Schande für Europa – Todesurteil

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Dieser Button, vom Comic-Künstler „Kaivel“, ist auf unserer Webseite erhältlich, gegen eine kleine Spende für Lancelot Armstrong.

Todesstrafe in Weißrussland

Am 20.11.2015 wurde Ivan Kulesh in Weißrussland zum Tode verurteilt. Belarus ist der einzige Staat Europas, der noch die Todesstrafe verhängt.

Urgent Action von Amnesty International
In einer dringenden Aktion wendet sich jetzt Amnesty International an euch, um gegen dieses Todesurteil zu protestieren. Es geht dabei nicht darum, was der Verurteilte getan hat, sondern darum, dass die Todesstrafe nicht toleriert werden darf, weil sie eine eklatante Verletzung der Menschenrechte darstellt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme an der Aktion – siehe: www.amnesty.de/urgent-action/ua-266-2015/zum-tode-verurteilt

Bei diesem Thema ist auch vor allem das EU-Mitglied Ungarn in die Schlagzeilen geraten. Dessen Regierungschaf Orban hatte sich immer wieder mit Äußerungen pro Todesstrafe hervorgetan. Nach Druck aus Brüssel „ruderte er jedoch zunächst zurück“.

IHfL
Peter K.

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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9 Antworten zu Schande für Europa – Todesurteil

  1. Wolfgang schreibt:

    Mein Vorschlag an den Betreiber dieser Internetseite wäre, daß er an dieser Stelle einen deutlich sichtbaren Link veröffentlicht, unter welchem er damals selbst gegen die Anweisungen zur Durchführung der Todesstrafe im Gesamteuropäischen Raum protestiert hat…
    Dies würde ein Zeichen dafür setzen, daß Lance nicht dem ach so opportunen und dem neuerlich vor political correctness strotzenden Eastern-Block bashing verfallen ist.

    • Wir empfinden ihren Kommentar mehr als Kontraproduktiv. „Eastern-Block bashing“ betreiben wir schon mal gar nicht, denn wenn sie sich auch nur kurze Zeit unser Nachrichtenblog angesehen hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass es in unserem Blog fast immer um die Todesstrafe in den USA geht. Dies liegt bekanntlich im Westen.
      Lancelot Armstrong ist übrigens seit 1991 im Todestrakt von Florida eingesperrt, auch dies hätten sie problemlos erfahren können auf unseren Webseiten.
      Wir bitten sie also in Zukunft uns mit solch unproduktiven Beiträge, die gleichzeitig auch noch leicht aggressiv scheinen, zu verschonen. Denn der Kampf gegen die Todesstrafe und im Besonderen um das Leben unseres Freundes Lancelot Armstrong, ist ermüdend genug. Da brauchen wir so was nicht.

      Mit freundlichen Grüßen

      IHfL
      Peter K.

  2. sascha313 schreibt:

    Wenn man über die Frage „Todesstrafe – ja oder nein?“ verhandelt , sollte man sich zunächst über die „Rechtmäßigkeit“ eines solchen Urteils im Klaren sein. In der Rechtsgeschichte ist die Todesstrafe sehr verbreitet. Was aber nicht heißt, daß sie in jedem Falle auch moralisch zu rechtfertigen wäre. Dabei ist auch zu berücksichtigen, daß der Staat jeweils das Machtinstrument der herrschenden Klasse ist.Mit anderen Worten: Das Gesetz – die lex – im Sinne des nationalen Rechtes ist der in die gehörige Form gekleidete Akt der gesetzgebenden Gewalt des Staates. Und es ist ein Unterschied, ob die machtausübende Klasse demokratisch legitimiert ist und auf dem festen Boden der Gesetze steht, oder ob es sich im Gegensatz dazu um eine faschistische Tyrannei und Willkürherrschaft handelt.

    Die Verurteilung und Hinrichtung einiger Nazi- und Kriegsverbrecher in Nürnberg wäre nicht möglich gewesen, wenn es kein einheitliches Statut und alle dazu gehörenden Vorschriften gegeben hätte. Damit hatte auch der aus Furcht vor der Verantwortung vorgebrachte Grundsatz „nullum crimen sine lege“ jegliche Bedeutung verloren. Und Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit konnten bestraft werden. Die Todesstrafe war also gerechtfertigt. Es muß allerdings auch festgestellt werden, daß die schwersten von den Hitler-Leuten begangenen Verbrechen nach allen Strafgesetzordnungen der Welt strafbare Handlungen darstellten. Wer also hier das Höchstmaß einer Strafe generell ablehnt, stellt sich damit völlig zwangsläufig auf die Seite der Verbrecher. Dabei der Kriegszustand keine Ausnahme, denn er ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen (gewaltsamen) Mitteln.

    So ist beispielsweise der Abschuß des russischen Militärflugzeuges und die vorsätzliche Tötung eines abspringenden Piloten ebenso ein Kriegsverbrechen, wie die per „Kommissarbefehl“ ermordeten sowjetischen Politoffiziere.

