12. Exekution durch die Trump-Administration

Corey Johnson

Nachdem das Regime von Donald Trump die Bundesgefangene Lisa Montgomery hingerichtet hat, wurde nun der wegen mehrfachen Mordes verurteilte Corey Johnson (53) mittels Pentobarbital durch die Bundesjustiz exekutiert und dies obwohl Trumps Nachfolger Joe Biden die Todesstrafe ablehnt.

Vor der Hinrichtung versuchten seine Verteidiger mittels verschiedenen Anträgen die Exekution zu stoppen. Dabei betonten sie, dass ihr Mandat, nach den Gesetzen der USA, nicht hingerichtet werden dürfe, weil er lediglich einen IQ von 69 habe, er könne kaum lesen und schreiben. Auch befürchteten sie, dass er schreckliche Schmerzen erleiden würde, da die Lunge durch seine Covid-19 Erkrankung geschädigt sei.
Seine Exekution bezeichneten die Anwälte als „Einen schweren Verstoß gegen die Verfassung und die Bundesgesetze“.
Am Ende erlaubte der Supreme Court der USA jedoch die Hinrichtung.

Mit dieser Hinrichtung wurde unter der Präsidentschaft von Donald Trump die 12. Person hingerichtet. Trump, der als „Henkerpräsident der USA“ in die Geschichte eingehen wird, hat damit ein unvorstellbares Blutbad angerichtet. Er nimmt damit eine Sonderstellung unter den US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte ein. In einem beispiellosen Blutrausch hat Trump seit Juli 2020 diese 12 Menschen töten lassen.

Letzte Worte
Als einer der Henker nach seinen letzten Worten fragte, sagte Corey Johnson leise: „Nein, mir geht es gut“. Und dann einige Sekunden später: „Ich liebe dich“ und schaute auf einen Raum, der für seine Familienmitglieder bestimmt war.

Martin Luther King III erklärte: „Am Freitag wäre der 92. Geburtstag meines Vaters gewesen. Nichts könnte sein Vermächtnis mehr entwürdigen als diese Hinrichtungen“.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.nytimes.com/2021/01/15/us/corey-johnson-execution.html
https://www.tagesspiegel.de/politik/weiteres-todesurteil-in-den-usa-vollstreckt-siebenfacher-moerder-mit-giftspritze-hingerichtet/26819826.html
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pentobarbital

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Statement der Anwältin der hingerichteten Lisa Montgomery

Die Anwältin von Lisa Montgomery hat sich mit einer erschütternden Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt. Sie zeichnet ein Bild einer sich im Blutrausch befindenden Administration. Wir dokumentieren den kompletten Wortlaut ihrer Stellungnahme.

Im Folgenden die Erklärung von Lisa Montgomerys Anwältin, die sie letzte Nacht veröffentlicht hat:

„Der feige Blutrausch einer gescheiterten Verwaltung war heute Abend in vollem Umfang zu sehen. Jeder, der an der Hinrichtung von Lisa Montgomery teilnahm, sollte sich schämen. Niemand bestreitet, dass Mrs. Montgomery das Opfer von unsäglicher Folter und Sexhandel war. Niemand kann glaubhaft bestreiten, dass Mrs. Montgomery seit langem an einer schwächenden Geisteskrankheit leidet – diagnostiziert und erstmals behandelt von den eigenen Ärzten des Bureau of Prisons. Unsere Verfassung verbietet die Hinrichtung einer Person, die nicht in der Lage ist, ihre Hinrichtung rational zu verstehen. Die derzeitige Verwaltung weiß das. Und sie haben sie trotzdem getötet. Sie verletzte dabei die Verfassung, Bundesgesetze, ihre eigenen Vorschriften und langjährige Normen.

Die Regierung machte in ihrem Eifer, diese geschädigte und unter Wahnvorstellungen leidende Frau zu töten, vor nichts Halt. Nachdem wir, ihre Anwälte, uns auf unseren Reisen, um sie, nachdem ihre Hinrichtung geplant wurde, zu besuchen, mit COVID-19 angesteckt hatten, kämpfte die Regierung mit Zähnen und Klauen gegen jede Verzögerung, die uns erlauben würde uns zu erholen, damit wir sie effektiv vertreten konnten. Dann verletzten sie das Gesetz auf mehrfache Weise, indem sie ihre Hinrichtung für die letzten Tage der Trump-Administration neu ansetzten. Während die Gerichte sich einig waren, dass Lisas Fall wichtige rechtliche Fragen aufwarf, die ernsthaft geprüft werden sollten – einschließlich der Frage, ob sie für eine Hinrichtung geeignet war – hämmerte die Regierung mit Berufungen weiter.

