Bundesrichter erklärt Giftmischung für Verfassungskonform

justitia_(ist_nicht_Blind)_Kaivel-ComicsOklahoma: Foltertod ohne weitere Konsequenzen

Es war wie eine Story aus einem Horrorfilm, was sich am 29. April 2014 bei der Hinrichtung von Clayton Lockett abspielte. Jedoch war es kein Film, es war die grausame Wirklichkeit eines politischen Systems, in dem das Leben eines Menschen und dessen Unversehrtheit wohl kaum eine Rolle spielt.

Lange 43 Minuten kämpfte Lockett mit dem Tod. Vor Schmerzen wand er sich und Blut spritzte umher. “It was a bloody mess” (Es war ein blutiges Chaos) berichtete Anita Trammel, Direktorin des Staatsgefängnisses von Oklahoma. Dieser „Krieg mit chemischen Waffen“ (Zitat: Lancelot Armstrong, seit 1991 im Todestrakt von Florida) gegen Teile der eigenen Bevölkerung scheint kein Ende zu nehmen. Die Hautfarbe spielt dabei ebenso eine Rolle, wie der soziale Stand. Und so sitzen in den USA hauptsächlich Arme und Farbige in den Todeszellen.

Jetzt wollen sie also in Oklahoma genau so weitermachen. Ihnen reicht wohl nicht ihre Menschenverachtung dadurch zum Ausdruck zu bringen, das sie Menschen das Menschsein absprechen, ja sie umzubringen. Nein, sie meinen auch noch, sie hätten das Recht dabei auf ihrer Seite. Es ist ihnen sogar egal, ob sie dabei die Menschen zu Tode quälen… Dabei spielt Midazolam eine wesentliche Rolle.

Midazolam wird eigentlich zur Beruhigung von Patienten genutzt, um ihnen die Angst vor Operationen zu nehmen und dennoch die Patienten ansprechbar zu halten. Erst später wird eine entsprechende andere Droge gegeben, um die Patienten richtig zu betäuben. Jedoch genau dieses Midazolam ist momentan das erste Mittel der Wahl, das in den USA verwendet wird, bei Exekutionen durch Injektion. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Midazolam das Opfer nicht richtig betäubt und das Mittel keinerlei schmerzstillende Wirkung hat. Und dies, wo es eine unumstößliche Tatsache ist, dass zumindest das dritte Mittel (Kaliumchlorid), welches das Herz anhalten soll, bei einer Hinrichtung extremste Schmerzen verursacht !  Der Verurteilte kann sich dann aber meist nicht mehr bemerkbar machen, da seine Muskeln vom zweiten Mittel (z.B. Panconiumbromid) vollkommen gelähmt sind.
Wird bei der Injektion ein Fehler begangen oder taucht ein Problem auf, wodurch das Kaliumchlorid nicht richtig in den Blutkreislauf gelangt, sondern in das umliegende Gewebe, so wird diese Kombination zu einem unvorstellbar schmerzhaften Höllenritt in den Tod, wobei der Gefangene das Gefühl hat innerlich zu verbrennen. David Waisel, Anästhesist von der Kinderklinik Boston, hat ausgesagt, dass die Staaten keine Ahnung haben, was sie mit den Verurteilten tun. Das ganze sei eigentlich vollkommenes Neuland.

Nun, nach dem unmenschlichen Urteil des Bundesrichters, soll das Foltern also weitergehen, da dies „verfassungskonform“ sei. Der Bundesstaat selbst argumentiert, es gäbe kein Problem mit Midazolam, da Florida ebenfalls seit ca. einem Jahr Midazolam bei seinen Hinrichtungen anwende und dies angeblich „ohne Probleme“. Zynischer geht es nicht mehr…

Arizona will Giftcocktail ändern
Der Staat Arizona hat bekannt gegeben, bei den nächsten Hinrichtungen andere Gifte als bei Joseph Wood anzuwenden, wobei man mit Pentobarbital, aber auch mit einer Kombination von Midazolam, Hydromorpon und einem Muskelentspannungsmittel experimentieren will. Wood kämpfte zwei Stunden mit dem Tod. Ihm wurde im August 2014 ein Gift-Cocktail verabreicht und was darauf folgte, muss für ihn eine unvorstellbare Qual gewesen sein. – Er keuchte und schnaufte und als er unter schlimmsten Schmerzen sagte, dass “es nicht richtig funktioniert”, wurde der Vorhang zum Zeugenraum geschlossen, um den Anwesenden diesen Anblick wohl weiter zu ersparen. Seine Folter sollte jedoch noch lange andauern… Erst nach rund 2 Stunden verstarb er, wobei sein Röcheln und Schnaufen die meiste Zeit weiterging, er muss die Hölle erlebt haben… (wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-eS)

Folter und tödliche Menschenexperimente
Was in den USA im Namen der Gerechtigkeit geschieht ist nichts anderes als Folter und tödliche Menschenexperimente. Ein grausames System der Unmenschlichkeit, das von einem Friedensnobelpreisträger angeführt wird, der sich für die Todesstrafe ausspricht.

Peter Koch

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6 Antworten zu Bundesrichter erklärt Giftmischung für Verfassungskonform

  1. Simon schreibt:

    Drecks Sekte, (je)der Staat. Denkt, er kann sich alles erlauben. Und tut es auch.

  2. Alien schreibt:

    Wahnsinn. Wenn nicht mal Bundesrichter die Verfassung kennen, wer dann?

  3. freiedenkerin schreibt:

    Grausamst. Nicht einmal mit Schlachtvieh geht man so barbarisch um.

  4. Manchmal denke ich verwechseln diese Leute ihre Verfassung mit Klopapier. LG Peter

  5. guteronkelbastian schreibt:

    Komisch, so deutliche, wahre Berichte finde ich in den deutschen Medienhuren-Blättern/-webisten rein gar nicht. Wie kommt das? Weil die USA, als die die uns schon seit 1945 mit Wissen jeder Bundesregierung, abhören, beschnüffeln und belauschen, unsere besten Freunde sind? Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde.

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