USA: Hinrichtung in Missachtung des Rechts

deathpenalty-ihfl-kl2In einem furchtbaren „Showdown“ vollzog das US-Amerikanische Regime die erste Exekution auf Bundesebene seit 17 Jahren. Damit wurde der Wunsch von Friedensnobelpreisträger Barack Obama Wirklichkeit, der sich auch zu seiner Amtszeit als US-Präsident immer für die Bundes-Todesstrafe ausgesprochen hatte. Der derzeitige Machthaber der USA, Donald Trump, hat alles daran gesetzt, dass der Bundesstaat wieder morden darf.

Es war ein unerträgliches Hin und Her zwischen verschiedenen Gerichtsentscheiden. Am Ende vollstreckten die USA das Todesurteil gegen Daniel Lee, nachdem er rund 4 Stunden auf der Todesliege festgeschnallt auf seine Exekution warten musste. Er wurde gegen 8:07 Uhr für Tod erklärt.

Gegen 2 Uhr am Morgen hatte der Supreme Court die Entscheidung getroffen, Hinrichtungen auf Bundesebene zu gestatten. Jedoch wäre bereits ab 0:00 Uhr eine Hinrichtung von Daniel Lee eigentlich nicht erlaubt gewesen! – Vielmehr hätte nach Stand der Gesetze ein neuer Exekutionstermin bestimmt werden müssen.

Dennoch schnallten sie Daniel Lee auf die Todesliege und ließen ihn dort auf die Giftspritze rund 4 Stunden lang warten, während das juristische Gezerre um sein Leben weiterging. Am Ende setzten sie ihm die Todesspritze ohne! die Verteidiger zu benachrichtigen, die somit keine Gelegenheit mehr hatten zu handeln. Vielmehr erhielt Daniel Lee angeblich eine Mitteilung über den neuen Termin und er hatte keine Möglichkeit darüber mit seinen Verteidigern zu sprechen.

Laut einer Erklärung von Lees Anwältin, Ruth Friedman, wurde Daniel Lee hingerichtet, obwohl noch mehrere Anträge in seinem Fall anhängig waren und ohne seine Anwälte davon in Kenntnis zu setzen. Friedman schrieb: „Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung während einer Pandemie durchzuführen. Es ist beschämend, dass die Regierung es für angebracht hielt, diese Hinrichtung durchzuführen, als Danny Lees Anwalt nicht anwesend sein konnte und als die Richter in seinem Fall und sogar die Familie seiner Opfer dagegen drängten. Und es ist mehr als beschämend, dass die Regierung diese Hinrichtung schließlich in aller Eile, mitten in der Nacht, während das Land schlief, durchführte. Wir hoffen, dass das Land nach dem Erwachen genauso empört sein wird wie wir“.

Mord ist Mord und Mord bleibt Mord, egal wer ihn ausführt oder dafür verantwortlich ist. Einen Menschen zudem auch noch nach einem langen „hin und her“ stundenlang auf der Todesliege festgeschnallt auf den Mord an ihm warten zu lassen, übersteigt unsere Vorstellungsmöglichkeiten. Das einzige Wort, dass uns dazu einfällt ist:

FOLTER

Die USA haben sich von der Menschlichkeit verabschiedet und driften ab in das, was sie selbst einen „Schurkenstaat“ nennen. Das einer der Verantwortlichen auch noch Träger des Friedensnobelpreises ist, macht uns sprachlos…

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/federal-government-ends-death-penalty-hiatus-with-rushed-early-morning-execution-of-daniel-lee
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2020/06/30/usa-erste-hinrichtung-durch-den-bund-seit-17-jahren-im-juli/

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Niemand hat das Recht Menschen zu töten, auch nicht der Staat. Es macht keinen Sinn durch die Tötung eines Menschen zeigen zu wollen, dass das Töten eines Menschen falsch ist. Darum bitten wir um rege Beteiligung bei den folgenden Petitionen:


Die Unterstützung der von uns betreuten Gefangenen, sowie unsere Arbeit gegen die Todesstrafe ist auf ehrenamtlicher Basis. Darum erbitten wir für unsere Arbeit Spenden. Unterstützt unseren Kampf gegen die Todesstrafe und unsere Betreuung von Lancelot Armstrong, der seit 1991 im Todestrakt von Florida einsitzt, sowie weitere Gefangene in anderen Todestrakten. Wer helfen möchte, klickt bitte einfach auf das folgende Bild:

Hier die direkte URL: https://www.ihfl.de/st-konto.htm

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