Neue Hinrichtungsmethode in Oklahoma?

Politiker fordert Stickstoff statt Todesspritze

stickstoff

Es klingt eigentlich unglaublich und doch ist es wahr. Ein einflussreicher Abgeordneter aus Oklahoma, Mike Christian (Republikaner), fordert Verurteilte zukünftig mit Stickstoff hinrichten zu lassen. Nächste Woche will er seine Idee bei einer Anhörung zur Todesstrafe in Oklahoma vorstellen. Schon im Dezember des Jahres soll ein entsprechender Gesetzesentwurf vorliegen. Schon 2015 könnte damit das Aus für die Todesspritze in Oklahoma eingeläutet sein und an ihre Stelle die Tötung mittels Stickstoff treten.

Christian meint, dies wäre eine sehr menschliche Art zu sterben. Man sitze einfach da und nach einem kurzen Moment wäre man tot. Damit würde diese Tötungsmethode nicht gegen die Verfassung verstoßen, welche  „ungewöhnliche und grausame“ Strafen verbiete.

Bei der neuen Methode soll der Verurteilte entweder einen Plastiksack übergezogen bekommen oder in eine entsprechende Kammer gesetzt werden. Durch einleiten  von Stickstoff soll der Gefangene dann getötet werden.

Billiger als Kugeln
Christian erzählt, davon wie 1977 die Tötung mittels Injektion von einem Gerichtsmediziner in Oklahoma entwickelt wurde. Schon damals wäre Oklahoma ein innovativer Staat gewesen und solle sich nun auch wieder an die Spitze der Bewegung setzen. Und er fügt hinzu, dass die neue Methode sogar billiger sei als die Kugeln eines Erschießungskommandos.  Man braucht nur eine Flasche Gas und keinen Fachmann, der weiß wie man eine Vene findet.

So schmerzlos wie Christian behauptet scheint jedoch die Methode nicht zu sein, denn es gibt Berichte, die zu belegen scheinen, dass dies durchaus eine qualvolle Art zu Sterben ist.

An Hartnäckigkeit und Zynismus scheinen solche Todesstrafenbeführworter kaum noch überbieten zu sein. Die Todesstrafe hat seit ihrem Bestehen nur Unglück gebracht und oft waren Unschuldige die Opfer dieser schrecklichen Strafe. Gerade in der letzten Zeit gab es immer wieder furchtbare Vorkommnisse bei Hinrichtungen (siehe den Fall Clayton Locket: http://wp.me/p2X1th-aa + http://wp.me/p2X1th-al,  den Fall Joseph Wood: http://wp.me/p2X1th-eS,  den Fall John Henry: http://wp.me/p2X1th-dD  und den Fall Angel Diaz: <Achtung enthält schreckliche Fotos!> http://wp.me/p2X1th-cW).
Und diese Leute haben keine andere Antwort als wieder eine neue Hinrichtungsmethode und der Friedensnobelpreisträger Obama unterstützt diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit, denn er ist ausdrücklich für die Todesstrafe.

Es wird Zeit, dass die EU Sanktionen gegen die USA richtet… Aber da brauchen wir uns wohl keine Hoffnungen zu machen, denn Menschenrechte spielen in der Politik letztendlich nur dann eine Rolle, wenn sie vom gerade erklärten Gegner begangen werden…

 

Peter Koch

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