Sie haben ihn 8 mal ermordet

Alabama: Thomas Arthur ist Tod

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Thomas Arthur

Thomas Arthur (75) bekam noch einen kurzen Aufschub, dann ermordeten sie den alten Mann mittels einer tödlichen Injektion. Es ist möglich, dass mit ihm ein unschuldiger Mann hingerichtet wurde. Wie immer hat sicher jeder „nur seinen Job“ gemacht… Uns bleibt nur das Entsetzen über ein krankes System, das sich das Recht herausnimmt zu foltern und zu morden…

Thomas Arthur musste bereits folgende Hinrichtungstermine über sich ergehen lassen:
2007 (2 Termine), 2008, 2011, 2012, 2015, 2016 und nun der endgültige Termin am 25. Mai 2017. Jedes mal mussten er und all seine Lieben durch die Hölle gehen, jeder Termin eine erneute Qual – ein Mord in ihrer Seele. (Wir haben in der Vergangenheit schon mehrmals über seinen Fall berichtet und möchten für Details auf diese Artikel verweisen: http://wp.me/p2X1th-1U0 – http://wp.me/p2X1th-1W3 – http://wp.me/p2X1th-2xC) – (sowie auf folgenden englischsprachigen Artikel über die Hinrichtung:  http://www.timesdaily.com/news/local/tommy-arthur-has-been-executed/article_9ca44e35-b415-51ac-9f44-18773a702546.html)

Seit 1982 bangten seine Lieben um sein Leben. Und erlebten 7 mal seine bevorstehende Hinrichtung, um nun endgültig Abschied von ihm nehmen zu müssen. Wir denken an die Bilder des Kirchentages: Obama und Angela Merkel plaudern und labern über eine bessere Welt… Frau Merkel, was bitte haben sie gegen diesen „Schurkenstaat“, um mal dessen Terminologie zu verwenden, unternommen? Wann haben sie Herrn Obama denn wirklich mal „auf die Füße getreten“? – Denn genau dieser Herr Obama hat nichts während seiner Amtszeit gegen die Verbrechen an den Gefangenen getan. Im Gegenteil, er hat sich für die Todesstrafe ausgesprochen. Von Herrn Trump wollen wir erst gar nicht reden… Die Regierung der BRD macht sich durch ihr schweigen mit schuldig an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den USA.

Vor seiner Hinrichtung hat Thomas Arthur sowohl das Frühstück als auch die letzte Mahlzeit verweigert. Aber er wünschte sich ein Foto seiner Familie im Hinrichtungsraum. Als der Vorhang geöffnet wurde, winkte er seiner Tochter und gab ihr ein „Daumen hoch“, dann schaute er gerade aus und seufzte ein paar mal. Dann schaute er wieder zu ihr und sie winkte ihm zu. Er entschuldigte sich bei einem Wärter mit den Worten: „Entschuldigen sie, dass ich so nervös bin“. Dann verabschiedete er sich bei seinem Sohn und seiner Tochter: „Tut mir leid, dass ich als Vater versagt habe, ich liebe euch mehr als alles auf dieser Erde.“

Wir möchten abschließend betonen, dass mit Thomas Arthur vielleicht ein unschuldiger Mann hingerichtet wurde, denn 2008 gestand ein anderer Gefangener, Bobby Ray Gilbert, er habe das Verbrechen, ein Auftragsmord an Troy Wicker im Jahr 1982, begangen. Arthur selbst beantragte daraufhin eine Untersuchung der Perücke, die der Täter zur Tarnung getragen hatte, auf seine DNA, um seine Unschuld zu beweisen. Dies wurde jedoch abgelehnt, da der Oberste Gerichtshof entschieden hatte, dass kein Recht auf DNA-Tests bestehe, die eine Unschuld beweisen können.

IHfL
Peter K.

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