32 Todesurteile falsch?: Entsetzlicher Skandal beim FBI

Offensichtlich Unschuldige in den USA hingerichtet!

fbi

Wie die Washington Post berichtet, ist es zu fatalen kriminaltechnischen Fehlern gekommen. Vor allem Haaranalysen seien oft falsch gewesen. Dadurch trage das FBI eine große Mitschuld an Hinrichtungen und Fehlurteilen gegen mehrere Hundert Angeklagte.

Das FBI hat vor allem in Vergewaltigungs- und Mordfällen versagt. Bis jetzt wurden 268 Fälle untersucht und dabei wurden mehr als 95 Prozent der Haaranalysen als fehlerhaft erkannt. Diese falschen Ergebnisse flossen direkt in die Prozesse ein und vor allem in die Argumentationen der Staatsanwälte und führten letztendlich zu Verurteilungen – Und das seit den 1970’er Jahren!

Bis jetzt sind auch 32 Todesurteile betroffen. Mindestens 14 zum Tode Verurteilte leben nicht mehr, teils wurden sie hingerichtet, teils sind sie im Todestrakt verstorben.Besonders skandalös ist die Tatsache, dass schon seit Jahren Fehler in den kriminaltechnischen Analysen vermutet werden. Schon 2012 berichtete die Washington Post schon entsprechende Probleme.

Jetzt wurde klar, dass die „Experten“ des FBI bei ihren Analysen zweifelhafte Statistiken verwendet haben. Bei diesen Methoden können jedoch Haare von verschiedenen Personen als Haare einer einzigen Person identifiziert werden.

Dem Justizministerium der USA waren diese Probleme bereits seit den 1990’er Jahren bekannt und es fanden entsprechende Untersuchungen statt. Laut der Washington Post wurden diese Zweifel jedoch nicht allen zugänglich gemacht, sondern nur den Ermittlungsbehörden der entsprechenden US-Staaten. Es war eine klare Geheimhaltung, die dazu führte, das die betroffenen Verfahren nicht neu aufgerollt wurden.

Dieser Artikel sei allen Befürwortern der Todesstrafe ins Stammbuch geschrieben, die so gerne damit argumentieren, dass sie nur für eine Hinrichtung sind, wenn die Schuld zu 100% erwiesen sei. Es gibt keine 100%. Es gibt nur Menschen und Gerichte, die eine 100%ige Überzeugung meinen zu haben. Aber DAS hat  nichts mit 100%iger Wahrheit zu tun!

Aber wir lernen aus dieser schrecklichen Meldung auch viel über die Verlogenheit des US-Amerikanischen Rechtssystems. Wo Tatsachen versteckt und verwischt werden, nur um Urteile sprechen zu können, Verurteilten keine Chance mehr zu geben und Rassismus immer noch eine große Rolle spielt. Ein verbrecherisches System, ein verbrecherisches Regime, das sich auch mittels der Justiz zum Mörder macht.

Unsere Bundespolitiker jedoch zeigen sich immer wieder gerne mit diesen Verbrechern gegen die Menschlichkeit und gegen das Recht. Für sie spielen die Opfer dieses Systems wohl kaum eine Rolle. Und so machen sie sich letztendlich Mitschuldig an diesen schlimmen Zuständen.

IHfL

Peter Koch

Wir bitten um eure Hilfe für den zum Tode verurteilten Lancelot Armstrong und seine schwer kranke Mutter.
Informiert euch bitte hier: http://wp.me/p2X1th-pO

Quelle: http://www.washingtonpost.com/local/crime/fbi-overstated-forensic-hair-matches-in-nearly-all-criminal-trials-for-decades/2015/04/18/39c8d8c6-e515-11e4-b510-962fcfabc310_story.html?hpid=z1

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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2 Antworten zu 32 Todesurteile falsch?: Entsetzlicher Skandal beim FBI

  1. freiedenkerin schreibt:

    Als ich das zum ersten Mal gelesen hatte, dachte ich zunächst, dies wäre eine Meldung des Satire-Magazins „Der Postillon“… Unfassbar!

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