Jury: Lebenslang – Richter: Todesstrafe

Alabama: Ronald Smith soll am 08.12.2016 sterben

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Ronald Smith

Seit 1996 wird Ronald Smith im Todestrakt von Alabama gefoltert. Nun soll er für den Mord an Casey Wilson im Jahr 1994, durch den US-Bundesstaat Alabama, hingerichtet werden. Obwohl die Jury mit 7 zu 5 Stimmen gegen die Todesstrafe entschied, verurteilte ihn der Richter zum Tode.

Am 8. November 1994 fuhr Ronald mit zwei Kumpels mit dem Auto in der Gegend herum im Kreis C in Huntsville, Alabama. Die Gruppe beschloss einen Supermarkt zu überfallen. Während seine Mitfahrer im Wagen blieben betrat Ronald den Laden, in dem nur eine Person anwesend war, Casey Wilson. Wie auf Überwachungsaufnahmen zu sehen, bedrohte er Casey mit einer Pistole und schloss ihn in eine Toilette ein. Nachdem Ronald versuchte die Kasse aufzubrechen, was ihm nicht gelang, versuchte er einen Tresor unter der Theke zu öffnen, indem er das Zahlenschloss manipulierte. Tatsächlich bekam er den Tresor auf. Danach soll er den Angestellten erschossen haben.

Die Jury entschied sich für Lebenslänglich als Strafe, jedoch der Richter hob diesen Juryspruch auf und verurteilte ihn zur Höchststrafe. Dagegen wurde beim höchsten Gericht von Alabama Beschwerde eingelegt. Doch der Alabama Supreme Court entschied, dass seine Hinrichtung dennoch stattfinden könne. Eine Entscheidung die im krassen Gegensatz zu dem Urteil im Fall Hurst steht. Das Oberste Gericht der USA hatte in einer 8 zu 1 Abstimmung im Januar 2016 die Regeln bei Verurteilungen zum Tode in Florida für verfassungswidrig erklärt. Diese Entscheidung wurde in dem Verfahren Timothy Lee Hurst gegen Florida gefällt. Der US Supreme Court kritisierte, dass das Rechtssystem in Florida den Richtern zu viel Macht einräume, bei der Entscheidung die Todesstrafe zu verhängen. In ihrer Entscheidung erklärten die Richter die entsprechenden Regeln Floridas für verfassungswidrig, weil die Juroren dort lediglich eine beratende Funktion ausübten. Die staatlichen Vorschriften Floridas verlangen vom Richter die endgültige Entscheidung zu treffen. Momentan sind in Florida alle Hinrichtungen ausgesetzt. Derzeit kämpfen dort die Gefangenen im Todestrakt für die Aufhebung ihrer Verurteilungen…
Siehe auch:  Todesstrafe Florida: Hoffnung auf neue Verfahren?
Jedoch scheint dies alles die Verantwortlichen in Alabama nicht zu interessieren! Ein trauriges Beispiel für das verkommene Rechtssystem dort.

Wenn auch die Tat von Ronald Smith bei vielen das Mitleid in Grenzen halten sollte, so müssen wir bedenken, dass in der BRD er wahrscheinlich schon wieder auf freiem Fuß wäre, denn jeder Mensch sollte eine zweite Chance bekommen.

Wer sich gegen die Hinrichtung einsetzen möchte, findet hier folgende Möglichkeiten:

Per Mail an den Gouverneur Robert Bentley:
governorrobertbentley@governor.state.al.us

Per Mail an das Alabama Board of Pardons and Paroles:
pardons@paroles.alabama.gov

Tweet:
@GovernorBentley


IHfL
Peter Koch

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