Arizona will Verurteilte hinrichten, wie die Nazis es in Auschwitz taten

Die schreckliche Zeit in Deutschland, während der Menschen mit Zyklon-B ermordet wurden, soll nun in dem US-Bundesstaat Arizona das Vorbild für Exekutionen sein. Mit gnadenlosem Engagement soll die dortige Justizvollzugsbehörde mehr als 2000 Dollar für die Beschaffung der Zutaten investiert haben, um damit das Zyanidgas herzustellen. Dies geht aus Dokumenten die THE GUARDIAN vorliegen hervor.

Um ihr schreckliches Vorhaben zu realisieren, wurde die 1949 in Arizona erbaute Gaskammer „saniert“.

Der Bundesstaat Arizona versucht mit Nachdruck die Hinrichtungen wieder aufzunehmen, seitdem im Jahr 2014 alle Exekutionen eingestellt wurden, nachdem es zu einer Katastrophe bei der Hinrichtung von Joeseph Wood kam (wir berichteten darüber). Er kämpfte damals rund 2 Stunden mit dem Tod unter schrecklichen Umständen.

Im August vorherigen Jahres wurde die Gaskammer mehreren Tests unterzogen um ihre „Funktionsfähigkeit“ zu überprüfen. Dabei wurde in der Kammer eine Rauchgranate gezündet um die Dichtungen an der Tür und den Fenstern zu testen. Auch gab Arizona 1,5 Millionen Dollar für eine Charge Pentobarbital aus, das nun als wichtigstes Tötungsmittel verwendet werden soll. Zukünftig sollen die Verurteilten wählen, ob sie mittels tödlicher Injektion oder in der Gaskammer sterben.

Derzeit sind 115 Menschen in den Todeszellen von Arizona. Nun wurden 2 von ihnen ausgewählt um zu sterben. Es handelt sich um Frank Atwood (65) und Clarence Dixon (65).

Ein Anwalt (Joseph Perkovich) von Frank Atwood hält es für unangemessen, dass die Wahl auf seinen Mandanten fällt, da die derzeitige Pandemie die Untersuchungen der möglichen Unschuld von Atwood seit mehr als einem Jahr behindere. Auch betonte der Anwalt: „Frank Atwood sei bereit zu sterben. Er ist ein Mann griechisch-orthodoxen Glaubens und bereitet sich auf diesen Moment vor. Aber er will nicht gefoltert und einer verpfuschten Hinrichtung ausgesetzt werden.“

Laut den Protokollen, die der Zeitung vorliegen, wurden im vergangenen Jahr „Rollenspiele“ in der Kammer gemacht. Wärter taten so als seien sie der Häftling der vergast werden sollte. Dabei schrien die Wärter Sätze wie: „Das ist Mord“, „Ich bin unschuldig“, „Du machst mich fertig wie ein Tier“ und „Das ist gegen alles, wofür Amerika steht“.

Wie wir an diesen „Rollenspielen“ sehen können, wissen diese staatlichen Mörder durchaus was für ein Verbrechen sie planen. Mit Zyklon-B wurden durch die Faschisten in Deutschland mehr als 1 Millionen Menschen ermordet. Arizona will es ihnen nun gleichtun…

Umso wichtiger ist es weiter Widerstand gegen diese unmenschliche Tötungsmaschinerie zu leisten!

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.theguardian.com/us-news/2021/may/28/arizona-gas-chamber-executions-documents
https://de.wikipedia.org/wiki/Zyklon_B
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2014/07/24/erneuter-foltertod-in-den-usa/
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2015/07/24/joseph-wood-entsetzliche-details-ueber-seine-hinrichtung/

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.