„Nahrung“ im Todestrakt

Essen das krank macht
Lancelot Armstrong berichtet aus dem Todestrakt

ess_floWas soll das sein ? – Gesunde Ernährung sicher nicht. Was wir da sehen, ist ein typisches „Essen“, dass die Gefangenen im Todestrakt von Florida/USA bekommen. Wer kein Geld hat, der muss sich ausschließlich von solchem Zeug ernähren. Denn besseres Essen, frisches Obst usw. kann der Todeskandidat sich nur in der sogenannten Kantine kaufen.

Den Gefangenen auf „death row“ (Todestrakt) gibt man jedoch keine Arbeit um sich ein paar Dollar verdienen zu können. Sie müssen 23 Stunden in ihren Zellen sitzen. Wer also keine Unterstützung von außen bekommt, dem bleibt nur das zu essen, was ihm die Wärter „servieren“.

Lancelot Armstrong beschreibt diese Situation wie folgt:
(Aus zwei Briefen an seinen Freund Peter Koch)
„Trotz Mangel an medizinischer Behandlung, vor allem wegen den Kostensenkungen, geht es mir mittlerweile ein wenig besser
(Lancelot war sehr krank durch die Umstände), als vor zwei Wochen.
Diese Beamten haben eine Menge neue Veränderungen vorgenommen, um für alle die Gesundheitspflege zu blockieren. Vielleicht entstehen die meisten Gesundheitsprobleme hier durch das giftige Wasser und gefärbten Saft, dem wir hier ausgesetzt sind. Das schlechte Essen macht viele von uns krank.
Das ist der Grund, warum ich die gegensätzlichen Verfahrensweisen und die Selbstgefälligkeit der Verhältnisse hier und anderswo nicht annehmen kann. In Anbetracht des hohen Preises den wir bereits gezahlt haben, dürfen wir nicht schwanken, dagegen anzugehen.
Leider gibt es hier einen täglichen Kampf.
Aufgrund dessen, was ich vorher gesagt habe und was ich jetzt erlebe, versuche ich für mich einen guten Lebensstil zu entwickeln und sinnvolle Sachen zu machen.
Aus diesem Grund bin ich darauf konzentriert was geschieht. Meist bleibe ich in den Nächten wach um an meinen Zeichnungen zu arbeiten und manchmal rechtliche Plädoyers zu schreiben.
Vor allem weil die Beamten nachts auf den Flur kommen, jede ½ Stunde, oder auch Stunde, so wie sie wollen und sie haben keinen Respekt vor uns, denn sie machen eine Menge lauten Krach mit den Türen, wodurch sie uns immer wieder aufwecken, sowohl am Tag als auch in der Nacht.
Durch den fehlenden Schlaf, verzichten manche Gefangene auf ihre Rechte. Einige werden so krank, dass sie sich das Leben nehmen. Viele Beschwerden führen nur zu kontinuierlicher Vergeltung durch schlechte Behandlung.
Speziell auf unserem Flur hatten wir über 3 Wochen kein warmes Wasser in der Dusche. Manchmal musste ich bis zu 5 Tage warten, bis ich Toilettenpapier bekam.
Um Kosten zu sparen bekommen wir von den Beamten nur alle 10 Tage 1 Rolle Toiletten-Papier und wenn sie früher zu ende ist, geben sie uns nur ein wenig Papier. Was die Sache noch schlimmer macht, wir können es nicht erhalten, wenn wir es gerade brauchen. Ihre Vergeltungsaktionen zwingen uns zum Kauf von Toilettenpapier durch die Kantine
(dort kann er etwas bestellen).
Oh, ich füge mal den Essensplan bei, das schützt mich davor, dass alles auch noch aufschreiben zu müssen (lach).
(Link zu dem Plan, siehe unten)
Ich kann hier keine koschere Ernährung erhalten, darum kann ich nur die Alternative Diät essen. Auf dem Plan habe ich diese Alternativen farbig markiert. Was die ganze Sache noch schlimmer macht, diese Leute verweigern uns echtes Hühnerfleisch, Rindfleisch oder Fisch zu geben und das meiste, dass wir bekommen, ist echt unangenehm zu essen, wodurch ich gezwungen bin bei der Kantine wöchentlich Essen zu bestellen, um gesunde Ernährung zu erhalten, soweit es möglich ist.
Ob durch Unwissenheit oder durch Vergeltung steigt dabei der Preis gerade für die Sachen die wir am meisten bestellen und sie sagen mir, wenn ich die hohen Kosten nicht mag, dann soll ich halt nichts von der Kantine bestellen.
Aufgrund ihrer Vorurteile, verweigern die Beamten uns die Probleme zu beheben.

Der tägliche Ernährungsplan stammt von 06.09.2012, Donnerstag, erste Woche, bis 2, 3, und 4. Woche und dann startet er immer wieder mit der ersten Woche ! – Ich habe das Datum auf die Ernährungsplanliste geschrieben. Das gibt Dir einen Einblick, was sie uns servieren. Obwohl sie meistens Fehler machen (Lach). Ich weiß, manches klingt ganz gut (auf der Liste), aber glaube mir, es ist ein großer Unterschied zwischen dem was sie tun und dem was sie auf die Dokumente schreiben.
Diese Heuchler servieren uns giftige (schädliche) Mahlzeiten und Wasser, wir erhalten keine echte Milch oder Fruchtsaft und wir sind den grundlegenden Früchten beraubt, um eine gesunde Ernährung aufrecht erhalten zu können.
Speziell der Tee und andere Getränke, die wir bekommen, sind meist nur koloriertes Wasser.“

Link zum Ernährungsplan für Gefangene im Todestrakt in Florida:
 http://www.lancelot-armstrong.de/lancelot_armstrong_documents/essensplan_aus_der_todeszelle_in_florida.pdf

In diesem Zusammenhang möchten wir auf die Möglichkeit hinweisen, Originalbilder von Lancelot zu erwerben und auch Postkarten mit Motiven seiner Bilder. Die meisten Bilder, die auf den Postkarten zu sehen sind, können im Original bei uns übrigens ebenfalls gegen Spende für Lancelot bestellt werden.
Siehe hier: http://www.lancelot-armstrong.de/startframe_karten.htm

Peter Koch

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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