USA: Gesetzentwurf zur Vergasung mit Stickstoff beschlossen

Grausamer Beschluss des Repräsentantenhauses von Oklahoma

gaskammerAuf der Suche nach anderen Möglichkeiten ihre Gefangenen zu ermorden, hat nun das Repräsentantenhaus von Oklahoma deren Vergasung beschlossen. Mit 85 gegen 10 Stimmen wurde ein entsprechender Gesetzentwurf verabschiedet.

Nach den schrecklichen Ereignissen im Frühjahr 2014 bei der Hinrichtung von Clayton Lockett (siehe unseren damaligen Bericht: http://wp.me/p2X1th-l9), machte sich der Rep. Abgeordnete Mike Christian auf die Suche nach Alternativen zur Giftspritze. Seiner Ansicht nach wäre diese Vergasung eine schmerzfreie, humane und vor allem einfach durchzuführende Exekutionsmethode. „Ich glaube, es ist revolutionär“, sagte Christian, der früher Polizist bei der Highway Patrol war. Er denke, dies wäre die beste Methode für Hinrichtungen durch die Regierung. Laut Christian haben auch andere US-Bundesstaaten Interesse an der neuen Methode. Um welche Staaten es sich dabei handelt, wollte er jedoch nicht sagen.

Kevin Mathews, einer der wenigen Abgeordneten die dagegen gestimmt haben sagte, er habe nicht den Magen dafür um nach neuen Wegen zu suchen, Menschen zu töten.

Nun wird der Gesetzentwurf an den Senat weitergeleitet, der ihn voraussichtlich noch dieses Jahr verabschiedet.

Momentan besteht ein Hinrichtungsmoratorium in Oklahoma, weil das höchste Gericht der USA die derzeitige Exekutionsmethode in Oklahoma, bei der Midazolam eingesetzt wurde, überprüft. Da nicht sicher ist, ob diese Droge die Gefangenen richtig betäubt.

Midazolam wird eigentlich zur Beruhigung von Patienten genutzt, um ihnen die Angst vor Operationen zu nehmen und dennoch die Patienten ansprechbar zu halten. Erst später wird eine entsprechende andere Droge gegeben, um die Patienten richtig zu betäuben.
Jedoch genau dieses Midazolam ist momentan das erste Mittel der Wahl, das in den USA verwendet wird, bei Exekutionen durch Injektion. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Midazolam das Opfer nicht richtig betäubt und das Mittel keinerlei schmerzstillende Wirkung hat. Und dies, wo es eine unumstößliche Tatsache ist, dass zumindest das dritte Mittel (Kaliumchlorid), welches das Herz anhalten soll, bei einer Hinrichtung extremste Schmerzen verursacht !  Der Verurteilte kann sich dann aber meist nicht mehr bemerkbar machen, da seine Muskeln vom zweiten Mittel (z.B. Panconiumbromid) vollkommen gelähmt sind.
Wird bei der Injektion ein Fehler begangen oder taucht ein Problem auf, wodurch das Kaliumchlorid nicht richtig in den Blutkreislauf gelangt, sondern in das umliegende Gewebe, so wird diese Kombination zu einem unvorstellbar schmerzhaften Höllenritt in den Tod, wobei der Gefangene das Gefühl hat innerlich zu verbrennen.

IHfL
Peter Koch

aktion2015banner

Advertisements

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu USA: Gesetzentwurf zur Vergasung mit Stickstoff beschlossen

  1. freiedenkerin schreibt:

    Kein Wesen ist erfindungsreicher als der Mensch, wenn es um grausame Möglichkeiten geht, Artgenossen umzubringen…

Kommentare sind geschlossen.