Unmenschliche Details und neues Video aus dem Todestrakt von Florida

Aufgrund einer Anfrage der Tampa Bay Times stellte die Gefängnisbehörde von Florida ein Video aus dem Todestrakt zur Verfügung. Ein solcher Einblick war bis jetzt noch nicht im Internet oder TV zu sehen.

lancezelleWir zeigen seit Jahren auf unserer Internetseite folgendes Bild von einer Todeszelle in Florida. Mittels einer solchen Zelle wird auch Lancelot Armstrong, den wir seit Jahren betreuen, gequält. Seit 1991 muss er in dieser Zelle verharren und dies 23 Stunden jeden Tag. In der Zelle gibt es eine metallene Toilette und Waschgelegenheit, sowie eine Pritsche mit einer dünnen Matratze. Kein richtiger Stuhl, kein richtiger Tisch… An der Vorderseite ein Gitter durch dass ihn jeder beobachten kann, der vorbeikommt. Nachts kann er kaum schlafen, da im Todestrakt immer sehr viel Krach ist und die Bediensteten mit den Türen schlagen. Eine Hölle in der das Leben nur noch ein Überleben ist. Ein täglicher Kampf nicht durchzudrehen…

Im Folgenden das Video aus dem Todestrakt:

Derzeit gibt es in Florida 345 Gefangene im Todestrakt, die mittels den schlimmen Bedingungen im Todestrakt und der Drohung sie hinzurichten gefoltert werden. Lancelot Armstrong berichtet von Ungerechtigkeiten und Unrecht, das ihm und anderen Gefangenen angetan wird. Kurz vor der geplanten Hinrichtung wird der Gefangene dann in eine besondere Zelle verlegt, die in direkter Nähe zur Todeskammer ist. Kaum vorstellbar, wie sich der Todeskandidat fühlt, wenn er dorthin gebracht wird. Dann schnallen sie ihn auf das moderne Kreuz des Todes und stecken ihm Nadeln in die Venen um ihm die tödlichen Medikamente in den Körper zu jagen… Teils erleben die Todeskandidaten dabei Höllenqualen. Im Folgenden nur ein Beispiel für diese unmenschliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus einem früheren Artikel von uns:


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Angel Diaz

Florida quälte Angel Diaz

Am 13. Dezember 2006 wurde Angel Diaz durch den Staat Florida/USA hingerichtet. Jetzt sind grausame Details bekannt geworden. Diaz erlitt 34 Minuten einen schrecklichen Todeskampf.

Das Exekutionsteam schob die Katheter der tödlichen Injektion gerade durch die Adern, in das untere Gewebe. Dadurch wurden zwei volle Dosen der tödlichen Drogen für die Hinrichtung benötigt bis Diaz starb.

Nach einer aktuellen Studie (http://www.deathpenaltyinfo.org/node/5772) am Am herst College werden mindestens 7 Prozent der tödlichen Injektionen erkennbar „verpfuscht“. Einer der schlimmsten Vorfälle dieser Art war im April diesen Jahres geschehen, als Clayton Lockett durch den Staat Oklahoma zu Tode gefoltert wurde. (Wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-aa) Seine Henker suchten 51 Minuten lang nach einer Vene und setzten dann die Nadel in der Leistengegend an. Diese Vene platzte und Lockett starb in einem schmerzhaften Todeskampf erst nach 43 Minuten  und wurde nach 47 Minuten für Tod erklärt.

Angel Diaz wurde mit 3 Drogen hingerichtet. Das erste Medikament ist Thiopental und sollte ihn bewusstlos machen. Das zweite Pancuroniumbromid, es soll die Muskeln lähmen. Zum Schluss wurde Kaliumchlorid in seinen Körper geleitet, das sein Herz anhalten sollte.