Indem sie auf einer Hinrichtung während einer Pandemie bestand, demonstrierte diese Administration ihre rücksichtslose Missachtung des menschlichen Lebens unschuldiger Bürger. Exekutionen sind Superspreader-Events. Die Regierung weiß das. Dennoch setzen sie das Leben jeder einzelnen Person, die an diesen „Ereignissen“ teilnehmen muss, sowie das von Freunden, Familien, Nachbarn, Mitarbeitern und wer weiß wie vielen anderen Menschen dieser Personen aufs Spiel. Weil diese Administration so viel Angst hatte, dass die nächste das Leben über den Tod stellen könnte, haben sie das Leben und die Gesundheit der US-Bürger in große Gefahr gebracht. Inmitten all dieser Rechtsstreitigkeiten blieb Lisas Gnadengesuch vor Präsident Trump bestehen. Es wurde von Tausenden von Organisationen und Einzelpersonen unterstützt – von Glaubensführern, Anti-Gewalt-Befürwortern, konservativen Führern, internationalen Organisationen und vielen mehr. Aber der Präsident tat nichts. Er hatte nicht einmal den Anstand, Lisas Gnadengesuch formell abzulehnen – oder auch nur zur Kenntnis zu nehmen -, obwohl es schwer vorstellbar ist, dass es einen Fall gibt, der ein Eingreifen der Exekutive mehr verdient hätte als dieser.

Die Hinrichtung von Lisa Montgomery war weit entfernt von Gerechtigkeit. Sie hätte von vornherein nicht zum Tode verurteilt werden dürfen, da keine andere Frau für ein ähnliches Verbrechen hingerichtet worden ist. Und Lisa war viel mehr als das tragische Verbrechen, das sie begangen hat, ein Verbrechen, für das sie tiefe Reue empfand, bevor sie in den Tagen vor ihrer Hinrichtung jeden Bezug zur Realität verlor. Lisa war auch viel mehr als die Schrecken, die ihr zugefügt wurden, die sexuelle Gewalt und der Missbrauch, den sie durch die Hände derer erlitt, die sie eigentlich lieben, pflegen und beschützen sollten.

Lisa war eine liebevolle Mutter, Großmutter und Schwester, die ihre Familie anbetete. Sie war eine gläubige Christin, die Weihnachten liebte und wunderschöne Engel für diejenigen schuf, die das Glück hatten, ihre Geschenke zu bekommen. Lisa war oft im Gefängnis ihres Verstandes gefangen und verlor für einige Zeit den Bezug zur Realität. Aber wenn sie nicht von der Psychose gepackt wurde, war sie eine sanfte und fürsorgliche Person, die zu kennen und zu vertreten mir eine Ehre war.

Lisa Nouri, Amy Harwell und ich vertraten Mrs. Montgomery acht Jahre lang. Wir liebten sie sehr und sie liebte uns. Sie ehrte uns mit ihrer Wahrheit und vertraute uns, sie auf eine Weise zu teilen, die nicht nur ihre Geschichte erzählte, sondern die auch anderen Frauen helfen konnte.

Auch wenn Präsident Trump nicht der Held sein konnte, um den wir ihn gebeten haben, sind wir hier, um jeder Frau und jedem Mädchen zu sagen, die Opfer von Gewalt und Erniedrigung geworden sind: Du bist wichtig. Dein Schmerz zählt. Du bist mehr als ein Opfer. Du hast überlebt. Lass dich von niemandem demütigen oder beschämen. Sie verdienen es, geliebt zu werden.

In der vergangenen Woche haben wir gesehen, wie weit Präsident Trump und seine Regierung in ihrer Verachtung für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit gehen werden. Diese gescheiterte Regierung reiht sich in die lange Liste von Menschen und Institutionen ein, die Lisa im Stich gelassen haben.

Wir sollten die Hinrichtung von Lisa Montgomery als das erkennen, was sie war: die bösartige, unrechtmäßige und unnötige Ausübung autoritärer Macht. Wir dürfen nicht zulassen, dass dies noch einmal geschieht.

-Kelley Henry, Anwalt von Lisa Montgomery
-Januar 13, 2021

Übersetzung: Peter K.
Weiter unten geben wir den Originaltext in Englischer Sprache wieder…

Bösartige, unrechtmäßige und unnötige Ausübung autoritärer Macht.
Genau das ist es, wenn ein System die Todesstrafe ausführt. Wobei sich hinter dem Wort „System“ real existierende Menschen verstecken. Jeder trägt mit seinem Handeln dazu bei das System der Todesstrafe am laufen zu halten. Legaler, blutrünstiger Mord, dem meist Jahrzehnte der Folter vorausgehen. Im Bewusstsein getötet zu werden müssen die Opfer dieser archaischen Justiz und Politik Jahrzehnte in kleinen Einzelzellen ausharren. Erkranken zunehmend durch die mangelnde Bewegung, Kommunikation und extrem schlechte Ernährung und dies bei minimalster medizinischer Versorgung. Ihre einzige Aufgabe ist, sich für den Tag ihrer Ermordung bereit zu halten und sich unterzuordnen… Wir können für dieses unmenschliche System der Todesstrafe in den USA nur ein Wort finden: Sadismus! – Das ganze Prozedere dient der Befriedigung niederster Bedürfnisse und der Ausübung von Macht.
Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass selbst die angekündigte Einstellung der Hinrichtungen durch den neuen Präsidenten am 20. Januar nur die Hinrichtungen durch die Bundesjustiz betreffen wird.
Und so macht sich bereits der US-Bundesstaat Texas bereits am 21. Januar bereit Blaine Milam hinzurichten.

