30 Jahre unschuldig im Todestrakt

Henry Lee McCollum und Leon Brown

Brüder endlich frei!!!

Henry Lee McCollum und Leon Brown wurden nach 30jähriger Haft auf freien Fuß gesetzt. Ein DNA-Test bewies ihre Unschuld. Für sie hat die Folter im US-Bundesstaat North Carolina endlich ein Ende.

Es war ein schreckliches Ereignis im Jahre 1983, dass das Leben der beiden Brüder, die damals 19 und 15 Jahre alt waren schlagartig veränderte. Damals wurde ein elfjähriges Mädchen tot auf einem Feld gefunden, alles deutete auf eine Vergewaltigung hin. Nach Verhören der beiden präsentierte die Polizei Geständnisse der beiden, zu denen sie vermutlich gedrängt wurden. Sie sollen beide „geistig behindert“ sein. Die Geständnisse der beiden Brüder enthielten Fakten, von denen sie unter keinen Umständen hätten wissen können.

Wie von ihren Anwälten zu erfahren war, wurden sie offensichtlich 1984 aufgrund dieser falschen Geständnisse verurteilt. Die Polizei habe korrekten Ermittlungen von Anfang an im Wege gestanden.

In einer späteren zweiten Verhandlung wurde die Todesstrafe für Leon Brown in Lebenslänglich umgewandelt. Sein Bruder Henry jedoch sollte weiterhin hingerichtet werden.

Bereits einen Monat nach dem Tod der Elfjährigen wurde auf einem Feld in der Nähe des ersten Tatortes eine zweite Tote gefunden, die 18 Jahre alt war und ebenfalls vergewaltigt wurde. Ein heute 74jähriger Mann wurde dafür verurteilt. Jetzt konnten ihm die DNA-Spuren zugewiesen werden, die am Tatort der 11jährigen gefunden wurden.

Der Anwalt von McCollums, Ken Rose, sagte, dass es erschreckend sei, dass das Justizsystem zwei geistig behinderte Kinder für ein Verbrechen ins Gefängnis gesteckt hat, welches sie nicht begangen haben.

Die US-Organisation „Innocence Project“ gibt an, dass inzwischen über 300 Unschuldige aus den Gefängnissen entlassen worden seien, aufgrund neuer DNA-Beweise, darunter befinden sich 18 Todeskandidaten. 70 Prozent dieser Justizopfer haben schwarze Hautfarbe.

Dieses Beispiel zeigt erneut, dass es kein Argument für die Todesstrafe geben kann, da nie auszuschließen ist, dass ein Unschuldiger hingerichtet wird. Das Leben dieser beiden Brüder ist zerstört. Die Folter die sie durchlebt haben werden sie nie vergessen können. Die Zeit die ihnen gestohlen wurde, wird ihnen niemand zurückgeben können. Zum Tode verurteilt für ein Verbrechen, dass sie nicht begangen haben, wurden sie in Namen des Rechts misshandelt und in Angst und Schrecken versetzt, für einen Rechtsstaat der keiner ist und wo sich immer wieder zeigt, dass Menschen unschuldig für dieses „Rechtssystem“ in den USA leiden müssen…

Ähnlich sieht die Situation für den von unserer Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ (IHfL) betreuten Lancelot Armstrong aus. Er muss seit 1991 in Florida/USA auf seine Hinrichtung im Todestrakt warten, für einen Mord, den er nicht begangen hat. Dies bestätigt die einzige Augenzeugin des damaligen Vorfalles, Kay Allen, immer wieder. Sie berichtet davon, wie sie damals von der Polizei extrem unter Druck gesetzt und letztendlich dazu genötigt wurde, Lancelot Armstrong als Täter zu belasten (siehe: www.lancelot-armstrong.de/startframe_kay_allen_aussage.htm)
Obwohl sie schon bei der Hauptverhandlung dies aufklärte und Lancelot Armstrong eindeutig entlastete, wurde ihr nicht mehr geglaubt und Lancelot Armstrong zum Tode verurteilt. Seitdem kämpft er einen einsamen Kampf in einer Isolationszelle des Todestraktes um sein Leben. Wer Lancelot Armstrong dabei unterstützen möchte, z.B. mit einer Spende, findet auf unserer Webseite viele Möglichkeiten dazu: www.lancelot-armstrong.de

Peter Koch

Das folgende Musikvideo mit Musik von Peter K., dem Brieffreund von Lancelot Armstrong, zeigt viele Bilder die Lancelot im Todestrakt gemalt hat.

Advertisements

Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.