Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ beim DGB-Aktionstag

Kassel, 01. Mai 2013

1. Mai – Kein Tag für Lancelot Armstrong !

Der Deutsche Gewerkschaftsbund rief unter dem Motto „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.“ zur einer Demonstration in Kassel auf. Die Abschlusskundgebung fand an der Drahtbrücke in Kassel statt.

Auf dem Festplatz positionierte sich auch die Initiative ‚Hilfe für Lancelot‘ mit zwei Mitgliedern, die von Michael Rudolph (Regionsgeschäftsführer des DGB Nordhessen) dazu ausdrücklich eingeladen wurde.

Nachdem wir unsere Informationsschriften aufgebaut hatten und ca. 15 Minuten lang Unterschriften sammelten für Lancelot, kam Holger Kindler (Organisationssekretär des DGB-Nordhessen) auf uns zu. Ohne sich vorzustellen, fragte er uns äußerst unfreundlich, ob wir unsere Arbeit hier angemeldet hätten und stellte unser Recht in Frage hier für Lancelots Leben zu kämpfen. Wir hatten unser Plakat dabei und jedermann konnte schon von weitem sehen, warum wir dort waren. Und dieser Herr hatte nichts besseres zu tun, als unsere Berechtigung für das Leben eines gefolterten Menschen zu kämpfen, in Frage zu stellen. Was bitte geht in so einem Kopf vor, wenn so jemand auf die Hilferufe eines Verzweifelten in dieser Weise reagiert ?!

Nachdem wir Herrn Kindler mitteilten, dass Michael Rudolph uns zu diesem Einsatz eingeladen hatte, schwenkte der Herr um und behauptete mit Nachdruck, wir würden an dieser Stelle den Durchgang versperren (siehe Foto).

Es mag sich ein jeder, beim Anblick des Fotos, seine Meinung dazu selbst bilden…

Das versteht also der Organisationssekretär des DGB-Nordhessen unter,  „den Durchgang versperren“, wenn es um ein Menschenleben geht !

Wir waren einfach nur noch fassungslos und mit den Nerven vollkommen runter, denn schließlich machen wir das ganze ja nicht zum Spaß. Es war nichts zu machen. Herr Holger Kindler blieb kalt und abweisend und verlangte, dass wir
unsere Sachen einpacken und uns in eine der hinteren Ecken des Festplatzes begeben sollten (wo uns sicher kaum jemand noch gesehen hätte). Zumal wir dort keine Möglichkeit gehabt hätten unser Material aufzubauen, denn wir besitzen kein Auto und dadurch können wir auch keinen Tisch transportieren. Auf dem Foto sieht man, dass der Platz an dem wir waren dagegen ideal für unseren Einsatz war, da wir dort eine Ablagemöglichkeit hatten.

All dies erweichte den Herrn Kindler jedoch nicht ! – Wir blieben weiter freundlich und machten dem Herrn klar, dass wir dann wohl abreisen würden, wenn wir hier so unerwünscht sind. Das war dem Herrn jedoch vollkommen egal !

Eine Nachfrage bei Michael Rudolph half uns dann auch nicht weiter, er sagte lediglich, es täte ihm leid, aber da könne er jetzt auch nichts machen und er hätte jetzt zu tun.

Da wir psychisch auch nicht immer die stärksten sind, verließen wir also den Festplatz.

Anstatt Solidarität und Unterstützung zu ernten, fühlen wir uns getreten und verjagt.

Aber in seinem Demonstrationsmotto rief der DGB ja auch nur zur Demo für ein „Soziales Europa“ auf und Lancelot wird ja in den USA gefoltert und soll dort ermordet werden…

Kein schöner 1. Mai für Lancelot Armstrong.

Unser besonderer Dank gilt den 6 Menschen, die in der kurzen Zeit unseres Einsatzes, die Petition für Lancelot unterschrieben haben.

Übrigens: Den Namen des Herrn Kindler haben wir nur dadurch erfahren, dass wir ihn auf dem gesamten Platz dann noch mal gesucht haben, um ihn danach zu fragen.  Sonst hätten wir nicht mal seinen Namen hier erwähnen können.

Peter

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Über www.lancelot-armstrong.de

Nachrichtenblog der Initiative 'Hilfe für Lancelot (IHfL) www.lancelot-armstrong.de
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