Scott gegen Crist

Keine Wahl in Florida!
Beide Kandidaten für die Todesstrafe

scott-cristAufmerksame Leser unseres News-Blogs wissen es längst. Der momentane Gouverneur von Florida, Rick Scott, kennt keine Gnade. In seiner Amtszeit hat er seit 2010 mehr Menschen (19), innerhalb einer Legislaturperiode, im Namen des Gesetzes umbringen lassen, als irgend ein Gouverneur vor ihm seit 1976, als die Todesstrafe wieder eingeführt wurde. Als makaberes Wahlgeschenk präsentiert er nun ein 20. Opfer seines Blutdurstes… (Siehe: http://wp.me/p2X1th-hh)

Dabei interessieren ihn offensichtlich nicht die unerträglichen und grausamen Folgen, die in den letzten Monaten und Jahren „verpfuschte Hinrichtungen“ (Was für ein Ausdruck!) für die Opfer hatten.
Siehe:
Clayton Locket: http://wp.me/p2X1th-aa + http://wp.me/p2X1th-al
Joseph Wood: http://wp.me/p2X1th-eS
John Henry: http://wp.me/p2X1th-dD
Fall Angel Diaz: <Achtung enthält schreckliche Fotos!> http://wp.me/p2X1th-cW)

„Heilige Pflicht“
Immer noch ist eine Mehrheit der Bevölkerung in den USA für die Todesstrafe und Scott verspricht sich wohl durch seine traurige Hinrichtungsbilanz den Sieg bei der anstehenden Wahl. Als John Henry durch seine Unterschrift dem Tode geweiht war, bezeichnete Scott die Todesstrafe als „die heilige Pflicht des Gouverneurs“

Unschuldige
Das Ansteigen der Hinrichtungen in Florida ist eine Katastrophe, denn dadurch steigt auch die Gefahr, dass Unschuldige hingerichtet werden und wurden. Denken wir nur an die gerade auch in letzter Zeit wieder bekanntgewordenen Opfer dieser vorurteilsvollen und fehlerhaften Justiz. Siehe dazu:

Henry Lee McCollum und Leon Brown wurden nach 30jähriger Haft auf freien Fuß gesetzt.
http://wp.me/p2X1th-g3

30 Jahre war Glenn Ford im Gefängnis, 26 Jahre davon wurde er im Todestrakt von Louisiana (USA) gefoltert. Jetzt, mit 64 Jahren, wurde er endlich freigelassen.
http://wp.me/p2X1th-8E

1986 wurde Paul Hildwin in Florida/USA zum Tode verurteilt, das Urteil wurde nach 28 Jahren aufgehoben.
http://wp.me/p2X1th-dQ

Florida an der Spitze der Fehlurteile!
Allein in Florida wurden ab März diesen Jahres 24 Todesurteile aufgehoben, (Quelle: http://www.deathpenaltyinfo.org/innocence-and-death-penalty#inn-st) mehr als in jedem anderen US-Bundesstaat.

Timely Justice Act
Doch der Gouverneur Rick Scott lässt immer mehr Menschen hinrichten, dabei hilft Scott das von ihm selbst unterzeichnete Gesetz zur Beschleunigung der Verfahren (Timely Justice Act – siehe: http://wp.me/p2X1th-4Q ).

„Gegner“ aus dem gleichen Lager
Nun aber zu der Frage, wer der Kontrahent von Rick Scott ist. Es handelt sich um niemand anderen als Charlie Crist, der von 2007 bis 2010 Gouverneur von Florida war. Und es kommt noch besser. Er war von 2003 bis 2007 Generalstaatsanwalt. Crist war nicht nur bis 2010 Gouverneur von Florida, er war auch Mitglied der gleichen Partei wie Rick Scott, den Republikanern. Im Jahr 2012 wechselte er dann zu den Demokraten. In Bezug auf die Todesstrafe ist er auch kein unbeschriebenes Blatt. So hob er ein seit 2006 geltendes Moratorium im Jahr 2007 wieder auf und unterzeichnete das Todesurteil gegen Max Schwab. Bis Februar 2010 lies er 5 Menschen hinrichten. Es ist von ihm offensichtlich nicht zu erwarten, dass er nicht auch weiterhin Todesurteile unterschreibt.

Insofern hat Florida tatsächlich keine Wahl…

Peter Koch

Bitte unterstützen sie Lancelot Armstrong, der seit 1991 unschuldig im Todestrakt von Florida auf seine Hinrichtung warten muss. Weitere Informationen auf: www.lancelot-armstrong.de

Advertisements

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Scott gegen Crist

  1. Höckmann schreibt:

    „Die Republikaner sind die Bösen, die Demokraten sind die Guten.“ Wer gegen die Todesstrafe ist, glabt nicht mehr an solche Märchen!

Kommentare sind geschlossen.