55 Jahre auf der Welt – 27 Jahre im Todestrakt

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Gemälde von Lancelot Armstrong

Heute hat Lancelot Armstrong seinen 55. Geburtstag. Seit einigen Tagen lese ich Bücher über die Verbrechen der Nazis an den Juden, Schwulen, Sinti, Roma, Behinderten usw. Man verzeihe mir, dass ich hier nicht alle aufzähle…

Ich höre schon jetzt den Aufschrei, den manche mir entgegenwerfen möchten: „Das kann man nicht vergleichen! – Was damals geschah ist ein einmaliges Verbrechen…“

Aber darum geht es mir nicht – es geht mir nicht um einen Vergleich. Es geht mir darum, was in mir passiert, wenn ich die Berichte der Zeitzeugen und Opfer lese. Diese Hilflosigkeit, dieses Entsetzen… ja diese Unmöglichkeit zu begreifen, wie Menschen zu so etwas fähig sind.

Genauso ergeht es mir immer wieder, wenn ich an Lancelot denke. Wie kann es sein, dass ein Mensch über Jahrzehnte mit der Todesandrohung gefoltert wird und oft genug von den Beamten wie ein Untermensch, ja teils nicht mal als DAS behandelt wird.

Diese Gedanken machen mir Angst. Machen mich traurig und beschämen mich, dass auch diese Fähigkeit zur Grausamkeit offensichtlich zu den Menschen gehört.

Und so sperren sie die Todeskandidaten für Jahrzehnte ein. Quälen sie mit Mangelernährung, Isolation, Erniedrigung und wenn sie sich wehren, mit Gewalt, Knüppeln, Tritten usw. durch das Sondereinsatzkommando. Für jedes einzelne Opfer dieser Faschisten – ja so nenne ich sie – ist es die Hölle auf Erden, der sie erst durch die Todespritze entkommen. Wie Jesus Christus an das moderne Kreuz gefesselt. Getötet für die Verbrechen derer die sie vernichten wollen, weil eben diese sonst ihre eigenen Verbrechen nicht ertragen könnten. Diese Herrenmenschen die sich als Richter über Leben und Tod erheben.

Lancelot, ich wünsche Dir alles Gute zu Deinem Geburtstag, vom Schlechten hast Du ja leider schon genug.

Ich bin bei Dir…

Peter K.

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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