Ein Einzelner kann vielleicht nicht viel bewirken, viele hingegen vielleicht mehr.

10.07.2012 (Eintrag aus unserem alten Blog)

Erschreckend das es auch heute noch die Todesstrafe überall auf der Welt gibt. Noch erschreckender aber ist es, dass es DAS auch heute noch in den USA gibt. Sind es nicht die USA die sich immer als Moralapostel hinstellen, wenn es um Menschenrechte geht ? Aber wenn es um die Menschenrechte ihrer eigenen Gefangen geht scheinen die Menschenrechte dann doch ganz schnell aufzuhören.

Ich jedenfalls möchte mit diesen Worten meine ganze Solidarität zu Lancelot aufzeigen. Er soll spüren das es Menschen auf der Welt gibt, die eben nicht nach seinem Leben und dem Leben der anderen Todeskandidaten trachten.

Hat nicht jeder Mensch eine zweite Chance verdient ?

Anscheinend sehen die USA das nicht so.

Die Todesstrafe ist für mich nichts anderes als das barbarische Ritual  „Auge um Auge – Zahn um Zahn“, gleiches mit gleichen vergelten.

Nehmen wir mal an, ein Todeskandidat wurde zu recht schuldig wegen eines Mordes (z.B. im Affekt) verurteilt. Ist es dann nicht verwerflich sich mit einer solchen Tat auf eine Stufe zu stellen ? – Ich jedenfalls finde es sogar schlimmer wenn ein Staat sich dann auch noch das Recht heraus nimmt anderen (auch noch GEPLANT!) das Leben zu nehmen. Ja, es ist ja echt mittelalterlich, das ein Staat einen ritualisierten Mord verübt…

Wir dürfen nicht vergessen, es gab viele Fehlurteile in der Vergangenheit. Und jemanden der umgebracht wurde, denn kann man nicht mehr zurückholen und „Entschuldigung“ sagen.

Außerdem – Steht in der Bibel nicht bei einem der 10 Gebote „Du sollst nicht töten ?“. Soweit ich weiß ja… Ist es nicht so, das in den USA der Christliche Glauben ein hohes Gut ist ? Wenn dem so ist, wieso bricht dann die USA eines ihrer heiligsten Gebote ?

Aber mal ehrlich, mir ist es egal ob jemand nun tatsächlich gemordet hat oder nicht, ich bin generell gegen die Todesstrafe. Für mich sind diese Zellen Folterkammern. Das ist menschenunwürdig.

Interessant ist auch das die USA noch immer den großen Macker rauskehren

und sich jedes Recht herausnehmen kann. Ja die USA kann eigentlich tun und

lassen was sie wollen. Um so wichtiger ist es, dass wir, jeder Einzelne, versuchen etwas dagegen zu unternehmen.

Ein Einzelner kann vielleicht nicht viel bewirken, viele hingegen vielleicht mehr.

Wer weiß vielleicht können wir sogar Lancelots leben retten. Aber auch wenn nicht. Jede Hilfe, jede Solidarität, die wir ihm zukommen lassen ist ein Zeichen für die Welt laut NEIN zu sagen, ein Zeichen für Lancelot aber auch für die anderen Todeskandidaten.

Wir können eben jenen armen Seelen in den Todeszellen ein wenig Hoffnung geben. Wir können ihnen zeigen das es da draußen Menschen gibt die an sie denken. Das macht den Horror vielleicht für diese Leute ein wenig erträglicher.

Und mal ehrlich ist es das nicht wert ?

Kaivel
https://i2.wp.com/www.lancelot-armstrong.de/troy_davis_vierte_hinrichtung.jpg
Ps: dieses Bild habe ich in der Nacht gezeichnet als Troy Davis hingerichtet wurde. Dreimal wurden seine Hinrichtungstermine verschoben. An seinem Todestag lag er Vier Stunden auf der Liege und wartete auf seinen Tod.

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