Der Kampf geht weiter – gegen Unterdrückung und Todesstrafe!

IHfL
Peter K.

Originaltext der Erklärung von Lisa Montgomerys Anwältin:

„The craven bloodlust of a failed administration was on full display tonight. Everyone who participated in the execution of Lisa Montgomery should feel shame. No one disagrees that Mrs. Montgomery was the victim of unspeakable torture and sex trafficking. No one can credibly dispute Mrs. Montgomery’s longstanding debilitating mental disease – diagnosed and treated for the first time by the Bureau of Prisons‘ own doctors. Our Constitution forbids the execution of a person who is unable to rationally understand her execution. The current administration knows this. And they killed her anyway. Violating the Constitution, federal law, its own regulations, and longstanding norms along the way.

The government stopped at nothing in its zeal to kill this damaged and delusional woman. After we, her attorneys, contracted COVID-19 during our travels to visit her after her execution was scheduled, the government fought tooth and nail against any delay to allow us to recover so we could represent her effectively. Then they violated the law in multiple ways in rescheduling her execution for the final days of the Trump Administration. As courts agreed Lisa’s case presented important legal issues warranting serious consideration – including whether she was competent to execute – the government hammered onward with appeals.

By insisting on an execution during a pandemic, this administration demonstrated its reckless disregard for human life of innocent citizens. Executions are super-spreader events. The government knows this. Yet, they put the lives of every single person who must participate in these “events” as well as every one of those persons‘ friends, families, neighbors, co-workers, and who knows how many other people. Because this administration was so afraid that the next one might choose Life over Death, they put the lives and health of US citizens in grave danger. In the midst of all this litigation, Lisa’s request for clemency remained before President Trump. It was supported by thousands of organizations and individuals – faith leaders, anti-violence advocates, conservative leaders, international organizations, and many more. But the President did nothing. He had not even the decency to formally deny – or even acknowledge – Lisa’s clemency application, though it is hard to imagine a case more deserving of executive intervention than this one.

Lisa Montgomery’s execution was far from justice. She should never have faced a death sentence in the first place, as no other woman has faced execution for a similar crime. And Lisa was much more than the tragic crime she committed, a crime for which she felt deep remorse before she lost all touch with reality in the days before her execution. Lisa was also much more than the horrors inflicted upon her, the sexual violence and abuse she endured at the hands of those who were supposed to love, nurture, and protect her.

Lisa was a loving mother, grandmother, and sister who adored her family. She was a devout Christian who loved Christmas and created beautiful angels for those lucky enough to receive her gifts. Lisa often became trapped in the prison of her mind, losing touch with reality for periods of time. But when not gripped by psychosis, she was a gentle and caring person whom I was honored to know and to represent.

Lisa Nouri, Amy Harwell and I represented Mrs. Montgomery for eight years. We loved her very much and she loved us. She honored us with her truth and trusted us to share it in a way that not only told her story, but that could help other women.

Even though President Trump could not be the hero we asked him to be, we are here to say to every woman and girl who has been the victim of violence and degradation: You matter. Your pain matters. You are more than a victim. You are a survivor. Do not let anyone humiliate or shame you. You deserve to be loved.

In the past week, we have seen just how far President Trump and his administration will go in their disdain for justice and the rule of law. This failed government adds itself to the long list of people and institutions who failed Lisa.

We should recognize Lisa Montgomery’s execution for what it was: the vicious, unlawful, and unnecessary exercise of authoritarian power. We cannot let this happen again.

-Kelley Henry, attorney for Lisa Montgomery
-January 13, 2021″

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Lisa Montgomery hingerichtet

Lisa Montgomery

Die Trump-Administration fährt mit ihren Hinrichtungen weiter fort. Gegen 6:31 Uhr (GMT) wurde Lisa Montgomery für Tot erklärt, nachdem sie eine tödliche Injektion erhalten hatte. Seit fast 70 Jahren wurde durch die Bundesjustiz keine Frau mehr in den USA hingerichtet.

Menschenverachtender „Höhepunkt“
Die Hinrichtung einer Frau ist zunächst der „Höhepunkt“ der menschenverachtenden Politik von Donald Trump. Er wird als „Präsident der Henker“ in die Geschichte der USA eingehen. Mittlerweile hat seine Bundesjustiz 11 Menschen exekutiert.

Urteil Umstritten
Das Todesurteil gegen Lisa Montgomery war höchst umstritten, da erheblicher Zweifel an ihrem Geisteszustand bestanden haben. Darum hatte ein Gericht in Indiana die Vollstreckung des Urteils zunächst gestoppt. Der Oberste Gerichthof der USA hatte dann jedoch in letzter Minute den Hinrichtungsaufschub aufgehoben.

Lisa Montgomery hatte 2004 eine Frau, die im 8. Monat Schwanger war getötet und ihr Kind aus dem Bauch herausgeschnitten. Das Kind überlebte und als es bei ihr gefunden wurde, behauptete sie zunächst sie hätte dieses Kind selbst geboren.

