„Blutiges Chaos“

Clayton Lockett

Clayton Lockett – Schreckliche Details

Er kämpfte 43 Minuten mit dem Tod. Jetzt wurden neue Erkenntnisse bekannt, wie der Staat Oklahoma Clayton Lockett zu Tode folterte.

Wie aus einem Bericht der NewYorkTimes* hervorgeht, versuchte der Arzt, der an der Hinrichtung beteiligt war, am 29. April 2014 einen neuen Zugang in Locketts Leistengegend zu legen, da das zuvor verabreichte Gift sich nicht richtig im Körper des Opfers verteilte. Bei diesem Versuch traf er jedoch keine Vene, sondern eine Arterie. Daraufhin spritzte das Blut. „It was a bloody mess“ (Es war ein blutiges Chaos) wird Anita Trammel zitiert, Direktorin des Staatsgefängnisses von Oklahoma.

Laut den jetzt bei Gericht eingereichten Dokumenten hatte der Arzt jedoch gar kein Gift mehr, das er Lockett in die Leiste hätte verabreichen können. Locket wandt sich die ganze Zeit unter Schmerzen und war bei Bewusstsein, da zuvor bei der Verabreichung des Giftcocktails keine Vene getroffen wurde und das Gift darum nur lokal wirkte.

Bei dem Versuch einen Zugang in Lockets Leiste zu legen verwendete der Arzt jedoch eine zu kurze Nadel, die gar nicht für diesen Zweck geeignet war und durchstieß eine Arterie. Anita Trammel berichtet das Blut hochspritzte und auch die Jacke des Arztes wurde mit Blut überströmt. Der Arzt hätte gesagt, er müsse genug Geld für die Hinrichtung bekommen um sich eine neue Jacke kaufen zu können.

Zunächst wurden in Oklahoma weitere Hinrichtungen gestoppt, sollen nun aber wieder aufgenommen werden. Dabei sei geplant im Prinzip die gleiche Kombination an Mitteln zu verwenden. Als erstes soll wieder Midazolam zum Einsatz kommen, jedoch in einer höheren Dosis… Allein die Verwendung des Betäubungsmittels Midazolam beinhaltet viele Risiken. Es sediert das Opfer nur, aber es beinhaltet keinerlei Schmerzmittel. Dann folgt die Gabe eines Mittels das die Muskeln lähmt und zum Schluss ein Mittel, welches das Herz anhalten soll. Dieses verursacht jedoch extreme Schmerzen, wodurch der Todeskandidat aus seiner Betäubung aufwachen kann und diese Tortur dann bei vollem Bewusstsein durchleben muss. Dabei kann er kaum auf seine schreckliche Lage aufmerksam machen, da er durch das zweite Mittel vollkommen gelähmt ist.

hoellenrittKrieg mit chemischen Waffen
Der “Weltpolizist” USA, ein krankes System, dass seine eigene Bevölkerung einer rachsüchtigen, vorurteilsvollen und rassistischen Justiz ausliefert. Eine Justiz, die Todesurteile ausspricht und dies in Florida sogar, wenn die Jury nicht einstimmig abstimmt (wie im Fall von Lancelot Armstrong).

Die USA führen einen Krieg gegen Teile ihrer eigenen Bevölkerung, einen Krieg mit chemischen Waffen, wie Lancelot Armstrong es zu Recht nennt…

 

Peter Koch

 

* http://www.nytimes.com/2014/12/14/us/grisly-execution-in-oklahoma-detailed-in-court-brief.html

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Eine Antwort zu „Blutiges Chaos“

  1. freiedenkerin schreibt:

    Und sie sind sich keiner Schuld bewusst, wie erst neulich anlässlich der Veröffentlichung des Folterberichts der CIA an der Reaktion von Dick Cheney zu sehen gewesen ist… Das ist Ekel erregend hoch Zehn…

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