Nachwort – Gedanken zu Willi Trotties Hinrichtung

denken-kaivelvon Kai Friedrich

So, da haben sie mal wieder ein weiteres Leben ausgelöscht. Ein weiterer sinnloser Tod, ein Tod der wiederum nur neues Leid erschaffen hat. Trotties Sohn z.B. konnte nichts dafür, doch er verlor nun auch noch seinen Vater.

Im Spiegel-TV Bericht zu Trotties Hinrichtung, erwähnten die Spiegel-TV Macher Trotties Angst vor Hinrichtungspannen, vor allem mit dem Wissen wegen der missglückten Hinrichtungen in der letzten Zeit.

Wieso haben sie DAS nicht Folter genannt ? Denn exakt DAS ist es, was Trottie (und die anderen Todeskandidaten) erleben… Schlimm genug das viele von ihnen über Jahrzehnte hinweg Isolationsfolter erdulden müssen, schlimm genug das sie wissen, dass sie irgendwann hingerichtet werden, und noch schlimmer das sie aber nicht wissen WANN… Und dann müssen sie aktuell noch Angst davor haben, dass sie QUALVOLL sterben…

Und nicht nur die Todeskandidaten leiden und werden letztlich gefoltert… Nein, auch die Verwandten, und Freunde der Todeskandidaten werden gefoltert, weil sie mit dem Insassen mitfühlen. Und zwar mit der Folter, das man den geliebten Freund in der Todeszelle foltert und hinrichten will (und wird), wenn kein Wunder geschieht, wegen einer Begnadigung, oder weil bei manch einem die Unschuld bestätigt wird.

Extrem schmerzhaft ist für mich auch die Tatsache, dass die Medien, von Zeitungen, Radio und TV, wie z.B. Spiegel-TV meist nur dann über Todeskandidaten und ihre Brieffreunde berichten, wenn es meist schon zu spät ist…

Was kämpfen wir z.B. von der IHfL seit gut über 2 Jahren darum mit dem Thema Lancelot Armstrong und unserer Initiative in die Medien zu kommen, um Lancelot und der IHfL eine Plattform zu geben… Um auf die Petition, auf den Menschen Lancelot Armstrong, auf die IHfL, seine Freunde und seine Kunst aufmerksam zu machen usw.. Aber nix… Keine Reaktion oder Antworten die lauten das man letztlich derzeit nicht darüber berichten kann… : (Ja auch Spiegel-TV (genauso wie Stern-TV und viele andere) hatten wir angeschrieben…

Sicher bin ich froh das die Medien über Trottie berichtet haben, so bleibt ihm wenigstens ein kleines „Vermächtnis“, nämlich jenes, dass es ihn gab, aber es tut dennoch weh zu wissen, dass viele von ihnen keine Plattform in den Medien bekommen haben, bzw bekommen werden, oder erst dann, wenn es bereits zu spät ist um noch etwas zu bewirken…

Mein Beileid gilt allen Angehörigen von Trottie die ihm irgendwie nahe standen….

Trotties Geschichte zeigt nur um so deutlicher das wir noch viel mehr versuchen müssen Verbündete im Kampf gegen die Todesstrafe zu finden… Damit sich all die anderen Todeskandidaten nicht ganz so allein fühlen, weil sie wissen das WIR DA DRAUSSEN für SIE da sind…

Kai Friedrich

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2 Antworten zu Nachwort – Gedanken zu Willi Trotties Hinrichtung

  1. freiedenkerin schreibt:

    Das ist definitiv Folter! Anstatt sich weltweit als „Sittenwächter“ und „Polizei“ aufzuspielen, sollten die USA gefälligst erst einmal vor der eigenen Türe kehren und ihr Augenmerk innerhalb des Riesenstaatenbundes wieder auf menschliche Werte richten.

  2. guteronkelbastian schreibt:

    Endlich mal ein Artikel, in dem die Worte Exekution und Hinrichtung mit Mord bezeichnet wird und als Folter und Tortur gekennzeichnet wird. Ich habe die Profan-Medien in Deutschland, also die größten Drecksschleudern, schon oft auf diesen Fehler in der Formulierung hingewiesen, jedoch nie eine Reaktion oder gar Änderung der Formulierung erkennen können. Jetzt lese ich im o.g. Artikel die Worte Folter und quälen. Das ist für meine Begriffe schon ein Fortschritt-wenn auch nur ein kleiner, da die Mainstream-Medien der BRD dies noch nicht zur Kenntnis genommen haben sondern nur die Texte der Mörder und Henker aus den USA wiedergeben. Das nennt sich dann unabhängiger Journalismus. Mir zeigt es, dass die BRD nicht weit vom Stand der USA entfernt ist.

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