Doppelhinrichtung in den USA

Die USA kommen nicht zur Ruhe. Anstatt Menschenwürde und Menschenrechte zu achten, warten noch immer tausende Gefangene in den Todeszellen auf ihre Hinrichtung. Nun sollen gleich zwei Männer an einem Tag exekutiert werden, und zwar in den Bundesstaaten Florida und Nebraska.

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Der US-Bundesstaat Nebraska plant am 14.08.2018 Carey Dean Moore (60) hinzurichten. Er wurde wegen Ermordung von zwei Taxifahrern im Jahr 1974 zum Tode verurteilt.

Sein Zwillingsbruder David Moore wurde wegen Einbruchs im Jahr 1984 in das gleiche Gefängnis gesperrt. Als beiden ein privates Gespräch gestattet wurde, tauschten sie die Kleidung und David ging für Carey Dean in den Todestrakt. Doch ihr Plan ging schief, denn Carey Dean war 15 Pfund schwerer als David und als er an den Arbeitsplatz seines Bruders (Gefängnisküche) kam, fiel er dadurch auf, dass er nicht wusste wo die Küchentöpfe zum trocknen aufbewahrt wurden.
Die genauen Gründe ihres Tauschs sind bis heute nicht ganz klar, weil sie darüber keine Auskunft geben. Es liegt jedoch nahe, dass es wohl ein Plan war, der Carey Dean die Flucht aus dem Todestrakt ermöglichen sollte, denn er wäre ja dann nach ein paar Jahren entlassen worden. Sein Bruder David, der nun fälschlicherweise im Todestrakt war, hatte ja kein Todesurteil…

Obwohl Nebraska die Todesstrafe während der Gefangenschaft von Carey Dean  Moore zweimal abschaffte, soll er nun sterben, weil der Bundesstaat die Todesstrafe mittlerweile wieder eingeführt hat. Ein unvorstellbar schreckliches Hin und Her für Carey Dean Moore – eine schreckliche seelische Folter die er seit seiner Verurteilung in der Todeszelle bis heute durchleben muss.

Sein Bruder David Moore wird bei der Hinrichtung anwesend sein um ihm beizustehen. Er sagte in einem Gespräch mit dem The Journal Star: „Es wird nicht leicht sein, aber Dean möchte das ich dort bin, so habe ich keine andere Wahl.“

Der Pharmakonzern Fresenius Kabi aus Bad Homburg hat durch eine Klage versucht die Hinrichtung von Carey Dean Moore zu verhindern. Scheiterte jedoch vor Gericht. Der Bundesstaat will den Verurteilten mittels eines Medikamentencocktails bestehend aus Diazepam, das Fentanylcitrat, Cisatracurium und Kaliumchlorid töten. Dagegen klagte das Unternehmen, da zwei der Substanzen wohl auf illegale Weise für diese Verwendung besorgt wurden. Die zwei letztgenannten Substanzen könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Produktion von Fresenius Kabi stammen.
   In seinem Urteil betonte der Richter, die Klage von Fresenius Kabi sei spekulativ, da die Behörden nicht mitgeteilt hätten, woher die Medikamente stammen. Auch würde ein weiterer Aufschub die Hinrichtung gefährden, da sich die Gifte dem Ende ihrer Haltbarkeit näherten.
Die Firma gibt an keine Position zum Thema Todesstrafe zu beziehen – jedoch befürchte der Konzern eine „erhebliche Rufschädigung, da in Europa die Todesstrafe meist abgelehnt werde.
Schade eigentlich… Es scheint den „Damen und Herren“ von Fresenius Kabi also nur um ihren Ruf und wohl nicht um das Leben des Menschen zu gehen, der durch den Staat Nebraska ermordet werden soll. Eine klare Positionierung gegen die Todesstrafe durch Fresenius Kabi wäre mehr als wünschenswert gewesen. Zumal im deutschen Grundgesetz die Todesstrafe ausdrücklich verboten ist. Warum bitte, fällt es dann dem Konzern so schwer, sich klar zu positionieren?

Im Folgenden eine Petition die sich an den Gouverneur von Nebraska wendet um die bevorstehende Hinrichtung zu verhindern:
https://www.dailykos.com/campaigns/petitions/add-your-name-tell-nebraska-governor-pete-ricketts-to-stop-the-scheduled-execution

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Carey Dean Moore. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Petition einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/event/carey-dean-moore


Der US-Bundesstaat Florida will Jose Antonio Jimenez (54) am 14.08.2018 hinrichten. Vor über 25 Jahren soll er die 63-jährige Phyllis Minas ermordet haben. Dafür erhielt er die Todesstrafe. Seit 24  Jahren ist er den katastrophalen Bedingungen im Todestrakt ausgesetzt.

Im letzten Monat wies das höchste Gericht von Florida einen Berufungsantrag zurück.

Jimenez reichte im Laufe der Jahre mehrere Anträge gegen seine Hinrichtung und für die Umwandlung der Strafe ein. Diese wurden jedoch immer abgelehnt.

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Jose Antonio Jimenez. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Petition einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/event/jose-jimenez

Der Gouverneur von Florida kann wie folgt erreicht werden:
Per Mail: Rick.Scott@eog.myflorida.com
Per Twitter: @FLGovScott

Die schlimmen Bedingungen im Todestrakt von Florida werden in unserer Broschüre, die als PDF geladen werden kann, dokumentiert.

Lesen sie die erschütternden Worte von

Michael Lambrix
(am 5.10.2017 in Florida hingerichtet)

Patrick Hannon
(am 8.11.2017 in Florida hingerichtet)


Auch der von uns betreute Lancelot Armstrong befindet sich immer noch im Todestrakt von Florida. Und dies, obwohl sein Todesurteil aufgehoben wurde, da es verfassungswidrig zustande kam. Seit 1991 wird er durch die Bedingungen im Todestrakt gefoltert. Seit über 1 1/2 Jahren ist er dort eingesperrt, ohne dass das Todesurteil gegen ihn gültig ist! Die geplante Neuverhandlung seiner Strafe ist bis jetzt immer noch nicht in Sicht. Details siehe hier:
https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2017/01/21/lancelot-armstrong-todesurteil-aufgehoben/

Bitte unterstützt Lancelot Armstrong bei seinem Kampf um sein Leben:
Soli-Shop: http://www.lancelot-armstrong.de/stf-sh.htm
Kunstwerke von Lancelot Armstrong: http://armstrongkunst.wordpress.com
Patenschaft: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_patenschaft.htm
Petition: http://www.thepetitionsite.com/246/964/427/gerechtigkeit-fr-lancelot-armstrong/

IHfL
Peter K.

 

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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