Todesstrafe für Schwule

detlef-todesstrafe-fc3bcr-die-scheiss-todesstrafe-aNoch immer gibt es Staaten auf der Welt, in denen Homosexualität bestraft wird und in einigen sogar mit dem Tode (Quelle).

Afghanistan
Hier drohen für homosexuelle Männer lange Gefängnisstrafen, aber auch die Todesstrafe. Seit dem Ende der Herrschaft der Taliban ist jedoch keine Hinrichtung mehr bekannt geworden.

Brunei
Männer können gesteinigt werden oder erhalten 10 Jahre Gefängnis, wenn sie homosexueller Handlungen für „schuldig“ befunden werden.

Iran
Im Iran erhalten Männer bis zu 74 Peitschenhiebe oder die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen. Frauen können für homosexuelle Handlungen bis zu 50 Peitschenhiebe bekommen und nach ihrer vierten Verurteilung die Todesstrafe.

Mauretanien
Homosexualität ist in Mauretanien verboten und könnte die Todesstrafe nach sich ziehen. Seit 1987 gab es keine öffentlichen Hinrichtungen.

Katar
Muslimische homosexuelle Männer können hier die Todesstrafe erhalten. Ansonsten können Männer Geldstrafen und eine Gefängnisstrafe bis zu 7 Jahren bekommen.

Saudi Arabien
Eine zweite Verurteilung wegen Homosexualität wird in Saudi-Arabien mit dem Tode bestraft. Bei der ersten Verurteilung können Männer eine Geldstrafen erhalten, aber auch Kastration, Auspeitschung, Gefängnis und Folter sind dort nach dem Gesetz möglich.

Sudan
Seit 1899 ist Homosexualität im Sudan verboten. Die Todesstrafe erhält man bei der dritten Straftat als Mann und bei der vierten Straftat als Frau.

Jemen
Verheiratete Männer können zu Tode gesteinigt zu werden, wenn sie homosexuelle Beziehungen haben. Unverheiratete Männer werden mit 100 Peitschenhieben oder einem Jahr Haft bestraft.

Libyen
Schwule Männer können in Libyen die Todesstrafe erhalten

Nigeria
Homosexualität ist in einigen Bundesstaaten Nigerias gesetzlich verboten und kann dort auch mit dem Tode bestraft werden. Zu diesen Staaten gehören: Bauchi, Borno, Gombe, Jigawa, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Niger, Sokoto, Yobe und Zamfara

Somalia
In Somalia ist Homosexualität verboten und kann die Todesstrafe nach sich ziehen. Islamische Gerichte haben Männer zum Tode verurteilt – sie wendeten die Scharia als Rechtsgrundlage an.

Syrien
Das Gesetz schreibt in Syrien eine Strafe bis zu drei Jahren vor für Homosexualität. Jedoch im Einflussbereich des IS ist dafür die Todesstrafe üblich.

Irak
Trotz der Tatsache, dass Homosexualität im Irak nicht verboten ist, hat es Berichte gegeben, dass schwule Männer in IS-kontrollierten Gebieten hingerichtet wurden.

Hier noch ein kurzer Einblick in die DEUTSCHE GESCHICHTE

Am 1. Januar 1872 trat der §175 in Kraft. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe.

Im Jahr 1935 verschärften die Nazis den Paragraphen wie folgt: Die mögliche Strafe wurde von 6 Monaten auf 5 Jahre Gefängnis heraufgesetzt und die Begrenzung auf beischlafähnliche Handlungen wurde gestrichen, wodurch jegliche homosexuelle Handlung, welcher Art auch immer, strafbar wurde. Im §175a wurden zudem nun sogenannte besonders schwere Fälle sogar mit bis zu 10 Jahren Zuchthaus bedroht.

Faschistoider Neubeginn der Bundesrepublik Deutschland!
Das verbrecherische Gesetz der Nazis wurde von der BRD ohne jede Veränderung übernommen und galt in dieser Form bis zum Jahr 1969. Dies bedeutete für viele Schwule, dass ihre Entlassung aus dem KZ nur von kurzer Dauer war und sie für den Rest ihres Leben als Vorbestrafte durchs Leben gehen mussten. Teils hatten sie ihre Reststrafe in Bundesrepublikanischen Gefängnissen abzusitzen. Ein Großteil der Bevölkerung missbilligte Homosexualität und diskriminierte schwule Männer in schlimmster Form. Der Geist der Nazis lebte in vielen Köpfen weiter. Endgültig abgeschafft wurde der §175 erst im Jahr 1994. Bis dahin hat die Verfolgung das Leben vieler schwuler Männer zerstört. Ein bis heute ungesühntes Verbrechen!

In der DDR
wurde seit 1957 kein Mann mehr wegen Homosexualität bestraft. Die bis 1989 noch geltende Sondervorschrift für Homosexuelle wurde bis dahin nicht mehr beachtet.

Noch heute ist Schwuli, schwule Sau u.ä. eines der am meisten verwendeten Schimpfwörter in Deutschen Schulen!
Eine Folge der bis heute nicht konsequent bekämpften Diskriminierung in Deutschland ist, dass homosexuelle Jugendliche eine vier bis siebenmal höhere Selbstmordrate haben als heterosexuelle Jugendliche.
(siehe hier: coming-out-day.de/informationen/fakten.html).

Es gilt also nicht nur kritische Blicke auf das Ausland zu richten, sondern auch auf unser eigenes Land…

IHfL
Peter K.

 

Advertisements

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.