Belgien: Todesstrafe durch die Hintertür ?…

Tod durch Giftspritze im Januar ?

belgien-todesspritzeAm 11. Januar soll Frank Van Den Bleeken durch eine Injektion in Belgien sterben und dies angeblich „auf eigenen Wunsch“.

Frank Van Den Bleeken sitzt seit 30 Jahren im Gefängnis. Er war wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt worden. Er selbst hält sich für gefährlich und ist gegen seine Entlassung aus der Haft.

Unerträgliche psychische Qualen
Seit Jahren kämpft er darum getötet zu werden, weil er in der Haft „unerträgliche psychische Qualen“ erleide. Er bat um eine Behandlung in einer niederländischen Spezialklinik, jedoch lehnten dies die Behörden ab.  Daraufhin begann sich Frank Van Den Bleeken um Sterbehilfe zu bemühen.

Die Zeit ist gekommen…
Das Justizministerium verkündete nun, das die Zeit am 11. Januar 2015 gekommen sei. Das ganze kann auf einen einfachen Nenner zusammengefasst werden: „Tod statt Therapie“. Und das mitten in der Europäischen Union.

Menschenrechtsverletzung
Das ist doch keine Sterbehilfe im klassischen Sinne. Einem Menschen beim Sterben zu helfen, der unerträgliche Scherzen erleiden muss, die in keiner Weise mehr gelindert werden können und für die es keine Therapie mehr gibt, ist eine unter Umständen humane Sache. Aber das was in Belgien geschehen soll ist in meinen Augen „ein Todeswunsch und eine Tötung aufgrund unterlassener Hilfeleistung“, wenn nicht mehr. Denn es gäbe eine Therapiemöglichkeit. Statt dessen ist der belgische Staat lieber dazu bereit Frank Van Den Bleeken zu töten. Was soll das ? – Ist das eine Strafe, wegen der Taten die er vor 30 Jahren begangen hat ? – Dann ist es die Wiedereinführung der Todesstrafe durch die Hintertür, indem man bestimmten Straftätern das Leben so zur Hölle macht, dass sie darum bitten erlöst zu werden. Erlöst von Qualen die künstlich erzeugt werden… Eine klare Verletzung der Menschenrechte.

Peter Koch

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2 Antworten zu Belgien: Todesstrafe durch die Hintertür ?…

  1. freiedenkerin schreibt:

    Eine „elegante“ Lösung – man macht Straftätern so lange das Leben zur Hölle, bis sie darum betteln, sterben zu dürfen. Stimmt schon, das ist Todesstrafe quasi durch die Hintertür…

  2. guteronkelbastian schreibt:

    Genau so habe ich die Angelegenheit von Anfang an gesehen. Ein Volk, wie die Belgier, die noch heute den Sieg der Alliierten über Deutschland aus dem 1. Weltkrieg feiern, sind m.E. der EU weiter entfernt als Afghanistan oder die Türkei.
    Wo waren die mahnenden Worte der Kanzlerin, wo waren die ganzen Gutmenschen, die sonst ungefragt ihr Maul aufreißen dass man Angst bekommt?

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