Offensichtlich die Tat einer geistig sehr kranken Frau. Sicher – eine schreckliche Tat, aber es ist kaum anzunehmen, dass Lisa Montgomery wirklich in der Lage war die volle Verantwortung für ihr Handeln zu tragen. Ein so kranker Mensch gehört in ein Krankenhaus und nicht in ein Gefängnis, geschweige denn in den Todesstrakt!

Keine letzten Worte
Auf die Frage, ob sie letzte Worte sagen möchte, antwortete Lisa Montgomery mit „NO“ und schwieg…

Noch zwei Hinrichtungen durch den Bund
Bis zum Ende der Amtszeit von Donald Trump am 20. Januar 2021 sollen noch zwei Menschen durch seine Bundesjustiz sterben. (siehe hier) – Danach will Joe Biden, nach seinem eigenen Bekunden, weitere Hinrichtungen durch den Bund nicht zulassen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.bbc.com/news/world-us-canada-55642177
https://www.tagesspiegel.de/politik/zum-tode-verurteilte-moerderin-lisa-montgomery-in-den-usa-hingerichtet/26793332.html

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Todescountdown der Trump-Administration

Donald Trump, der als „Präsident des Grauens“ in die Geschichte der USA eingehen wird, macht seinem historischen Namen „alle Ehre“. Kurz vor dem Ende seiner Herrschaft will er noch 3 Menschen aus dem Bundesstaatlichen Todestrakt hinrichten lassen. Am 12. Januar 2021 soll bereits eine Frau sterben, gefolgt von zwei Männern am 14. und 15. Januar.

Indem Trump seine Anhänger zu einem Sturm auf das Capitol anstachelte, versuchte er damit quasi einen faschistischen Putsch zu realisieren, der jedoch zunächst gescheitert ist. Dennoch sollen noch 3 Menschen für diesen machtbesessenen Oligarchen sterben – und dies in den letzten Momenten seiner Präsidentschaft.

Begnadigt Trump sich selbst?
Dabei war er gerne bereit ihm Nahestehende zu begnadigen, sein Ex-Wahlkampfberater Papadopoulos, vier Veteranen und zwei ehemalige Abgeordnete sind darunter. Aber es kommt noch besser! – Trump spricht davon, sich selbst zu begnadigen, wie der ORF berichtet. Dies ist auch kein Wunder, da es für ihn juristisch „sehr ungemütlich“ werden kann, nach seiner Präsidentschaft. Dabei könnte er rechtliche Schwierigkeiten bekommen, wegen Verstößen gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung, Justizbehinderung und Bestechlichkeit… Mal ganz abgesehen von seiner Anstachelung zu der Erstürmung des Capitols…

Bis zum voraussichtlichen Ende der Amtszeit Trumps sollen noch drei Bundeshinrichtungen vollzogen werden:

  • 12. Januar 2021 – Lisa Montgomery
  • 14. Januar 2021 – Cory Johnson
  • 15. Januar 2021 – Dustin Higgs

Erhebt Eure Stimme gegen diese Hinrichtungen!
Hier einige Möglichkeiten:

Petition gegen die drei Hinrichtungen:
https://actionnetwork.org/petitions/president-trump-please-stop-the-federal-executions/
https://actionnetwork.org/petitions/mr-rosen-you-have-the-power-rescind-the-death-warrants
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/vereinigte-staaten-von-amerika-erste-von-fuenf-hinrichtungen-am-1012-2020

Petitionen für Lisa Montgomery:
https://nodeathpenalty.santegidio.org/en/appeals/lisa-montgomery/
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/lisamontgomery-trumpbarraction/index.html

Petition für Cory Johnson:
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/dustinhiggs-trumpbarraction/index.html

Petition für Dustin Higgs:
https://catholicsmobilizing.salsalabs.org/coreyjohnson-trumpbarractioncopy1/index.html

Menschenverachtung
Die Hinrichtungen durch die Bundesregierung der USA sind die Fortsetzung einer Politik der Menschenverachtung, mit der die USA und ihre Verbündeten die Welt terrorisieren. Die USA führen Krieg mit Waffen in vielen Teilen der Erde, sie führen einen erbarmungslosen Krieg mittels kapitalistischer Ausbeutung der Welt und am Ende ebenso Krieg gegen Einzelne, durch die Todesstrafe, wobei oft rassistische Motive eine Rolle spielen. So machen Schwarze Erwachsene lediglich 12% der Bevölkerung der USA aus, aber 33% der Gefangenen.

Unmenschliches Regime
Die Demokratie und Menschlichkeit scheint in den USA am Ende zu sein. Am Ende einer schrecklichen Entwicklung. Trumps Vorgänger Barrack Obama hat die Welt mittels Drohnen und Kriegen terrorisiert und nun sind bereits 10 Menschen durch den Bund der USA hingerichtet worden. Mehr als bei allen Vorgängern Donald Trumps zusammen, seit 1963.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.tagesschau.de/ausland/kapitol-gestuermt-119.html
https://www.tagesschau.de/ausland/trump-begnadigungen-105.html
https://www.dw.com/de/historische-ungerechtigkeit-schwarze-h%C3%A4ftlinge-in-den-usa/a-53876975
https://orf.at/stories/3196462/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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Alabama: Willie Smiths geplante Hinrichtung

Udate 11.02.2021:
Willie Smith wurde ein Hinrichtungsaufenthalt bis zum Dienstag, den 16.02.2021 durch das Bundegericht gewährt um seine anhängigen Anträge zu prüfen.
Es ist davon auszugehen, dass der Bundesstaat Alabama versuchen wird gegen diese Entscheidung vorzugehen.

