Sprache, auf: normaler-wahnsinn.ch.

Für uns immer wieder kaum vorstellbar, was in den USA geschieht. Erst vor kurzem wurde Russell Bucklew in Missouri hingerichtet, obwohl aufgrund seiner Krankheit zu befürchten war, dass er unter schrecklichen Schmerzen sterben würde. Sogar der Supreme Court der USA stimmte dieser grausamen Hinrichtung zu. Und nun soll in Texas ein Mann sterben, von dem bekannt ist, dass er den Mord, für den er sterben soll, nicht begangen hat!Was sich in den USA „Justiz“ nennt, scheint ein verkommenes, unfaires und auf Rache getrimmtes System zu sein, in dessen Greifarme sich meist nur arme Menschen, Dunkelhäutige und Minderheiten verfangen…

Auf der Webseite http://randy-halprin.net/index.html schreibt Randy Halprin über sich selbst und seine Situation. Auf https://www.amazon.de/Constant-Light-Collection-Halprin-English-ebook/dp/B07W4F6PPH sind Gedichte, in englischer Sprache, von Randy Halprin erhältlich.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://normaler-wahnsinn.ch/de/randy_halprin.html
http://randy-halprin.net/index.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Texas_Seven
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2019/09/26/usa-kein-recht-auf-eine-schmerzfreie-hinrichtung/

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USA: Kein Recht auf eine schmerzfreie Hinrichtung!

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Russell Bucklew

Update 02.10.2019:

Der US-Bundesstaat Missouri hat Russell Bucklew hingerichtet.

 

Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-todesstrafe-missouri-richtet-verurteilten-moerder-hin-a-1289632.html


Der US-Bundesstaat Missouri will am 01.10.2019 Russell Bucklew mittels tödlicher Injektion hinrichten. Bucklew hatte in der Vergangenheit bereits zwei Exekutionstermine, die jedoch gestoppt wurden.

Russell Bucklew wurde zum Tode verurteilt, weil er einen Mann im Jahr 1996 ermordet hat. Es handelte sich wohl um eine Beziehungstat, denn er tötete den neuen Partner seiner ehemaligen Freundin. Danach soll er seine Freundin vergewaltigt haben… Bucklew sagt, dass er seine Tat bereue.

Bereits im Mai 2014 und im März 2018 hatte Bucklew Hinrichtungstermine, die jedoch kurz vor der Durchführung gestoppt wurden. Schon damals spielte seine Krankheit eine Rolle, weil die Verfassung der USA eigentlich grausame Strafen verbietet. Der Gefangene leidet an einem kavernösen Hämangiom – einer Erkrankung die zu geschwächten und missgebildeten Blutgefäßen führt und im Rachen und der Nase Tumore verursacht. Sein Verteidiger sagt, die in Missouri angewendete Hinrichtungsmethode führe dazu, dass er eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung erfahren wird. Es bestehe die Gefahr, dass er während der Hinrichtung unter Qualen ersticken müsse.
In seiner Verzweiflung versuchte Bucklew eine Hinrichtung in der Gaskammer zu erreichen, in der Hoffnung dies wäre weniger schmerzhaft. Auch dies wurde abgelehnt.

Bucklew versuchte in der Vergangenheit auch durchzusetzen, dass seine Hinrichtung auf Video aufgezeichnet werde, damit die Grausamkeit der Exekution deutlich werde und die Schmerzhaftigkeit dieser Vorgehensweise gegen ihn bewiesen werde könne. Dies wurde jedoch abgelehnt. Offensichtlich fürchten seine Mörder ein solches Beweismittel.

Knappe Entscheidung für Foltertod
Im April diesen Jahres entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Bucklew kein Recht auf eine schmerzfreie Hinrichtung hat! – Diese Entscheidung war sehr knapp mit fünf gegen vier Stimmen beschlossen worden. In der Begründung hieß es, die Verfassung garantiere einem Verurteilten keinen schmerzlosen Tod. Dabei äußerte sich Richter Neil M. Gorsuch wie folgt: Ein schmerzfreier Tod wäre „ein Luxus, der nicht jedem garantiert werden könne…“ – Ein rechtliches Problem würde erst dann entstehen, wenn größere Schmerzen zugefügt würden als „nötig, um eine Todesstrafe zu vollziehen“.

