Opferfamilien, Geschworene und Gefängniswärter wollen Nicholas Sutton vor elektrischem Stuhl retten

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Nicholas Sutton

Der US-Bundesstaat Tennessee will am 20.02.2020 Nicholas Sutton hinrichten. Sutton war wegen Mordes zum Tode veruteilt worden, weil er, gemeinsam mit anderen Gefangenen, den Häftling Carl Estep erstochen hat.

Jetzt kämpfen viele Menschen um das Leben von Nicholas Sutton, denn ihrer Ansicht nach hat sich Sutton sehr zum positiven verändert und sogar mehrere Leben gerettet. In einer Petition setzen sich diese Menschen für ihn ein.

In dem Gnadengesuch berichten Gefängnisbeamte davon wie sehr sich Sutton gewandelt hat und in gefährlichen Situationen hilfreich eingriff, um Wärter und andere Gefangene zu schützen. In der Petition heißt es, dass „fünf Menschen aus Tennesee, darunter drei Gefängnismitarbeiter, ihm ihr Leben verdanken“. – Dabei berichten zwei Justizbeamte davon wie er ihnen das Leben gerettet hat und auch das Leben eines Sheriff’s Deputy rettete, als Gefangene ihn angriffen. Dieser Beamte ist mittlerweile jedoch verstorben.

Officer Eden fordert Gouverneur Lee mit Nachdruck auf, Suttons Gnadengesuch zu genehmigen. „Nick Sutton ist ein hervorragendes Beispiel für die Fähigkeit eines Menschen, sich zu verändern, und dass die wegen Mordes Verurteilten rehabilitiert werden können“, schreibt er. „Wenn Nick Sutton morgen freigelassen würde, würde ich ihn in meinem Haus begrüßen und ihn einladen, mein Nachbar zu sein“. – Die Hinrichtung Suttons wäre eine schwere Ungerechtigkeit und weiter sagt er: „Ich unterstütze Nick Sutton nachdrücklich dabei, eine lebenslange Haftstrafe zu erhalten“.

Tony Eden, ein Vollzugsbeamter, hat eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, in der er einen Vorfall beschreibt, bei dem fünf bewaffnete Gefangene ihn angriffen und versuchten ihn als Geisel zu nehmen, während eines Gefängnisaufstandes. Er berichtet: „Ich verdanke Sutton mein Leben. Nick und ein anderer Häftling stellten sich ihnen entgegen und entfernten mich aus der Situation und begleiteten mich in Sicherheit… Nick riskierte dabei seine eigene Sicherheit und sein Wohlergehen, um mich vor einem möglichen Tod zu retten.“

Die Beamte Cheryl Donaldson erzählt von einen Ereignis im Jahr 1994. Damals kam Sutton ihr zur Hilfe. Sie hatte eine Kopfverletzung erlitten, als sie gestürzt war. Die damalige Gefängnisleiterin lag bei diesem Vorfall betäubt auf dem Gefängnisboden mit all ihren Schlüsseln. Sie befürchtete von Gefangenen angegriffen zu werden. Aber stattdessen sprang Nick ihr zur Seite, half ihr wieder auf die Beine, holte ihre Schlüssel und ihr Funkgerät zurück – dann alarmierte er das Personal, um ihr zu Hilfe zu kommen. Diese Reaktion war typisch für Nicholas Sutton, berichtet die Beamtin weiter, der immer andere vor sich selbst gestellt hat und bereit war, jedem zu helfen, der in Not ist.

Auch fünf Geschworene der Jury, die ihn damals zum Tode verurteilt haben, fordern nun die Umwandlung seiner Strafe in Lebenslänglich. Dabei unterstützen diese Forderung auch Familienmitglieder seiner damaligen Opfer.
An dieser Stelle sei nur ein Betroffener zitiert. Es handelt sich um Lowell Sutton, Nicks Cousin, der der Neffe des Mordopfers Dorothy Sutton ist: „Obwohl der Verlust meiner Tante sehr hart für unsere Familie war, vergebe ich Nick, unsere Familie vergibt Nick, und wir wollen nicht, dass er hingerichtet wird…. Nicks Hinrichtung wird unserer Familie nur noch mehr Schmerz und Leid zufügen; bitte ersparen Sie uns das“.

Unvorstellbar das dieser Mann auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden soll. Diesem grausamen Folterinstrument des Todes, das eines zivilisierten Staates nicht würdig ist.

IHfL
Peter K.

Quellen:
https://deathpenaltyinfo.org/news/corrections-personnel-victims-families-jurors-urge-clemency-for-tennessee-death-row-lifesaver
https://murderpedia.org/male.S/s/sutton-nicholas-todd.htm

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