Quelle:
https://www.cbsnews.com/news/willie-b-smith-alabama-trying-first-state-execution-federal-court-blocking/

——————————-

Willie Smith

Ursprünglicher Artikel:

Der US-Bundesstaat Alabama beabsichtigt am 11. Februar 2021 den wegen Mordes vor fast 30 Jahren verurteilten Willie Smith (51) hinzurichten. Im hier veröffentlichten Gastbeitrag äußert sich eine Brieffreundin über Willie und was der Exekutionstermin für sie bedeutet.

Im Jahr 1992 wurde Willie Smith wegen Mordes an Sharma Ruth Johnson (22) verurteilt. Gemeinsam mit zwei anderen Männern haben sie die Bankkarte ihres Opfers gestohlen und Geld an einem Geldautomaten abgehoben. Smith leugnet nicht, die Tat begangen zu haben.

Im Folgenden ein Gastbeitrag seiner Brieffreundin Sabine (der vollständige Name ist der Redaktion bekannt):

2007 habe ich Willie Smith das erste Mal geschrieben. Er suchte damals über die ‚Initiative gegen die Todesstrafe‘ eine Brieffreundschaft. Ich schrieb zu diesem Zeitpunkt bereits mit Anthony aus Texas, konnte mir eine weitere Freundschaft zu jemandem im Todestrakt vorstellen. Es wurde ein intensiver Austausch. Willie leugnete nie seine Schuld an dem Raubmord, dessen er angeklagt wurde. Er bereute zutiefst, empfand jedoch auch, dass er inzwischen ein anderer Mensch geworden war. Er kam im Gefängnis zum Glauben, wurde Christ, empfand das Todesurteil als Weigerung der Justiz, diese Veränderung wahrzunehmen und anzuerkennen. Immer wieder schrieb er, Gott werde seine Hinrichtung nicht zulassen. Ja, er rechnete sogar damit, noch einmal frei zu kommen. Vorsichtig versuchte ich ihm zu vermitteln, dass es auch möglich wäre, dass Gott eine Hinrichtung zulassen würde. Unsere Korrespondenz beschäftigte sich immer wieder mit der Frage, inwieweit Gott seine Kinder vor Leid bewahrt oder auch nicht. Willie wollte unbedingt an ein Happy End glauben.
Während der Jahre unserer Brieffreundschaft gab es zwei Frauen in Willies Leben: Dunja, eine Deutsche, die ihn für eine gewisse Zeit einmal im Monat besuchte. Schließlich endete diese Liebe. Eine amerikanische Frau kam in Willies Leben, heiratete ihn, lebte aber mit einem anderen Mann zusammen. Das verletzte Willie, der sich so sehr eine ’normale‘ Ehe wünschte. Es war immer wieder der Wunsch, dass alles gut werden sollte, der in Willies Briefen deutlich wurde. Ich versuchte immer wieder ihn in die Realität zurückzuholen. Er bezeichnete mich als ‚seine kleine Schwester‘. Im Sommer 2014 hatten mein Mann und ich die Möglichkeit Willie im Todestrakt von Alabama zu besuchen. Das Personal war unfreundlich, aber wir durften uns umarmen. Wir saßen an einem Tisch im Besucherraum, umstellt von Wärtern mit Maschinengewehren. Ein paar andere Gefangene saßen mit ihrem Besuch ebenfalls in diesem Raum. Es war besonders, Willie persönlich gegenüber zu sitzen. Ich erinnere mich, dass Willie uns beim Abschied bat, ihm Fotos von Essen zu schicken.
Seit etwa einem Jahr hat Willie nun nicht mehr geschrieben. Vielleicht waren ihm meine Versuche, ihn damit zu konfrontieren, dass Gott auch für Christen (leider) nicht das Leid aus der Welt räumt und nicht alles nach Wunsch löst, zu anstrengend. Trotzdem habe ich beinahe täglich an Willie gedacht und es war ein Schock, im Internet zu sehen, dass Willie einen Hinrichtungstermin hat. Noch einmal habe ich einen Brief losgeschickt und würde mir sehr wünschen, dass er antwortet.
Obwohl ich so lange nichts von Willie gehört habe, und der Termin auch nicht überraschend kommt, trifft mich das Ganze tief. Willie bedeutet mir noch immer sehr viel. Die Vorstellung, dass er umgebracht werden soll, ich dies weiß, aber nichts tun kann, löst bei mir ein Gefühlschaos aus.
Sabine

