Hinrichtungsaufschub für Vernon Madison

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Vernon Madison

Der US-Bundesstaat Alabama beabsichtigte am 25.01.2018 Vernon Madison hinzurichten, für die Ermordung von Julius Schulte am 18. April 1985. Nach 32 Jahren im Todestrakt sollte er nun sterben, aber er bekam einen neuen Aufschub. (siehe auch)

Eine halbe Stunde vor der Exekution entschied der Richter Clarence Thomas die Hinrichtung temporär zu stoppen. Zweieinhalb Stunden später wurde der grausame Ritualmord des Staates Alabama durch den Obersten Gerichtshof der USA gestoppt, weil ein Antrag der Verteidigung geprüft werden muss. Es gibt Zweifel an seiner geistigen und seelischen Kompetenz. Seine Anwälte berichten, Madison hätte mittlerweile mehrere Infarkte im Gefängnis durchlebt und wäre nicht mehr in der Lage überhaupt zu verstehen, warum er hingerichtet werden soll. Er habe auch sein Augenlicht und die Sprache durch die Schlaganfälle verloren. Im Jahr 2016 sollte Madison bereits hingerichtet werden (siehe unseren Bericht).

Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Für das was der US-Bundesstaat Alabama mit Vernon Madison tut, gibt es nur ein Wort: Folter! – Nicht nur die 32 Jahre im Todestrakt, sondern die immer wieder angesetzten Hinrichtungen sind eine unvorstellbare Quälerei für einen solchen Menschen. Man bedenke: Der temporäre Aufschub kam erst 30 Minuten vor der Exekution. Man kann sich kaum vorstellen, was ein solcher Mensch durchmacht, wenn er kurz vor seiner Hinrichtung steht und dann bangen muss – zweieinhalb Stunden, bis der endgültige Aufschub entschieden wird. Das ist exakt Folter. Die USA ein Folterstaat, der sich an seinen Gefangenen immer wieder gnadenlos vergeht. Im Namen eines Gesetzes, das diese Folter legitimiert und damit solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermöglicht.

IHfL
Peter K.

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