USA: Gnadenlose blutige Rachejustiz geht weiter

Nächste Hinrichtung in Texas am 18. Nov. 2015

Raphael Holiday

Mit weit über 500 Hinrichtungen seit 1976  führt der US-Bundesstaat Texas die traurige Liste der Exekutionen in den USA an. Dabei zeigt sich der Gouverneur Greg Abbott stets unbeeindruckt von den vielen Protesten besorgter Bürger in der ganzen Welt. Diesmal soll Raphael Deon Holiday (36 Jahre alt) am 18. November durch die Giftspritze sterben.

Raphael Deon Holiday wurde zum Tode verurteilt wegen des Mordes an seiner einjährigen Tochter und seinen beiden Stieftöchtern, im Alter von fünf und sieben Jahren, in Madison County, Texas. Seit 13 Jahren wartet er auf seine Hinrichtung im Todestrakt von Texas.

Er lebte im Jahr 2000 mit seiner Freundin Tami Lynn Wilkerson und den drei Kindern in einem Blockhaus, das von ihrem Vater errichtet wurde. Im März beschuldigte Frau Wilkerson ihn, ihre älteste Tochter sexuell missbraucht zu haben und zeigte ihn deswegen an. Sie erreichte auch eine Schutzanordnung gegen ihn, so dass er die Kinder nicht mehr sehen durfte. Holiday musste das Blockhaus verlassen. Dennoch kam es zu weiteren Treffen mit Frau Wilkerson und seiner Tochter, zwischen April und August 2000.

Im August kontaktierte er Frau Wilkerson und bat sie ihm beim starten seines Autos zu helfen. Bei diesem Treffen soll er sie zum Sex gezwungen haben, indem er vorgab, er sei bewaffnet. Er soll später das Haus angesteckt haben, wobei die drei Kinder verbrannten. Holiday sagte aus, dass er die Kinder nicht töten wollte.

Laut der Aussage eines Psychiaters, soll Holiday unter Depressionen und großen
Schwierigkeiten leiden, Frustration und Stress zu bewältigen.

Über folgenden Link kann der Gouverneur Greg Abott erreicht werden um ihn darum zu bitten die Exekution noch zu stoppen:
https://gov.texas.gov/contact/
oder per Tweet: https://twitter.com/GovAbbott

IHfL
Peter Koch

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3 Antworten zu USA: Gnadenlose blutige Rachejustiz geht weiter

  1. Helmut Josef Weber schreibt:

    Nun- ich bin kein Befürworter der Todesstrafe, zumal Verbrecher erst dann in den USA hingerichtet werden, wenn ein deutscher Mörder schon wieder aus der Haft entlassen werden kann.
    Aber ich denke, dass in den USA der Rachegedanke dominiert.
    Nach dem Urteil erst noch viele Jahre auf die Hinrichtung warten lassen und dann den Delinquenten möglichst grausam hinrichten.
    Der Delinquent soll mittels 2000 Volt Gleichstrom bei vollem Bewusstsein gebraten werden, qualvoll an Zyanidgas verrecken, oder bewegungsunfähig innerlich verbrennen.
    Aber was soll man von einem Staat auch erwarten, der seine eigene Urbevölkerung ausgerottet hat und Atombomben auf Zivilisten geworfen hat?
    Wie“ abschreckend“ die Todesstrafe ist, erkennt man daran, dass in den USA t ä g l i c h etwa
    90 Menschen erschossen werden und etwa 700 angeschossen werde, die oft ein Leben lang verkrüppelt bleiben
    Das nennt man in anderen Ländern Bürgerkrieg
    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Also auch Du schreibt:

    Schaut doch mal in diesem Fall auf seine Anwälte…

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