Seit fast 30 Jahren wartet Willie Smith nun schon auf seine Hinrichtung.
Typisch für die USA ist, dass diese Verurteilten jahrzehntelang misshandelt werden, mit dem Wissen um ihre Hinrichtung und den Umständen in den Todestrakten. Dabei wird oft das schwere Leid vergessen, dass dies auch für die Menschen bedeutet die den Gefangenen nahestehen. Welchen Sinn macht es, Menschen so leiden zu lassen? – Das Opfer wird dadurch nicht mehr lebendig. Aber durch das staatliche Verbrechen der Todesstrafe werden neue Opfer produziert. Menschen die teils schwer traumatisiert werden, weil der von ihnen geliebte Mensch hingerichtet wird. Jahrzehntelang bangen diese Menschen um das Leben des Verurteilten um am Ende seine Hinrichtung zu erleben… Dies ist eine Form von Grausamkeit, die nur durch die konsequente Abschaffung der Todesstrafe verhindert werden kann.

Wir danken Sabine für ihren Gastbeitrag und bitten die Leser dieses Artikels die folgende Petition für Willie zu unterschreiben.

IHfL
Peter K.

Quelle:
https://www.al.com/news/birmingham/2020/12/alabama-death-row-inmate-willie-b-smith-iiis-execution-set-for-feb-11.html

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Lancelot Armstrong Kalender 2021

Wie jedes Jahr ein kleines Weihnachtsgeschenk für unsere Leser: Der Lancelot-Armstrong-Kalender 2020 mit einem seiner Gemälde zum ausdrucken. (Der Ausdruck wird auf DinA4 Papier empfohlen. Am besten Fotopapier).

Die PDF-Druckvorlage kann < hier > geladen werden

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein paar schöne Festtage und ein hoffnungsvolles Jahr 2021.

IHfL
Peter K.

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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US-Bundesgefangener Alfred Bourgeois hingerichtet

Alfred Bourgeois

Mit Alfred Bourgeois (56) hat Donald Trump und sein Regime den 10. Bundesgefangenen in diesem Jahr, mittels tödlicher Injektion, exekutiert. Bourgeois war wegen Mordes im Jahr 2002 zum Tode verurteilt worden.

Laut seiner Anwälte hätte ihr Mandant nicht hingerichtet werden dürfen, da er lediglich einen Intelligenzquotienten von 70 habe. Eine Exekution von geistig Behinderten ist laut Gesetz in den USA verboten. Dennoch weigerte sich der Supreme-Court der USA mit 7 zu 2 Stimmen einem entsprechenden Antrag auf Aufschub stattzugeben.

Letzte Worte
Alfred Bourgeois soll seine 2 jährige Tochter getötet haben. In seinen letzten Worten wehrte er sich gegen diese Anschuldigung. Er habe seine Tochter nicht misshandelt und getötet: „Ich bitte Gott, all jenen zu vergeben, die gegen mich aufgetragen und intrigiert haben und falsche Beweise legten… Ich habe dieses Verbrechen nicht begangen.“

Entlastende Beweise nicht vorgelegt
Die Jury, die ihn zum Tode verurteilte, erfuhr nie von seiner geistigen Behinderung, weil die Anwälte entsprechende Beweise nicht vorlegten, obwohl sie ihnen zur Verfügung standen. Dies teilte sein Anwalt Victor Abreau mit.

Blutiges „Geschäft“
Mit dieser 10. Exekution hat sich Donald Trump in diesem Jahr den Titel „Henkerpräsident der USA“ mehr als „verdient“. Obwohl sein Nachfolger Joe Biden verkündet hat, keine Hinrichtungen zu erlauben, erledigt Trump noch schnell sein blutiges „Geschäft“. Dabei macht er nicht einmal vor geistig Behinderten halt.
Auch im Januar will er noch kurz vor seinem Machtverlust 3 Menschen exekutieren lassen. Diese Gnadenlosigkeit sollte eigentlich all seinen Anhängern die Schamesröte ins Gesicht zaubern… Jedoch darf nicht vergessen werden, dass ein Großteil dieses martialischen Mops hinter ihrem gnadenlosen Präsidenten steht.

Was bleibt, ist Erschütterung über ein verkommenes, kapitalistisches und imperialistisches Ausbeutungssystem, das in der Welt so viel Unheil angerichtet hat und selbst im eigenen Land eine Blutspur nach sich zieht. Dabei ist oft Rassismus eine der wesentliche Motivationen.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2020/12/11/politics/alfred-bourgeois-execution/index.html
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_89110280/usa-us-behoerde-vollstreckt-hinrichtung-schwarzer-mit-giftspritze-getoetet.html

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

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US-Bundesgefangener Brandon Bernard hingerichtet

Brandon Bernard

Donald Trump und sein Regime lassen weiter Gefangene töten. In der vergangenen Nacht ist Brandon Bernard, mittels tödlicher Injektion von Pentobarbital, durch die Bundesjustiz der USA exekutiert worden.

Gleich einem letzten Aufbäumen gegen den Verlust der Macht, lässt der abgewählte US-Präsident Donald Trump, bis zum Schluss seiner Amtszeit Blut fließen. Und dies, obwohl sein Nachfolger Joe Biden verkündet hat, dass in seiner Amtszeit keine Hinrichtungen durch die Bundesjustiz der USA vollzogen werden sollen!

