Exekution am 10. Juli

Update: Eddi Davis wurde wie vorgesehen am 10 Juli 2014 in Florida hingerichtet.


Florida will wieder töten

150.- Dollar für den Henker

Eddie Davis

Was ist ein Menschenleben wert ? – Florida meint die Antwort darauf zu kennen und zahlt dem Henker für jede Hinrichtung 150.- Dollar. Diesmal soll er das Blutgeld für den Tod von Eddie Davis erhalten.

Gouverneur Rick Scott versucht mit einem weiteren Tod seine Chancen auf Wiederwahl im Herbst zu verbessern. Mit Eddi Davis hätte er mittlerweile 19 Menschenleben auf dem Gewissen.

Davis soll 1994 ein Kind getötet haben. Dafür soll er nun nach mittlerweile 20 Jahren durch tödliche Injektion hingerichtet werden. Es ist zu befürchten, dass wieder der verhängnisvolle Giftcocktail mit Midazolam zum Einsatz kommt, welcher immer wieder zu Problemen führte und Menschen unter grausamen Schmerzen sterben ließ.

In der Bundesrepublik Deutschland steht auf Mord die Höchststrafe Lebenslänglich. Nach 15 Jahren kann ein Verurteilter hier zum ersten mal ein Gnadengesuch stellen. Das bedeutet, dass die meisten Gefangenen, die in Florida hingerichtet werden, in Deutschland mittlerweile resozialisiert wären und ein ganz normales Leben führen könnten. Das Prinzip der Resozialisierung sieht jedoch der Strafvollzug in Florida nicht vor bei Todesurteilen, dort gilt offensichtlich die Einstellung „Auge um Auge…“ – Letztendlich ein primitives System der Rache… Eine Rache die fast nur arme Menschen trifft.

Den Gefangenen stehen nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Verteidigung zu und die oft jahrzehntelange Haft in Isolationszellen, unter unmenschlichsten Bedingungen, zermürbt viele Gefangene so sehr, dass sie irgendwann auf weitere Rechtsmittel verzichten um dieser schlimmen Situation endlich entkommen zu können. Also Hingerichtet zu werden.

150.- Dollar für ein Menschenleben…

Peter Koch

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4 Antworten zu Exekution am 10. Juli

  1. sascha313 schreibt:

    Hat dies auf Sascha's Welt rebloggt und kommentierte:
    Der US-amerikanische Unrechtsstaat läßt sich als solcher anhand dieses Beispiels sehr deutlich charakterisieren. Die deutschen Faschisten haben 1933-45 ähnlicher Weise agiert, und das kam besonders drastisch bei politischen Urteilen zum Ausdruck. Da es sich hier um einen vermeintlichen Totschlag handelt (was zu beweisen offenbar aussteht), hat dieses Urteil vor allem den Zweck, die Bevölkerung einzuschüchtern, die angebliche „Gerechtigkeit“ US-amerikanischer Justizorgane vorzugaukeln, und Unfrieden, Haß und Ziwespalt unter der Bevölkerung zu säen. Das ist die hemmungslose Diktatur der Bourgeoisie, wie sie nur in imperialistischen Staaten, die zum Faschismus tendieren, vorzufinden ist!

  2. prkreuznach schreibt:

    Auf „Facebook“ hat es zu meinem Beitrag zu diesem Thema eine Diskussion mit Genossen gegeben.
    Es ist argumentiert worden, dass es auch in den sozialistischen Ländern die Todesstrafe gab.
    Auch der Verweis auf Stalin durfte nicht fehlen.
    Als nächstes ist China genannt worden.
    Zum Einen ist das Kosten-Nutzen-Denken des Kapitalismus angeprangert worden (Warum so Einen lebenslang durchfüttern?). Zum Anderen ist das Gegenargument gekommen, dass es nichts mit Humanismus zu tun hätte, wenn man so Einen lebenslang durchfüttert.
    Ich stelle diese Punkte, ohne meine Gegenantworten, zur Debatte.

    Wer an der Diskussion interessiert ist, kann sie auf meiner Chronik auf „Facebook“ nachlesen.
    https://www.facebook.com/preichel4

  3. bunterblogger schreibt:

    Hat dies auf Querbeet rebloggt und kommentierte:
    die USA hält an den vorgefertigten Daten seiner Exekutionen offensichtlich fest.

  4. Heartafire schreibt:

    Was ist ein Menschenleben wert ? Apparently to this child killer…a life is not worth anything.

Kommentare sind geschlossen.