Texas hat erneut Hinrichtung vollzogen

Willie Tyrone Trottie

Willie Tyrone Trottie lebt nicht mehr

Als achtes Opfer (im Jahr 2014) der schrecklichen Todesstrafenpolitik im US-Bundesstaat Texas wurde am Mittwoch Willie Tyrone Trottie hingerichtet.

Das oberste Gericht der USA lehnte letzte Anträge seiner Anwälte, in denen sie argumentierten er hätte kein faires Verfahren gehabt, ab. Das Urteil wurde dann 1 1/2 Stunden nach der Entscheidung, mit einer Überdosis des Mittels Pentobarbital, vollzogen.

In seinen letzten Worten sagte Trottie zu den Zeugen der Hinrichtung: „Ich liebe euch alle“ und, dass er nun nach Hause gehe und beim Herrn sein werde. Es tue ihm Leid und er hoffe man könne ihm vergeben…

Trottie soll vor über 20 Jahren zwei Menschen getötet haben. Er bestritt jedoch seine Schuld, und bestand darauf es hätte sich um Notwehr gehandelt. (wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-gf)

Es besteht also wieder die Gefahr, dass ein Unschuldiger hingerichtet wurde.
Es gibt viele Beispiele dafür, dass Menschen unschuldig in den Todeszellen der USA landen. (Siehe: http://wp.me/p2X1th-g3http://wp.me/p2X1th-8E und http://wp.me/p2X1th-dQ)

Es gibt keine Rechtfertigung für diese grausame Strafe, denn sie trifft Täter, Unschuldige, Verwandte und Freunde der Todeskandidaten und produziert dadurch nur noch mehr Leid. Ein Staat, der sich das Recht herausnimmt die Menschen zu töten, handelt nicht nur gegen die Menschenrechte, sondern hat damit totale Macht über die Menschen. Auch das Abschreckungsargument, dass immer wieder von Beführwortern der Todesstrafe dahergebetet wird, wird durch diese ewige Wiederholung nicht wahrer. Vielmehr wird gerade in Staaten mit Todesstrafe eine höhere Gewaltrate festgestellt, als in Staaten welche die Todesstrafe nicht verhängen.

Peter Koch

 

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