TV-Star Kim Kardashian übt öffentlich Kritik
Brandon Bernard war im Alter von 18 Jahren Mitglied einer Bande und wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt, trotz seines jugendlichen Alters. Kim Kardashian, die Brandon Bernard unterstützte, schrieb am Donnerstag per Twitter: „Es ist der Tag der Menschenrechte, und hier in den Vereinigten Staaten richten wir jemanden hin, der zum Zeitpunkt des Verbrechens 18 war, nicht der Schütze war und sich rehabilitiert hat. So beschämend.“

Empfehlungen für Lebenslängliche Strafe ignoriert
Ehemalige Mitglieder der Jury, die Bernard damals zum Tode verurteilten, sprachen sich mittlerweile gegen seine Exekution aus.
Auch soll der US-Gnadenausschuss Donald Trump eine Umwandlung des Todesurteils in eine Lebenslängliche Strafe empfohlen haben. Aber auch dies konnte Trump nicht erweichen.

Brandon Bernards letzte Worte
In seinen letzten Worten sagte er, in dem er den Kopf hob und zum Fenster des Zeugenraumes sah: „Es tut mir leid… Das sind die einzigen Worte, die ich sagen kann, die vollständig erfassen, wie ich mich jetzt fühle und wie ich mich an diesem Tag fühlte… Ich wünschte, ich könnte alles rückgängig machen, aber ich kann nicht…“.
Brandon sprach ca. 3 Minuten lang. Er habe lange auf eine Gelegenheit gewartet, um der Opferfamilie sagen zu können, wie leid es ihm tue… Nicht nur für die Opferfamilie, sondern auch für die Schmerzen, die er seiner eigenen Familie bereitet habe.

„Henkerpräsident der USA“
Donald Trump wird wohl als „Henkerpräsident der USA“ in die Geschichte eingehen, denn er hat in diesem Jahr schon 9 Menschen hinrichten lassen – mehr als alle seine Vorgänger seit vielen Jahrzehnten – und bis zum Ende seiner Amtszeit sollen noch weitere 4 Menschen folgen (siehe: Regime des Grauens).

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.brandon-bernard-mit-giftspritze-getoetet-us-regierung-laesst-vor-trump-abloesung-erneut-haeftling-hinrichten.53bb4dea-6fb7-4f1c-9c68-30138aeb7f96.html
https://www.ctvnews.ca/world/texas-man-s-final-words-before-execution-i-m-sorry-1.5226637
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/12/03/regime-des-grauens/
https://de.wikipedia.org/wiki/Pentobarbital

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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Regime des Grauens

Der US-Präsident Donald Trump wird als „Präsident des Grauens“ in die Geschichte der USA eingehen. Treibt er doch bis zuletzt sein blutiges Rache-Spiel in der Rechtsgeschichte. Nachdem er bereits 8 Bundesgefangene hat exekutieren lassen, stehen nun weitere 5 Menschen auf der Todesliste des Oligarchen.

Rassismus und Krieg
Das dies möglich ist und bis jetzt keine der 8 Exekutionen gestoppt werden konnten, zeigt die Verkommenheit eines auf Ausbeutung des Menschen durch den Menschen basierenden Systems, welches auf der Basis von Völkermord entstand und bis heute den Rassismus nicht besiegen konnte. Dabei scheint der „Weltpolizist USA“, der offensichtlich ohne Kriege nicht existieren kann und dabei Morde, oft mittels feigen Drohnenangriffen, begeht, kein Ende zu finden. Drohnenangriffe die ohne die Deutsche Zentrale in Ramstein nicht möglich wären, was vor kurzem vom Bundesverwaltungsgericht ausdrücklich erlaubt wurde.
Im Angesicht der Grausamkeit des Vorgehens Trumps, auch gegen die zum Tode verurteilten Bundesgefangenen, dürfen wir die Verantwortung der Bundesregierung der BRD am Tod vieler Menschen durch die imperialistischen Angriffe der USA mittels Drohnen nicht vergessen! – Eine deutsche Bundesregierung, die also nicht nur erlaubt todbringende Waffen zu exportieren, sondern die akzeptiert, dass von Deutschen Boden blutiger Krieg ausgeht!

Menschenverachtung
Die Hinrichtungen durch die Bundesregierung der USA sind die Fortsetzung einer Politik der Menschenverachtung, mit der die USA und ihre Verbündeten die Welt terrorisieren. Die USA führen Krieg mit Waffen in vielen Teilen der Welt, sie führen einen erbarmungslosen Krieg mittels ihrer kapitalistischen Ausbeutung der Welt und am Ende ebenso Krieg gegen Einzelne, durch die Todesstrafe, wobei oft rassistische Motive eine Rolle spielen. So machen Schwarze Erwachsene lediglich 12% der Bevölkerung der USA aus, aber 33% der Gefangenen.

