Eltern des Opfers wollen Hinrichtung in Texas verhindern

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Paul Storey

Der US-Bundesstaat Texas will am 12. April Paul Storey exekutieren, für den Mord an Jonas Cherry am 16. Oktober 2006. Ein Jurymitglied bedauert heute seine Entscheidung für die Exekution. Auch die Eltern des Opfers versuchen die Hinrichtung zu verhindern. Storey wird seit 9 Jahren im Todestrakt von Texas gefoltert.

Die Eltern des Opfers Glenn und Judy Cherry setzen sich für Paul Storey ein. Sie wollen seine Hinrichtung nicht. Dazu haben sie eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, in der sie den Staat dazu auffordern Storey zu verschonen und ihn stattdessen zu Lebenslänglich ohne Bewährung zu begnadigen. In einem Brief an lokale und staatliche Behörden schreiben sie: „Die Hinrichtung von Paul Storey wird uns unseren Sohn nicht mehr zurückbringen… Wir sind davon überzeugt, dass er niemand anderen mehr ermorden kann, wenn er im Gefängnis bleibt. Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden und davon überzeugt, dass damit der gesetzlichen Vergeltung für den Tod unseres Sohnes genüge getan ist.“ Diesen Brief richteten die Eltern von Jonas Cherry an den Bezirksstaatsanwalt Sharen Wilson, Gouverneur Greg Abbott, den Staatsbezirksrichter Robb Catalano und das Texas Board of Pardons and Paroles. Glenn und Judy Cherry sagten auch, sie wissen, wie schwer es ist ein Kind zu verlieren und sie wollen nicht, dass die Familie von Paul Storey genauso leiden muss.

Auch in diesem Fall gab es wieder einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Danach erhielt Storeys Komplize für den Raubmord nicht die Todesstrafe, sondern Lebenslänglich ohne Bewährung.

Jurymitglied bedauert seine Entscheidung
Heute bedauert das Jurymitglied Sven Berger, dass er für die Todesstrafe gegen Paul Storey gestimmt hat. Nachdem er einen psychologischen Bericht über Storey’s Geschichte voller Depressionen und seine „geistige Behinderung“ gelesen hatte, sagte er, er wäre gegen die Todesstrafe gewesen, wenn er diese Beweise gekannt hätte. Aber noch mehr hätte er sich gegen die Höchststrafe entschieden, wenn er gewusst hätte, dass die Familie des Opfers keine Hinrichtung des Täters wolle. Er sagte: „Ich glaube diese Information wäre auch für die anderen Jurymitglieder wichtig gewesen.“

Im folgenden Video kommen die Mutter von Paul Storey und auch sein Anwalt zu Wort:

Weitere Informationen in Englisch auf: http://www.star-telegram.com…

Wer den Gouverneur kontaktieren will, um sich gegen diese Hinrichtung zu äußern, kann dies über folgende Wege tun:

Gouverneur von Texas
Greg Abott
Office of the Governor, P.O. Box 12428
Austin, Texas 78711-2428, USA
(Anrede: Dear Governor / Sehr geehrter Herr
Gouverneur)
Fax: (00 1) 512 463 1849
E-Mail: https://gov.texas.gov/contact/assistance.aspx
über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Hier die Kontaktmöglichkeiten des Begnadigungsausschuss von Texas:
Texas Board of Pardons and Paroles
8610 Shoal Creek Blvd.
Austin, Texas 78757-6814, USA
(Anrede: Dear Board members / Sehr geehrte Mitglieder des Begnadigungsausschusses )
Fax: (00 1) 512 467 0945
E-Mail: bpp-pio@tdcj.state.tx.us

Kopien bitte an:
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Herrn Kent Doyle Logsdon
Geschäftsträger a.i.
Pariser Platz 2
10117 Berlin
Fax: 030-83 05 10 50
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm

Wir können den Eltern von Jonas Cherry nur dankbar sein, denn sie nehmen den Befürwortern der Todesstrafe gleich auf zweierlei Weise die „Luft aus den Segeln“. Zum einen, indem sie selbst keine Vergeltung in dieser Form wünschen und zum anderen, dadurch, dass sie ein besonders wichtiges Argument äußern – die Tatsache, dass durch eine solche Exekution die Familie des Verurteilten durch die selbe Hölle gehen muss, wie sie es leider müssen – den Verlust einen geliebten Menschen…
Dem ist nichts hinzuzufügen!

IHfL
Peter K.

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