    • Für uns ist jede geplante Tötung Mord. Mord mit Mord zu bekämpfen ist für uns nicht akzeptabel.

      • sascha313 schreibt:

        Also war die Hinrichtung der Naziverbrecher – ein Mord???? Verstehe ich das richtig?

      • Wir haben uns doch klar ausgedrückt. Für uns ist jeder geplante Mord ein Mord. Ein Staat darf nicht das Recht haben, im Namen irgend eines Gesetzes, Menschen zu ermorden. Es gibt genug andere Möglichkeiten der Rechtsprechung. Die Nazis haben anderen Menschen das Lebensrecht abgesprochen und gnadenlos gemordet. Wenn wir die Todesstrafe fordern, würden wir uns auf die gleiche Stufe stellen. Menschliches Leben ist für uns nicht verhandelbar.

  3. Peter Spangenberg schreibt:

    Vorbildlich konsequent gedacht! Ich gehe noch einen Schritt weiter und bezweifle die generelle Schuldfähigkeit der Täter. Viele Verbrechen geschehen aus Gier. Gier ist aber nicht einfach böse, sondern oft eine zwingende Folge von falschen gesellschaftlichen Vorbildern, Anreizen und sonstigen Erziehungswerkzeugen. Damit gerät der Dopamin-Steuerkreislauf des Verhaltens aus der Bahn und erzeugt Suchtschäden in Form untergehenden Hirngewebes dort, wo das Verhalten durch den kurzen Dopamin-Rausch-Effekt programmiert wird. Der Mandelkern ist ein bekanntes Areal im Hirn, welches sogar ganz verkümmern kann. Mit eindeutigen und längst bekannten Folgen (Verhaltensstörungen). In höheren Suchtstadien kann und wird Strafe nicht mehr verhaltensbessernd wirken, da keine Strafe den Mandelkern repariert und die Sucht abstellt. Therapie wäre die bessere Idee. Dummerweise gelten gerade die von der Gier angefixten Leute in den ersten Suchtstadien als besonders cool, erfolgreich und nachahmenswert! Das sind die, die ihre Ellbogen ausklappen, zuerst zugreifen, weniger Rücksicht nehmen und beim Steuerrecht, bei Alkohol am Steuer und beim Teilen eines gemeinsam verdienten Lohnes für sich eine Extrawurst beanspruchen. Wer andere ausnutzt, betrügt und beraubt, hat natürlich kurzfristig Vorteile und kann mit dem so simulierten höheren Leistungslevel auch angeben. Mehr dazu steht bei http://www.psverlag.de/artikel/geldsucht.html. Strafen wirken also schon schwächer als Belohnungsanreize Verhalten verbessernd. Und je stärker der Mensch von Gier oder anderen Geisteskrankheiten befallen ist, um so weniger funktioniert Umerziehung durch Strafe. Entzug mit angemessenen Sicherheitsmaßnahmen sowie anschließend betreutes Wohnen mit schrittweiser Übertragung von Selbstbestimmung in Anpassung an die erzielten Fortschritte wäre mein Vorschlag.

  4. sascha313 schreibt:

    Wir verurteilen die Justiz-Morde in den USA ebenso wie Sie. Dazu gehört für uns z.B. auch der Mord an Ethel und Julius Rosenberg! Auch die gezielten Todesschüsse durch Polizisten sind ein Verbrechen. Doch nicht nur der USA-Imperialismus ist verbrecherisch, die Blutspur zieht sich um den gesamten Erdball.

    Das Urteil von Nürnberg ist auch heute noch von entscheidender Bedeutung. Ich weiß nicht, ob Sie sich dessen nicht bewußt sind. Am 1. Oktober 1946 wurden gemäß Artikel 27 des Statuts durch den Internationalen Gerichtshof 12 führende Nazi- und Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Das war nicht irgendein Prozeß, sondern ein äußerst ernstzunehmendes Verfahren, bei dem das Hohe Gericht aufgrund der Schwere der Tat zu diesem (und zu keinem anderen!) Urteil kam und kommen mußte. Wenn Sie diese Todesurteile aber ablehnen, weil sie sie etwa einem beliebigen Justizmord gleichsetzen, so tun Sie damit nichts anderes, als was die Verteidiger der Nazis auch taten.

    • Die Todesstrafe ist für uns nicht diskutierbar. Es liegt auch nicht in unserem Interesse, die Verbrechen der Nazis zu verharmlosen. Im Gegenteil, wir sehen das sicher ähnlich so wie sie. Jedoch werden sie wohl akzeptieren müssen, dass wir dennoch gegen jedes Todesurteil sind. Und mit der Hinrichtung einiger führenden Personen war und ist der Faschismus nicht ausrottbar. Gerade als Antifaschisten ist es für uns von zentraler Wichtigkeit gegen jede Hinrichtung zu sein. Und natürlich war die Kommunistenverfolgung unter McCarthy ein Verbrechen… IHfL Peter K.

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