Zwei Hinrichtungen in den USA

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Update2 (12.10.2018): Der Gouverneur von Tennessee hat Edmund Zagorski einen Hinrichtungsaufschub von 10 Tagen gewährt, damit sich verschiedene Gerichte mit seinem Fall befassen können. Wahrscheinlich wird der Aufschub jedoch wesentlich länger dauern.

Update!: Das Berufungsgericht von Texas hat die Hinrichtung von Juan Segundo, die für den 10.10. geplant war, gestoppt

In den nächsten Tagen beabsichtigen gleich zwei Bundesstaaten der USA einen Menschen zu ermorden. Am Mittwoch, den 10.10.2018 soll Juan Segundo in Texas sterben. Am Donnerstag, den 11.10.2018 will Tennessee  Edmund  Zagorski hinrichten.


Juan Segundo wird ein schreckliches Verbrechen vorgeworfen.
Er soll im Jahr 1986 ein junges Mädchen getötet haben. Viele Jahre wurde kein Täter gefunden, weitere Jahre später wurde Segundo durch einen DNA-Vergleich als Täter überführt. Er erhielt 2007 dafür die Todesstrafe. Details zu seinem Fall sind hier verfügbar.


Edmund Zagorski hätte die Todesstrafe vielleicht nicht erhalten!
Zagorski soll im Jahr 1983 zwei Männer ermordet haben. Offensichtlich das traurige Resultat eines Drogendeals. Er erhielt dafür die Todesstrafe und ist seit 34 Jahren im Todestrakt. Details zu seinem Fall sind hier verfügbar.

Er hat ein Gnadengesuch gestellt, weil er im Todestrakt immer ein gutes Verhalten gezeigt hat und vor kurzem einige der Geschworenen erklärten, sie hätten ihn nicht zum Tode verurteilt, wenn sie damals die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Denn zur Zeit seines Prozesses gab es nicht die Wahlmöglichkeit zwischen Lebenslänglich (ohne die Möglichkeit jemals entlassen zu werden) und der Todesstrafe.

Um es klar und deutlich zu sagen: Hätte der Prozess später stattgefunden, wäre Zagorski nicht zum Tode verurteilt worden, weil einige Geschworene sich für Lebenslänglich entschieden hätten!

Der Gouverneur von Tennessee Bill Haslam hat jedoch angekündigt, dass er nicht bereit ist die Hinrichtung von Edmund Zagorski zu stoppen.
So soll er also am 11.10. sterben, gegen den erklärten Willen einiger Jurymitglieder!

Es ist nicht unsere Aufgabe zu verurteilen, auch nicht bei schwersten Verbrechen. Als entschiedene Gegner der Todesstrafe sind wir jedoch der Auffassung, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen zu töten – auch nicht der Staat! –Unabhängig von der schwere eines Verbrechens, ist auch die Todesstrafe ein schweres Verbrechen und darum grundsätzlich abzulehnen!

IHfL
Peter K.

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