Bei der ersten Injektion fiel jedoch ein hoher Widerstand beim spritzen auf, als im gleichen Arm  Pancuroniumbromid gespritzt wurde blieb der Kolben in der Spritze nach einer Weile hängen und lies sich nicht mehr bewegen. Das Team wechselte zu seinem rechten Arm um weiteres Pancuroniumbromid in seinen Körper zu pumpen. Dann fuhren sie mit Kaliumchlorid fort. Jedoch blieb das Herz ihres Opfers nicht stehen. Also wechselten sie wieder zum linken Arm und verabreichten noch einmal alle drei Drogen.
Die Mittel wirken jedoch anders, als wenn sie intravenös verabreicht würden. Dies scheiterte jedoch hier. Wenn Thiopental nicht intravenös verabreicht wird, bleibt der Gefangene wach. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass die beiden letzten Medikamente fürchterliche Schmerzen verursachen, die das Opfer durchleben muss…
Es ist davon auszugehen, dass Diaz dies alles bewusst miterlebt hat, ohne jedoch sich bemerkbar machen zu können, da seine Muskeln durch das Pancuroniumbromid gelähmt waren. Er musste quasi, gefangen im eigenen Körper, innerlich verbrennen. Und ist einen langsamen und qualvollen Erstickungstod gestorben.

Nun sind Fotos von der Obduktion bekannt geworden, die das ganze Ausmaß der Folter zeigen.

Diaz’s Körper zu Beginn der Autopsie, die tödlichen Nadeln noch in den Armen

Diaz linker Arm hat eine schwere Verätzung durch die tödlichen Drogen. Obere Haut hat sich vom subkutaner Haut gelöst.

Seine Epidermis ist grau und in verbrannten Flächen verfärbt.

Am linken Arm hat sich ein großes Hautareal abgelöst.

In den Brandblasen befindet sich eine wässrige rosa Flüssigkeit.

Diaz’s rechter Arm ist ebenfalls schwer verätzt und seine Haut hat begonnen sich abzulösen.

Rechter Arm mit schweren Verletzungen

Was hier nur noch bleibt, ist unbändiges Entsetzen über einen Staat, der Menschen wie Schlachttiere behandelt. Und genau das ist es ja, beim Fällen des Todesurteils, wird dieser Mensch aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen und als quasi Nichtmensch wie ein Tier hingerichtet.

Dies alles geschieht in einem Land, das immer wieder von Freiheit und Menschlichkeit redet und unsere Regierung schweigt dazu.

Frau Merkel ! – Schauen sie sich diese Bilder an und handeln sie. Die USA müssen klar und deutlich, immer wieder, durch die Bundesrepublik Deutschland auf die Menschenrechte hingewiesen werden und die Verbrechen der USA gegen die Menschlichkeit müssen beim Namen genannt werden !

Quelle der Information und Fotos: http://www.newrepublic.com/article/117898/lethal-injection-photos-angel-diazs-botched-execution-florida


DAS ist die Wahrheit über Florida und die Todesstrafe!

spendenbuttonUnd Lancelot Armstrong ist Gefangener im Todestrakt von Florida ohne Urteil. Ja, sie lesen richtig – Ohne Urteil! Das Todesurteil gegen Lancelot Armstrong wurde vom höchsten Gericht von Florida aufgehoben. (siehe hier das original Urteil)
Florida blieb nichts anderes übrig, denn das höchste Gericht der USA hat die Praxis der Todesstrafe in Florida für Verfassungswidrig erklärt, dass der Richter ein Todesurteil verhängen kann, obwohl ein Teil der Geschworenen dagegen ist. Dies war auch bei Lancelot Armstrong so. Drei Geschworene waren gegen die Todesstrafe. Im Januar 2017 wurde sein Todesurteil aufgehoben. Seitdem wartet er auf seine neue Verhandlung in der das Urteil neu festgelegt werden muss. Dennoch ist er immer noch im Todestrakt – ohne dazu verurteilt zu sein. So handelt der Unrechtsstaat Florida! Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Lancelot Armstrong immer seine Unschuld beteuert hat. Weitere Informationen zu seinem Fall hier und auf unserer Webseite https://ihfl.de
Dabei hilft Lancelot Armstrong seine künstlerische Arbeit, die hier bewundert werden kann. Wie sollte er sonst das Leben in der Todeszelle überleben ohne durchzudrehen… Dafür braucht er Eure Unterstützung. Denn auch die Materialien für seine Kunst muss er selbst kaufen über den Gefängnisbestelldienst. Aber er kauft sich von den Spenden auch Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs, denn vom Gefängnis bekommt er nur sehr minderwertige Kost, die auf Dauer krank macht.

345 Menschen müssen momentan diese unmenschlichen Bedingungen ertragen. In unserem Booklet „Todeskandidaten erzählen…und erlöse uns von dem Bösen…“ berichten die Opfer dieses verbrecherischen Justizsystems in Florida von ihrer Situation.

IHfL
Peter K.

 

 

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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