Es stellt sich die Frage, WAS bitte „nötige Schmerzen“ sind und WAS „unnötige Schmerzen“ bedeutet – Und vor allem WER dies entscheiden kann und will und vor allem WANN…
Fassungslos stehen wir vor dieser menschenverachtenden Entscheidung, in der versucht wird einen schmalen Grad zwischen Folter und scheinbarer Normalität zu konstruieren…
Dabei – und das sollten wir nicht vergessen – ist allein das Leben im Todestrakt und das warten auf die Hinrichtung, oft über Jahrzehnte, reine Folter. Wer dies in Frage stellt, stellt sich auf die Seite derer, für die diese Grausamkeiten offensichtlich Normalität darstellen. In diesem Zusammenhang möchten wir unsere kostenlose Broschüre zum DOWNLOAD anbieten. Dort kommen mehrere Gefangene zu Wort.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://theappeal.org/missouri-is-set-to-execute-russell-bucklew-but-his-lawyers-say-his-case-was-mishandled/
https://www.mopo.de/news/panorama/er-will-in-gaskammer-us-gericht–moerder-hat-kein-recht-auf–schmerzfreie–hinrichtung-32352520
http://flexikon.doccheck.com/de/Kavern%C3%B6ses_H%C3%A4mangiom
http://www.ihfl.de/temp/lambrix_hannon_armstrong.pdf

 

 

 

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Nächste Hinrichtung in Texas geplant

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Robert Sparks

Update 26.09.2019: Robert Sparks wurde am Mittwoch mittels tödlicher Injektion hingerichtet. In seinen letzten Worten sagte er: „Es tut mir leid, dass ich euch so eine schwere Zeit bereitet habe. Es tut mir weh, dass ich euch weh getan habe. Ich liebe euch alle. Ich bin bereit.“

Quelle:
https://www.texastribune.org/2019/09/25/texas-execution-robert-sparks/


Am 25. September 2019 will der US-Bundesstaat Texas Robert Sparks hinrichten. Sparks wurde wegen Mordes an Chare Agnew und ihrer beiden Söhne im Jahr 2007 zum Tode verurteilt. Seitdem befindet er sich im Todestrakt von Texas.

Robert Sparks war mit Chare Agnew verheiratet. Er war Stiefvater ihrer Kinder, zwei Mädchen im Alter von 12 und 14 Jahren, sowie zwei Jungen im Alter von 9 und 10 Jahren. Am 17. September 2007 erstach er seine Frau Chare und danach die beiden Jungen… weitere Details HIER… Dann stellte er sich der Polizei.

Bei seiner Verhaftung bat Sparks darum ihn auf Gift zu testen und stellte Blut von sich dafür zur Verfügung. Jedoch konnte das Labor, welches die Proben erhielt, den Test nicht durchführen. Es wurde kein Labor gefunden, das in der Lage war einen solchen Test zu machen. Sparks ging offensichtlich davon aus, dass seine Frau ihn vergiftet hatte.

Während der Verhandlung, in der er zum Tode verurteilt wurde, soll ein Gerichtsbeamter eine Krawatte getragen haben, auf der eine Spritze abgebildet war. Dies ist einer der Gründe warum derzeit noch ein Einspruch beim Obersten Gerichtshof der USA anhängig ist.

Laut Aussagen von Psychologen vor Gericht leidet Sparks an schizoaffektiven Störungen, sowie paranoiden Wahnvorstellungen und sogenannten „asozialen“ Störungen. Dies alles lässt seine Tat in einem anderen Licht erscheinen und wir werden das Gefühl nicht los, dass Robert Sparks eher in psychiatrische Behandlung gehört.

IHfL
Peter K.

Quellen: 
https://www.chron.com/news/houston-texas/houston/article/Execution-dates-set-for-two-more-Texas-death-row-14060202.php
https://www.theforgivenessfoundation.org/index.php/executions/scheduled-executions/5335-texas-inmate-robert-sparks-given-execution-date-of-september-25-2019
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/mercyinaction-robertsparks/index.html

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Nächste Exekution in Texas

Mark Anthony Soliz

Mark Soliz

Update 11.09.2019: Mark Soliz wurde wie vorgesehen hingerichtet. In seinen letzten Worten entschuldigte sich Mark Soliz für die Trauer die er verursacht habe. Er sei im Gefängnis ein anderer Mensch geworden und habe zu Gott gefunden.

Quellen:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/todesstrafe-in-den-usa-texas-laesst-verurteilten-moerder-mark-soliz-hinrichten-a-1286188.html
https://www.cbsnews.com/news/texas-execution-today-mark-anthony-soliz-killed-61-year-old-grandmother-eight-day-crime-spree-2019-09-10/


Am 10.Sept.2019 will der US-Bundesstaat Texas Mark Soliz (37) hinrichten. Er wurde wegen Mordes an Nancy Weatherly zum Tode verurteilt. Mark ist seit 7 Jahren im Todestrakt.

