Alabama: Verwirrt, krank, blind, stumm – Hinrichtung am 25.01.18

Vernon Madison soll sterben

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Vernon Madison

Der US-Bundesstaat Alabama beabsichtigt am 25.01.2018 Vernon Madison hinzurichten, für die Ermordung von Julius Schulte am 18. April 1985. Seit 32 Jahren wird Vernon Madison dafür mit den Bedingungen im Todestrakt und der ständigen Angst vor seiner bevorstehenden Hinrichtung gefoltert.

Am 18. April 1985 kehrte Madison zurück zur Wohnung von Cheryl Green, von der er seit kurzem getrennt war und wollte einige persönliche Dinge abholen. Es kam zu einem Streit und Madison schien sehr wütend gewesen zu sein. Ein anwesender Polizist, welcher nicht in Uniform war, aber eine Plakette trug, die ihn als Mitglied der mobilen Polizeibehörde kennzeichnete, saß in seinem Auto und die beiden sprachen mit ihm. Madison holte eine Pistole und erschoss den Polizisten, dann schoss er auf Chery, bevor er floh. Sie überlebte ihre Verletzungen. Später gestand er einem Bekannten, dass er „gerade einen Polizisten getötet habe“.

Madison wurde am nächsten Tag verhaftet und im November 1985 zum Tode verurteilt. Seine Strafe wurde zweimal aufgehoben, aber bei den Neuverhandlungen erhielt er immer wieder die Todesstrafe.

Im Jahr 2016 sollte Madison bereits hingerichtet werden (siehe unseren Bericht). Jedoch gab es Zweifel an seiner geistigen und seelischen Kompetenz. Seine Anwälte berichten, Madison hätte mittlerweile mehrere Infarkte im Gefängnis durchlebt und wäre nicht mehr in der Lage überhaupt zu verstehen, warum er hingerichtet werden soll. Er habe auch sein Augenlicht und die Sprache durch die Schlaganfälle verloren.

Man fragt sich unmittelbar, „WELCH GEISTES KIND“ ein Justizsystem und seine ausführenden Personen sind, sich an einem alten, verwirrten, kranken, blinden Mann zu vergreifen, der nicht einmal mehr sprechen kann. Sicher, seine Tat war ein schweres Verbrechen. Jedoch offensichtlich begangen in schwerer Erregung durch die Trennung von seiner Freundin. Nicht zu entschuldigen, jedoch in diesem Kontext sicher etwas ganz anderes, als ein kaltblütig geplanter Mord. Aber selbst wenn man keine mildernden Umstände fände, so wäre er in Deutschland nach den vergangenen 32 Jahren sicher wieder auf freiem Fuß – das ist bei uns Recht und vom Grundgesetz geschützt, welches die Todesstrafe verbietet. In Alabama jedoch will man nun einen neuen Mord begehen. Im Namen des Volkes und einer martialischen Rechtsprechung. Einen Mord an einem hilflosen, alten, verstörten Mann, der nicht mal mehr weiß, warum er ermordet werden soll. Traurig, welch niedere Instinkte diese Justiz zu steuern scheinen…

Wer um Gnade für Vernon Madison bitten möchte kann die folgenden Links nutzen:

Kontaktiert Gouverneurin Kay Ivey und bittet sie die Hinrichtung zu stoppen. Dazu folgender Link: http://216.226.177.218/forms/contact

Die Gouverneurin kann aber auch über Twitter erreicht werden:
https://twitter.com/governorkayivey

Auf folgender Webseite gibt es eine Petition für Vernon Madison. Dabei kann der Text problemlos verändert werden. Ohne Textveränderung hat die Mail einen katholischen Glaubensbezug:
https://catholicsmobilizing.org/action/2017-12/stop-execution-vernon-madison

IHfL
Peter K.

 

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