Zu Tode gefoltert

Moderne Kreuzigung

Grausame Hinrichtung in Oklahoma

Moderne Kreuzigung

Der Irrsinn in den USA scheint nicht zu stoppen zu sein.

Clayton Lockett

Im Bundesstaat Oklahoma ist einem Gefangenen am 29.04.2014 bei seiner Hinrichtung eine Vene geplatzt. Erst nach 43 Minuten starb er nach einem grausamen Todeskampf.

Für Dienstagabend war die Hinrichtung des 38-Jährigen Clayton Lockett geplant. Doch dabei ging etwas schief. Nach dem Lockett das erste Medikament gespritzt bekam, ging man davon aus, dass er bewusstlos sei. Jedoch platzte beim spritzen des Mittels eine Vene, berichtete der Fernsehsender KFOR-TV. Lockett war tatsächlich nicht bewusstlos, atmete nach 3 Minuten schwer, begann sich zu winden, nach Luft zu ringen und knirschte mit den Zähnen. Nach Aussage einer Zeugin gab er unverständliche Laute von sich. Auch versuchte er den Kopf zu heben. Dann wurden die Vorhänge geschlossen, damit die Zeugen nicht weiter sehen konnten was vor sich geht.

Die Exekution wurde unterbrochen auf Geheiß  des Strafvollzugschef von Oklahoma, Robert Patton.

Dennoch starb Clayton Lockett nach 43 Minuten an einem Herzinfarkt. Am gleichen Abend war eine zweite Hinrichtung vorgesehen, die zunächst wegen dem Vorfall abgesagt wurde.

Der Anwalt von Lockett sagte: „Es war schrecklich mit anzusehen, es wurde komplett verpfuscht.“

Auch bei diesem schrecklichen Vorfall war wieder das Gift „Midazolam“ beteiligt, das in dem Verdacht steht nicht sicher zu sein. Wir berichteten: https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2013/10/13/florida-neue-giftzusammenstellung/
Locketts Verteidiger verlangte übrigens Informationen über die eingesetzten Mittel, jedoch lehnte dies der oberste Gerichtshof ab, mit der Begründung, die Hersteller müssten geschützt werden.

Mittlerweile werden in den USA immer häufiger Experimente an zum Tode Verurteilten durchgeführt, indem unerforschte Substanzen mit unbekannter Herkunft verwendet werden.
Es wird Zeit, dass die Welt die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den USA zur Kenntnis nimmt und mit Nachdruck dieses System der Grausamkeit ächtet. Wir müssen uns die Frage stellen, warum gegen den Staat des Friedensnobelpreisträgers Obama, nicht endlich Sanktionen wegen Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhängt werden. 

Peter

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7 Antworten zu Zu Tode gefoltert

  1. Alien schreibt:

    Locketts Verteidiger verlangte übrigens Informationen über die eingesetzten Mittel, jedoch lehnte dies der oberste Gerichtshof ab, mit der Begründung, die Hersteller müssten geschützt werden.

    Wie bei uns: Die Hersteller der Mordinstrumente müssen geschützt werden, nicht die Menschen, die damit ermordet werden. Man fasst es nicht.

  2. Kati schreibt:

    Deinen letzten Satz muss man dreimal fett mit Marker unterstreichen und 30 Ausrufezeichen dahinter setzen.

  3. Tom schreibt:

    Das könnte wirklich eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre bezgl. der Todesstrafe sein. Jetzt kommt es auf die Obduktion an:
    Lag es an den eingesetzten Chemikalien oder zB. an einem Fehler beim Setzen der IV oder sonstigen technischen Fragen?

    Wenn es an aber den Chemikalien lag wird es sehr interessant, da sind die Folgen schwer voraus zu sehen. Etliche Anwälte laufen da gerade heiss um die Gerichte mit Schriftsätzen zu bombardieren.

    Liegts an etwas Technischem wird man die Protokolle überarbeiten müssen, die werden natürlich gerichtlich überprüft usw. Das kann dauern. Aber man hat damit Erfahrung.
    Da gab es hässliche Vorfälle, wo beim Todeskandidaten lange nach einer verwendbaren Vene gesucht wurde (meist Drogenabhängige) während er wehrlos auf der Liege abwarten durfte bis man fündig geworden war.
    Aber selbst diese unmenschliche Fälle haben nicht viel bewirkt um die Verantwortlichen zur Einsicht zu bringen, dass das was sie da tun zutiefst unmenschlich ist.

    Die nächsten 14 Tage sind keine Hinrichtungen geplant – in einem Jahr wo bisher durchschnitllich ein Mensch pro Woche „nach Recht und Gesetz“ vergiftet wurde.
    Danach steht Campbell in Texas an – und einen Tag später, am 14., soll dann in Oklahoma C.F. Warner hingerichtet werden, der eigentlich am selben Tag wie Lockett sterben sollte aber nach dem Vorfall einen Aufschub bekam. Wenige Stunden vor seinem geplanten Tod.
    Die beiden sassen an diesem Tag in nebeneinander liegen Zelle und durften gewissermassen gemeinsam auf ihre Exekution warten. Wie Vieh auf dem Schlachthof.

    Welcher Serienmörder wäre so pervers?

    Warner wollen sie natürlich unbedingt hinrichten, seine Tat war unaussprechlich.
    Aber ob man bis dahin mit allen Prozeduren durch ist um das auch zu können/dürfen?
    Ich bezweifle das.

    Die nächsten Wochen werden sehr interessant, und auch wenn Vorfälle wie dieser kaum dazu führen, dass man vom staatlichen Morden sofort ablässt, bewirken sie doch vielleicht lang- oder mittelfristig etwas in der Gesellschaft.

    Vielleicht hat Lockett dann nicht ganz umsonst so schrecklich gelitten.

    PS:
    Ich möchte den blog-Betreibern noch ausdrücklich danken!!!
    Nicht nur für ihr Bemühen in der Sache „Lancelot“, sondern auch für Euer besonnenes Handeln.

    Das war sehr fair und anständig von Euch!

  4. Laetitia Desiree Wladen schreibt:

    Es ist einfach nur schrecklcih, dass überhaupt Menschen umgebracht werden, aber sie dann auf so grausame Art und Weise zutöten, ist unmenschich und menschenunwürdig. Die Behörden missbrauchen die Todeskandidaten für ihre Dorschung, um noch mehr Menschen in schnellerer Zeit und mit weniger Kosten umbringen könnene, so als ob sie Tiere wären und das Problem ist, dass es unmöglich ist für diese sich zu wehren. auch möchte ich darauf aufmerksam machen, dass viele Menschen zu Unrecht verurteilt werden, weil sie sich keinen guten Anwalt leisten können. einmal in die Maschenerie des amerikanischen Rechtssystems geraten, kommt man nur sehr schwer und mit aller Not wieder heraus. ich hoffe, dass sich viele Menschen intensiv mit dem Thema befassen und dann die richtige Entscheidung treffen, denn sonst sehe ich ein zusammenleben der Menschenheit in gar nicht so ferner Zukunft für nicht mehr möglich, außer wir wollen ein Welt und eine Gemeinschaft, die auf Krieg, Hass, Korruption und Willkür basiert, die nicht oder kaum angreifbar scheint und leider auch ist. In dieser Welt voll Angst, Not und Versuche des Selbstschutzes möchte ich nicht leben, denn in so einer Welt werden viele „normale“ Leute Kriminell, um nicht selbst in das Netz de Lügen und Intrigen zu geraten.

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