Mark Soliz hatte die Tat gemeinsam mit Jose Ramos begangen. Ramos wurde zu lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt und nicht zum Tode, er hatte sich für schuldig erklärt, für den Mord an Nancy Weatherly. Weitere Details siehe HIER.

Mark Soliz leidet an einer Behinderung – einer fetalen Alkoholspektrumstörung und dürfte allein schon aus diesem Grund nicht exekutiert werden. Das Berufungsgericht in Texas lehnte jedoch am 21.08.2019 einen Stopp der Hinrichtung ab.
Bei einer fetalen Alkoholspektrumstörung entstehen meist mehrere, irreversible psychische und physische Geburtsdefekte die zu einer Behinderung führen, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben.

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://www.theforgivenessfoundation.org/index.php/executions/scheduled-executions/5316-texas-gives-mark-soliz-execution-date-of-september-10-2019
https://www.chron.com/news/houston-texas/article/North-Texas-man-convicted-of-killing-Godley-woman-13811947.php
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/mercyinaction-marksoliz/index.html
https://flexikon.doccheck.com/de/Fetale_Alkoholspektrumstörung

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USA: Petition gegen Hinrichtungen auf Bundesebene

trump_mit_strick-klUS-Präsident Donald Trump ist bekanntermaßen ein Anhänger der Todesstrafe. Jetzt will sein Justizminister Barr auf Bundesebene wieder morden lassen. Zu den 29 US-Bundesstaaten, in denen es die Todesstrafe gibt (In 10 Staaten davon wird sie derzeit vollstreckt), sollen nun auch wieder Hinrichtungen auf Bundesebene kommen.

Bereits jetzt wurden insgesamt 5 Hinrichtungen von der Generalstaatsanwaltschaft festgelegt. Die erste Exekution soll schon am 09.12.2019 stattfinden!

Im Jahr 2014 hatte der US-Präsident Obama die Todesstrafe auf Bundesebene ausgesetzt. Dies wurde von vielen falsch interpretiert. Und so wurde Obama quasi als ein Mann des Fortschritts und des Friedens Weltweit angesehen. Ihm wurde sogar der Friedensnobelpreis im Jahr 2009 verliehen. Eine Tatsache die dem Ansehen des Friedensnobelpreises schweren Schaden zugefügt hat. Denn auch unter Obama führten die USA Weltweit Krieg und die Todesstrafe hatte er ja nicht wirklich abgeschafft. Sie wurde lediglich ausgesetzt, solange es keine Alternative Hinrichtungsmethode geben würde.

Zu dieser Zeit wurde in vielen US-Bundesstaaten mit den verschiedensten Giften experimentiert, mit schlimmsten Ergebnissen (siehe z.B. HIER). Dies geschah, weil die USA Probleme haben die tödlichen Drogen zu beschaffen, mit denen sie bis dahin mordeten. Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Das von Obama verfügte Moratorium sollte nur so lange gelten, bis ein alternatives Gift bereit stehen würde. In diesem Sinne führt nun also die Regierung Trump lediglich die Politik Obamas weiter, was die Todesstrafe betrifft.

Jetzt wollen die USA auf Bundesebene mit „Pentobarbital“ töten. So wie es z.B. in Texas geschieht. Davon sind nun 61 Menschen bedroht, die von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden. Dabei sollen die ersten 5 Hinrichtungen schon im Dezember und Januar stattfinden.

Schon vor dem Einzug ins Weiße Haus, äußerte sich Trump kritisch der Tatsache gegenüber, dass vom Bund verurteilte Mörder nicht schnell hingerichtet würden. Jetzt als Präsident der USA sagt er: „Für Leute, die so etwas tun, muss man wieder die Todesstrafe einführen….“. Er bezog sich dabei auf das Attentat auf jüdische Gläubige in einer Pittsburger Synagoge.

Obwohl in der Vergangenheit immer wieder Fehlurteile bekannt wurden, ist Trump ein Anhänger dieser martialischen und oft rassistischen Strafe.

Es wird Zeit, diesem System der Unmenschlichkeit die Rote Karte zu zeigen!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://actionnetwork.org/petitions/tell-trump-the-death-penalty-is-wrong
https://www.tagesschau.de/ausland/usa-todesstrafe-103.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Pentobarbital
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/unschuldig/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2015/05/19/clayton-lockett-die-grausamen-details-seiner-hinrichtung/

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