Bis zum voraussichtlichen Ende der Amtszeit Trumps sollen derzeit fünf Bundeshinrichtungen vollzogen werden:

  • 10. Dezember 2020 – Brandon Bernard
  • 11. Dezember 2020 – Alfred Bourgeois
  • 12. Januar 2021 – Lisa Montgomery
  • 14. Januar 2021 – Cory Johnson
  • 15. Januar 2021 – Dustin Higgs

Erhebt Eure Stimme gegen diese Hinrichtungen!
Hier einige Möglichkeiten:

Death Penalty Action:
https://actionnetwork.org/petitions/president-trump-please-stop-the-federal-executions/

Amnesty International:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/vereinigte-staaten-von-amerika-erste-von-fuenf-hinrichtungen-am-1012-2020

Aktion für Brandon Bernard:
https://www.helpsavebrandon.com/send-a-letter-to-president-trump

Aktionen für Lisa Montgomery:
https://sign.moveon.org/petitions/tell-president-trump-to-stop-the-execution-of-lisa-montgomery
https://nodeathpenalty.santegidio.org/en/appeals/lisa-montgomery/

IHfL
Peter K.

Quellen:
http://deathpenaltyaction.org/federal-death-penalty
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/usa-duerfen-drohnenangriffe-ueber-ramstein-steuern-17070985.html
https://www.dw.com/de/historische-ungerechtigkeit-schwarze-h%C3%A4ftlinge-in-den-usa/a-53876975
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten

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Hinrichtung in South Carolina am 4. Dezember

Update: Die Hinrichtung von Richard Moore wurde ausgesetzt. Begründung: Der Oberste Gerichtshof des Staates South Carolina hat die geplante Hinrichtung am Freitag gestoppt, da Staatsbeamte erklärten, dass sie nicht über die nötigen Drogen verfügen.

Orginal Urteil des Obersten Gerichtshofes: https://files.deathpenaltyinfo.org/documents/State-v-Moore-SCSC-Stay-Order-2020-11-30.pdf

Quelle: https://apnews.com/article/south-carolina-courts-executions-931bae9dd612fe341f3c09b0bcd8ff91

Ursprünglicher Artikel:


Richard Moore

Der US-Bundesstaat South Carolina will am 4.12.2020 Richard Moore hinrichten. Der Verurteilte soll bis Freitag entscheiden, wie er hingerichtet wird. Dabei kann er zwischen einer tödlichen Injektion oder dem elektrischen Stuhl wählen.

Richard Moore wurde wegen der Ermordung eines Supermarkt-Angestellten im Jahr 1999 zum Tode verurteilt. Jedoch hat South Carolina derzeit eigentlich kein tödliches Gift mehr zur Verfügung, da die letzte Dosis 2013 abgelaufen ist. Sollte Moore keine Entscheidung treffen, wäre die tödliche Injektion die Standardauswahl.

„Unternehmen werden Hinrichtungsmedikamente erst nach South Carolina verkaufen, wenn unser Landesgesetz geändert wurde, um ihre Identität vor Aktivisten gegen die Todesstrafe zu schützen…„, so Chrysti Shain, Kommunikationsdirektorin des South Department of Corrections. Ein solches „Schutzgesetz“ würde dem Staat die Möglichkeit geben, Lieferanten effektiv Anonymität zu garantieren.

Die Anwälte Moores haben beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates einen Aufschub der Hinrichtung beantragt. South Carolina versuche, die Hinrichtung unter einem „Schleier der Geheimhaltung inmitten einer globalen Pandemie“ durchzuführen.

In einer Erklärung sagen die Anwälte von Richard Moore (Lindsey Vann, Hannah Freedman und John Blume): „Das Justizministerium von South Carolina weigert sich, Informationen darüber zu veröffentlichen, wie die Hinrichtung durchgeführt werden soll – von der Art und Quelle der tödlichen Injektionspräparate bis zum Status und der Prüfung des elektrischen Stuhls -, was das Risiko einer qualvollen Hinrichtung birgt…“.
Sie erwähnten auch die Tatsache, dass andere Staaten wie z.B. Texas und Tennessee die Hinrichtungen verschoben haben, um das Risiko einzuschränken, die Krankheit Covid-19 zu verbreiten.

Mit welchen Mitteln South Caronlina am 4. Dezember Richard Moore exekutieren will ist derzeit vollkommen unklar. Sollte der Staat auf die abgelaufenen Medikamente dabei zurückgreifen ist zu befürchten, dass der Verurteilte große Schmerzen erleiden muss. Es könnte zu einer Katastrophe kommen!

Kontaktinformationen des Gouverneur Herny McMaster:

Twitter: https://twitter.com/henrymcmaster

Anschrift: 1205 Pendleton Street Columbia, SC 29201

Tel: 803/734-2100

Fax: 803/734-5167

Derzeit ist uns keine Petition für Richard Moore bekannt. Sollten wir in den nächsten Tagen eine Aktion in Erfahrung bringen, werden wir den Link an dieser Stelle veröffentlichen.
Entsprechende Hinweise über Aktionen bitte an unsere Mailadresse:
<Hier geht es zur E-Mailadresse>

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2020/11/20/us/execution-date-set-for-inmate-but-drugs-unavailable/index.html
https://deathpenaltyinfo.org/news/south-carolina-seeks-to-execute-richard-moore-december-4-but-wont-say-how

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