Rolando Ruiz soll am 7. März sterben

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Rolando Ruiz

Bereits am 31. August 2016 sollte Rolando Ruiz exekutiert werden, erhielt damals jedoch einen Aufschub (wir berichteten). Nun will der US-Bundesstaat Texas ihn am 7. März hinrichten. Er wurde für den Mord an Theresa Rodriguez (29) im Jahr 1992 zum Tode verurteilt und wird seit Jahrzehnten im Todestrakt von Texas gefoltert.

Mord unter Drogeneinfluss
Es ist wirklich eine schlimme Geschichte, was damals geschah und Rolando hat sich mit schwerer Schuld beladen. Gegen Zahlung von 2000 US-Dollar hat er Theresa Rodriguez erschossen. Ein schrecklicher Auftragsmord… Diese Tat wurde möglich, weil Rolando im Alter von 19 Jahren schwer Drogensüchtig war und diese Tat unter Einfluss multipler Drogen begangen hat.

Rolando tut dies alles heute extrem leid und er steht vor dem Scherbenhaufen seiner Drogensucht. In der Haft hat er sich sehr gewandelt und ist heute nicht mehr der Mensch, der er damals war. Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen. Seine folgenden Sätze stammen aus einem Schreiben dass hier veröffentlicht wurde:

Rolando Ruiz: „…Ich weiß, wie einfach es geschieht, von der Gesellschaft nach entscheidenden und schmerzlichen Fehlern beurteilt zu werden. Doch diese Fehler zeichnen ein ganz und gar unvollständiges Bild von mir als Person. Ich bin heute ein komplett  anderer Mensch als der zugedröhnte Junge, der damals in einer Welt von Drogen und Gewalt unterging. Nur durch die Gnade und Kraft des allmächtigen Gottes habe ich zu mir selbst gefunden. Seine Gnade hat meine Augen und mein Herz geöffnet für ein ganz neues Verständnis des Lebens als wertvolles Geschenk…“

Uns stellt sich immer wieder die Frage danach, welchen Sinn eine solche Hinrichtung hat. Eins ist sicher, das Opfer wird dadurch nicht mehr lebendig und es ist kaum anzunehmen, dass das Leid der Angehörigen von der Ermordeten durch eine solche Exekution gemildert wird. Nein, die Hinrichtung von Rolando wäre nur ein weiteres Verbrechen, das einem Menschen, der sich gewandelt hat, das Leben nimmt. Ein weiteres Verbrechen mit einer Vorbereitungszeit von Jahrzehnten,  ausgeführt von einem Staat, der in martialischen Todesritualen gefangen ist und nur einen Weg zu kennen scheint, den der Rache. Aber eine solche Rache ist sinnlos und zerstörerisch. Sie wird wieder Menschen tief in ihrer Seele verletzen, denken wir nur an die Angehörigen von Rolando…

Wir bitten unsere Leser, sich für Rolando und gegen seine Hinrichtung einzusetzen. Dazu hier die folgenden Kontaktmöglichkeiten zum Gouverneur von Texas:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter Koch

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