Hinrichtung heute: Dringende Aktion!

Georgia will John Conner heute ermorden

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John Wayne Conner

Seit 34 Jahren  wird John Wayne Conner im Todestrakt durch den US-Bundesstaat Georgia gefoltert. Jetzt soll er durch eine tödliche Injektion sterben. Weder die geistige Behinderung, noch seine schwere Kindheit konnte den US-Bundesstaat erweichen…

Im Jahr 1982 geriet Conner in einen Streit mit James T. White. Conner war gemeinsam mit seiner Freundin Beverly Bates und White am 9. Januar 1982 zu deren Haus gegangen, nach einer Party. Sie hatten schon viel Alkohol getrunken und Drogen konsumiert. Gegen Mitternacht machten sich die beiden Männer auf den Weg mehr Alkohol zu besorgen. Dabei kam es zu einem Streit, weil White wohl zu ihm sagte, er wolle mit Conners Freundin schlafen. Dies verärgerte Conner sehr und die beiden Männer gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung. Conner äußerte sich selbst wie folgt dazu: „Ich wurde wütend und wir hatten den ganzen Weg lang einen Kampf, wobei ich ihn mit einer Flasche schlug und er mich mit einem Ast.“ Am nächsten Morgen wurde James T. White tot in einem Entwässerungsgraben gefunden. Es stellte sich heraus, dass er an seinem eigenen Blut ertrunken war, aufgrund seiner schweren Verletzungen im Gesicht…

Bei der nur dreitägigen Verhandlung verteidigte Conners 26-jähriger Anwalt ihn nur unzureichend und trug keine Beweise vor. Kurz vor dem Verhandlungsabschnitt in dem die Höhe der Strafe verhandelt wird, informierte der Anwalt den Richter, Conner wolle nicht, dass strafmildernde Beweise vorgelegt würden. Daraufhin klärte weder der Anwalt selbst, noch der Richter ihn über die möglichen Folgen dieser Vorgehensweise auf. Und dies, obwohl Conner schon in der Untersuchungshaft versucht hatte, sich das Leben zu nehmen und dadurch mehrere Wochen stationär behandelt werden musste und in vollkommener Ignoranz der Tatsache gegenüber, dass Conner schwer depressiv sei und an einer geistigen Behinderung leidet. Das Urteil lautete: Todesstrafe. Von der schweren Kindheit Conners, in der er von seinem trinkenden Vater schwer misshandelt wurde, aber auch von seiner geistigen Behinderung, seiner Drogen- und Alkoholsucht erfuhren die Geschworenen nichts. Aber auch seine früheren Selbstmordversuche und schwersten Depressionen blieben den Geschworenen verborgen.

Aus der Zeit seiner Inhaftierung wird über ihn meist nur gutes berichtet. Er überwand seine Alkoholsucht, nahm an Maltherapie teil und wurde zu einem Vorbild für andere Gefangene.

Die Todesstrafe und die damit verbundene Folter der Gefangen über Jahrzehnte ist eine Schande für USA. Der Fall Conner zeigt erneut, dass das Vorgehen der Justiz nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun hat. Es ist ein martialisches Rachesystem, das ohne Sinn und Gnade die Verurteilten zu Unmenschen und Monster deklariert und dabei selbst zum unmenschlichen Monster wird.

Wir bitten unsere Leser jetzt noch schnell gegen die kurz bevorstehende Hinrichtung von John Wayne Conner zu protestieren:

Urgent Action von Amnesty International. Dies geht schnell und einfach mit einem Klick per bereits vorbereiteter E-Mail.:
https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-162-2016/hinrichtungstermin-festgelegt

Sowie an den Gouverneur von Georgia über Twitter:
https://twitter.com/GovernorDeal

IHfL
Peter Koch

Bitte beachtet auch unsere Aktion 2016 auf www.lancelot-armstrong.de

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