Schlachthaus Florida

Erneute Hinrichtung in Florida

Der Midazolam-Irrsinn geht weiter

John Henry

Über 40 Minuten rang er in einem grausamen Todeskampf um sein Leben, bis er starb. Es war Ende April in Oklahoma, als Clayton Lockett auf diese Weise sterben musste (Wir berichteten: http://wp.me/p2X1th-aa). Nun wurde in Florida John Henry mit den gleichen Mitteln am 19.06.2014 getötet.

Am Mittwoch hatte der US-Supreme Court einen Aufschub abgelehnt, den seine Anwälte beantragt hatten, da John Henry einen sehr niedrigen Intelligenzquotienten habe und dadurch geistig behindert sei. Geistig behinderte dürfen eigentlich nach der US-Verfassung nicht hingerichtet werden. In der letzten Zeit scheint aber offensichtlich dieser Verfassungsgrundsatz nicht mehr viel wert zu sein, da sich immer wieder darüber hinweggesetzt wird.

Henry wurde zunächst Midazolam-Hydrochlorid verabreicht. Midazolam ist dafür bekannt, dass es nicht sicher ist und das Opfer unter Umständen bei Bewusstsein bleibt. Außerdem hat Midazolam keinerlei schmerzstillende Wirkung. Die zweite Injektion bestand aus Vecuroniumbromid, eine Droge die die Muskeln lähmt, wodurch man sich in keiner Weise mehr bemerkbar machen kann. Zum Schluss wurde Henry Kaliumchlorid gespritzt, das fürchterliche Schmerzen verursacht, man hat das Gefühl innerlich zu verbrennen. Kaliumchlorid soll das Herz anhalten, wodurch der Tod eintritt.

Lancelot Amrstrong (gezeichnet von Kaivel)

Lancelot Amrstrong (gezeichnet von Kaivel)

Diese in Florida mittlerweile zur Normalität gewordene Vorgehensweise bei Hinrichtungen, kann man nur als Menschenexperimente bezeichnen, da die üblichen Gifte in Florida nicht mehr zur Verfügung stehen, greift man halt zu „unsicheren“ Mitteln.

Nach wie vor spielen sich die USA als Verfechter der Freiheit und Menschenrechte in der Welt auf. Rechte die sie in ihrem eigenen Land mit Füßen treten und nicht mal vor grausamen Menschenexperimenten zurückschrecken ! Sie führen einen Krieg gegen Teile ihres eigenen Volkes mit chemischen Waffen.

Lancelot Armstrong ist einer von ihnen, der von diesen chemischen Waffen in Florida bedroht wird. Seit 23 Jahren in der Todeszelle, immer die Giftspritze vor Augen, muss er miterleben, wie Einer nach dem Anderen, den er im Todestrakt kennengelernt hat, zu Tode misshandelt wird. Das alles ist möglich durch eine korrupte Justiz und Politik, in einem Land in dem Gerechtigkeit eher eine Frage der Hautfarbe und des Geldbeutels ist.

Es gibt keine Reichen im Todestrakt !

Mehr Informationen über Lancelot Armstrong: www.lancelot-armstrong.de

Peter Koch

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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Eine Antwort zu Schlachthaus Florida

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