Quintin Jones in Texas hingerichtet

Quintin Jones

Der US-Bundesstaat Texas hat den 41 jährigen Quintin Jones am Mittwoch, den 19. Mai, mittels tödlicher Injektion hingerichtet. Weltweite Appelle und Petitionen von Menschen im sechsstelligen Bereich, die um Gnade baten, blieben erfolglos.

Wegen Mordes an seiner Großtante im Jahr 1999 wurde Quintin Jones zum Tode verurteilt. Er stahl ihr 30 Dollar um seine Drogensucht zu befriedigen. Jones leugnete nicht, die Tat begangen zu haben. Aber er beteuerte, dass er ein neuer Mensch geworden sei, sich zum Guten verändert habe.

Opferfamilie bat um Gnade
Der Staat Texas tötete Quintin Jones, obwohl die Familie seines Opfers mit Nachdruck um Gnade gebeten hatte. Die Schwester des Opfers schrieb in ihrem Gnadengesuch: „Er ist nicht dieselbe Person und erwachsen geworden. Quintin kann sie nicht zurückbringen. Ich kann sie nicht zurückbringen. Ich schreibe dies, um Sie zu bitten, Quintins Leben zu schonen.“

Rassistische Entscheidung?
Das Texas Board of Pardons and Paroles lehnte am Dienstag Jones‘ Gnadengesuch ab. Sein Anwalt, Michael Mowla, teilte mit, dass er davon überzeugt sei, es handele sich um eine rassistische Entscheidung. Denn der gleiche Vorsitzende dieses Gremiums begnadigte einen weißen Mann, der wegen Mordes an seiner Mutter und seinem Bruder verurteilt wurde.

Es war die erste Hinrichtung in den USA im Jahr 2021. Viele geplante Exekutionen wurden verschoben, weil die staatlichen Mörder wohl Angst um ihr eigenes Leben hatten, da sie befürchteten, sich zu infizieren und an Covid-19 zu erkranken. Die Corona-Pandemie wurde zunächst zum Retter vieler Leben aus den Todestrakten – zumindest für eine gewisse Zeit.

Kein Abschluss für Opferfamilie
Die Befürworter der Todesstrafe argumentieren immer wieder damit, die Hinrichtungen wären notwendig, um den Angehörigen die Möglichkeit eines Abschlusses zu geben. Wie der Fall Quintin Jones zeigt, kein gutes Argument.
Mit seiner Hinrichtung wurden sie nur noch mehr verletzt und mit ihnen viele Menschen, die um sein Leben bangten.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://www.news9.com/story/60a6783943ec280ba5954769/texas-executes-quintin-jones-ending-10month-break-in-executions
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/tante-erschlagen-todesstrafe-texas-l%C3%A4sst-h%C3%A4ftling-mit-giftspritze-umbringen/ar-AAKcpPs

Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der über 30 Jahre von der Todesstrafe bedroht wurde, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten der USA.
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