Alabama: Hinrichtung von Joe Nathan James für 28. Juli geplant

Der wegen Mordes an seiner ehemaligen Freundin Faith Hall zum Tode verurteilte Joe Nathan James (49) soll am 28.07.2022 in Alabama hingerichtet werden. Ein Bundesrichter hat jetzt einen Antrag auf Hinrichtungsaufschub abgelehnt.

Auch jetzt liegen noch zwei weitere Klagen auf eine einstweilige Verfügung vor, um die Exekution zu verhindern. Der stellvertretende Gerichtsschreiber Kit Ekman sagte, dass es immer noch theoretisch möglich sei, dass diese beiden Klagen erfolgreich sind. Ekman sagte am 13.07.2022: „Natürlich hat er Berufungsrechte, und er hat das Recht, die Angelegenheit in den über zwei Wochen, die ihm noch verbleiben, vor dem Berufungsgericht des 11. Kreises vorzubringen… Das Hinrichtungsdatum ist auf den 28. Juli festgelegt; heute ist der 13. Nicht viel Zeit.“

Joe Nathan James soll am 15. August 1994 in das Haus von Faith Hall in Birmingham eingedrungen sein. Er beschuldigte sie der Untreue und erschoss sie. Hall starb an mehreren Schusswunden. Nach mittlerweile 28 Jahren soll Joe Nathan James durch eine tödliche Injektion sterben.

Laut DeathPenaltyAction bestehen mehrere Gründe, warum diese Exekution nicht ausgeführt werden darf:

  1. Die Familie von Faith Hall widersetzt sich der Hinrichtung
  2. Joe Nathan James hat in der Schuld- und Strafphase ineffektive anwaltliche Unterstützung erfahren.
  3. Joe Nathan James hat psychische Probleme, die nie angesprochen wurden.
  4. Alabama verschweigt das Verfallsdatum der Hinrichtungsdrogen.
  5. Alabama versäumt es, die Quelle seiner Hinrichtungsdrogen preiszugeben.
  6. Alabama verwendet immer noch eine Hinrichtungsmethode mit Drogen, die von einigen Staaten als verfassungswidrig und ethisch und moralisch falsch angesehen wird.
  7. Alabama sollte alle Hinrichtungen verschieben, um eine gründliche Untersuchung seines Todesstrafenverfahrens zu ermöglichen und die ernsthaften Einwände gegen die Art und Weise, wie es die Todesstrafe vollzieht, zu berücksichtigen.

Jetzt aktiv werden:

Petitionen:
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-joe-james-jr-in-alabama
https://catholicsmobilizing.org/action/2022-07/stop-execution-joe-nathan-james

Kontakt zu Gouverneurin Kay Ivey:
https://twitter.com/GovernorKayIvey/
Mail: governorkayivey@governor.state.al.us

Opferfamilie: „Wir sollten nicht Gott spielen
Besonders wichtig scheint uns die Tatsache zu sein, dass die Opferfamilie, vertreten durch Terryln, Helvetius und Toni Hall, erklärt, sie sei gegen die Hinrichtung von Joe Nathan James. Mit ihrer Aussage: „Wir sollten nicht Gott spielen“ entwaffnen und entlarven sie das System Todesstrafe. Kein Staat hat das Recht einen Menschen zum Tode zu verurteilen und hinzurichten – also quasi „Gott“ zu spielen. Die viel beschworenen „westlichen Werte“ zeigen ihr wahres Gesicht, indem sie den Wert des menschlichen Lebens mit Füßen treten. Kein zivilisierter Staat kann ernsthaft an der Seite eines Systems stehen, für das Rache wichtiger ist, als das Recht auf Leben. Es gilt vielmehr Druck aufzubauen gegen Staaten die immer noch an der Todesstrafe festhalten. Der Mut dieser Opferfamilie, sich dem Staat der „westlichen Werte“ entgegenzustellen und sich für das Leben einzusetzen, ist eine schallende Ohrfeige für die Henker, ihre Anhänger und Helfer.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.cbs42.com/alabama-news/we-shouldnt-play-god-murder-victims-family-opposed-to-alabama-execution-of-joe-nathan-james/
https://www.al.com/news/2022/07/alabama-can-execute-joe-nathan-james-jr-judge-rules.html
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-joe-james-jr-in-alabama

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgend Bild:

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