Alabama foltert Mann zu Tode

13 Minuten kämpfte Ronald Smith mit dem Tod

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Ronald Smith

Der US-Bundesstaat Alabama hat Ronald Smith wie vorgesehen hingerichtet. Dabei kam wieder das umstrittene Mittel Midazolam zum Einsatz. Die Folge: Das Opfer erlitt wohl 13 Minuten lang Höllenqualen, hustete die ganze Zeit, bis er starb. Smith wurde für den Mord an Casey Wilson im Jahr 1994 zum Tode verurteilt.
Wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-20f

Diese Katastrophe war vorhersehbar.
Nicht umsonst ist die Hinrichtung mittels drei verschiedenen Giften, wobei Midazolam als erstes verabreicht wird, höchst umstritten. Denn auch in der Vergangenheit ist es dabei immer wieder zu erheblichen Quälereien für die Verurteilten gekommen. Midazolam soll bei diesen Exekutionen dafür sorgen, dass der Gefangene bewusstlos ist, bevor die beiden anderen Mittel gespritzt werden, welche den Gefangenen lähmen und dann sein Herz anhalten sollen. Da Midazolam jedoch kein Schmerzmittel enthält, kommt es immer wieder vor, dass die Opfer wieder Bewusstsein erlangen, da die beiden anderen Mittel extreme Schmerzen erzeugen.

Zynische Erklärung der Gefängnisleitung
Laut Aussage der Gefängnisleitung, wäre jedoch alles in Ordnung gewesen, bei der Hinrichtung. So habe man einen Bewusstseinstest gemacht, wobei sich beim ersten, ein Arm von Smith bewegte und beim zweiten Versuch er den rechten Arm angehoben hat. Eigentlich ein klares Zeichen dafür, dass Smith nicht wirklich Bewusstlos war. Dennoch verabreichten sie daraufhin die tödlichen Medikamente. Wie Augenzeugen berichten hustete Smith anschliessend 13 Minuten lang. Jedoch meinte die Gefängnisleitung es habe sich dabei sicher nicht um eine bewusste Reaktion gehandelt. Eine wahrlich zynische Erklärung.

Auch gibt es Hinweise darauf, dass Smith eigentlich zwei Dosen Midazolam benötigt hätte um vollkommen bewusstlos gemacht zu werden. Jedoch sei nicht wirklich klar, ob er diese zweite Dosis überhaupt erhalten hat.

Midazolam offensichtlich ein Risiko
Midazolam wird eigentlich zur Beruhigung von Patienten genutzt, um ihnen die Angst vor Operationen zu nehmen und dennoch die Patienten ansprechbar zu halten. Erst später wird eine entsprechende andere Droge gegeben, um die Patienten richtig zu betäuben. Jedoch genau dieses Midazolam ist momentan das erste Mittel der Wahl, das in den USA verwendet wird, bei Exekutionen durch Injektion. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Midazolam das Opfer nicht richtig betäubt und das Mittel keinerlei schmerzstillende Wirkung hat. Und dies, wo es eine unumstößliche Tatsache ist, dass zumindest das dritte Mittel (meist Kaliumchlorid), welches das Herz anhalten soll, bei einer Hinrichtung extremste Schmerzen verursacht !
Wird bei der Injektion ein Fehler begangen oder taucht ein Problem auf, wodurch das Kaliumchlorid nicht richtig in den Blutkreislauf gelangt, sondern in das umliegende Gewebe, so wird diese Kombination zu einem unvorstellbar schmerzhaften Höllenritt in den Tod, wobei der Gefangene das Gefühl hat innerlich zu verbrennen. Dieses schlimme Schicksal traf auch den Gefangenen Clayton Lockett. (Wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-ta)

Die Praxis der Todesstrafe zeigt erneut, dass viele Staaten der USA sich weigern, ein Teil der zivilisierten Welt zu werden. Und Obama, Clinton und Trump sind dabei für die Todesstrafe!

IHfL
Peter Koch

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