Am 21. Juni soll ein evtl. Unschuldiger sterben

Udate 17.5.2016: Der „Texas Court of Criminal Appeals“ stoppt die angesetzte Hinrichtung von Robert Roberson.

Das Berufungsgericht hat den Fall an die erste Instanz zurück überwiesen, nachdem die Anwälte Robersons argumentiert haben, die Verurteilung ihres Mandanten sei aufgrund von Pseudowissenschaft geschehen.

Wir danken allen die sich für ihn eingesetzt haben!

IHfL
Peter Koch


Texas will Robert Roberson ermorden

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Robert Roberson III

Kein Staat in den USA vollstreckt mehr Todesurteile als Texas. Dort herrscht eine grausame Todesmaschinerie, die kaum aufzuhalten scheint. Diesmal soll Robert Roberson III diesem staatlichen Mord zum Opfer fallen. Doch wer denkt, dieses grausame Schicksal treffe einen Schuldigen, könnte irren.

Robert Roberson wurde am 21. Februar 2003 zum Tode verurteilt (seitdem foltert ihn der Staat Texas im Todestrakt), weil er seine 2 Jahre alte Tochter Nikki getötet haben soll. Dabei wird ihm unterstellt, er hätte wissentlich ihren Tod herbeigeführt. Aber es kommt noch schlimmer. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, das kleine Mädchen auch noch vergewaltigt zu haben. Angeblich wurde dies von einer Krankenschwester bestätigt, die eine Erstuntersuchung vornahm. Jedoch sind bei der Autopsie keine entsprechenden Hinweise gefunden! Dies hinderte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht daran, weiterhin über diese unbewiesenen Behauptung zu sprechen. Zudem behauptet Robert Roberson seit 2004, dass nicht er, sondern die Schwester seiner ehemaligen Freundin das Kind geschüttelt habe.

Roberson leidet seit einem Autounfall an einer schweren Gehirnverletzung und war infolgedessen nicht in der Lage richtig zu handeln, nachdem das Kind verletzt wurde. Er musste erst bei seiner Mutter telefonisch nachfragen, was er tun solle. Sie riet ihm mit dem Kind ins Krankenhaus zu gehen, was er dann auch tat. Dort starb es an seinen Verletzungen. Der Psychiater der Verteidigung durfte in der Schuld-Unschuld-Phase des Prozesses nicht aussagen.

Dr. Janet Squires, eine am Gerichts zugelassene Kinderärtzin, sagte als Zeugin der Anklage, sie hätte das Mädchen kurz vor ihrem Tod untersucht und dabei nicht nachweisen können, dass die Verletzungen vorsätzlich entstanden seien.

Wir können hier natürlich nicht die Frage klären, ob Roberson unschuldig ist am Tod seiner Tochter, aber offensichtlich gibt es viele Ungereimtheiten in Robersons Fall. Auch sind wir entschiedene Gegner der Todesstrafe.

Darum bitten wir unsere Leser an den Gouverneur von Texas zu schreiben und um einen Hinrichtungsstopp zu bitten:
https://gov.texas.gov/contact/
oder über Twitter: https://twitter.com/GovAbbott

Ein solches Schreiben könnte wie folgt aussehen:

Dear Mr. Abbott,
I’m writing this message on behalf of Robert Roberson III, a convicted
death row inmate sheduled to be executed on June 21 this year.
First of all I clearly admit that I do not know whether Mr Roberson is
innocent or not. However, there are some facts surrounding the case that
cannot be ignored:
By the time the crime occured, Mr Roberson was mentally impaired due to
a brain damage caused by a car accident.
The autopsy of his daughter’s body did not reveal any evidence of the
sexual abuse or rape Mr. Roberson was accused of.
The certified doctor who testified in court on behalf of the prosecution
said she could not be sure that the wounds on the body were the result
of a violent attack.
Furthermore, the psychologist who was asked to testify for the defense
was not allowed to do so during the most vital part of the trail.
Once again I confirm that I don’t know whether Mr. Roberson committed
that crime or not but with all the above mentioned facts reasonable
doubts are raised.
As a German I respectfully disagree with the practice of capital punishment.
With respect to that and considering the circumstances of Mr Roberson’s
case, I’m begging you to spare his life, grant him a new trial or if he
should prove guilty at least overturn the conviction and sentence him to
imprisonment for life.
Yours sincerely,

Wir bedanken uns bei dem Autor dieser Zeilen für die freundliche Unterstützung.

IHfL
Peter Koch

Wir bitten auch um Beachtung unserer Aktion 2016 auf www.lancelot-armstrong.de

 

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