Marcus Ray Johnson soll sterben…

Nächste Exekution in Georgia/USA für 19.11.2015 geplant

Marcus Ray Johnson

Erst Ende September diesen Jahres ermordete der US-Staat Kelly Gissendaner und nahm damit ihren Kindern die Mutter (siehe: http://wp.me/p2X1th-xs). Nun soll Marcus Ray Johnson am 19. November hingerichtet werden.

Marcus Ray Johnson (50) wurde zum Tode verurteilt für den Mord an Angela Sizemore (34) im März 1994. Sie lernten sich am Tag des Verbrechens in einer Bar kennen und sollen sich geküsst, sowie viel Alkohol konsumiert haben. Kurz darauf wurde Angela Sizemore erstochen aufgefunden und Zeugen sagten aus, sie hätten Johnson gesehen, wie er sich von dem Ort entfernte, wo die Leiche lag.

Als die Polizei Johnson verhaftete, sagte er zu den Beamten: „Ich bin Marcus Ray Johnson, ich bin die Person, die sie suchen.“ – Dies äußerte er, bevor die Polizisten die Gelegenheit hatten ihm mitzuteilen, warum sie ihn verhaften. Johnson sagte aus, er habe versucht Sex mit Frau Sizemore zu haben, aber sie wollte nur kuscheln und so lies er von ihr ab. Er erinnere sich daran, dass er sie ins Gesicht geschlagen habe und sich zu Fuß entfernte, ansonsten erinnere er sich an nichts weiter, bis er in seinem Vorgarten erwachte.

Aus den Untersuchungen geht hervor, dass auf Angela Sizemore wohl rund 40 mal mit einem Messer eingestochen wurde. DNA Untersuchungen ergaben, dass sich an Johnsons Kleidung Blut des Opfers befunden hat.

Glaubt man dem Verurteilten, so hat er jedoch keinerlei Erinnerung an die eigentliche Tat, wohl aufgrund des hohen Alkoholkonsums. Nun soll er sterben wegen eines Verbrechens von dem er nur aus den Erzählungen anderer weiß.

Marcus Ray Johnson hat 27 Jahre seines Lebens im Todestrakt von Georgia verbracht. In Deutschland hätte er eine zweite Chance bekommen, denn die meisten Lebenslänglichen werden hier nach ca. 15 – 20 Jahren freigelassen. In den USA erlebte er stattdessen 27 Jahre Folter, fast drei Jahrzehnte Einzelhaft und Angst, die nun durch seine Exekution beendet werden soll… Der Psychiater Stuart Grassian berichtet in seinen Forschungsergebnissen zur Einzelhaft, das häufig Fälle von Ruhelosigkeit, psychotischem und selbstzerstörerischem Verhalten bei den Gefangenen auftreten. Das Wort „Menschenrechte“ für dieses System wohl nur eine Ansammlung von Buchstaben, die „zufällig“ diese Bezeichnung bilden…

Wer etwas gegen diese Hinrichtung tun möchte, kann das „Georgia Board of Pardons and Paroles“ kontaktieren und darum bitten, diese Hinrichtung zu stoppen.
Mail: clemency_info@pap.state.ga.us
Twitter: @GA_ParoleBoard

Über folgende Seite kann auch der Gouverneur Nathan Deal angeschrieben werden:
https://gov.georgia.gov/webform/contact-governor-domestic-form

IHfL
Peter Koch

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